KWS Saat KgaA

Aktie
WKN:  707400 ISIN:  DE0007074007 US-Symbol:  KNKZF Branche:  Landwirtschaftliche Betriebsmittel Land:  Deutschland
77,10 €
-0,4 €
-0,52%
11.09.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
2,63 Mrd. €
Streubesitz
23,64%
KGV
14,18
Dividende
1,25 EUR
Dividendenrendite
1,83%
Nachhaltigkeits-Score
50 %
Index-Zuordnung
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KWS Saat Aktie Chart

KWS Saat Unternehmensbeschreibung

KWS Saat SE & Co. KGaA ist ein weltweit tätiger Saatgutspezialist mit Fokus auf Züchtung, Produktion und Vertrieb von Pflanzensaatgut für die professionelle Landwirtschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Einbeck in Niedersachsen zählt zu den führenden privaten Saatgutgesellschaften und positioniert sich im Premiumsegment. KWS agiert forschungsgetrieben, langfristig ausgerichtet und versteht sich als unabhängiger Anbieter im globalen Agrarökosystem. Die Gesellschaft ist überwiegend im Besitz der Gründerfamilien, was eine strategische Kontinuität und eine eher vorsichtige Finanzierungspolitik begünstigt. Der Schwerpunkt liegt auf genetischem Fortschritt, agronomischer Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Sorten gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von KWS basiert auf der Züchtung leistungsfähiger Sorten, dem Aufbau eines differenzierten Sortenportfolios und der weltweiten Vermarktung über eigene Vertriebsstrukturen sowie Kooperationen. Die Wertschöpfungskette umfasst die gesamte Entwicklung von der genetischen Selektion über mehrjährige Feldversuche, Saatgutvermehrung, Aufbereitung, Qualitätskontrolle bis zur Distribution an Landwirte und Agrarhändler. KWS investiert überdurchschnittlich in Forschung & Entwicklung, um genetischen Fortschritt zu erzielen und Sorten an unterschiedliche Klimazonen, Böden und Anbausysteme anzupassen. Der Schwerpunkt liegt auf konventioneller und markergestützter Züchtung, ergänzt um biotechnologische Verfahren im Rahmen der geltenden Regulierungen. Das Unternehmen erzielt Erlöse primär aus dem Verkauf von Saatgut, Lizenzen für Züchtungsleistungen sowie aus Aktivitäten und Kooperationen insbesondere im Bereich gentechnisch veränderter Pflanzen in Regionen, in denen deren Anbau zugelassen ist. Die wiederkehrende Nachkaufdynamik bei Saatgut sorgt für eine strukturell relativ stabile Nachfrage, da Landwirte regelmäßig hochwertiges Saatgut benötigen, um Erträge und Qualität abzusichern.

Mission und Unternehmensleitbild

Die Mission von KWS lässt sich auf die Sicherung und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität zusammenfassen. Das Unternehmen betont das Ziel, Landwirten weltweit genetische Lösungen zur Verfügung zu stellen, um Erträge, Stabilität und Qualität zu maximieren und zugleich Ressourcen effizienter zu nutzen. Im Zentrum steht die langfristige Ernährungssicherung einer wachsenden Weltbevölkerung bei begrenzten Flächen und zunehmenden Klimarisiken. KWS versteht sich als Partner der Landwirtschaft mit starkem Fokus auf praxisnahe Sortenentwicklung, agronomische Beratung und regional angepasste Sorten. Nachhaltigkeit wird in Form robuster Sorten, verbesserter Nährstoffeffizienz und erhöhter Resilienz gegen Trockenheit und Krankheiten adressiert, wobei KWS betont, durch Züchtung einen Beitrag zur Reduktion von Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz leisten zu wollen. Die unternehmerische Unabhängigkeit und die Orientierung an langfristigen Zyklen werden explizit als Teil der Mission genannt.

Produkte, Dienstleistungen und Business Units

KWS bietet ein breites Portfolio an Saatgut für Ackerbaukulturen. Im Mittelpunkt stehen vor allem:
  • Mais: Körnermais und Silomais für Futternutzung und Biogas, mit Fokus auf Ertrag, Standfestigkeit und Reifegruppenvielfalt
  • Zuckerrüben: Sorten mit hoher Zuckerleistung, Krankheitsresistenzen und Toleranzen gegenüber Schaderregern und Blattkrankheiten
  • Getreide: Weizen, Gerste, Roggen und Triticale mit Schwerpunkten auf Ertragsstabilität, Qualität und Winterhärte
  • Raps und Ölpflanzen: Hybridsorten mit Öl- und Proteinfokus, angepasst an europäische und internationale Märkte
  • Spezialkulturen: Unter anderem Sonnenblume und weitere Kulturen in bestimmten Regionen
Die Aktivitäten sind in mehrere Business Units gegliedert, die im Kern nach Kulturen strukturiert sind, beispielsweise:
  • Mais-Segment mit global ausgerichteter Zucht- und Vertriebsorganisation
  • Zuckerrüben-Segment, inklusive F&E und Vermarktung mit eigenem Beratungsansatz
  • Getreide- und Raps-Segment mit Fokus auf Europa und angrenzende Märkte
  • Gemüse- und Spezialkulturenaktivitäten, die durch Zukäufe und Kooperationen ausgebaut wurden
Flankierend bietet KWS agronomische Dienstleistungen, Sortenberatung, digitale Tools für Sortenwahl und Anbaustrategie sowie in ausgewählten Bereichen Lizenzvergaben und technologische Kooperationen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

KWS verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Fokussierung auf Saatgut: Im Gegensatz zu integrierten Agrarkonzernen mit starkem Agrochemiefokus agiert KWS als Spezialist mit klarer Konzentration auf Züchtung und Saatgut, was eine hohe technische Tiefe ermöglicht.
  • Breite genetische Basis: Jahrzehntelange Züchtungsarbeit in verschiedenen Kulturarten hat eine umfangreiche Genetikdatenbank, Linien- und Hybridportfolios hervorgebracht, die nur schwer replizierbar sind.
  • Unabhängige Eigentümerstruktur: Die dominierende Stellung der Gründerfamilien erlaubt langfristige Züchtungszyklen ohne kurzfristige strategische Brüche und fördert eine vorsichtige Risikopolitik.
  • Regionale Züchtungsnetzwerke: Ein dichtes Netz an Zuchtstationen in Europa, Nord- und Südamerika sowie weiteren Regionen ermöglicht standortangepasste Sortenentwicklung und Kundennähe.
Diese Faktoren bilden den Burggraben des Unternehmens. Saatgutzüchtung ist kapital- und zeitintensiv, mit langen Entwicklungszyklen und hohen regulatorischen Hürden. Die Kombination aus genetischem Know-how, geschütztem Zuchtmaterial, Markenbekanntheit und etablierten Vertriebskanälen erschwert Neueinsteigern den Marktzugang. Zudem profitieren etablierte Anbieter wie KWS von Netzwerkeffekten in Form großer Feldversuchsdatenbanken und engem Austausch mit landwirtschaftlichen Betrieben, die die Sorten einsetzen.

