Wie tief der Dollar noch fällt!?


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54reab:

Wie tief der Dollar noch fällt!?

 
06.12.03 20:07
Barron's

Wie tief der Dollar noch fällt


Wie tief soll der Dollar denn noch fallen? Mindestens 20 Prozent gegenüber dem Euro, meinen zwei namhafte US-Ökonomen.

Amerikaner, die eine Reise nach Europa planen, wären gut beraten, wenn sie gleich jetzt zur Bank rennen und einen Koffer voller Euro tauschen. Denn der Dollar wird noch viel weiter fallen. Davon zumindest sind die Ökonomen Bill Dudley und Jim O’Neill von Goldman Sachs felsenfest überzeugt. Der lange übermächtige Dollar dürfte nach Schätzungen der beiden Wirtschaftsforscher von derzeit 1,20 Dollar je Euro über die nächsten paar Jahre um weitere 20 Prozent fallen.

Für ein Zimmer im Nobelhotel Ritz in Paris bezahlt der Gast derzeit 565 Euro – oder 678 Dollar – pro Nacht. In absehbarer Zeit würden die Kosten einer Übernachtung also auf 814 Dollar klettern – und das vor Steuern und Trinkgeldern für Louis, den Portier, und das Zimmermädchen Monique. Vielleicht doch lieber ein Campingplatz?

Der Dollar hat seit Anfang 2002 gegenüber anderen großen Währungen bereits 10 Prozent seines Wertes eingebüßt – nach einer Aufwertung um 35 Prozent in den Jahren 1995 bis 2002. Aber die US-Handelsbilanz „schreit nach einem sehr schwachen Dollar, wenn die Rechnung aufgehen soll, denn das Ungleichgewicht zwischen Importen und Exporten ist inzwischen enorm“, erklären die beiden Goldman-Ökonomen.

Der Dollar muss noch viel weiter fallen, damit die Lücke in der US-Handelsbilanz wenigstens kleiner wird. Andernfalls stehe zu befürchten, so die beiden Ökonomen, dass die Zinsbelastung aus internationalen und nationalen Schuldtiteln, die zur Finanzierung des enormen Defizits emittiert wurden, ein „explosives Ausmaß“ erreichten. Das Verhältnis der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) drohe bis 2010 auf 70 Prozent anzusteigen; allein die Nettoauslandsverschuldung würde sich auf 60 Prozent des BIPs ausweiten. Diese Zahlen zeigen nach Ansicht der beiden Ökonomen, wie wichtig es sei, dem Dollar zu einer „weichen Landung“ zu verhelfen.

Beim derzeitigen Niveau müssten die Exporte um 50 Prozent schneller wachsen als die Importe. Dann wäre zumindest eine Stabilisierung des Handelsbilanzdefizits sichergestellt. Eine nachhaltige Verbesserung der Handelsbilanz ist nach Ansicht von Dudley und O'Neill nur zu erreichen, wenn der Dollar um weitere 20 Prozent fällt. Eine geordnete Abwertung des Dollar sei denn auch längst die offizielle geldpolitische Linie der US-Verantwortlichen, wenngleich Präsident George Bush und Finanzminister John Snow scheinbar unisono an der Rhetorik des starken Dollar festhalten. „Auf etwas bizarre Weise machen sie es recht schlau“, sagt O’Neill, „sie haben es geschafft, die Märkte von der Stärke des Dollar zu überzeugen, ohne irgendetwas zu tun, um ihn zu stärken.“ Hätten Bush und Snow Farbe bekannt und sich öffentlich für die Abwertung des Dollar eingesetzt, wäre auf den Märkten unter Umständen eine Panik ausgebrochen, meint O’Neill.

Professor Richard Clarida von der Columbia University, ein ehemaliger Staatssekretär im US-Finanzministerium, meint allerdings, dass Snow sehr wohl genau das sage, was er meine. Aber Snow definiere einen starken Dollar wohl anders als die Märkte. „Die Eckpfeiler seiner Definition eines starken Dollar sind die stabile Kaufkraft der Währung und das Vertrauen, das der Dollar im Ausland genießt. Das Wechselkursverhältnis bleibt in dieser Definition völlig ausgeklammert”, erklärt Clarida.

Eine von der Abwertung des Dollar gegenüber dem Euro ausgelöste Panik sei nach Meinung der beiden Wirtschaftsforscher jedenfalls auf kurze Sicht nicht zu erwarten, und das sei auch gut so. Denn wenn die ausländischen Investoren angesichts des Wertverlustes ihrer in Dollar denominierten Investitionen nervös würden, könnte dies zu einem breiten Ausverkauf von Aktien und Anleihen führen. Ein solcher aber hätte ernst zu nehmende Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft – etwa in Form steigender Inflationsraten und Zinssätze.

Tatsächlich äussern sich zahlreiche Ökonomen überrascht, dass dies nicht längst passiert ist. Dieses Phänomen ist gegen die menschliche Natur, sagt David Kotok, leitender Anlagestratege bei Cumberland Advisors. Unter normalen Umständen würde diese Entwicklung die Investoren Hals über Kopf flüchten lassen. Aber die ausländischen Investoren werden nach Ansicht von Kotok derzeit von vielerlei Sorgen geplagt. Die US-Zentralbank versucht die Konjunktur anzukurbeln, indem sie großzügig Geld druckt. Halbstaatlichen Unternehmen wie Freddie Mac, Fannie Mae und die Tennessee Valley Authority, deren Anleihen in den Portfolios vieler Ausländer vertreten sind, haben Probleme mit ihrer Glaubwürdigkeit.

Und selbst dem Staat, Schuldner der in den USA beliebten Treasury Bonds, droht eine Herabstufung seiner Bonität. Moody’s verlangte in der vergangenen Woche eine verschärfte Defizitkontrolle, wenn verhindert werden soll, dass „die Verschuldung auf ein Niveau ansteigt, das mit der Höchstnote ‘AAA’ nicht mehr vereinbar wäre“.

„Die Standardantwort ist, dass die Investoren nicht wissen, wohin sie ausweichen könnten“, sagt Kotok. Deutschland und Frankreich, die traditionellen europäischen Zugpferde, kämpfen mit einer matten Konjunktur und enormen Budgetdefiziten. Und die Erholung in Japan erscheint nach den vielen verfehlten Hoffnungen im letzten Jahrzehnt ebenfalls zweifelhaft.

Im Ausland blicken die Investoren nach Amerika und hoffen, dass die aktuelle Politik letztlich zu besseren Renditen führt. „Sicher ist ihnen die Dollar-Abwertung ein Dorn im Auge, aber sie denken längerfristig“, sagt Professor Clarida von der Columbia University. Der Wirtschaftsforscher Gary Robbins von Fiscal Associates stimmt dem zu: „Die Leute erkennen, dass wir am Anfang einer starken Aufschwungphase stehen.“

Ein weiterer Faktor ist laut O’Neill das etablierte Image der USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten und üppigen Renditen – und dieses Image ist noch immer unversehrt. „Frau Schmidt aus München investiert in den amerikanischen Traum. Sie sieht sich nicht als Geldgeber der US-Regierung, damit diese mehr ausgeben kann“, sagt O’Neill.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Eigeninteresse. Ausländische Investoren haben so viel in US-Vermögenswerte investiert, dass ein massiver Abverkauf einem Schuss nach hingen gleichkäme. „Sie wollen, dass der Dollar steigt, nicht fällt“, sagt Rob Atkinson, Vizepräsident des Progressive Policy Institute in Washington. Nach seiner Ansicht wäre ein gesundes Maß an „kontrollierter Panik“ durchaus begrüßenswert, weil das die Regierung hindern würde, immer mehr Schulden im Ausland zu machen und das Defizit immer weiter in die Höhe zu treiben.

Kotok befürchtet allerdings, dass sich die ausländischen Investoren auf längere Sicht doch noch vom amerikanischen Markt zurückziehen könnten. Die Gefahr droht seiner Meinung nach von einer ganz anderen Seite, nämlich dem Sarbanes-Oxley-Gesetz: Dieses verschärft die US-Bilanzierungsregeln und soll helfen, Bilanzskandale zu verhindern.

