KI-generiertes Symbolbild, das die Aktie von AMD als Kapitalvernichter zeigt.
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
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AMD-Aktie: Der Advanced Money Destroyer hat wieder zugeschlagen!

Der Chiphersteller AMD hat Dienstagabend starke Quartalszahlen vorgelegt, aber mit einem schwachen Ausblick auf das kommende Quartal für Verunsicherung gesorgt.
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AMD bleibt sich treu  und wird nach den Zahlen abgestraft

Die AMD-Aktie hat in sozialen Netzwerken keinen leichten Stand. Trotz einer in den vergangenen Jahren überragenden Performance (+11.600 Prozent in 10 Jahren) wird das Papier aufgrund seiner Neigung, nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen oft stark nachzugeben, häufig scherzhaft als "Advanced Money Destroyer" bezeichnet.

Seinem Ruf als Kapitalvernichter dürfte das Unternehmen am Mittwoch einmal mehr gerecht werden, da ein schwacher Ausblick sonst zufriedenstellende Quartalszahlen überschattet und die Aktie noch in der Nachbörse in den Keller geschickt hat.

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Datenzentren schieben Wachstum an, Überraschung beim Gaming

Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 33,8 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar dazu. Damit konnten die Erwartungen um 630 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Angetrieben wurde das Wachstum durch eine hohe Nachfrage von Datenzentren, wo sich AMD um 39,4 Prozent auf 5,38 Milliarden US-Dollar steigerte.

Ein Überraschungserfolg ist der Gaming-Sparte mit einem Plus von 49,7 Prozent gelungen. Der Beitrag zum Gesamtumsatz ist mit 843 Millionen US-Dollar allerdings gering.

Nettogewinn steigt dank verbesserter Margen deutlich

Auch bei der Profitabilität zeigte sich AMD weiter verbessert. Der bereinigte Gewinn pro Aktie konnte die Erwartungen mit 1,53 US-Dollar um 21 Cent übertreffen. Gegenüber dem Vorjahreswert von 1,09 US-Dollar gelang somit eine Steigerung um 40,4 Prozent.

Zu verdanken war das Wachstum hier einer deutlich gesteigerten operativen Marge von 17 Prozent gegenüber 11 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge kletterte unterdessen von 54 auf 57 Prozent.

Auch der Nettogewinn präsentierte sich in einer guten Verfassung und stieg von 1,78 auf 2,52 Milliarden US-Dollar. Das repräsentiert einen Zuwachs von 42 Prozent.

Margenprognose sorgt für Verunsicherung

Beim Ausblick scheinen sich Anlegerinnen und Anleger jedoch mehr erhofft zu haben. Für das kommende Quartal stellte das Management um CEO Lisa Su Erlöse in Höhe von 9,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht (±300 Millionen US-Dollar). Das liegt zwar deutlich über dem Konsens von 9,37 Milliarden US-Dollar, stellt gegenüber dem abgelaufenen Dreimonatszeitraum aber einen Rückgang um 5 Prozent dar.

Auch die Margenprognose sorgte für Verunsicherung. Die bereinigte Bruttomarge (Non-GAAP) soll in Q1 bei 55 Prozent liegen nach 57 Prozent im abgelaufenen Quartal. Das deutet darauf hin, dass der Margen-Peak bereits erreicht sein könnte und die Gewinnwachstumskurve bereits wieder abflacht. Eine ähnliche Margenprognose hatte schon im Herbst bei Mitbewerber Broadcom für empfindliche Gewinnmitnahmen gesorgt.

Aktie unter Druck, Chartbild droht erhebliche Verschlechterung

In der US-Nachbörse fiel die Aktie umgehend um 6 Prozent und baute dieses Minus weiter aus. Am Mittwochmittag standen vor Börsenstart Verluste in Höhe von knapp 8 Prozent zu Buche. Dabei spielten auch die schwachen US-Futures eine Rolle, die von Sorgen um Software-Unternehmen und einem Platzen der KI-Blase belastet blieben.

Mit einem Eröffnungskurs um 225 US-Dollar wird der Mittwoch aus charttechnischer Perspektive spannend, denn hier verläuft neben der 50-Tage-Linie auch die Unterkante des Aufwärtstrends, der das Kursgehen in den vergangenen 10 Monaten bestimmt hat.

Sollte dieser nach unten verlassen werden, drohen nicht nur weitere Verluste, sondern auch eine übergeordnete Trendwende, nachdem es im Bereich von 250 bis 265 US-Dollar zu einem Doppel-Top gekommen ist. Eine nachhaltige Konsolidierung kündigt sich mit Blick auf die Abwärtstrends in den technischen Indikatoren schon seit Längerem an.

Fazit: Von hier an wird es nur schwieriger

Nach Rivale Intel kämpft nach der Ergebnispräsentation auch die AMD-Aktie mit empfindlichen Verlusten. Die für das vergangene Quartal vorgelegten Zahlen waren zwar gut, auch der Umsatzausblick fiel über den Erwartungen aus, allerdings schürt der prognostizierte Margenrückgang Zukunftssorgen.

Für eine ansprechende Kursreaktion und eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hätte es mit Blick auf die hohe Unternehmensbewertung schlicht mehr gebraucht. Für 2026 ist AMD bereits mit einem KGVe von 37,5 bewertet.

Das entspricht zwar dem 5-Jahres-Mittel liegt aber deutlich über dem Branchendurchschnitt von 24,1. Anlegerinnen und Anleger sollten sich auf ein bestenfalls zähes, schlechtestenfalls schwaches Kursgeschehen in den kommenden Wochen und Monaten einstellen.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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