Wettbewerbsumfeld und Branchenstruktur

KWS agiert in einem global stark konzentrierten Saatgutmarkt, der von einigen multinationalen Konzernen und regionalen Spezialisten geprägt wird. Wichtige Wettbewerber sind unter anderem:
  • Multinationale Saatgut- und Pflanzenschutzkonzerne (z. B. Bayer Crop Science, Corteva, Syngenta Group), die integrierte Lösungen aus Saatgut, Pflanzenschutz und digitalen Services anbieten.
  • Andere Züchtungsunternehmen und Genossenschaften, insbesondere in Europa und Nordamerika, die in einzelnen Kulturen oder Regionen starke Marktpositionen haben.
Die Branche ist durch hohen Forschungsaufwand, strenge Regulierungen und zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Agrarlösungen gekennzeichnet. Saatgut steht am Anfang der agrarischen Wertschöpfungskette und ist ein kritischer Hebel für Ertrag, Qualität und Resilienz. In entwickelten Märkten wie der EU, Nordamerika und Teilen Südamerikas ist der Saatgutmarkt vergleichsweise reif und kompetitiv. Wachstum ergibt sich hier primär aus Sortenverbesserung, Marktanteilsgewinnen und Spezialisierung. In Schwellenländern besteht zusätzlich Potenzial durch Professionalisierung der Landwirtschaft und den Übergang von Hofnachbau zu zertifiziertem Saatgut. Politische Rahmenbedingungen, Zulassungsverfahren für neue Sorten sowie Diskussionen um Gentechnik und neue Züchtungstechniken (wie genom-editierte Pflanzen) beeinflussen die Wettbewerbsdynamik erheblich.

Regionale Präsenz und Marktsegmente

Historisch ist KWS in Europa verwurzelt, insbesondere in Deutschland und weiteren EU-Ländern. Inzwischen verfügt das Unternehmen über eine breite internationale Präsenz mit Züchtungs- und Vertriebsaktivitäten in Nordamerika, Südamerika, Osteuropa, Asien und ausgewählten Märkten Afrikas. Die regionalen Schwerpunkte variieren nach Kulturart:
  • Mais: starke Position in Europa, zunehmende Präsenz in Amerika und anderen Regionen mit intensivem Maisanbau
  • Zuckerrüben: globale Ausrichtung mit bedeutender Rolle in Europa und weiteren rübenproduzierenden Ländern
  • Getreide und Raps: Kernmärkte in Europa mit regional spezifischen Sortenportfolios
Die Diversifikation über Kulturen und Regionen dient als Risikopuffer gegen witterungsbedingte Ausfälle, regulatorische Veränderungen und Währungsschwankungen. Gleichwohl bleibt KWS mit einem Schwerpunkt auf Europa konfrontiert mit den spezifischen agrarpolitischen Rahmenbedingungen der Europäischen Union, etwa den Green-Deal-Zielen und den damit verbundenen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Pflanzenschutzreduktion.

Management, Governance und Strategie

KWS wird in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien geführt, was zu einer besonderen Governance-Struktur führt: Die persönlich haftende Gesellschafterin übernimmt die Geschäftsführung, während die Kommanditaktionäre am Kapital beteiligt sind. Die starke Stellung der Familiengesellschafter sichert Kontinuität in der strategischen Ausrichtung. Das Management verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie auf Basis von Innovation, Internationalisierung und Portfolioerweiterung. Kernelemente der Strategie sind:
  • Ausbau der Forschungs- und Züchtungskapazitäten, inklusive Nutzung moderner molekularbiologischer und datenbasierter Methoden
  • Stärkung der Präsenz in Wachstumsmärkten mit hoher Flächenproduktivität und zunehmender Professionalisierung der Landwirtschaft
  • Gezielte Akquisitionen und Joint Ventures, um in ausgewählten Segmenten (zum Beispiel Gemüse oder bestimmte Spezialkulturen) Skaleneffekte und Kompetenzerweiterung zu erreichen
  • Vertiefung der Kundenbeziehungen durch agronomische Beratung und digitale Angebote rund um Sortenwahl, Anbauoptimierung und Risikoabsicherung
Das Management betont finanzielle Solidität, eine ausgewogene Ausschüttungspolitik und die Reinvestition eines wesentlichen Teils der Erträge in Forschung & Entwicklung. Die Strategie ist tendenziell konservativ, fokussiert auf organisches Wachstum und schrittweise Portfolioerweiterung.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

KWS blickt auf eine lange Unternehmenshistorie zurück, die im 19. Jahrhundert mit der Züchtung von Zuckerrüben begann. Aus einem regionalen Saatgutbetrieb in Einbeck entwickelte sich über Generationen ein internationaler Züchtungskonzern. Die Geschichte ist geprägt von kontinuierlicher Sortenentwicklung, geografischer Expansion und der Ausweitung auf zusätzliche Kulturen wie Mais, Getreide und Raps. Über die Jahrzehnte hat KWS seine rechtliche Struktur mehrfach angepasst und die heutige Form als SE & Co. KGaA gewählt, um den Kapitalmarktzugang mit dem Erhalt der familiären Kontrolle zu verbinden. Die Internationalisierung gewann insbesondere seit dem späten 20. Jahrhundert an Dynamik, als Züchtungsstationen und Vertriebsniederlassungen außerhalb Deutschlands aufgebaut wurden. Entscheidende Entwicklungsschritte waren der Einstieg in moderne Züchtungstechnologien, der Aufbau globaler Zuchtprogramme sowie die Beteiligung an Kooperationen und Joint Ventures im Bereich gentechnisch veränderter Pflanzen in Märkten mit entsprechender Zulassung. Die Firmenhistorie ist geprägt von einem stetigen, oft schrittweisen Wachstum und einer starken Bindung an den Standort Einbeck als Forschungs- und Verwaltungszentrum.

