Der FTSE 100 Index ist der wichtigste Akteinindex von Großbritannien. Er umfasst die nach Marktkapitalisierung 100 größten und damit wichtigsten Aktien von Unternehmen mit Sitz in Großbritannien, deren Aktie im Hauptsegment der Londoner Börse gelistet sind. Auch bei der Gewichtung der einzelnen Aktien im Index ist diese der entscheidende Maßstab. Der FTSE 100 ist Teil und gleichzeitig das Flaggschiff einer umfangreichen FTSE UK Indexserie der
London Stock Exchange.
Erstmals veröffentlicht wurde der Aktienindex am 3. Januar 1984. Der Indexstand wurde bei Einführung des FTSE 100 auf 1.000 Punkte zum 31.12.1983 normiert. Das Kürzel FTSE steht für „Financial Times Stock Exchange“, da die Londoner Börse seinerzeit mit der Financial Times ein Joint-Venture gegründet hatte. Umgangssprachlich wird der FTSE 100 Index als „Footsie“ bezeichnet. Mit seiner Einführung hat der FTSE 100 Index den FT 30 Index abgelöst, der bereits seit Mitte der 30er Jahre als Maßstab für die Entwicklung der Aktien an der Börse in London herangezogen wurde.
Berechnet werden zwar sowohl eine Preis- als auch eine Total-Return-Variante des FTSE 100 Index. Doch wer vom Footsie spricht, bezieht sich in aller Regel auf den FTSE 100 Preisindex, bei dessen Berechnung Dividenden unberücksichtigt bleiben. Der Punktestand des Aktienindex wird während eines Börsentages alle 15 Sekunden aktualisiert.
Wenn ein Indexmitglied in der maßgeblichen Rangliste der Marktkapitalisierung auf einen Platz schlechter als 111 abrutscht, bedeutet dies den (vorläufigen) Ausschluss. Andersherum werden Aktien, die besser als Platz 90 platziert und noch nicht im Index vertreten sind, in den FTSE 100 Index aufgenommen. Eine Indexüberprüfung findet vierteljährlich statt. Der FTSE 100 Index ist Benchmark zahlreicher Finanzprodukte und wird von Emittenten oft als Basiswert für Derivate verwendet.