Das Gesetz könnte für den US-Aktienmarkt aber zwei unerwünschte Nebeneffekte haben. Erstens werden US-Unternehmen unter Umständen ins Ausland ausweichen, um die mit der Erfüllung der Auflagen verbundenen Kosten zu vermeiden. Zweitens könnten viel versprechende Unternehmen, die noch nicht an einer Börse notieren, den Gang an die Börse aus Kostengründen abblasen. Frau Schmidt müsste dann anderswo nach einem neuen Bill Gates Ausschau halten.

Jim McTague

03.12.2003
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auf sicht von 12 monaten halte ich einen €-kurs von 1,50$ für absolut realistisch. es könnte noch stärker kommen. anleger, die ihr geld in den usa parken/investieren sollten dies unbedingt berücksichtigen. sie haben schon stark federn gelassen und es wird noch schlimmer werden. wir sind nicht wieder in der zeit vor 2000. diese zeit kommt sobald nicht mehr wieder. sollte es zu einer panikartigen flucht von anlegern aus den usa kommen, wird sich europa unter stöhnen, weinen  und ächsen von den us-amerikanischen finanzmärken emanzipieren.


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HEBI:

Bis sich keiner mehr nach ihm bückt ! o. T.

 
06.12.03 20:11
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Reinyboy:

Frau Schmidt aus München investiert in den

 
06.12.03 20:19
amerikanischen Traum.

Hihihihiihiihihiihihihihihihi..., wo lebt den O´Neil, tststststststs... nicht zu fassen.

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Der Sack Mehl:

Habe mir vor...

 
06.12.03 20:28
zwei Monaten ein Dollarkonto eingerichtet.Und kaufe jeden Monat für 1500 Euro Dollar.
Egal wieweit er fällt und wie lang es dauert bis er wieder steigt ist mir egal das ist eine kleine Vorkehrung für meine Rente.(hoffe es jedenfalls)


DSM
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54reab:

@dsm

 
06.12.03 20:40
hoffentlich dauert es noch bis zur rente ....

:o)
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seh das auch positiv

 
06.12.03 21:10
hab einen gold und einen aktienfond in dollars und stock die auch bei den preisen auf. langfrisitig gesehen sollte sich der dollar auch wieder auf eine parität einpendeln.

mfg

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54reab:

weshal parität?

 
06.12.03 21:24
ist das eine besondere größenordnung. gibt es dafür einen fundamentalen hintergrund?

:o)
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54reab:

Teurer Euro drückt Kurse

 
08.12.03 10:43
ftd Mo, 8.12.2003, 9:28

Teurer Euro drückt Kurse


Von Thorsten Kramer, Hamburg

Europas Börsen haben zum Wochenbeginn auf breiter Basis nachgegeben. Händler verwiesen auf die schwachen Vorgaben aus den USA und Fernost. Zudem belastete der gestiegene Euro-Kurs die Aktien der exportstarken Konzerne.

Der Dax verlor knapp ein Prozent und behauptete sich wenige Stellen oberhalb von 3800 Zählern. In Paris gab die Börse um 0,89 Prozent nach, der Auswahlindex Stoxx 50 verlor 0,5 Prozent. Der Euro notierte in der Nähe seines Allzeithochs bei Kursen um 1,2165 $.

"Wenn es abwärts geht, könnte der hohe Euro-Kurs wieder stärker in den Vordergrund rücken. In der vorigen Woche haben die Anleger den Euro ja weitgehend ignoriert", sagte ein Händler. Ein hoher Euro-Kurs gilt als Belastungsfaktor für exportorientierte Firmen, da die Ausfuhren in außereuropäische Regionen teurer werden und so der Absatz schwieriger wird. Der Stoxx-Autoindex sackte um ein Prozent ab und verbuchte damit den höchsten Verlust aller 18 Sektoren-Indizes. Volkswagen verbilligten sich um 1,4 Prozent.

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Sind wir auf dem Weg zu den 1,50?


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54reab:

Und er steigt und steigt und steigt.

 
09.12.03 09:37
Eurokurs

Und er steigt und steigt und steigt


Der Euro hat die neue Woche so begonnen, wie er die vergangene beendet hat: in Rekordlaune. Die Gemeinschaftswährung notierte am Montagvormittag bei 1,2191 Dollar und war damit so stark wie nie zuvor.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1298417
Immer neue Rekordhöhen. Foto: dpa

Damit hat der Euro seit Jahresbeginn 16 Prozent gegen die US-Währung hinzugewonnen. Am Freitag hatten enttäuschende Arbeitslosenzahlen in den USA den Euro bereits auf 1,2169 Dollar steigen lassen.

Es war der siebte Handelstag in Folge seit 28. November, dass die europäische Gemeinschaftswährung einen Rekord aufstellte. Die Hauptursachen für die Dollarschwäche sind das US-Haushalts- und das Außenhandelsdefizit.

Zudem hat der Höhenflug des Euro nach Ansicht von Experten inzwischen eine gewisse Eigendynamik gewonnen. Michael Schubert von der Commerzbank verwies zudem auf die US-Arbeitslosenzahlen vom Freitag, die eine Verlangsamung beim Aufbau neuer Jobs anzeigten.

Folgerichtige Reaktion

Die Märkte hätten dadurch eine Bestätigung ihrer Erwartung bekommen. Der Aufschwung in den USA werde sich möglicherweise als Blase entpuppen. Insofern sei die Reaktion an den Devisenmärkten diesmal folgerichtig. Schubert geht aber mit Blick auf die allgemeine Wirtschaftslage weiter davon aus, dass der Dollarverfall allmählich zu Ende komme.

Auch Stefan Schneider von Deutsche Bank Research sprach von einer Eigendynamik der Entwicklung an den Devisenmärkten. Die Leistungsbilanzkrise der USA, die oft als Grund für die Dollarschwäche genannt werde, sehe sein Haus so nicht. Die Konjunkturdaten aus den USA jedenfalls seien gut.

(sueddeutsche.de/AP)
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ich glaube auch eher an eine eigendynamik. der andauernde anstieg des euros schreckt anleger ab, ihr geld in den usa anzulegen respektive verstärkt den rückzug. dieses verhalten schwächt weiter den $. die ansteigende verschuldung der größten euro-nationen sollte auch noch die nachfrage nach euro stärken und den kurs zusätzlich hochtreiben. zu dm-zeiten hatten wir schon - auf euro umgerechnet - 1,40. diesmal streben wir die 1,50 an. es wir also immer interessanter investitionen im $-raum zu tätigen. mittelfristig kassiert man die gewährungsgewinne mit.


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54reab:

ftd: Euro-Kursrally geht die Puste aus

 
09.12.03 09:55
Aus der FTD vom 9.12.2003  

Devisen: Euro-Kursrally geht die Puste aus


Von Sebastian Sachs, Frankfurt

Der Euro hat am Montag zum Dollar den siebten Tag in Folge ein Rekordhoch erreicht. Händler sagten allerdings, der Kursauftrieb der Einheitswährung sei vor allem durch kräftige Verluste des Greenback gegenüber Yen und Schweizer Franken ausgelöst worden.

Auch zum britischen Pfund verlor der Dollar deutlich an Boden. Dem Euro selbst mangele es mittlerweile an Dynamik, sodass bereits kleinere Kaufaufträge starke Kursbewegungen auslösen könnten.

Den neuesten Stimmungsschwenk gegen den Dollar führten Händler auf einen Bericht der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zurück. Demnach hatten insbesondere Erdöl exportierende Länder in der ersten Jahreshälfte 2003 mehr Dollar in ihre Heimatwährungen getauscht als in den gesamten Jahren 2001 und 2002. Da Erdöl auf dem Weltmarkt in Dollar abgerechnet wird, sinken die Einnahmen der Ölproduzenten, wenn der Wert des Greenback fällt. Auch chinesische Banken hätten nach Aussage der BIZ kräftig Kapital aus dem Ausland repatriiert.