Sonstige Besonderheiten und technologische Ausrichtung

Eine Besonderheit von KWS ist die Positionierung als technologieoffener, aber regulierungskonformer Züchter. Das Unternehmen investiert in klassische Züchtung, markergestützte Selektion und biotechnologische Verfahren, soweit diese rechtlich zulässig und wirtschaftlich sinnvoll sind. Die Nutzung von Datenanalytik, Phänotypisierungsplattformen und digitalen Feldversuchen spielt eine wachsende Rolle bei der Selektion neuer Linien. Darüber hinaus intensiviert KWS Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Industriepartnern, um Zugang zu zusätzlichem Know-how, Technologien und Märkten zu erhalten. Die langfristigen Züchtungszyklen erfordern einen entsprechenden Planungshorizont; Sorten, die heute im Markt sind, basieren auf Züchtungsentscheidungen, die viele Jahre zurückliegen. Gleichzeitig führt der hohe Anteil immaterieller Vermögenswerte in Form von Zuchtmaterial, Sortenschutzrechten und Know-how zu einem Geschäftsmodell, das stark auf geistiges Eigentum und wissenschaftliche Exzellenz angewiesen ist.

Chancen und Risiken im Agrarsektor

Im Agrarsektor ergeben sich für ein Unternehmen wie KWS mehrere strukturelle Chancen:
  • Langfristiger Wachstumstrend: Steigende Weltbevölkerung, begrenzte Anbauflächen und der Bedarf an höheren Erträgen und Resilienz stützen die Nachfrage nach hochwertigem Saatgut.
  • Relativ robuste Nachfragebasis: Nahrungsmittelproduktion ist weniger konjunkturabhängig als viele andere Branchen; Saatgut zählt zu den zentralen Produktionsfaktoren.
  • Forschungsbasierter Wettbewerbsvorsprung: Technologischer Vorsprung, breite genetische Basis und etablierte Kundenbeziehungen können zu stabilen Marktpositionen führen.
  • Familiengeprägte Governance: Die starke Rolle der Gründerfamilien unterstützt eine langfristige, weniger stark auf kurzfristige Kapitalmarktzyklen ausgerichtete Unternehmensführung.
Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber:
  • Regulatorische Unsicherheit: Politische Entscheidungen zu Gentechnik, neuen Züchtungsmethoden, Pflanzenschutz und Nachhaltigkeitsauflagen können die Produktentwicklung und Markteinführung erschweren.
  • Klimarisiken: Witterungsextreme, Dürren und neue Schaderreger können Anbauentscheidungen der Landwirte verändern und Nachfrageverschiebungen zwischen Kulturen verursachen.
  • Wettbewerbsdruck durch Großkonzerne: Integrierte Agrarkonzerne mit hoher Finanzkraft und umfassenden Produktpaketen können in bestimmten Kulturen und Regionen Preisdruck erzeugen oder Marktmacht ausspielen.
  • Forschungs- und Entwicklungsrisiko: Hohe F&E-Aufwendungen sind notwendig, führen aber nicht zwangsläufig zu marktfähigen Sorten; Fehlinvestitionen in Zuchtprogramme können die Profitabilität belasten.
  • Währungs- und Länderrisiken: Die internationale Ausrichtung bringt Exponierung gegenüber Währungsschwankungen, handelspolitischen Maßnahmen und länderspezifischen Agrarregulierungen mit sich.
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Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 77,50 €
Gehandelte Stücke 6.827
Tagesvolumen Vortag 1.098.663 €
Tagestief 76,80 €
Tageshoch 77,90 €
52W-Tief 61,30 €
52W-Hoch 80,60 €
Jahrestief 62,10 €
Jahreshoch 80,60 €

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Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

KWS Saat Aktie - Nachrichtenlage zusammengefasst:

  • KWS Saat KgaA hat ihre Forschung und Entwicklung im Bereich der digitalen Landwirtschaft intensiviert und präsentiert neue Produkte, die den Landwirten helfen sollen, ihre Erträge zu steigern.
  • Das Unternehmen hat eine positive Prognose für das kommende Geschäftsjahr veröffentlicht und erwartet ein Wachstum aufgrund der hohen Nachfrage nach Saatgut.
  • KWS Saat KgaA engagiert sich zunehmend in nachhaltigen Anbaupraktiken und hat mehrere Initiativen gestartet, um die Umweltbelastung zu verringern.
Hinweis

Community: Diskussion zur KWS Saat Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge schildern KWS Saat als langjähriges Saatgutunternehmen mit solider Bilanz und stabilen Kennzahlen (Umsatz ~1,6–1,7 Mrd. €, starke F&E‑Investitionen von rund 350 Mio. €), wobei das Zuckerrüben‑Segment als Hauptgewinnbringer hervorsticht, Mais aktuell schwächelt und das Gemüsegeschäft noch Verluste aufweist; Analystenkursziele bewegen sich grob zwischen 72 und 100 €, die Dividendenrendite liegt bei knapp 1,8 % und eine eigene faire Bewertung wurde im Bereich etwa 75–85 € genannt.
  • Strategisch wird der Ausstieg aus mehreren regionalen Maisgeschäften (z. B. Nordamerika, China, Südamerika) diskutiert, was kurzfristig Verschuldung reduziert und Cash freisetzt, zugleich aber die Erwartung hervorruft, diese Mittel in wachstumsstarke Bereiche wie Getreide, Gemüse und F&E zu reinvestieren; als zentrale Risiken werden Agrarzyklen, Klimastress, regulatorische Vorgaben, Konzentration auf das Zuckerrüben‑Geschäft und die Abhängigkeit vom Forschungserfolg (Resistenzen, Hybridisierung) genannt.
  • Die Stimmung im Thread ist geprägt von Kursvolatilität und Spekulationen über Vorabwissen oder Vorstandsverkäufe sowie unterschiedlichen Anlegeransichten — von „vernünftig bewertet, halten/selektiv kaufen“ bis zu Kritik an F&E‑Allokation und dem Wunsch nach höheren Dividenden oder Alternativen wie ADM — zudem werden Sorgen über Pflanzenkrankheiten und die Rolle der Gentechnik diskutiert.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

