WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen und Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker "Olina" beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit. Der Einsatz sei "ohne Zwischenfälle" abgelaufen.
Für dich zusammengefasst:
US-Einheiten haben einen Öltanker in der Karibik beschlagnahmt.
Das US-Militär begründet den Einsatz mit dem Schutz Amerikas.
In den letzten Wochen wurden mehrere Öltanker unter Kontrolle gebracht.
Wie bei den Beschlagnahmen zweier anderer Schiffe in dieser Woche begründete das US-Militär den Einsatz mit dem Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.
Kurz zuvor hatten Medien über die Operation berichtet. Laut "Wall Street Journal" waren Kräfte der US-Küstenwache bei der Operation am frühen Freitagmorgen involviert. Das Schiff sei zuvor unter einem anderen Namen bekannt gewesen und von den USA wegen des Transports von russischem Öl (Rohöl) sanktioniert worden, hieß es weiter. ABC News zufolge hatte der Frachter nicht näher spezifizierte Verbindungen zu Venezuela.
In den vergangenen Wochen haben US-Streitkräfte mehrere Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Erst diese Woche hatten sie ein unter russischer Flagge fahrendes Frachtschiff im Nordatlantik und einen weiteren Öltanker in der Karibik beschlagnahmt.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, eine "vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela" zu verhängen. Er begründete dies damit, dass das südamerikanische Land Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen habe - diese müssten zurückgegeben werden.
Am Nachmittag verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social die Beschlagnahmung eines Öltankers "in Abstimmung mit der Übergangsregierung Venezuelas". Der Frachter habe das südamerikanische Land ohne Genehmigung verlassen. "Dieser Tanker befindet sich nun auf dem Rückweg nach Venezuela, und das Öl wird im Rahmen des von uns dafür geschaffenen GREAT Energy Deal (großes Energiegeschäft) verkauft", schrieb er weiter. Ob es sich bei dem Frachter um das von der Küstenwache unter Kontrolle gebrachte Schiff handelte, war zunächst unklar./ngu/DP/men
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