Dollar-Schwäche in aller Munde


Ohne merkliche Impulse kletterte der Euro am Montag kontinuierlich nach oben, bis er mit 1,2241 $ den höchsten Stand seit seiner Einführung an den Finanzmärkten erreichte. Gegen 20 Uhr MEZ notierte der Euro jedoch wieder bei 1,2234 $, nach 1,2171 $ am späten Freitagabend.

Während Devisenexperten in der Vorwoche noch teilweise dazu umgeschwenkt waren, von einer Euro-Stärke zu sprechen, war am Montag wieder die Dollar-Schwäche in aller Munde. Das britische Pfund stieg mit 1,7363 $ zum Greenback auf das höchste Niveau seit Oktober 1992. Zum Schweizer Franken fiel der Dollar zwischenzeitlich auf 1,2634 Franken, den tiefsten Stand seit sieben Jahren. Auch zum Yen geriet der Dollar erneut unter die Räder. Zwischenzeitlich kostete der Greenback nur noch 107,10 Yen - das war das geringste Niveau seit November 2000.

Auch die handelsgewichteten Indizes des Euro und des Dollar zeigen deutlich, dass mehr von einer nachhaltigen Schwäche des Greenback gesprochen werden muss. Der von der Bank of England berechnete Index des handelsgewichteten Euro steht nur auf dem höchsten Niveau seit Juni dieses Jahres. Der entsprechende Dollar-Index ist dagegen mittlerweile auf den tiefsten Stand seit November 1996 gefallen.

Warten auf Fed-Signal


Potenzial für eine zumindest kurzfristige Umkehr der seit Wochen anhaltenden Dollar-Schwäche sehen Experten in der Sitzung der Fed am Dienstag. "Sollte die US-Zentralbank ihre geldpolitische Ausrichtung von ,neutral‘ auf ,restriktiv‘ ändern, könnte dies den Dollar unterstützen", sagte Antje Praefcke, Devisenstrategin der Helaba. Eine restriktive Ausrichtung der Geldpolitik bedeutet, dass der nächste Zinsschritt der Fed nach oben gehen dürfte.

Ein anderer Auslöser für eine Richtungsänderung des Greenback-Kurses könnten nach Einschätzung von Praefcke Interventionen der japanischen Notenbank zur Schwächung der heimischen Währung sein. Ein Markteingriff der Bank of Japan bei Kursen um 107,50 Yen pro Dollar - wie von vielen Händlern erwartet - blieb am Montag jedoch aus.
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Währungsindex Der handelsgewichtete Außenwert misst den Wert einer Währung gegenüber einem Korb anderer Währungen.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1298451

Gewichtung Die einzelnen Länder gehen gemessen an ihren Handelsvolumina in den Korb ein.

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#7 langfristig

 
11.12.03 23:40
evtl. ja :)

kurz- bis mittelfristig sicher nein. auch wenn ein weiterer scherer anstieg des euros genüber des dollars nichts mit europa zu tun hat.

das ist halt ein glaube daran, ob der euro mit unserer europäischen gemeinschaft, oder der dollar mit amerika mal das wirtschaftsruder wieder richtig übernimmt! ich hab halt meine wahl getroffen, und amerikanischen firmen geht es gut. :)

mfg

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54reab:

1,24 zu weihnachten

 
16.12.03 10:33
und dann ?
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BitteresEnde:

ende februar bei 1,27! o. T.

 
16.12.03 13:40
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54reab:

euro und gold im gleichklang

 
17.12.03 10:41
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auf jahresicht: gold verliert an wert

 
17.12.03 11:01
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54reab:

soltte natürlich

 
17.12.03 11:07

jahressicht heißen. Wie tief der Dollar noch fällt!? 1309917

verstehe nicht, weshalb überall vom steigenden goldpreis gesprochen wird. die 200-tagelinie zeigt eindeutig einen sinkenden preis an. dass das gold aus us-amerikanischer sicht im preis steigt, liegt nur am fallenden $. man sollte nie rohstoffspekulationen mit währungsspekulationen verwechseln.

 

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54reab:

Dollar-Schwäche zehrt die Profite auf

 
17.12.03 16:48

Dollar-Schwäche zehrt die Profite auf


Der klamme Finanzminister wird für 2003 wohl keine gewohnt üppige Milliardenzahlung durch die Bundesbank erhalten. Schuld ist neben den niedrigen Zinsen auch der hohe Euro-Kurs.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1310713
Zwanzig-Dollar-Schein: Jetzt farbiger als früher, aber weniger wert. mehr ....


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54reab:

neues Allzeithoch - Höhenflug ungebrochen

 
17.12.03 17:04

Devisen: Euro klettert wieder auf neues Allzeithoch - Höhenflug ungebrochen


FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit einer neuen Rekordmarke hat der Euro am Mittwoch seinen Höhenflug beschleunigt fortgesetzt. Nach Einschätzung von Devisenexperten könnten nur Interventionen der Notenbanken die dynamische Aufwärtsbewegung stoppen.

Die Europäische Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze bis auf 1,2383 US-Dollar. Der Euro stellte damit seine erst am Vortag erreichte alte Rekordmarke ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2337 (Dienstag: 1,2339) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8106 (0,8104) Euro.

'KEINE ANZEICHEN FÜR AKTION DER WÄHRUNGSHÜTER'

"Der Höhenflug ist nur mit Interventionen der Notenbanken zu stoppen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Allerdings gebe es derzeit keine Anzeichen für eine konzertierte Aktion der Währungshüter. Die Schmerzgrenze für Eingriffe sieht Fritsch erst bei Kursen von 1,25 bis 1,30 Dollar. Doch die Marke von 1,25 Dollar rücke beständig näher. "Bereits am Jahresende könnte sie überschritten werden."

Derzeit dominiere eine "sehr negative Einschätzung" gegenüber dem Dollar das Geschehen, sagte Fritsch. Angesichts der jüngsten Verbraucherpreisdaten aus den USA herrsche am Markt die Sicht vor, dass die US-Notenbank den Leitzins noch für eine längere Zeit niedrig halten werde. Dollaranlagen erschienen damit wenig attraktiv.

'EIGENTLICH HÖCHSTE ZEIT FÜR ECHTE KORREKTUR'

Wie stabil der Euro-Aufwärtstrend ist, zeigen auch die eher kümmerlichen Kursrückschläge in jüngster Zeit. "Eigentlich wäre es höchste Zeit für eine echte Korrektur", sagte Fritsch angesichts des Kurssprungs des Euro um knapp fünf US-Cent innerhalb von nur 14 Handelstagen. Doch derzeit werde jeder Kursrückgang am Markt als Kaufgelegenheit genutzt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7030 (0,7062) britische Pfund , 132,76 (132,74) japanische Yen und 1,5539 (1,5529) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 408,25 (408,00) Dollar notiert./jha/sbi



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54reab:

es hat nicht bis weihnachten gedauert.

 
18.12.03 08:28
voller ungeduld erreicht der € schon 1 woche früher die 1,24. er will offensichtlich den kampf mit der 1,25 noch in 2003 gewinnen und dann weiter richtung 1,50.

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Aus der FTD vom 18.12.2003  

Renten und Devisen: Gerüchte treiben Euro-Kurs über 1,24 Dollar


Von Sebastian Sachs, Frankfurt

Der Euro hat mit Schwung die nächste psychologische Grenze durchbrochen. Mit 1.2422 $ erreichte die Einheitswährung das zwölfte Rekordhoch innerhalb von 14 Handelstagen.

Händler sagten, auf Grund fehlender technischer Marken sei der Weg jetzt frei bis 1,2475 $. Danach böte erst wieder die "runde" Marke von 1,25 $ einen messbaren Widerstand.

Am frühen Nachmittag hatten Spekulationen den Euro nach oben getrieben, nach denen die Europäische Zentralbank (EZB) erst ab einem Euro-Kurs von 1,35 $ die Notwendigkeit sieht, zur Schwächung der Währung am Devisenmarkt einzugreifen. Händler nutzten diesen "Freifahrtschein" und trieben den Euro-Kurs nach oben, ehe kurz vor Erreichen der Marke von 1,24 $ erste Gewinnmitnahmen für eine Verzögerung sorgten - jedoch ohne Erfolg. Bis 20 Uhr MEZ pendelte sich der Euro bei 1,2410 $ ein, nach 1,2323 $ am Vortag.

