Das Siegel des Federal Reserve Board (FED) der Vereinigten Staaten
Quelle: - ©iStock:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 239

ROUNDUP: US-Minister will Prüfung von Fed-Umbau aber keinen Powell-Rücktritt

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung macht weiter Druck auf den bei ihr unbeliebten Notenbank-Chef Jerome Powell. Finanzminister Scott Bessent fordert eine Überprüfung der Renovierung der Zentrale der Notenbank Fed in Washington. In einem Beitrag auf der Internetplattform X machte Bessent in der Nacht zum Dienstag zwar deutlich, dass er keine Kenntnisse oder Meinung über die Renovierungsarbeiten habe. Allerdings sollte es eine Überprüfung der Entscheidungen für dieses Projekt geben. Gründe für einen Rücktritt Powells als Notenbankchef sieht Bessent derzeit aber nicht.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

Powell ist dem US-Präsidenten Donald Trump schon lange ein Dorn im Auge. Trump forderte immer wieder Leitzinssenkungen, während Powell angesichts bestehender Inflationsrisiken auf eine umsichtige Geldpolitik setzt und mit Zinssenkungen zögert.

In einem Interview mit dem Wirtschaftsnachrichtensender "Fox Business" machte Bessent am Dienstag auch deutlich, dass er trotz der geforderten Überprüfung der Renovierungskosten keinen Grund für einen Rücktritt sieht. Es deute nichts darauf hin, dass er "jetzt sofort zurücktreten sollte", sagte Bessent. Falls Powell bis zum Ende seiner Amtszeit im kommenden Mai das Amt beibehalten möchte, könne es dies gerne tun, versicherte der Minister.

Zuletzt wurden die gestiegenen Kosten einer Renovierung der Notenbank Powell zur Last gelegt, was das Vorgehen der US-Regierung gegen den ungeliebten Notenbankchef auf eine neue Ebene hievte. In der vergangenen Woche waren sogar Medienberichte aufgetaucht, dass die Entlassung von Powell unmittelbar bevorstehe. Trump hatte die Meldungen aber umgehend dementiert, nachdem die Finanzmärkte negativ auf die Berichte reagiert hatten.

Die Hürden für die Entlassung des Zentralbankchefs sind hoch. Es braucht dafür einen "wichtigen Grund". Trump hatte jüngst gesagt, dass die Zentralbank-Renovierung seiner Meinung nach ein solcher Grund sein könnte. "Wenn man 2,5 Milliarden Dollar (Dollarkurs) für eine Renovierung ausgibt, finde ich das wirklich schändlich", schimpfte Trump./jkr/jsl/mis

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend