Die Apple-Aktie steht unter Druck, weil Investoren den Effekt stark steigender Speicherpreise auf Margen und Gewinn fürchten. Die jüngsten Geschäftszahlen des iPhone-Konzerns konnten der Aktie einen kleinen Push verschaffen. In China gab es einen Absatz-Boom.
Der vorherige Ausverkauf hängt laut Bloomberg mit teureren Speicherchips zusammen, die in Smartphones und Tablets stecken. Shaon Baqui von Janus Henderson sagt:
"Wir haben schon früher gesehen, dass Apple (Apple Aktie) unter dem Druck der Speicherpreise stand, aber noch nie in diesem beispiellosen Ausmaß."
Er ergänzt:
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
"Der Markt ist eindeutig verunsichert und befürchtet, dass wir weitere schlechte Nachrichten in Bezug auf Speicherchips erleben werden."
Seit Ende September ist ein Index der Spotpreise für Dynamic Random Access Memory (DRAM) laut Bloomberg um fast 400 Prozent gestiegen. Apple kann wegen seiner Größe Kosten teils abfedern. Trotzdem sind die Spielräume begrenzt. Die International Data Corporation schätzt, dass Speicher rund zehn bis 20 Prozent der Smartphone-Herstellkosten ausmacht und spricht von einer "Krise" für Hardware-Anbieter.
An der Wall Street haben sich die Gewinnschätzungen für 2026 zuletzt kaum bewegt. Genau das macht die Lage heikel, weil die Aktie schon ambitioniert bewertet ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 30 liegt deutlich über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt von 22.
Gleichzeitig bleibt Apples Rolle bei künstlicher Intelligenz ein Pluspunkt. Ein Deal mit Alphabet (Alphabet C Aktie), der Google-Technologie für Apples künstliche Intelligenz liefert, inklusive Siri, schafft neue Anlegerfantasie.
Tony Wang von T. Rowe Price sieht den Markt ohnehin zweigeteilt. Halbleiter profitierten von Preissetzungsmacht und guter Nachfragesichtbarkeit, während sich Softwarewachstum normalisiere. Der Fokus liege nun auf Speicher und Halbleiterausrüstung.
Apple bleibe dabei ein stabilisierender Faktor, auch wenn steigende Komponentenkosten auf die Margen drücken. Das wachsende Servicegeschäft könne Gegenwind abfedern, während die Weiterentwicklung der Strategie für künstliche Intelligenz langfristig zusätzlich stütze.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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