Auch der Yen-Kurs geriet heftig in Bewegung. Die Marktteilnehmer testeten erneut Willen und Fähigkeit der japanischen Notenbank, den Anstieg der Währung zu stoppen. Bis 20 Uhr MEZ verbilligte sich ein Dollar dennoch auf 107,30 Yen. Am späten Dienstag hatte der Greenback noch 107,51 Yen gekostet.

Am Anleihemarkt in den USA und der Euro-Zone legten die Kurse zu, die Renditen fielen deutlich. Händler sagten, die erfreulichen US-Inflationsdaten vom Dienstag hätten den Optimismus genährt, die US-Zentralbank Federal Reserve und die EZB könnten ihre Leitzinsen noch länger unverändert lassen. Der Terminkontrakt auf zehnjährige Bundesanleihen (Bund-Future) legte 46 Stellen auf 113,38 Punkte zu.

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historischer chart: DM-€/US-$ 1971 bis heute


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TomSlotty:

interessanter Thread

 
18.12.03 21:50
Freue mich immer über die Aktualisierungen...

Greetz
Tom
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MaxGreen:

Schon aufgefallen ?

 
18.12.03 21:57
Euro und DOW JONES steigen und "fallen" die letzten 4 Wochen im Gleichklang. Ich denke die Amis sind verantwortlich für den Euroanstieg.
Der Euro ist scheinbar die Absicherung auf den DOW.
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8x4udTgm:

wer soll sonst hinter diesem Anstieg stecken?

 
18.12.03 22:03
die Europäer geben keinen Pfifferling auf den € und die Amis brauchen i.M. einen schwachen Dollar wie die Luft zum Atmen.
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54reab:

1,4541 Dollar für einen Euro wären o.k.

 
22.12.03 18:29
aus dem Frühsommer ....

„1,4541 Dollar für einen Euro wären o.k.“


(06.05.2003)  
 
 Es hat Jahre gedauert, bis der Devisenmarkt den Kassandra-Rufen der Dollar-Baissiers gefolgt ist. Im Januar 2002 war es dann aber soweit: Der Greenback wurde flügellahm.


Wie tief der Dollar noch fällt!? 1315965

Das ausländische Kapital wollte nicht mehr so recht anbeißen, weil es erkannte, dass die Finanzierung zunächst der amerikanischen Leitungsbilanzdefizite und jetzt auch noch der Haushaltsdefizite in Washington zunehmend riskant werden würde. Etwa 1,5 Milliarden Dollar müssten täglich netto in den Dollar fließen, um ihn wenigstens stabil zu halten.

Eine Abwertung beginnt meist damit, dass einer Währung immer weniger Kapital zufließt, und es endet häufig damit, dass das Kapital aus dieser Währung herausströmt. Weil auch am Devisenmarkt die Neigung vorherrscht, rational gezeichnete Ziele nach unten und nach oben hin zu überschießen, kann das Ganze in einer veritablen Dollar-Krise und damit in Tränen enden.

Goldman Sachs hat schon vor einigen Wochen festgestellt, dass die Gelder, die noch in den Dollar fließen, immer „heißer“ werden. Im Klartext bedeutet dies: Sie sind von immer kurzfristigerer Natur und verschwinden so schnell, wie sie gekommen waren.

Die Investmentbank schätzt den fairen Wert des Euro derzeit auf 1,16 Dollar. Als der Euro sein Rekordtief von 0,9275 Dollar erreichte, sei er um etwa 40 Prozent unterbewertet gewesen, schreibt sie. Wenn der Euro jetzt in gleichem Maß nach oben hin überschießen sollte, wären 1,60 Dollar das Ziel. Sollte das Dollar-Tief vom Frühjahr 1995 von 1,3450 Dollar je D-Mark wieder erreicht werden, würde dies ein Ziel von 1,4541 Dollar je Euro rechtfertigen, meint Goldman Sachs. Diese Rechnung habe ein gewisses Appeal.

Merrill Lynch errechnet sogar einen fairen Wert von 1,31 Dollar je Euro. Diese Investmentbank weist anhand amtlicher Zahlen vom Februar nach, dass die Kapitalzuflüsse in den Dollar nun schon drei Monate lang ununterbrochen nachlassen. Diese Tendenz drücke aber nicht einen Kollaps des Vertrauens in den Dollar aus. Wenn dies der Fall wäre, hätten amerikanische Aktien und Anleihen sowie der Dollar gleichzeitig sinken müssen. Tatsächlich hätten Ausländer in den beiden ersten Monaten des Jahres sogar mehr US-Wertpapiere gekauft als im gleichen Zeitraum 2002.


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54reab:

Das Jahr des Euro

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27.12.03 12:06
Das Jahr des Euro

Symptome der amerikanischen Krankheit


Im Jahr 2003 ist die gemeinsame europäische Währung schier unaufhaltsam gestiegen. Der Aufschwung spiegelt die Probleme der US-Wirtschaft wider.
Von Martin Hesse

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1317969

SZ vom 23.12.03) - Die Akteure an den billionen-schweren Devisenmärkten haben sich im Jahr 2003 auf den Dollar eingeschossen. Der Kursverfall der amerikanischen Währung trieb den Euro auf immer neue Höhen. Und kaum ein Marktbeobachter kann sich vorstellen, dass sich das im kommenden Jahr bald ändert.

„Der Euro ist ein Weichei“, lautete noch vor zwei Jahren ein verbreitetes Urteil. Damals dümpelte der Kurs weit unterhalb der viel beschworenen Parität zum Dollar.

Doch spätestens 2003 sind die Klagen über die Schwäche des Euro dem Jammern über seine Stärke gewichen. Um fast 20 Prozent hat sich die Gemeinschaftswährung allein in diesem Jahr im Vergleich zum Dollar verteuert. Am Montag vor Weihnachten erreichte der Euro kurzzeitig ein neues Rekordhoch von 1,2447 Dollar.

Roter Faden

Doch spätestens in diesem Jahr hat sich auch gezeigt, dass der Euro-Dollar-Kurs nicht in erster Linie Ausdruck europäischer Wirtschaftskraft ist, sondern vor allem ein Indikator für die Probleme der Vereinigten Staaten. Die Eurostärke ist eine Dollarschwäche, werden Volkswirte nicht müde zu betonen. Das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das Jahr 2003.

Am Anfang war die Kriegsangst. Greifen die USA den Irak an oder nicht? Schlägt die Weltmacht allein zu oder bekommt George Bush ein UN-Mandat? „Die Unsicherheit hat damals den Dollar belastet“, sagt Carsten Fritsch, Devisenanalyst bei der Commerzbank. Anleger fürchteten, ausufernde Kriegskosten könnten die US-Wirtschaft überfordern.

Trotzdem erholte sich der Dollar zunächst, als sich abzeichnete, dass die USA von einem Angriff nicht abzuhalten sein würden. Doch obwohl der Krieg kurz und aus Sicht Amerikas erfolgreich verlief, geriet die Währung rasch wieder unter Druck.

„Die Hoffnung auf einen Aufschwung der amerikanischen Wirtschaft erfüllte sich zunächst nicht“, erinnert sich Fritsch. Die Angst vor einer Abwärtsspirale aus dauerhaft fallenden Preisen und einer schrumpfenden Wirtschaft machte sich breit.

Geldregen

Das Deflationsgespenst verscheuchte die US-Notenbank, indem sie den Leitzins bis auf ein Prozent heruntersetzte. Und weil parallel dazu die Regierung unter George Bush den Geldhahn aufdrehte und die Amerikaner mit Steuererleichterungen verwöhnte, erholte sich die US-Wirtschaft tatsächlich und mit ihr zunächst der Dollar.

Doch mit dem Geldregen ging eine neue, für den Dollar gefährliche Saat auf: Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben des Staates öffnete sich immer weiter, die Diskrepanz zwischen Einfuhren und Exporten wurde größer und größer.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1317969
Kein Weichei mehr, dieser Euro.