KWS Saat Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 1.677 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 247,63 €
Jahresüberschuss in Mio. 236,35 €
Umsatz je Aktie 50,79 €
Gewinn je Aktie 7,18 €
Gewinnrendite +14,10%
Umsatzrendite +14,10%
Return on Investment +8,83%
Marktkapitalisierung in Mio. 2.630 €
KGV (Kurs/Gewinn) 8,59
KBV (Kurs/Buchwert) 1,27
KUV (Kurs/Umsatz) 1,21
Eigenkapitalrendite +14,76%
Eigenkapitalquote +59,84%

KWS Saat News

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Derivate

Hebelprodukte (66)
Knock-Outs 53
Faktor-Zertifikate 13
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Dividenden Kennzahlen

Dividendenrendite 1,83%
Auszahlungen/Jahr 1
Stabilität der Dividende 0,73 (max 1,00)
Jährlicher 12,30% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 7,62% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 22,15% (auf den Gewinn/FFO)
quote % (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung -31,74%

Dividenden Historie

Datum Dividende
04.12.2025 1,25 €
06.12.2024 1,00 €
14.12.2023 0,90 €
07.12.2022 0,80 €
03.12.2021 0,80 €
17.12.2020 0,70 €
18.12.2019 0,67 €
17.12.2018 0,64 €
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KWS Saat Termine

12.05.2026 Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q3)

Prognose & Kursziel

Die KWS Saat Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
80,50 € 77,60 € 3,74%
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KWS Saat Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 77,60 -0,26%
77,80 € 11.09.26
Frankfurt 77,00 -0,13%
77,10 € 11.09.26
Gettex 76,90 -0,52%
77,30 € 11.09.26
Hamburg 77,60 -2,63%
79,70 € 11.09.26
Hannover 77,60 -2,76%
79,80 € 11.09.26
L&S RT 77,10 0 %
77,10 € 13:04
München 77,70 -2,75%
79,90 € 11.09.26
Quotrix 77,50 -0,90%
78,20 € 11.09.26
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Stuttgart 77,00 -0,39%
77,30 € 11.09.26
Tradegate 76,90 -0,65%
77,40 € 11.09.26
Wien 77,60 -0,39%
77,90 € 11.09.26
Xetra 77,10 -0,52%
77,50 € 11.09.26
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Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
11.09.26 77,10 0,53 M
10.09.26 77,50 1,10 M
09.09.26 79,90 0,98 M
08.09.26 79,70 1,89 M
07.09.26 78,50 0,86 M
04.09.26 77,30 0,86 M
Weitere Historische Kurse ❯

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 77,30 € -0,26%
1 Monat 71,00 € +8,59%
6 Monate 65,80 € +17,17%
1 Jahr 64,50 € +19,53%
5 Jahre 69,40 € +11,10%

Unternehmensprofil KWS Saat

KWS Saat SE & Co. KGaA ist ein weltweit tätiger Saatgutspezialist mit Fokus auf Züchtung, Produktion und Vertrieb von Pflanzensaatgut für die professionelle Landwirtschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Einbeck in Niedersachsen zählt zu den führenden privaten Saatgutgesellschaften und positioniert sich im Premiumsegment. KWS agiert forschungsgetrieben, langfristig ausgerichtet und versteht sich als unabhängiger Anbieter im globalen Agrarökosystem. Die Gesellschaft ist überwiegend im Besitz der Gründerfamilien, was eine strategische Kontinuität und eine eher vorsichtige Finanzierungspolitik begünstigt. Der Schwerpunkt liegt auf genetischem Fortschritt, agronomischer Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Sorten gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Das Geschäftsmodell von KWS basiert auf der Züchtung leistungsfähiger Sorten, dem Aufbau eines differenzierten Sortenportfolios und der weltweiten Vermarktung über eigene Vertriebsstrukturen sowie Kooperationen. Die Wertschöpfungskette umfasst die gesamte Entwicklung von der genetischen Selektion über mehrjährige Feldversuche, Saatgutvermehrung, Aufbereitung, Qualitätskontrolle bis zur Distribution an Landwirte und Agrarhändler. KWS investiert überdurchschnittlich in Forschung & Entwicklung, um genetischen Fortschritt zu erzielen und Sorten an unterschiedliche Klimazonen, Böden und Anbausysteme anzupassen. Der Schwerpunkt liegt auf konventioneller und markergestützter Züchtung, ergänzt um biotechnologische Verfahren im Rahmen der geltenden Regulierungen. Das Unternehmen erzielt Erlöse primär aus dem Verkauf von Saatgut, Lizenzen für Züchtungsleistungen sowie aus Aktivitäten und Kooperationen insbesondere im Bereich gentechnisch veränderter Pflanzen in Regionen, in denen deren Anbau zugelassen ist. Die wiederkehrende Nachkaufdynamik bei Saatgut sorgt für eine strukturell relativ stabile Nachfrage, da Landwirte regelmäßig hochwertiges Saatgut benötigen, um Erträge und Qualität abzusichern.

Mission und Unternehmensleitbild

Die Mission von KWS lässt sich auf die Sicherung und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität zusammenfassen. Das Unternehmen betont das Ziel, Landwirten weltweit genetische Lösungen zur Verfügung zu stellen, um Erträge, Stabilität und Qualität zu maximieren und zugleich Ressourcen effizienter zu nutzen. Im Zentrum steht die langfristige Ernährungssicherung einer wachsenden Weltbevölkerung bei begrenzten Flächen und zunehmenden Klimarisiken. KWS versteht sich als Partner der Landwirtschaft mit starkem Fokus auf praxisnahe Sortenentwicklung, agronomische Beratung und regional angepasste Sorten. Nachhaltigkeit wird in Form robuster Sorten, verbesserter Nährstoffeffizienz und erhöhter Resilienz gegen Trockenheit und Krankheiten adressiert, wobei KWS betont, durch Züchtung einen Beitrag zur Reduktion von Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz leisten zu wollen. Die unternehmerische Unabhängigkeit und die Orientierung an langfristigen Zyklen werden explizit als Teil der Mission genannt.

