AMD, Broadcom, Micron & Co. bluten schon wieder, doch diese Aktien steigen trotzdem!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Die Korrektur bei Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerten hält auch am Mittwoch an. Für defensive Basiswerte und Value-Aktien läuft es dagegen richtig gut.
Für dich zusammengefasst:
Halbleiter- und KI-Werte verlieren an Wert.
Defensive Aktien wie Coca-Cola, McDonald's und Procter & Gamble steigen.
Coca-Cola verzeichnete ein Umsatzplus von 11,2 Prozent.
Sektorrotation läuft an, defensive Aktien wieder gefragt
Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte waren in den vergangenen Wochen und Monaten der heißeste Trade der Wall Street. Doch die einseitige Fokussierung auf Wachstumstitel wird für viele Anlegerinnen und Anleger jetzt zum Boomerang, denn technisch heiß gelaufene, fundamental überbewertete Aktien wie AMD, Broadcom und Intel korrigieren schon seit Tagen. So auch am Mittwoch nach schwachen CPI-Daten, welche die Chancen auf Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank erhöhen.
Doch die in den vergangenen Tagen hohen Kursverluste treffen den Aktienmarkt ungleich. Abverkauft wird vor allem, was in den zurückliegenden Wochen sehr gut lief, während vor allem institutionelle Investoren wieder verstärkt bei zurückgelassenen Werten zugreifen. Das sind vor allem defensive Basiswerte und Konsumgüteraktien. Hier verhielt sich die Kursentwicklung schwach, was für günstige Unternehmensbewertungen gesorgt hat.
Drei jetzt für Anlegerinnen und Anleger in der laufenden Sektorrotation interessante Outperformer mit weiterem Anstiegspotenzial sind im Folgenden kurz vorgestellt.
Die Lieblingsaktie von Investorenlegende Warren Buffett hat unbemerkt von vielen Anlegerinnen und Anlegern in diesem Jahr fast 20 Prozent zugelegt. Das ist für einen defensiven Basiswert und Dividendenkönig außergewöhnlich viel.
Der Chart zeigt eine in den vergangenen Monaten hohe Dynamik mit einem stabilen, von den technischen Indikatoren unterstützten Aufwärtstrend und einem Ausbruch auf neue Allzeithochs. Die zwischenzeitlich durch den Iran-Krieg entstandene Zwischenkorrektur konnte durch eine W-Formation und einen Doppelboden rasch beendet werden. Das neue Rekordhoch vom Mittwoch, Coca-Cola ist trotz eines schwachen Gesamtmarktumfelds erneut einer der Top-Werte im Dow-Jones-Index, ist ein technisches Kaufsignal.
Anlass für die starke Performance ist aus fundamentaler Perspektive eine moderate Wachstumsbeschleunigung in den zurückliegenden Quartalen. Vor allem im abgelaufenen Vierteljahr präsentierte sich das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 11,2 Prozent in einer sehr starken Verfassung. Im aktuellen Quartal dürfte vor allem die Fußball-WM für Rückenwind sorgen. Mit einem KGVe 2026 von 24,9 und einer Dividendenrendite von 2,6 Prozent notiert die Aktie außerdem innerhalb ihrer langfristigen Mittelwerte. Trotz der jüngsten Rallye ist sie also noch immer moderat bewertet.
Weniger gut als für Coca-Cola verlief das Börsenjahr bislang für McDonald's. Die Aktie notiert gegenüber dem Jahreswechsel mit einem Minus von rund 6,5 Prozent. Insbesondere in den vergangenen Tagen, als Technologie- und Wachstumswerte unter Druck geraten sind, setzte jedoch eine Erholung ein.
Die stützt sich aus technischer Perspektive auf einen Doppelboden im Bereich von 272 US-Dollar, der von steigenden technischen Indikatoren eingeleitet und begleitet wurde. Noch hat die Aktie ihren Abwärtstrend zwar nicht hinter sich gelassen, wie der noch unter der Nulllinie liegende Trendstärkeindikator MACD zeigt, die Aktie dürfte aber mithilfe der sich abzeichnenden W-Formation in Richtung der 50-Tage-Linie steigen. Deren Überwinden wäre ein erstes prozyklisches Kaufsignal und könnte für weitere Erholungsgewinne sorgen.
Während die zuletzt schwache Verbraucherstimmung und steigende Input-Preise Gegenwind für das Unternehmen bedeuteten, könnte auch hier jetzt die Fußball-WM neue Impulse liefern. Eines der gewichtigsten Argumente für den Kauf der Aktie ist jedoch, dass sie aufgrund der zurückliegenden Korrektur bei vielen Bewertungskennziffern hinter ihre historische Norm zurückgefallen ist. Die Abschläge betragen zwischen 12 und 15 Prozent. So hoch ist mittelfristig also das Kurspotenzial einzuschätzen – obendrauf gibt es eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent.
Mit Dividendenkönig Procter & Gamble hat sich in den vergangenen Tagen ein weiterer Konsumgüterwert positiv hervorgetan, nachdem die Performance in diesem Jahr bislang zu wünschen übrig ließ.
Ausgehend von einem Boden zwischen 140 und 142 US-Dollar zauberte Procter & Gamble in den vergangenen fünf Tagen eine bemerkenswerte Reihe an Kaufsignalen auf das Parkett. Zum einen konnte die 50-Tage-Linie zurückerobert werden. Der Anstieg darüber wurde begleitet durch einen Vorzeichenwechsel im MACD, der jetzt einen neuen (kurzfristigen) Aufwärtstrend der Aktie anzeigt. Am Mittwoch gelang außerdem der Sprung über die 200-Tage-Linie. Kann diese Ausgangslage mithilfe des auch verbesserten RSI verteidigt und auch ein Anstieg über 150 US-Dollar erzwungen werden, könnte die Aktie zu alter Stärke zurückfinden, nachdem sie schon im vergangenen Jahr underperformte.
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht für 2026 ein KGVe von 21,6 zu Buche. Das liegt um rund 10 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel und suggeriert Aufwärtspotenzial mit rund 2,9 Prozent ist die Dividendenrendite außerdem so hoch wie seit geraumer Zeit nicht mehr. Das sollten langfristig denkende ausschüttungsorientierte Anlegerinnen und Anleger jetzt für einen Einstieg nutzen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG8RYU1
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