Klaffen aber Löcher in Haushalt und Leistungsbilanz, können nur Ausländer sie mit ihrem Geld stopfen. „Der Rest der Welt wird nicht auf Dauer Tag für Tag 1,5 Milliarden Dollar in die USA verschieben, um den amerikanischen Konsum zu finanzieren“, sagt Holger Sandte, Volkswirt bei der WestLB. So viel wäre schon jetzt nötig, um das Defizit in der Leistungsbilanz auszugleichen.

Doch private Investoren legen nur an, wenn Rendite winkt. Solange die Stimmung so eindeutig gegen den Dollar spricht, schrecken schon drohende Währungsverluste Anleger ab.

Kurzfristige Anlagen unattraktiv

Hinzu kommt, dass der Leitzins in den USA bei 1,0 Prozent liegt, so dass kurzfristige Anlagen völlig unattraktiv sind, selbst zehnjährige Staatsanleihen werfen bei einer Inflationsrate von 1,8 Prozent real gerade mal etwas mehr als zwei Prozent ab. Bleibt der Aktienmarkt.

Doch angesichts der vergleichsweise hohen Bewertung amerikanischer Aktien erscheint vielen Anlegern ein Einstieg zu riskant. Sie investieren daher woanders, zum Beispiel in Japan. „Seit 33 Wochen fließt mehr ausländisches Geld in den japanischen Aktienmarkt als abgezogen wird“, sagt der Devisenspezialist Fritsch.

Wer also kauft Dollars, um einen Absturz zu verhindern? Es sind die Zentralbanken der Länder, die unter der Dollarschwäche leiden. Die Bank von Japan etwa stockt seit Monaten die Dollarreserven auf, damit der Yen nicht zu stark wird und den japanischen Exporteuren das Leben schwer macht.

Dagegen hält sich die Europäische Zentralbank (EZB) bislang zurück, auch wenn sich die Stimmen mehren, die eine Intervention fordern. Weil aber Japan interveniert und Chinas Währung an den Dollar gekoppelt ist, liegt die Hauptlast der Dollarabwertung auf dem Euro.

Wette auf den kurzfristigen Trend

Ist also die Spekulation auf einen weiteren Euroanstieg im Jahr 2004 eine sichere Wette? „In so einer Dynamik lohnt es sich fast immer, auf den kurzfristigen Trend zu setzen“, sagt Volkswirt Sandte. Das tun derzeit etwa die Eigenhändler der Banken und Hedge Fonds.

Besonders sicher sind sich die Spekulanten seit dem 20. September. An diesem Tag erklärten die Chefs der sieben größten Wirtschaftsnationen (G7), dass sie flexiblere Wechselkurse für wünschenswert hielten, und gaben damit ein Signal, dass eine Dollarabwertung politisch gewünscht ist.

„Das Statement klingelt den Devisenhändlern noch in den Ohren“, sagt der Marktbeobachter Sandte. Bis zur Präsidentschaftswahl im November 2004 hat die Regierung Bush kein Interesse daran, Haushalt und Leistungsbilanz durch eine restriktivere Finanz- oder Geldpolitik ins Gleichgewicht zu bringen. Nur wenn der Dollar fällt, werden daher die US-Importe sinken und die Ausfuhren steigen, bis die Schieflage begradigt ist.

Eine Umfrage der SZ unter 22 Banken ergab allerdings Mitte Dezember, dass die Analysten den Euro Ende 2004 etwa auf dem aktuellen Niveau sehen. Drei Dinge sprechen nach Einschätzung des WestLB-Volkswirtes Sandte dafür, dass sich die Dollarabwertung zumindest verlangsamt: „Die asiatischen Währungen werden künftig einen größeren Teil der Dollarabwertung tragen.“

Zweitens werde im Jahresverlauf die Konjunkturentwicklung an den Devisenmärkten wieder stärker wahrgenommen. Wenn die US-Wirtschaft weiterhin schneller wachse als die europäische, spreche dies für den Dollar.

Markt braucht neue Themen

Schließlich sieht der Marktbeobachter noch ein weiches Argument für einen härteren Dollar: „Alle halbe Jahr brauchen die Devisenhändler ein neues Thema.“ Vielleicht spekulieren sie dann darauf, dass der marode Stabilitätspakt und der Zank um die Osterweiterung der EU den Höhenflug des Euro beenden.

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Ca. 20% hat der Dow Jones (DJIA) in 2003 zugelegt. In der gleichen Zeit legte der € um ca. 20% zu. Das war kein gutes Jahr für Investitionen in den USA.


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hjw2:

interessant, thx. bear o. T.

 
27.12.03 15:08
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54reab:

danke für das reichliche

 
27.12.03 17:31
big lebowsky:

Ist doch Weihnachten gewesen,

 
27.12.03 17:36
da gibt``s immer reichlich (Tannen)grün!
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54reab:

1,25 sind erreicht

 
29.12.03 14:18
ftd.de, Mo, 29.12.2003, 10:42, aktualisiert: Mo, 29.12.2003, 13:58
Euro knackt Marke von 1,25 Dollar

Kurz vor Jahresende nimmt der Euro ein Rekordhoch nach dem anderen. Ein Grund ist eine weitere Hiobsbotschaft für den Dollar: Die Rinderseuche BSE hat die USA erreicht.

Der Euro kletterte im europäischen Devisenhandel am Montagmittag auf 1,2505 $ auf ein Allzeithoch. Wenige Stunden zuvor hatte mit 1,2470 schon ein Rekordhoch erreicht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am vergangenen Mittwoch auf 1,2407 $ festgesetzt.

"Die Kursbewegungen gehen vom Dollar aus", sagte Währungsstratege Aziz McMahon von ABN Amro. "In einem durch Feiertage ausgedünnten Markt hat nichts die negative Stimmung für den Dollar aufhellen können." Katsunori Kitakura, Leiter der Treasury-Abteilung bei Chuo Mitsui Trust and Banking, sagte: "Der Verkaufstrend beim Dollar ist unverändert. Der Markt konzentriert sich weiterhin auf das Zwillingsdefizit in den USA. Solange sich daran nichts ändert, glaube ich nicht, dass der Dollar wieder gekauft wird." Als Zwillingsdefizit werden die hohen Fehlbeträge in der US-Leistungsbilanz sowie im US-Haushalt bezeichnet.

Doppeldefizit und BSE

Neben dem Doppeldefizit in den USA habe auch das Auftreten eines Falles der Rinderseuche BSE den Dollar belastet, sagten Händler. Nach Bekanntwerden des BSE-Falls in den USA haben mehr als zwei Dutzend Länder vorsorglich ihre Rindfleischimporte aus den USA gestoppt. Der US-Agrarwirtschaft drohen nach Einschätzung von Volkswirten Milliardenverluste.

Die aktuelle Stärkung des Euro gegenüber dem US-Dollar dürfte allerdings vor allem die Ertragsbilanzen der Unternehmen im Ausfuhrgeschäft verhageln. Diese Ansicht äußerte der Chefvolkswirt des des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Axel Nitschke: "Jeder zusätzliche Cent, der bei dem jetzigen Kursniveau an den Devisenmärkten für den Euro aufgewendet werden muss, schmälert die Gewinne im US-Geschäft und auf asiatischen Absatzmärkten." Die Ausfuhrmengen dürften trotz alledem im Jahr 2004 ansteigen, da sich die Auslandsnachfrage wegen der überraschend starken US-Konjunktur spürbar belebt.

Signale aus den USA

Die Analysten von Helaba Trust sind mit der Pronose verhaltener: "Zahlreiche Marktteilnehmer setzen auf eine deutliche Wachstumsverlangsamung der US-Ökonomie während des ersten Vierteljahrs", schreiben die Analysten in einem Marktkommentar. Sollten sich allerdings im Frühjahr die Einkaufsmanagerindizes für den Großraum Chicago und für die gesamten USA auf den erreichten sehr hohen Niveaus behaupten können, wäre dies ein Indiz gegen eine nachhaltige Wachstumsabschwächung der US-Wirtschaft. Insgesamt werde die Luft für den Euro nach oben immer dünner. "Trotz der noch intakten aufwärts gerichteten Trendsituation scheint eine Konsolidierung überfällig", schrieben die Analysten weiter.

die 1,27 sollten im januar kein problem darstellen

gruß baer45

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Biomedi:

Hat einer einen Devisenscheintip? o. T.

 
29.12.03 14:23
Antworten
54reab:

Sorge um Aufschwung

 
29.12.03 19:39
29.12.2003   17:02 Uhr WährungStarker Euro weckt Sorge um AufschwungDie Gemeinschafts-Währung kostet erstmals mehr als 1,25 Dollar. Vor allem das Tempo der Aufwertung halten Experten für bedenklich. Von Nikolaus Piper und Ulrich Schäfer               mehr zum ThemaKommentarDer starke Euro   München – Der Euro hat am vorletzten Handelstag des Jahres erstmals mehr als 1,25 Dollar gekostet. Kurz nach 13 Uhr erreichte die Währung einen Wert von 1,2511 Dollar, der Referenzkurs wurde nachmittags auf 1,2499 festgelegt. Der Deutsche Aktienindex erreichte am Montag mit 3937 Punkten sein Jahreshoch, der Preis für Gold kletterte auf den höchsten Wert seit über acht Jahren. Marktbeobachter in Frankfurt sprachen von spekulativen Ausschlägen an den Devisenmärkten. Allerdings wuchsen auch die Sorgen um die europäische Exportwirtschaft angesichts des Tempos, mit dem der Euro aufgewertet wird. Schmerzgrenze bald erreichtDie Bundesregierung gibt sich angesichts der Euro-Stärke nach wie vor gelassen: „Die Kursentwicklung verfolgen wir mit großer Aufmerksamkeit, aber es besteht kein Anlass zur Sorge oder dazu, irgendwelche Maßnahmen in Erwägung zu ziehen“, sagte ein Regierungssprecher. Die deutsche Exportwirtschaft sei überaus konkurrenzfähig. Intern räumen Vertreter der Regierung allerdings ein, dass die „Schmerzgrenze“ beim Euro-/Dollar-Kurs bald erreicht sei. So hatten die Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten, der G-7, bereits auf ihrem Herbsttreffen Ende September im Emirat Dubai ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem ihre Sorge vor allzu heftigen Turbulenzen an den Devisenmärkten erkennbar war. In Berliner Regierungkreisen ist im Nachhinein von einer „windelweichen Erklärung“ die Rede, die angesichts der Ursachen des Kursverfalls härter hätte ausfallen müssen. Im Finanzministerium wird dabei vor allem auf das hohe amerikanische Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizit hingewiesen – die Regierung in Washington müsse dieses Problem endlich in den Griff kriegen.„Bedenkliches Tempo“In Berlin wird zudem befürchtet, dass der Euro-Anstieg sich im nächsten Jahr fortsetzen wird. Der Internationale Währungsfonds habe intern für 2004 einen durchschnittlichen Euro-Kurs von 1,30 Dollar prophezeit. Nur die großen Konzerne hätten sich bis zu dieser Höhe gegen einen Wechselkursanstieg abgesichert, kleinere und mittlere Betriebe hätte dagegen jetzt schon Schwierigkeiten. Der Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, Martin Hüfner, erklärte die Entwicklung damit, dass Spekulanten versuchten, „Schwellen auszutesten“ – besonders zwischen den Feiertagen, wenn wenig Händler am Markt sind. Eine solche Schwelle sei die Marke von 1,25 Dollar gewesen. „Die Entwicklung ist ökonomisch ohne Bedeutung, wenn sie aber nach dem 6. Januar weitergeht, muss man sich Sorgen machen“, sagte Hüfner der Süddeutschen Zeitung. Bedenklich sei vor allem das Tempo der Aufwertung: „Hier kann man nicht mehr von geordneten Marktverhältnissen sprechen.“ Notfalls müsse die Europäische Zentralbank eingreifen, durch Zinssenkungen oder auch, gemeinsam mit anderen Notenbanken, durch Stützungskäufe zugunsten des Dollar. Hüfner sagte, die kritische Grenze für die deutsche Exportwirtschaft liege bei 1,30 Dollar. Besorgt äußerte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Dessen Chefvolkswirt Axel Nitschke sagte: „Jeder zusätzliche Cent, der bei dem jetzigen Kursniveau an den Devisenmärkten für den Euro aufgewendet werden muss, schmälert die Gewinne im US-Geschäft und auf asiatischen Absatzmärkten.“ Die Ausfuhrmengen dürften trotzdem 2004 steigen, da sich die Auslandsnachfrage wegen der überraschend starken Konjunktur in Amerika spürbar belebe. Seit Anfang Dezember hat der Euro gegenüber dem Dollar um mehr als vier Prozent an Wert gewonnen. Aktien erreichen Jahreshoch Die Dollarschwäche und ein schwacher Handel nach den Weihnachtstagen haben den Goldpreis auf den höchsten Stand seit fast acht Jahren getrieben. Beim Mittagsfixing an der Londoner Edelmetallbörse wurde die Feinunze Gold mit 413,50 Dollar (333,68 Euro) notiert. Dies war der höchste Preis seit dem 2. Februar 1996. Am vergangenen Mittwoch, dem letzten Handelstag vor Weihnachten, wurden für die Feinunze erst 410,80 Dollar bezahlt.An der Börse spielte der Anstieg des Euro kaum eine Rolle. Die Aktienkurse zogen bei geringen Umsätzen zum Teil deutlich an. Zeitweise erreichte der Dax 3957 Punkte – und damit ein neues Jahreshoch. Um 16.30 Uhr notierte der deutsche Leitindex mit 1,28 Prozent im Plus bei 3953 Zählern. (SZ vom 30.12.2003)  
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54reab:

nochmals - sche... html-editor

 
29.12.03 19:47
Währung

Starker Euro weckt Sorge um Aufschwung


Die Gemeinschafts-Währung kostet erstmals mehr als 1,25 Dollar. Vor allem das Tempo der Aufwertung halten Experten für bedenklich.
Von Nikolaus Piper und Ulrich Schäfer

München – Der Euro hat am vorletzten Handelstag des Jahres erstmals mehr als 1,25 Dollar gekostet. Kurz nach 13 Uhr erreichte die Währung einen Wert von 1,2511 Dollar, der Referenzkurs wurde nachmittags auf 1,2499 festgelegt. Der Deutsche Aktienindex erreichte am Montag mit 3937 Punkten sein Jahreshoch, der Preis für Gold kletterte auf den höchsten Wert seit über acht Jahren. Marktbeobachter in Frankfurt sprachen von spekulativen Ausschlägen an den Devisenmärkten. Allerdings wuchsen auch die Sorgen um die europäische Exportwirtschaft angesichts des Tempos, mit dem der Euro aufgewertet wird.

Schmerzgrenze bald erreicht

Die Bundesregierung gibt sich angesichts der Euro-Stärke nach wie vor gelassen: „Die Kursentwicklung verfolgen wir mit großer Aufmerksamkeit, aber es besteht kein Anlass zur Sorge oder dazu, irgendwelche Maßnahmen in Erwägung zu ziehen“, sagte ein Regierungssprecher. Die deutsche Exportwirtschaft sei überaus konkurrenzfähig.

Intern räumen Vertreter der Regierung allerdings ein, dass die „Schmerzgrenze“ beim Euro-/Dollar-Kurs bald erreicht sei. So hatten die Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten, der G-7, bereits auf ihrem Herbsttreffen Ende September im Emirat Dubai ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem ihre Sorge vor allzu heftigen Turbulenzen an den Devisenmärkten erkennbar war.

In Berliner Regierungkreisen ist im Nachhinein von einer „windelweichen Erklärung“ die Rede, die angesichts der Ursachen des Kursverfalls härter hätte ausfallen müssen. Im Finanzministerium wird dabei vor allem auf das hohe amerikanische Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizit hingewiesen – die Regierung in Washington müsse dieses Problem endlich in den Griff kriegen.