Produkte, Dienstleistungen und Business Units

KWS bietet ein breites Portfolio an Saatgut für Ackerbaukulturen. Im Mittelpunkt stehen vor allem:
  • Mais: Körnermais und Silomais für Futternutzung und Biogas, mit Fokus auf Ertrag, Standfestigkeit und Reifegruppenvielfalt
  • Zuckerrüben: Sorten mit hoher Zuckerleistung, Krankheitsresistenzen und Toleranzen gegenüber Schaderregern und Blattkrankheiten
  • Getreide: Weizen, Gerste, Roggen und Triticale mit Schwerpunkten auf Ertragsstabilität, Qualität und Winterhärte
  • Raps und Ölpflanzen: Hybridsorten mit Öl- und Proteinfokus, angepasst an europäische und internationale Märkte
  • Spezialkulturen: Unter anderem Sonnenblume und weitere Kulturen in bestimmten Regionen
Die Aktivitäten sind in mehrere Business Units gegliedert, die im Kern nach Kulturen strukturiert sind, beispielsweise:
  • Mais-Segment mit global ausgerichteter Zucht- und Vertriebsorganisation
  • Zuckerrüben-Segment, inklusive F&E und Vermarktung mit eigenem Beratungsansatz
  • Getreide- und Raps-Segment mit Fokus auf Europa und angrenzende Märkte
  • Gemüse- und Spezialkulturenaktivitäten, die durch Zukäufe und Kooperationen ausgebaut wurden
Flankierend bietet KWS agronomische Dienstleistungen, Sortenberatung, digitale Tools für Sortenwahl und Anbaustrategie sowie in ausgewählten Bereichen Lizenzvergaben und technologische Kooperationen.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

KWS verfügt über mehrere strukturelle Wettbewerbsvorteile. Zentrale Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Fokussierung auf Saatgut: Im Gegensatz zu integrierten Agrarkonzernen mit starkem Agrochemiefokus agiert KWS als Spezialist mit klarer Konzentration auf Züchtung und Saatgut, was eine hohe technische Tiefe ermöglicht.
  • Breite genetische Basis: Jahrzehntelange Züchtungsarbeit in verschiedenen Kulturarten hat eine umfangreiche Genetikdatenbank, Linien- und Hybridportfolios hervorgebracht, die nur schwer replizierbar sind.
  • Unabhängige Eigentümerstruktur: Die dominierende Stellung der Gründerfamilien erlaubt langfristige Züchtungszyklen ohne kurzfristige strategische Brüche und fördert eine vorsichtige Risikopolitik.
  • Regionale Züchtungsnetzwerke: Ein dichtes Netz an Zuchtstationen in Europa, Nord- und Südamerika sowie weiteren Regionen ermöglicht standortangepasste Sortenentwicklung und Kundennähe.
Diese Faktoren bilden den Burggraben des Unternehmens. Saatgutzüchtung ist kapital- und zeitintensiv, mit langen Entwicklungszyklen und hohen regulatorischen Hürden. Die Kombination aus genetischem Know-how, geschütztem Zuchtmaterial, Markenbekanntheit und etablierten Vertriebskanälen erschwert Neueinsteigern den Marktzugang. Zudem profitieren etablierte Anbieter wie KWS von Netzwerkeffekten in Form großer Feldversuchsdatenbanken und engem Austausch mit landwirtschaftlichen Betrieben, die die Sorten einsetzen.

Wettbewerbsumfeld und Branchenstruktur

KWS agiert in einem global stark konzentrierten Saatgutmarkt, der von einigen multinationalen Konzernen und regionalen Spezialisten geprägt wird. Wichtige Wettbewerber sind unter anderem:
  • Multinationale Saatgut- und Pflanzenschutzkonzerne (z. B. Bayer Crop Science, Corteva, Syngenta Group), die integrierte Lösungen aus Saatgut, Pflanzenschutz und digitalen Services anbieten.
  • Andere Züchtungsunternehmen und Genossenschaften, insbesondere in Europa und Nordamerika, die in einzelnen Kulturen oder Regionen starke Marktpositionen haben.
Die Branche ist durch hohen Forschungsaufwand, strenge Regulierungen und zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Agrarlösungen gekennzeichnet. Saatgut steht am Anfang der agrarischen Wertschöpfungskette und ist ein kritischer Hebel für Ertrag, Qualität und Resilienz. In entwickelten Märkten wie der EU, Nordamerika und Teilen Südamerikas ist der Saatgutmarkt vergleichsweise reif und kompetitiv. Wachstum ergibt sich hier primär aus Sortenverbesserung, Marktanteilsgewinnen und Spezialisierung. In Schwellenländern besteht zusätzlich Potenzial durch Professionalisierung der Landwirtschaft und den Übergang von Hofnachbau zu zertifiziertem Saatgut. Politische Rahmenbedingungen, Zulassungsverfahren für neue Sorten sowie Diskussionen um Gentechnik und neue Züchtungstechniken (wie genom-editierte Pflanzen) beeinflussen die Wettbewerbsdynamik erheblich.

Regionale Präsenz und Marktsegmente

Historisch ist KWS in Europa verwurzelt, insbesondere in Deutschland und weiteren EU-Ländern. Inzwischen verfügt das Unternehmen über eine breite internationale Präsenz mit Züchtungs- und Vertriebsaktivitäten in Nordamerika, Südamerika, Osteuropa, Asien und ausgewählten Märkten Afrikas. Die regionalen Schwerpunkte variieren nach Kulturart:
  • Mais: starke Position in Europa, zunehmende Präsenz in Amerika und anderen Regionen mit intensivem Maisanbau
  • Zuckerrüben: globale Ausrichtung mit bedeutender Rolle in Europa und weiteren rübenproduzierenden Ländern
  • Getreide und Raps: Kernmärkte in Europa mit regional spezifischen Sortenportfolios
Die Diversifikation über Kulturen und Regionen dient als Risikopuffer gegen witterungsbedingte Ausfälle, regulatorische Veränderungen und Währungsschwankungen. Gleichwohl bleibt KWS mit einem Schwerpunkt auf Europa konfrontiert mit den spezifischen agrarpolitischen Rahmenbedingungen der Europäischen Union, etwa den Green-Deal-Zielen und den damit verbundenen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Pflanzenschutzreduktion.

