Krypto-Geldströme im Menschenhandel drastisch gestiegen
Hunderte Millionen US-Dollar fließen über Kryptowährungen in den Menschenhandel. Neue Analysen zeigen einen deutlichen Anstieg.
Das Volumen von Krypto-Transaktionen im Zusammenhang mit mutmaßlichem Menschenhandel ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 85 Prozent gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis hervor. Das identifizierte Transaktionsvolumen erreichte demnach insgesamt Hunderte Millionen US-Dollar.
Die Analyse von Chainalysis zeigt, dass sich viele der identifizierten Aktivitäten auf Telegram-Dienste im Escort-Umfeld sowie auf sogenannte “Labor Placement”-Agenten konzentrieren, die Arbeitskräfte für südostasiatische Betrugskomplexe anwerben. Auffällig sei die enge Integration dieser Dienste mit chinesisch-sprachigen Geldwäsche-Netzwerken.
Die Analyse zeigt, dass 48,8 Prozent der Transaktionen bei Telegram-basierten Escort-Diensten einen Wert von über 10.000 US-Dollar überschreiten. Dies deute auf professionalisierte und strukturierte Geschäftsmodelle hin. Die überwiegende Mehrheit der Zahlungen erfolgt über Stablecoins.
Geografische Auswertungen belegen eine globale Reichweite der überwiegend südostasiatischen Netzwerke. Zahlungsströme stammen aus Ländern wie den Vereinigten Staaten, Brasilien, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Australien.
Chainalysis betont zugleich, dass die Transparenz von Blockchain-Transaktionen Ermittlungsbehörden neue Möglichkeiten zur Nachverfolgung und Unterbindung solcher Strukturen eröffnet, da Zahlungsströme dauerhaft öffentlich einsehbar sind.
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