„Bedenkliches Tempo“

In Berlin wird zudem befürchtet, dass der Euro-Anstieg sich im nächsten Jahr fortsetzen wird. Der Internationale Währungsfonds habe intern für 2004 einen durchschnittlichen Euro-Kurs von 1,30 Dollar prophezeit. Nur die großen Konzerne hätten sich bis zu dieser Höhe gegen einen Wechselkursanstieg abgesichert, kleinere und mittlere Betriebe hätte dagegen jetzt schon Schwierigkeiten.

Der Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, Martin Hüfner, erklärte die Entwicklung damit, dass Spekulanten versuchten, „Schwellen auszutesten“ – besonders zwischen den Feiertagen, wenn wenig Händler am Markt sind. Eine solche Schwelle sei die Marke von 1,25 Dollar gewesen. „Die Entwicklung ist ökonomisch ohne Bedeutung, wenn sie aber nach dem 6. Januar weitergeht, muss man sich Sorgen machen“, sagte Hüfner der Süddeutschen Zeitung. Bedenklich sei vor allem das Tempo der Aufwertung: „Hier kann man nicht mehr von geordneten Marktverhältnissen sprechen.“ Notfalls müsse die Europäische Zentralbank eingreifen, durch Zinssenkungen oder auch, gemeinsam mit anderen Notenbanken, durch Stützungskäufe zugunsten des Dollar. Hüfner sagte, die kritische Grenze für die deutsche Exportwirtschaft liege bei 1,30 Dollar.

Besorgt äußerte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Dessen Chefvolkswirt Axel Nitschke sagte: „Jeder zusätzliche Cent, der bei dem jetzigen Kursniveau an den Devisenmärkten für den Euro aufgewendet werden muss, schmälert die Gewinne im US-Geschäft und auf asiatischen Absatzmärkten.“ Die Ausfuhrmengen dürften trotzdem 2004 steigen, da sich die Auslandsnachfrage wegen der überraschend starken Konjunktur in Amerika spürbar belebe. Seit Anfang Dezember hat der Euro gegenüber dem Dollar um mehr als vier Prozent an Wert gewonnen.

Aktien erreichen Jahreshoch

Die Dollarschwäche und ein schwacher Handel nach den Weihnachtstagen haben den Goldpreis auf den höchsten Stand seit fast acht Jahren getrieben. Beim Mittagsfixing an der Londoner Edelmetallbörse wurde die Feinunze Gold mit 413,50 Dollar (333,68 Euro) notiert. Dies war der höchste Preis seit dem 2. Februar 1996. Am vergangenen Mittwoch, dem letzten Handelstag vor Weihnachten, wurden für die Feinunze erst 410,80 Dollar bezahlt.

An der Börse spielte der Anstieg des Euro kaum eine Rolle. Die Aktienkurse zogen bei geringen Umsätzen zum Teil deutlich an. Zeitweise erreichte der Dax 3957 Punkte – und damit ein neues Jahreshoch. Um 16.30 Uhr notierte der deutsche Leitindex mit 1,28 Prozent im Plus bei 3953 Zählern.

(SZ vom 30.12.2003)
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ist jemand bekannt, wie heute die handelbilanz zwischen dem us-$raum und deutschland aussieht? früher haben wir mehr aus diesem raum bezogen als geliefert. unser schaden entstand immer dadurch, dass bei währungsturbulenzen wie den heutigen sich die währungsrelationen in westeuropa stark veränderten. das verhindert jetzt der euro.


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54reab:

1,27 oder mehr im januar?

 
02.01.04 10:32
DOLLAR-KRISE

Notenbank soll Euro-Rekordfahrt stoppen

Die Devisenexperten werden nervös: Der steile Anstieg des Euro könnte den fragilen Aufschwung in Europa abwürgen. Sie fordern die Notenbank EZB auf, mit aller Macht dem schwachen Dollar zu helfen.
Wie tief der Dollar noch fällt!? 1321885
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GroßbildansichtDPAEuropäische Zentralbank in Frankfurt: Euro drucken, Dollar kaufen?
Frankfurt am Main - Der Aufschwung in der Eurozone bleibt ein verwundbares Pflänzchen, getrieben wird er vor allem vom Export. Die Waren der Exporteure aber werden wegen des steigenden Euro-Kurses für Nichteuropäer immer teurer. Angesichts dieser Gemengelage dürfe die EZB nicht zögern, am Devisenmarkt zu intervenieren, sagte jetzt der Würzburger Währungsexperte Peter Bofinger der "Financial Times Deutschland".

Einen Alliierten hat er in Joachim Fels, dem Europa-Chefvolkswirt von Morgan Stanley Wie tief der Dollar noch fällt!? 1321885 . "Wenn sich der Euro nun schnell der Marke von 1,30 Dollar nähert, sollte die EZB Dollar kaufen", sagte er demselben Blatt.

Fels riet den Notenbankern aber, eine Intervention nicht im Voraus anzukündigen und für die Dollar-Käufe einen Tag mit geringem Handelsvolumen auszuwählen. "So kann man mit geringen Mitteln große Effekte erzielen."

Dollar bleibt unter Druck

Beide Volkswirte zeigten sich optimistisch, dass Interventionen auch wirklich zum Erfolg führen und nicht verpuffen werde. "Die EZB kann die Euro-Aufwertung an jeder beliebigen Stelle stoppen", sagte Fels.

Bofinger wiederum will das Argument nicht gelten lassen, in globalisierten Finanzmärkten hätten Interventionen angesichts der enormen Transaktionsvolumen privater Akteure wenig Aussicht auf Erfolg. "Die EZB kann unbegrenzt Euro drucken und damit Dollar kaufen." Selbst globalisierte Finanzmärkte könnten da nicht gegenhalten. Mit einer Intervention dieser Art würde die EZB freilich das Risiko steigender Inflation deutlich erhöhen.

Unterdessen notierte der Kurs des Euro am Freitag wieder unter 1,26 US-Dollar. Im frühen Handel kostete Er 1,2566 Dollar. An Silvester hatte der Euro mit 1,2650 Dollar ein neues Allzeithoch erreicht.

Der Dollar werde in den kommenden Tagen aber weiter unter Druck bleiben, sagten Händler. Das hohe Leistungsbilanzdefizit und die niedrigen Leitzinsen in den USA lasteten auf der US-Währung.

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54reab:

export trotz hohem euro sehr gut

 
03.01.04 17:52
K O N J U N K T U R Wie tief der Dollar noch fällt!? 1323341Export-Rekord trotz Eurostärke

Trotz des starken Euro brummt der Exportmotor. Deutschlands Exporteure haben 2003 mächtig zugelegt: Nie wurden mehr Waren aus Deutschland ausgeführt - und nie war der Außenhandelsüberschuss so groß.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1323341Wiesbaden - Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden geht nach eigenen Angaben davon aus, dass Deutschland im Gesamtjahr 2003 Waren im Wert von 664 Milliarden Euro exportierte. Das wäre ein Zuwachs um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Höchstwert. Die Zahlen sind allerdings eine Hochrechnung - verlässliche Außenhandelsdaten liegen erst für die Monate bis einschließlich Oktober vor.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1323341Wie tief der Dollar noch fällt!? 1323341© DDPWie tief der Dollar noch fällt!? 1323341GroßansichtWie tief der Dollar noch fällt!? 1323341Export von Porsche Cayenne: Die Exporteuere profitieren vom Anziehen der US-KonjunkturWie tief der Dollar noch fällt!? 1323341Der anhaltende Höhenflug des Euro hat in diesem Jahr die Sorge geschürt, dass die Nachfrage nach den in anderen Währungen umgerechnet teureren deutschen Waren sinkt und die deutsche Konjunktur darunter leidet. Ökonomen haben allerdings auch darauf verwiesen, dass die wirtschaftliche Erholung in den Abnehmerländern - vor allem den USA - den bremsenden Effekt überkompensieren dürfte. Zudem schlagen sich Wechselkursänderungen in der Regel erst mit Verzögerung in den Handelsdaten nieder.