Management, Governance und Strategie

KWS wird in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien geführt, was zu einer besonderen Governance-Struktur führt: Die persönlich haftende Gesellschafterin übernimmt die Geschäftsführung, während die Kommanditaktionäre am Kapital beteiligt sind. Die starke Stellung der Familiengesellschafter sichert Kontinuität in der strategischen Ausrichtung. Das Management verfolgt eine langfristige Wachstumsstrategie auf Basis von Innovation, Internationalisierung und Portfolioerweiterung. Kernelemente der Strategie sind:
  • Ausbau der Forschungs- und Züchtungskapazitäten, inklusive Nutzung moderner molekularbiologischer und datenbasierter Methoden
  • Stärkung der Präsenz in Wachstumsmärkten mit hoher Flächenproduktivität und zunehmender Professionalisierung der Landwirtschaft
  • Gezielte Akquisitionen und Joint Ventures, um in ausgewählten Segmenten (zum Beispiel Gemüse oder bestimmte Spezialkulturen) Skaleneffekte und Kompetenzerweiterung zu erreichen
  • Vertiefung der Kundenbeziehungen durch agronomische Beratung und digitale Angebote rund um Sortenwahl, Anbauoptimierung und Risikoabsicherung
Das Management betont finanzielle Solidität, eine ausgewogene Ausschüttungspolitik und die Reinvestition eines wesentlichen Teils der Erträge in Forschung & Entwicklung. Die Strategie ist tendenziell konservativ, fokussiert auf organisches Wachstum und schrittweise Portfolioerweiterung.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

KWS blickt auf eine lange Unternehmenshistorie zurück, die im 19. Jahrhundert mit der Züchtung von Zuckerrüben begann. Aus einem regionalen Saatgutbetrieb in Einbeck entwickelte sich über Generationen ein internationaler Züchtungskonzern. Die Geschichte ist geprägt von kontinuierlicher Sortenentwicklung, geografischer Expansion und der Ausweitung auf zusätzliche Kulturen wie Mais, Getreide und Raps. Über die Jahrzehnte hat KWS seine rechtliche Struktur mehrfach angepasst und die heutige Form als SE & Co. KGaA gewählt, um den Kapitalmarktzugang mit dem Erhalt der familiären Kontrolle zu verbinden. Die Internationalisierung gewann insbesondere seit dem späten 20. Jahrhundert an Dynamik, als Züchtungsstationen und Vertriebsniederlassungen außerhalb Deutschlands aufgebaut wurden. Entscheidende Entwicklungsschritte waren der Einstieg in moderne Züchtungstechnologien, der Aufbau globaler Zuchtprogramme sowie die Beteiligung an Kooperationen und Joint Ventures im Bereich gentechnisch veränderter Pflanzen in Märkten mit entsprechender Zulassung. Die Firmenhistorie ist geprägt von einem stetigen, oft schrittweisen Wachstum und einer starken Bindung an den Standort Einbeck als Forschungs- und Verwaltungszentrum.

Sonstige Besonderheiten und technologische Ausrichtung

Eine Besonderheit von KWS ist die Positionierung als technologieoffener, aber regulierungskonformer Züchter. Das Unternehmen investiert in klassische Züchtung, markergestützte Selektion und biotechnologische Verfahren, soweit diese rechtlich zulässig und wirtschaftlich sinnvoll sind. Die Nutzung von Datenanalytik, Phänotypisierungsplattformen und digitalen Feldversuchen spielt eine wachsende Rolle bei der Selektion neuer Linien. Darüber hinaus intensiviert KWS Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Industriepartnern, um Zugang zu zusätzlichem Know-how, Technologien und Märkten zu erhalten. Die langfristigen Züchtungszyklen erfordern einen entsprechenden Planungshorizont; Sorten, die heute im Markt sind, basieren auf Züchtungsentscheidungen, die viele Jahre zurückliegen. Gleichzeitig führt der hohe Anteil immaterieller Vermögenswerte in Form von Zuchtmaterial, Sortenschutzrechten und Know-how zu einem Geschäftsmodell, das stark auf geistiges Eigentum und wissenschaftliche Exzellenz angewiesen ist.

Chancen und Risiken im Agrarsektor

Im Agrarsektor ergeben sich für ein Unternehmen wie KWS mehrere strukturelle Chancen:
  • Langfristiger Wachstumstrend: Steigende Weltbevölkerung, begrenzte Anbauflächen und der Bedarf an höheren Erträgen und Resilienz stützen die Nachfrage nach hochwertigem Saatgut.
  • Relativ robuste Nachfragebasis: Nahrungsmittelproduktion ist weniger konjunkturabhängig als viele andere Branchen; Saatgut zählt zu den zentralen Produktionsfaktoren.
  • Forschungsbasierter Wettbewerbsvorsprung: Technologischer Vorsprung, breite genetische Basis und etablierte Kundenbeziehungen können zu stabilen Marktpositionen führen.
  • Familiengeprägte Governance: Die starke Rolle der Gründerfamilien unterstützt eine langfristige, weniger stark auf kurzfristige Kapitalmarktzyklen ausgerichtete Unternehmensführung.
Dem stehen wesentliche Risiken gegenüber:
  • Regulatorische Unsicherheit: Politische Entscheidungen zu Gentechnik, neuen Züchtungsmethoden, Pflanzenschutz und Nachhaltigkeitsauflagen können die Produktentwicklung und Markteinführung erschweren.
  • Klimarisiken: Witterungsextreme, Dürren und neue Schaderreger können Anbauentscheidungen der Landwirte verändern und Nachfrageverschiebungen zwischen Kulturen verursachen.
  • Wettbewerbsdruck durch Großkonzerne: Integrierte Agrarkonzerne mit hoher Finanzkraft und umfassenden Produktpaketen können in bestimmten Kulturen und Regionen Preisdruck erzeugen oder Marktmacht ausspielen.
  • Forschungs- und Entwicklungsrisiko: Hohe F&E-Aufwendungen sind notwendig, führen aber nicht zwangsläufig zu marktfähigen Sorten; Fehlinvestitionen in Zuchtprogramme können die Profitabilität belasten.
  • Währungs- und Länderrisiken: Die internationale Ausrichtung bringt Exponierung gegenüber Währungsschwankungen, handelspolitischen Maßnahmen und länderspezifischen Agrarregulierungen mit sich.
Stand: Juli 2026
Hinweis

