Abbildung des Straßenschilds am Börsenplatz (6-2) in Frankfurt am Main neben der Frankfurter Wertpapierbörse (Deutsche Börse)
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:B%C3%B6rsenplatz_in_Frankfurt_am_Main.jpg"> - ©wikimedia.org / Foto: FNDE ...
Google
ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 4915

Nach SAP erreicht der KI-Fluch auch die Deutsche Börse – Aktie bricht ein

Die Euphorie rund um Künstliche Intelligenz bekommt eine neue, dunklere Seite. Nachdem zuletzt Softwarekonzerne wie SAP unter dem Vormarsch neuer KI-Modelle litten, geraten nun auch klassische Daten- und Informationsanbieter unter Druck. Auslöser ist ein Vorstoß des KI-Startups Anthropic.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Dt. Börse AG 205,90 € Deutsche Börse AG Chart +0,83%
Zugehörige Wertpapiere:
Experian plc 34,69 $ Experian plc Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
London Stock Exchange Group plc 98,12 $ London Stock Exchange Group plc Chart -1,19%
Zugehörige Wertpapiere:
Nasdaq Inc 88,49 $ Nasdaq Inc Chart +0,89%
Zugehörige Wertpapiere:
Pearson plc 10,425 € Pearson plc Chart -4,27%
Zugehörige Wertpapiere:
Relx plc 29,60 $ Relx plc Chart -3,58%
Zugehörige Wertpapiere:
Wolters Kluwer NV 68,58 € Wolters Kluwer NV Chart -3,16%
Zugehörige Wertpapiere:

Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-Chatbot Claude, hat neue juristische Tools veröffentlicht, die weit über klassische Assistenzfunktionen hinausgehen. Die KI automatisiert Vertragsprüfungen, die Vorprüfung von Geheimhaltungsvereinbarungen, Compliance-Workflows, juristische Briefings und standardisierte Antworten. Damit greift Anthropic direkt in Wertschöpfungsketten ein, die bislang von etablierten Daten- und Informationsanbietern dominiert wurden.

Für Börsenbetreiber wie die Deutsche Börse ist das besonders heikel. Zwar betreibt der Konzern keinen juristischen Verlag, doch das Geschäftsmodell hat sich in den vergangenen Jahren klar in Richtung datengetriebener Dienstleistungen verschoben. Markt-, Referenz- und Regulierungsdaten, Analyseplattformen und zunehmend KI-gestützte Auswertungen gelten als zentrale Wachstumstreiber. Genau hier setzt die Sorge der Investoren an: Wenn leistungsfähige KI-Modelle Daten nicht nur auswerten, sondern ganze Analyse- und Entscheidungsprozesse automatisieren, droht eine schleichende Entwertung klassischer Datenprodukte.

Die Deutsche Börse ist damit nicht wegen des Handelsgeschäfts unter Druck geraten, sondern wegen ihrer Rolle als Datenanbieter. Investoren stellen sich die Frage, ob hohe Margen auf Daten, Indizes und Analyseplattformen in einer Welt generativer KI langfristig haltbar sind oder ob neue Anbieter wie Anthropic einen wachsenden Teil der Werte abschöpfen.

Breiter Abverkauf im Daten- und Informationssektor

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG48RH3 , DE000NG7WBJ4 , DE000NG9D4T4 , DE000NB3TKW8 , DE000NB4P2B8 , DE000NB40X31 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Die Reaktion an den Märkten fiel heftig aus. Die in London notierte Aktie von Relx verlor fast 13 Prozent, Wolters Kluwer brach um rund 10 Prozent ein. Beide Unternehmen gelten als Schwergewichte bei juristischen Daten und Softwarelösungen. Auch angrenzende Geschäftsmodelle gerieten unter Druck: Der Bildungsverlag Pearson verlor 3,8 Prozent, der Datendienstleister Experian sowie die London Stock Exchange Group büßten jeweils fast 8 Prozent ein. Selbst in den USA blieb die Entwicklung nicht folgenlos: Die Aktie der Nasdaq verlor ebenfalls fast 9 Prozent.

In diesem Umfeld rutschte die Aktie der Deutschen Börse "nur" um 4,1 Prozent ab. Das Minus wirkt auf den ersten Blick deutlich, fällt im Branchenvergleich jedoch moderater aus. Trotzdem sollten Anleger bei den augführten Aktien vorsichtiger werden. Ein Blick auf den Chart von SAP (SAP Aktie) reicht, um zu erahnen welches Ausmaß diese Belastung durch Anthropic werden könnte. 

Redaktion Arriva/MW 


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend