Ein Blick auf die Liquidation Heatmap verstärkt dieses Szenario. Unterhalb des aktuellen Kursbereichs befindet sich eine signifikante Konzentration an Liquidität, die aus markttechnischer Sicht als potenzielles Ziel für eine Abwärtsbewegung dient. Gleichzeitig hat sich durch den jüngsten Abverkauf auch wieder zusätzliche Liquidität oberhalb des Preises aufgebaut, was das aktuelle Umfeld besonders anfällig für erhöhte Volatilität macht.

Der übergeordnete Taktgeber bleibt weiterhin Bitcoin. Sollte Bitcoin eine kurzfristige Korrektur vollziehen, beispielsweise in Richtung der Zone um 90.000 US-Dollar, wird sich zeigen, ob HYPE in der Lage ist, seine Struktur zu verteidigen oder ob der Verkaufsdruck erneut zunimmt. Zusätzlich liefern die Momentumindikatoren weitere Warnsignale. Der RSI (Relative Strength Index) hat weiterhin Schwierigkeiten, die Marke von 50 Punkten nachhaltig zu überwinden, was die bestehende Marktschwäche unterstreicht.
Parallel dazu lässt das Volumen im Altcoin-Sektor spürbar nach, ein klassisches Zeichen für abnehmende Marktteilnahme und sinkende Risikobereitschaft. Insgesamt befindet sich HYPE damit in einer technisch fragilen Phase, in der ohne eine klare Rückeroberung der Widerstandszone und eine Stabilisierung der Momentumindikatoren das Risiko einer erneuten Abwärtsbewegung erhöht bleibt.
Im 4-Stunden-Chart präsentiert sich die Struktur aktuell etwas konstruktiver als im Tageschart. Der Kurs besitzt weiterhin die Möglichkeit, sich entlang des EMA 50 zu stabilisieren, der kurzfristig als dynamischer Support fungiert und den Preis erneut nach oben drücken kann. Sollte Bitcoin die übergeordnete Marktstimmung unterstützen, eröffnet sich für HYPE sogar die Chance, den EMA 200 im 4-Stunden-Chart zu überwinden und die darüberliegende Widerstandszone nachhaltig nach oben zu durchbrechen.
Entscheidend bleibt dabei die Marktstruktur. Sofern keine tiefere Korrektur einsetzt, muss der Kurs weiterhin ein Higher Low ausbilden. Das vorherige lokale Tief darf dabei nicht unterschritten werden, da andernfalls die kurzfristig bullish geprägte Struktur erneut infrage gestellt würde. Die Liquidation Levels zeigen zudem, dass sich unterhalb des aktuellen Preisbereichs eine erhebliche Menge an Positionen befindet, die potenziell abgeholt werden könnten. Dieses Ungleichgewicht erhöht kurzfristig die Volatilitätsanfälligkeit und macht die kommenden Bewegungen besonders richtungsrelevant.

Solange sich HYPE im 4-Stunden-Chart oberhalb des EMA 50 stabil halten kann und die Marktstruktur intakt bleibt, bleibt das bullish orientierte Szenario grundsätzlich bestehen. Ein nachhaltiger Bruch über den EMA 200 würde dieses Bild deutlich bestätigen, während ein Verlust der aktuellen Struktur das Risiko einer erneuten Abwärtsphase spürbar erhöhen würde.
Bastian Keller (Bitbull) agiert seit 2015 eigenständig im Forex-Markt und ist seit 2018 hauptberuflicher Trader im Krypto-Markt. Diese Expertise teilt er aktiv auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, insbesondere auf seinem YouTube-Kanal “Bitbull Trading“, mit mehr als 140.000 Abonnenten. Ebenfalls hat Bitbull die Plattform TradeMania ins Leben gerufen, die Einsteigern den Start ins Krypto-Trading vereinfachen soll.

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