Gold legte 2025 um rund 65 Prozent zu und erzielte damit seine stärkste Jahresperformance seit den 1970er-Jahren. Laut Bloomberg profitierten die Preise von einer seltenen Gleichzeitigkeit mehrerer Faktoren: sinkende Zinsen, geopolitische Konflikte und umfangreiche Käufe durch Zentralbanken. Erstmals seit 1980 überschritt Gold sogar sein inflationsbereinigtes Allzeithoch. Viele Vermögensverwalter hätten laut Bloomberg darauf verzichtet, größere Gewinne mitzunehmen. Ian Samson von Fidelity International erklärte, man erwarte auch 2026 steigende Preise, da die grundlegenden Treiber intakt geblieben wären. Zwar habe er seine Position im Oktober zeitweise reduziert, diese jedoch später wieder aufgestockt, unter Verweis auf Zentralbankkäufe, Zinssenkungen und hohe Haushaltsdefizite.
Zunehmend werde Gold laut Marktbeobachtern als Absicherung gegen Vertrauensverluste in Papierwährungen gesehen. Angriffe auf die Unabhängigkeit von Notenbanken und wachsende Staatsverschuldung hätten 2025 politische Spannungen in den USA, Europa und Japan verstärkt. Mike Wilson von Morgan Stanley sprach von einem „Anti-Fiat-Investment“, das inzwischen breite Akzeptanz gefunden habe. Trotz historischer Parallelen, die nach starken Rallys längere Schwächephasen zeigen, bleibt die Nachfrage hoch. Gold bleibt trotz der Rekordrally bemerkenswert untergewichtet: In US-Privatportfolios machen Gold-ETFs derzeit lediglich rund 0,17 % aus. Für viele Investoren gilt das als Hinweis auf weiteres Aufholpotenzial, sollte sich die Nachfrage institutioneller Anleger weiter ausweiten. Als entscheidender Faktor gelten weiterhin die Zentralbanken, die laut Schätzungen auch 2026 monatlich erhebliche Mengen Gold erwerben könnten. China spiele dabei eine zentrale Rolle, da das Land laut mehreren Investoren gezielt Vermögenswerte außerhalb des US-Einflussbereichs aufbaue.
Der dargestellte Verlauf untermauert den Trend: In den meisten Monaten lagen die Goldkäufe klar über den Verkäufen. Nach zwischenzeitlichen Schwankungen nahm die Nettokaufdynamik im Laufe des Jahres 2025 erneut zu, was die Rolle der Zentralbanken als stabilisierende Nachfragequelle unterstreicht, wie aus Daten des World Gold Council hervorgeht.
Viele Minenbetreiber haben in den vergangenen Jahren ihre Kostenstrukturen gestrafft, Schulden reduziert und Investitionsdisziplin bewahrt. In Verbindung mit dem aktuell hohen Goldpreis eröffnet dies zusätzliche finanzielle Spielräum, etwa für Dividenden, Aktienrückkäufe oder gezielte Expansion. Bleibt das Preisumfeld stabil, könnte der Goldminensektor damit nicht nur operativ profitieren, sondern auch für Investoren weiter an Bedeutung gewinnen.
Heliostar Metals illustriert diesen Hebel besonders deutlich. Laut Management gelang es dem Unternehmen, durch gezielte Übernahmen zweier produzierender Minen für rund 5 Mio. US-Dollar frühzeitig operativen Cashflow zu generieren und so unabhängig von Kapitalmärkten zu wachsen. In La Colorada wurden historische Abraumhalden mit durchschnittlich rund 2 Gramm Gold pro Tonne wirtschaftlich nutzbar gemacht, während San Agustin mit geringem Kapitaleinsatz stabile laufende Erträge liefert. Diese Cashflows finanzieren nach Angaben des Managements Bohrprogramme, Studien und die Entwicklung des Kernprojekts Ana Paula, das ab 2028 eine Jahresproduktion von rund 100.000 Unzen Gold ermöglichen soll. Das Interview mit CEO Stephen Soock zeigt, wie Heliostar den aktuellen Goldpreis gezielt nutzt, um Schritt für Schritt Wert aufzubauen und den Wachstumspfad aus eigener Kraft zu beschleunigen.
Askari Metals will das aktuelle Hochpreisumfeld bei Gold gezielt nutzen, um das Nejo-Gold-Kupferprojekt in Äthiopien zügig voranzubringen. Laut Management handelt es sich um ein Flaggschiffprojekt mit Seltenheitswert: großflächig, strategisch gelegen und mit bereits nachgewiesenen mineralisierten Zonen. CEO Gino D’Anna spricht von einer attraktiven Ausgangslage, um in einem vergleichsweise stabilen rechtlichen Umfeld rasch in Richtung Ressourcendefinition zu arbeiten. Laufende Programme wie systematische Probenahmen, die Auswertung historischer Daten, geophysikalische Untersuchungen sowie geplante Bohrungen sollen das Projekt weiter voranbringen. Die jüngste Kapitalaufnahme und Projektverkäufe hätten laut Unternehmen zudem eine solide finanzielle Basis geschaffen, um das Explorationspotenzial konsequent zu entwickeln.
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