KWS Saat Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

KWS Saat Kursziel 2026

  • Die KWS Saat Kurs Performance für 2026 liegt bei +12,39%. Die Performance der Benchmark SDAX (Performance) liegt bei +6,82%. Outperformance: Die KWS Saat Kurs Performance ist um 5,57 Prozentpunkte höher als die Performance des SDAX (Performance).
  • 2 Analysten haben die KWS Saat Aktie aktuell analysiert. Ihre durchschnittliche Prognose für das Kursziel beträgt 80,50 €. Das Kursziel ist somit um 3,74% höher als der aktuelle Kurs der KWS Saat Aktie. Das höchste genannte Kursziel liegt bei 85,00 (+9,54% ggü. dem aktuellen KWS Saat Kurs); das niedrigste bei 76,00 (-2,06% ggü. dem aktuellen KWS Saat Kurs).

Einstufung & Prognose 2026

  • 2 Analysten haben KWS Saat eingestuft: 1 Analysten empfehlen KWS Saat zum Kauf, 1 zum Halten und 0 zum Verkauf.
  • Analystenschätzungen: Laut Einschätzung der Analysten birgt die KWS Saat Aktie ein durchschnittliches Kurspotential 2026 von 3,74%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 2,63 Mrd. €
Streubesitz 23,64%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Rohstoffe
Branche Landwirtschaftliche Betriebsmittel
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+6,565% Institutionelle Aktionäre
+69,80% Insider Aktionäre
+23,635% Streubesitz

Community-Beiträge zu KWS Saat

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MrTrillion3
DE0007074007 - KWS Saat

KWS ist seit 1856 auf Züchtung, Produktion und Vertrieb von Saatgut spezialisiert und arbeitet heute in den Segmenten Mais, Zuckerrübe, Getreide und Gemüse. Das Unternehmen deckt die Wertschöpfung von Sortenentwicklung über Vermehrung bis Vermarktung und Beratung ab. (KWS SAAT) Der strategische Kern ist höherer Ertrag, bessere Resistenz gegen Krankheiten, Schädlinge und Stress wie Trockenheit; dafür investierte KWS im Geschäftsjahr 2024/25 rund 350 Mio. € in Forschung und Entwicklung. (kws.com)

Fundamental ist KWS solide. 2024/25 lag der Umsatz bei 1,6766 Mrd. €, praktisch stabil gegenüber dem Vorjahr. EBITDA: 350,5 Mio. €, EBIT: 247,6 Mio. €, Jahresüberschuss: 140,0 Mio. €, EPS: 4,24 €, Dividende: 1,25 €. Die Nettoverschuldung fiel stark auf 61,6 Mio. €, nur 0,2× EBITDA. (KWS SAAT) Das ist bilanzseitig stark: wenig Finanzstress, viel strategische Bewegungsfreiheit, keine unmittelbare Verschuldungsstory.

Operativ ist das Bild gemischt. Zuckerrübe ist der Gewinnanker: 2024/25 erzielte das Segment 871,8 Mio. € Umsatz, 397,0 Mio. € EBITDA und eine extrem starke EBIT-Marge von 42,1 %. Besonders wichtig: Innovationen wie CONVISO SMART® und CR+ standen bereits für rund 61 % des Segmentumsatzes. (KWS SAAT) Das ist der Kern des Burggrabens. Mais dagegen schwächelte: 682,8 Mio. € Umsatz, aber nur 53,0 Mio. € EBITDA und negatives EBIT wegen Sondereffekten und AgReliant-Abwertung. Getreide ist solide, aber aktuell durch höhere F&E belastet. Gemüse wächst, ist aber noch klar defizitär. (KWS SAAT)

Für 2025/26 bestätigte KWS nach neun Monaten den Ausblick: vergleichbarer Umsatz etwa stabil, EBITDA-Marge ohne positiven Einmaleffekt von 29 Mio. € bei 19–21 %. Nach 9M 2025/26 lagen Umsatz bei 1,3486 Mrd. €, EBITDA bei 386,8 Mio. €, EBIT bei 311,1 Mio. €, EPS bei 6,67 €, allerdings mit Einmaleffekten. (eqs-news.com) Das operative Geschäft ist also robust, aber nicht explosiv wachsend.

Zur Bewertung: Bei einem Kurs grob um 69–71 € und einer Marktkapitalisierung um 2,3 Mrd. € liegt KWS ungefähr bei KGV 16–17 auf 2024/25, EV/EBITDA etwa 6,8, EV/EBIT etwa 9,5–10 und Kurs/Umsatz etwa 1,3–1,4. Das ist für ein defensives Qualitätsunternehmen nicht teuer, aber auch kein tiefer Value-Case. Die Dividendenrendite liegt nur um 1,8 %, also ist die Aktie keine Einkommensaktie. TradingView nennt eine Marktkapitalisierung von rund 2,33 Mrd. € und eine letzte Dividende von 1,25 €. (TradingView)

Die Analystenkursziele liegen aktuell grob zwischen 72 € und 95–100 €, mit einem Konsens um 83–84 €. StockAnalysis nennt auf Basis von sechs Analysten ein durchschnittliches Kursziel von 84,25 €, niedrig 72 €, hoch 95 €; AlphaSpread nennt im selben Größenbereich 82,7 € durchschnittlich und knapp 100 € im Hoch. (StockAnalysis) Mein eigenes, grobes Bewertungsband wäre: fairer Wert 75–85 €, bullisch 90–100 €, wenn Gemüseverluste sinken, Mais sich normalisiert und die EBITDA-Marge dauerhaft über 20 % bleibt. Unter 65 € wäre die Aktie für mich deutlich interessanter; über 90 € müsste das Wachstum sichtbarer werden.

