Das Explorationsunternehmen Metallic Minerals Corp. habe nach Einschätzung der Analysten von Couloir Capital einen wichtigen Schritt gemacht. Grundlage sei eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung für das La-Plata-Projekt, die das bekannte Rohstoffpotenzial deutlich vergrößere. In ihrem aktuellen Research-Bericht erklärten die Analysten, dass sich dadurch sowohl der Maßstab des Projekts als auch dessen wirtschaftliche Einordnung verändert hätten. Im Mittelpunkt stehe eine um 23 % höhere geschätzte Ressource. Die sogenannte inferred resource, also eine geologisch abgeleitete, noch nicht wirtschaftlich abgesicherte Schätzung, umfasse nun 181,4 Millionen Tonnen Gestein. Darin seien laut Couloir Capital rund 1,3 Milliarden Pfund Kupfer sowie etwa 17 Millionen Unzen Silber enthalten. Der durchschnittliche Kupfergehalt liege bei 0,33 %, der Silbergehalt bei 2,9 Gramm je Tonne.
Besonders relevant sei aus Sicht der Analysten, dass bei der neuen Schätzung erstmals auch Platin, Palladium und Gold berücksichtigt worden seien. Ein Teilbereich des Vorkommens enthalte demnach zusätzlich rund 272.000 Unzen dieser Edelmetalle, verteilt auf ein größeres Gesteinsvolumen mit niedrigen, aber gleichmäßigen Gehalten. Couloir Capital betone, diese Metalle würden in Industrie und Technologie zunehmend benötigt und könnten dem Projekt zusätzliche strategische Bedeutung verleihen. Die Analysten erklärten weiter, dass frühere Bohrprogramme diese Metalle häufig nicht untersucht hätten. Aus diesem Grund könne das tatsächliche Edelmetallpotenzial bislang nur unvollständig abgebildet sein.
Auf Basis der neuen Daten habe Couloir Capital das eigene Bewertungsmodell überarbeitet. Der faire Wert der Aktie werde nun bei 1,24 kanadischen Dollar gesehen, zuvor habe die Schätzung bei 0,80 Dollar gelegen. Diese Anpassung führten die Analysten einerseits auf die größere Ressource zurück, andererseits auf höhere Bewertungsmaßstäbe vergleichbarer Kupfer- und Silberprojekte. Der Börsenkurs von rund 0,43 kanadischen Dollar habe zum Zeitpunkt der Erstellung des Analystenberichts deutlich unter diesem rechnerischen Wert gelegen. Gleichzeitig stellten die Analysten klar, dass es sich weiterhin um ein frühes Projekt handle. Entsprechend werde das Risiko nach wie vor als sehr hoch eingestuft, da weder eine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie noch eine Produktionsentscheidung vorlägen.
Nach Einschätzung von Couloir Capital sei das bekannte Vorkommen weiterhin in mehrere Richtungen offen, sowohl seitlich als auch in größerer Tiefe. Zudem seien auf dem Projektgebiet 16 weitere große Erzbereiche identifiziert worden, die bislang noch nicht durch Bohrungen überprüft worden seien. Solche Lagerstätten zeichneten sich dadurch aus, dass sie sehr viel Gestein enthalten, über lange Zeiträume genutzt werden könnten, jedoch einen hohen Kapitaleinsatz erforderten. Das Management von Metallic Minerals habe laut den Analysten erklärt, im Jahr 2026 weitere Bohrungen durchführen zu wollen, um dieses zusätzliche Potenzial zu überprüfen und die Ressourcenschätzung weiter zu verfeinern.
Neben dem Projekt in Colorado verwiesen die Analysten auch auf das Keno-Silberprojekt. Dieses könne laut Couloir Capital eine zusätzliche Bewertungsoption darstellen, insbesondere vor dem Hintergrund eines stabilen bis steigenden Silberpreises. Mehrere Bohrziele seien vorbereitet, ein weiteres Explorationsprogramm werde angestrebt. Der Bericht von Couloir Capital mache deutlich, dass Metallic Minerals derzeit vor allem als Bewertungs- und Entwicklungsprojekt betrachtet werde. Entscheidend sei aus Analystensicht, ob die geplanten Bohrungen das Ressourcenwachstum bestätigen könnten und ob metallurgische Untersuchungen zeigen würden, dass sich die enthaltenen Metalle später effizient gewinnen ließen. Erst dann ließe sich beurteilen, ob das rechnerische Potenzial auch wirtschaftlich tragfähig wäre.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich Einschätzungen, Berechnungen und Bewertungsmodelle des Analystenhauses Couloir Capital wieder. Er stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Prognosen und Bewertungen beruhen auf Annahmen und können sich aufgrund neuer Informationen wesentlich ändern.
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