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US-Senatoren werfen Schweizer Banken fehlende Aufklärung vor

WASHINGTON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Bei einer Anhörung in Washington haben US-Senatoren schwere Vorwürfe gegen Schweizer Banken erhoben. Es geht dabei um Konten von Vertretern des NS-Regimes in Deutschland bei diesen Banken. Die Credit Suisse, die 2023 von der UBS übernommen wurde, habe bei Untersuchungen seit den 90er Jahren nicht alle Informationen auf den Tisch gelegt, sagte Senator Chuck Grassley.

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Es seien seitdem unter anderem fast 100 Konten aus dem Nazi-Umfeld entdeckt worden. Die Anhörung stand unter dem Titel: "Die Wahrheit enthüllt: Verborgene Fakten über Nazis und Schweizer Banken." "Wir begrüßen die Gelegenheit zu einem konstruktiven Austausch mit dem Senatsausschuss über die historischen Altlasten von Credit Suisse", teilte die UBS in Zürich mit.

UBS: Finanzielle Forderungen abgegolten

Robert Karofsky, Präsident von UBS Americas, sagte bei der Anhörung, die UBS führe Untersuchungen über die Rolle der Credit Suisse während der Nazi-Zeit weiter und sei selbst an der Aufklärung interessiert. Er betonte aber, dass finanzielle Forderungen mit einem 1999 getroffenen Abkommen abgegolten worden seien. Damals wurde aufgedeckt, dass Schweizer Banken viele Konten von Holocaust-Opfern, die verstorben waren, als "nachrichtenlos" in ihren Büchern geführt und Angehörige oft vergeblich Zugang gesucht hatten.

Die Banken verpflichteten sich, 1,25 Milliarden Dollar (Dollarkurs) zu zahlen, um Ansprüche von Holocaust-Überlebenden und Angehörigen von Opfern abzugelten. Das Geld wurde in den folgenden Jahren von einer unabhängigen Organisation an Überlebende des Holocausts und Angehörige von Opfern ausgezahlt. Die Summe habe sich auf die "nachrichtenlosen Vermögen" bezogen, aber auch auf Konten aus dem NS-Umfeld, sagte Karofsky. Alle Seiten hätten damals bestätigt, dass mit dem Abkommen sämtliche Ansprüche abgegolten seien./oe/DP/nas

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