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Gold und Silber legen deutlich zu - Rekordhochs geraten wieder in Reichweite

LONDON (dpa-AFX) - Die Preise für Gold (Goldkurs) und Silber sind am Freitagnachmittag nach dem US-Arbeitsmarktbericht und wegen der sich zuspitzenden Lage im Iran kräftig gestiegen und steuern beide auf ihre jeweiligen Rekordkurse zu. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) legte am späten Nachmittag des letzten Handelstags der Woche um knapp ein Prozent auf 4.517 Dollar (Dollarkurs) zu. Damit näherte sich der Goldpreis wieder dem am 26. Dezember erreichten Rekordhoch von knapp 4.550 US-Dollar.

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Gegen Ende des vergangenen Jahres hatten Gewinnmitnahmen den Kurs noch bis auf 4.275 Dollar gedrückt; seitdem geht es wieder kräftig nach oben. Gold war im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.

Bei Silber (Silberpreis) war das Jahresplus mit fast 150 Prozent noch deutlich höher. Am Freitag zog der Silberpreis zeitweise um vier Prozent auf 80,12 Dollar an. In den vergangenen Wochen schwankte der Preis für Silber zuletzt stark. Nach dem Rekordhoch von etwas mehr als 84 Dollar am 29. Dezember war der Preis zwischenzeitlich wieder bis auf 70 Dollar zurückgefallen.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sogenannte sichere Häfen, in die die Anleger Geld bei politischen Unsicherheiten schieben. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.

Die Kursgewinne am Freitag führten einige Händler auf die sich weiter zuspitzende Situation im Iran zurück. Der Staat aus dem Mittleren Osten hatte am Donnerstagabend die größten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle erlebt. Der iranische Sicherheitsapparat schaltete das Internet für die Bevölkerung vollständig ab.

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Nachdem Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben sollen, mehrten sich unbestätigte Berichte über zahlreiche Tote. Der Geheimdienst rief die Bevölkerung angesichts der Proteste am Freitag zur Zusammenarbeit auf. Die Allgemeinheit werde gebeten, Zerstörer und von den USA und dem zionistischen Regime (Israel) angeheuerte Terroristen zu melden, hieß es in einer Erklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

Neben den weltweit vielen Konfliktherden begründeten Experten die Kursgewinne bei den Edelmetallen am Freitagnachmittag auch mit dem US-Arbeitsmarktbericht. In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt Ende des vergangenen Jahres durchwachsen gezeigt. Während der Anstieg der Beschäftigung schwächer als erwartet ausfiel, ging die Arbeitslosenquote etwas zurück.

Die Daten dürften aber dennoch Wasser auf die Mühlen derer sein, die von der US-Notenbank Fed mehr Tempo bei Zinssenkungen fordern. Damit würde bei Investoren die Attraktivität von US-Staatsanleihen sinken, die ebenfalls als sicherer Hafen gelten. Edelmetalle werden im Gegenzug für Investoren attraktiver./zb/men

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