Die 5–15-Jahres-Aussichten sind strukturell gut. Saatgut ist kein Modethema, sondern ein Schlüsselmarkt: Klimastress, Wasserknappheit, regulatorischer Druck auf Pflanzenschutz, Ertragssteigerung pro Hektar und resilientere Sorten spielen KWS in die Karten. Die mittelfristigen Ziele von KWS liegen bei 3–5 % organischem Umsatzwachstum pro Jahr und 19–21 % EBITDA-Marge bis 2028. (kws.com) Auf 10–15 Jahre kann daraus ein solider Compounder werden, aber eher mit mittlerem einstelligen Umsatzwachstum plus Margenstabilität, nicht mit Tech-Aktien-Dynamik.

Die Risiken sind real: Agrarzyklen, sinkende Anbauflächen bei Zuckerrüben, Russland-/Osteuropa-Risiken, Währungen, Regulierung, hohe F&E-Kosten, schwaches Gemüsegeschäft und Abhängigkeit vom sehr profitablen Zuckerrübensegment. Genau dort liegt auch die größte Stärke – aber eben auch Konzentrationsrisiko. Außerdem ist KWS kleiner als Bayer/Corteva/Syngenta und hat weniger Skalenvorteile, dafür aber Fokus und Familienunternehmer-DNA.

Mein Fazit: KWS Saat ist eine gute Halten-/selektive Kaufen-Aktie für geduldige Anleger, keine schnelle Turnaround-Spekulation. Qualität, Bilanz und Langfristtrend stimmen. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau vernünftig bewertet, aber mehr nicht. Für 5–15 Jahre halte ich eine jährliche Gesamtrendite im Bereich 6–9 % für realistisch, wenn KWS seine Margenziele hält und Kapital diszipliniert einsetzt. Der große Hebel nach oben käme aus erfolgreicher Hybridisierung bei Getreide, einer Verbesserung im Maisgeschäft und einem profitableren Gemüsebereich. Ohne diese Zusatztreiber bleibt KWS eher ein solider, defensiver Qualitätswert als ein großer Kursvervielfacher.

Nur meine Meinung; wie immer keine Empfehlung für irgendwen oder irgendwas. 

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Highländer49
KWS Saat
KWS veröffentlicht Ergebnisse für das 1. Quartal 2023/2024 und bestätigt Prognosen https://www.kws.com/de/de/media-innovation/presse/press-corner/kws-veroeffentlicht-ergebnisse-fuer-das-1--quartal-2023-2024-und-bestaetigt-prognosen/
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gerschon
@Marc.Klößchen
aber was soll ich denn mit einer Aktie, die mir übers Jahr einen Verlust von 3% bringt-wenn ich auf der Bank-völlig risikolos-3% Zinsen bekomme? Und wenn ich der Bank Geld überlasse, bin ich Gläubiger-,und wenn ich eine Aktie kaufe, bin ich Teilhaber. Wo ist da für mich ein Unterschied? das Risiko ist doch das gleiche-und der Ertrag bei der Bank um etliches höher. Und das gestrige Kursfeuer ist ja heute eh schon weider verlöscht-3,5% minus....
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Highländer49
KWS
Sind die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr die Basis für einen Kursaufschwung? https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2023-09/60218416-kws-saat-aktie-ein-spitzenergebnis-486.htm
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Highländer49
KWS
KWS schließt Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgreich ab und übertrifft Umsatz- und Ergebnisprognosen – weiteres Wachstum erwartet https://www.kws.com/de/de/media-innovation/presse/press-corner/kws-schliesst-geschaeftsjahr-2022-2023-erfolgreich-ab-und-uebertrifft-umsatz-und-ergebnisprognosen/ Meiner Meinung nach ein sehr positives Ergebnis oder wie ist Eure Einschätzung?
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Häufig gestellte Fragen zur KWS Saat Aktie und zum KWS Saat Kurs

Der aktuelle Kurs der KWS Saat Aktie liegt bei 77,10 €.

Für 1.000€ kann man sich 12,97 KWS Saat Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der KWS Saat Aktie lautet KNKZF.

Die 1 Monats-Performance der KWS Saat Aktie beträgt aktuell 8,59%.

Die 1 Jahres-Performance der KWS Saat Aktie beträgt aktuell 19,53%.

Der Aktienkurs der KWS Saat Aktie liegt aktuell bei 77,10 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 8,59% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von KWS Saat eine Wertentwicklung von 12,72% aus und über 6 Monate sind es 17,17%.

Das 52-Wochen-Hoch der KWS Saat Aktie liegt bei 80,60 €.

Das 52-Wochen-Tief der KWS Saat Aktie liegt bei 61,30 €.

Das Allzeithoch von KWS Saat liegt bei 80,90 €.

Das Allzeittief von KWS Saat liegt bei 11,20 €.

Die Volatilität der KWS Saat Aktie liegt derzeit bei 28,88%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von KWS Saat in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 80,50 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 3,74%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 80,50 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von 3,74%.

2 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche KWS Saat Kursziel beträgt 80,50 €. Das ist 3,74% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen KWS Saat 1 x zum Kauf, 1 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

2 Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche KWS Saat Kursziel beträgt 80,50 €. Das ist 3,74% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen KWS Saat 1 x zum Kauf, 1 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

2 Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 80,50 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von 3,74%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die KWS Saat Aktie bei 80,50 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der KWS Saat Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 2,63 Mrd. €

Insgesamt sind 33,0 Mio KWS Saat Aktien im Umlauf.

Institutionelle Aktionäre hält +6,565% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 20.03.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Am 20.03.2006 gab es einen Split im Verhältnis 1:10.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von KWS Saat bei 50%. Erfahre hier mehr

KWS Saat hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

KWS Saat gehört zum Sektor Landwirtschaftliche Betriebsmittel.

Das KGV der KWS Saat Aktie beträgt 14,18.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von KWS Saat betrug 1.676.628.000 €.

Die nächsten Termine von KWS Saat sind:
  • 12.05.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung (Stichtag Q3)

Ja, KWS Saat zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 04.12.2025 eine Dividende in Höhe von 1,25 € gezahlt.

Zuletzt hat KWS Saat am 04.12.2025 eine Dividende in Höhe von 1,25 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 1,61%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von KWS Saat wurde am 04.12.2025 in Höhe von 1,25 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 1,61%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 04.12.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 1,25 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.