Besonders starkes Plus beim EU-internen Handel

Nach den vorläufigen Zahlen sind die Einfuhren 2003 ebenfalls um zwei Prozent gestiegen - auf 529 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich auch beim Exportüberschuss ein Rekordniveau. Das Bundesamt schätzt ihn auf rund 135 Milliarden Euro. Der bisherige Bestwert aus dem Jahr 2002 lag bei 132,8 Milliarden Euro

Den Schätzungen des Statistikamts zufolge setzten deutsche Firmen auch in Länder außerhalb der Euro-Zone mehr ab als vor einem Jahr. So kletterten die Exporte in die EU-Staaten außerhalb des Währungsgebiet um drei Prozent auf 81 Milliarden Euro und in den Rest der Welt um ein Prozent auf 299 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in die Euro-Zone stiegen um drei Prozent auf 285 Milliarden Euro.

Auch bei den Einfuhren legte der deutsche Handel vor allem mit Ländern der Euro-Zone zu. Deutschland importierte Waren aus dem Währungsgebiet im Wert von 218 Milliarden Euro und damit drei Prozent mehr als 2002. Die Importe aus den anderen EU-Ländern sanken dagegen mit einem Wert von 51 Milliarden Euro minimal zum Vorjahr. Aus dem Rest der Welt bezog Deutschland mit 261 Milliarden Euro zwei Prozent mehr Waren.


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54reab:

Starker Euro lässt den Spritpreis sinken

 
05.01.04 19:37
Kraftstoffe

Starker Euro lässt den Spritpreis sinken


Die Autofahrer in Deutschland profitieren beim Tanken vom starken Euro: Der Preis für Eurosuper sank im Verlauf des vergangenen Jahres vor allem wegen der Dollar-Schwäche um knapp vier Cent pro Liter.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1325119 Starker Euro - billiges Benzin. Foto: dpa

Dies teilte der Mineralöwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg mit. Nach vorläufigen Berechnungen kostete Eurosuper demnach im Dezember 107,1 Cent pro Liter und war damit knapp vier Cent billiger als im Januar 2003.

Der Dieselpreis lag demnach bei 87,2 Cent pro Liter und damit um gut drei Cent unter dem Preis am Jahresanfang.

Hauptgrund für den Preisrückgang ist dem Verband zufolge die Stärke des Euro. Die Einkaufskosten für Eurosuper auf dem Rotterdamer Produktenmarkt sanken demnach im Dezember um 3,8 Cent gegenüber Januar auf 17,6 Cent pro Liter.

Billiger Diesel

Die Notierungen in Dollar seien dagegen nur geringfügig zurückgegangen und hätten umgerechnet in Euro nur einen Preisvorteil von gut einem halben Cent pro Liter bewirkt.

Diesel kostete demnach mit 19,6 Cent pro Liter 2,3 Cent weniger als im Januar, obwohl die Notierungen in Dollar umgerechnet in Euro sogar um gut einen halben Cent gestiegen seien.

Der Steueranteil bei Benzin lag laut MWV auch im Dezember bei 80,3 Cent pro Liter - das sind drei Viertel des Benzinpreises.

(sueddeutsche.de/AFP)
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der starke € wirkt sich inzwischen bei vielen importen aus und läßt den konsumenten mehr geld in den taschen. die verbilligung könnte zu einem stärkeren wachstum beitragen als die steuerreform.


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54reab:

USD verfällt schneller als erwartet

 
06.01.04 11:12
Aus der FTD vom 6.1.2004  

Dollar setzt Sturzflug ungebremst fort


Von Wolfram Trost und Dirk Benninghoff, Frankfurt

Der Kursverfall des Dollar gegenüber den übrigen wichtigen Währungen hält unvermindert an. Gegenüber dem Yen fiel er am Montag bis auf 106,06 Yen - das ist der tiefste Stand seit September 2000.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1325788
Dolar in Yen

Gegen 20.30 Uhr MEZ kostete ein Dollar 106,17 Yen, nach 107,06 Yen am späten Freitag. Der Euro machte erst kurz vor der Marke von 1,27 $ halt und kletterte bis auf 1,2696 $. Am Abend notierte er bei 1,2667 $.

Während der Euro bereits im asiatischen Handel kräftig zulegte, schoss der Yen erst zur europäischen Mittagszeit nach oben. Innerhalb von 20 Minuten sackte der Dollar trotz vermuteter Interventionen der Bank of Japan (BoJ) von 106,95 auf 106,25 Yen ab und hielt sich danach nahezu konstant auf diesem Niveau. "Einige Marktteilnehmer wollten testen, ob die BoJ interveniert, und als sie keine entschlossenen Dollar-Käufe der Notenbank beobachtet haben, orderten sie noch mehr Yen", sagte Nick Parsons, Devisenstratege der Commerzbank in London.


Bisher galten Kurse zwischen 106,50 und 107 Yen pro Dollar als Schmerzgrenze für die BoJ, ab der sie Dollar kauft, um die eigene Währung zu schwächen. Den Auftrag für Interventionen erteilt das japanische Finanzministerium. Damit will es einen zu starken Yen-Anstieg verhindern. Ein starker Yen verteuert japanische Produkte im Ausland und gefährdet damit den Konjunkturaufschwung in Japan.

Nikkei auf dem höchsten Stand seit Monaten

"Die Schmerzgrenze der BoJ hängt stark von der Entwicklung am Aktienmarkt ab", sagte Parsons. "Steigen die Börsenkurse, ist die Notenbank eher bereit einen stärkeren Yen hinzunehmen." Tatsächlich zeigt sich eine hohe Korrelation zwischen der Entwicklung des Nikkei-225-Index und dem Kursverlauf des Yen: In Phasen steigender Kurse legt in der Regel auch der Yen zu, und in Phasen sinkender Börsenkurse sorgt die BoJ mit Dollar-Käufen für einen schwächeren Yen. Am Montag legte der Nikkei zum vierten Mal in Folge zu und kletterte auf 10.825 Punkte. Das ist der höchste Stand seit zwei Monaten.


Als weiteren Grund für die Yen-Stärke nannten Händler das bevorstehende Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs Anfang Februar in Florida. Möglicherweise verschärfen die Politiker ihren Ton gegenüber Japan und China und fordern eine entschlossenere Abkehr von ihren Devisenmarktinterventionen.


Die Minister hatten bereits auf ihrem vorigen Treffen in Dubai im September 2003 versucht, die Dollar-Abwertung gleichmäßiger zu verteilen - ohne großen Erfolg. Während der Yen seitdem gegenüber dem Dollar nur um 5,7 Prozent zugelegt hat, ist der Euro um 10,5 Prozent gestiegen.


Während die BoJ wegen ihrer Dollar-Käufe häufig in der Kritik steht, fordern Volkswirte nun Interventionen von der Europäischen Zentralbank, um den Anstieg des Euro zu stoppen.
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der € kostet inzwischen über 1,27 us-$. er hat meine eigenen spekulationen erheblich überholt. ich hatte erst ende januar mit 1,27 gerechnet.


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54reab:

EZB-Banker grübeln über Euro-Hoch

 
06.01.04 18:04

EZB-Banker grübeln über Euro-Hoch


06. Januar 2004 15:13 Uhr

Frankfurt/Main (dpa) - Auch wenn Experten damit rechnen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Leitzinsen unverändert lassen wird - im Frankfurter Eurotower wird vor der Entscheidung wohl kräftig gegrübelt. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung steigt und steigt - am Dienstag kletterte er erstmals über die Marke von 1,28 Dollar - und bringt die Notenbanker in eine schwierige Situation.

Zwar machten sich einige von ihnen bereits öffentlich Sorgen über die Auswirkungen des Euro-Höhenflugs auf die Konjunktur, doch der neue EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hielt sich bei dem Thema bisher eher bedeckt. Worte und Taten sind bei der EZB nicht immer scharf voneinander zu trennen; denn die Märkte würden auch auf eine klare Aussage von Trichet bereits reagieren. Mit Spannung werden daher die Bemerkungen des Präsidenten auf der ersten Pressekonferenz der EZB im neuen Jahr erwartet.

Erst bei einem Euro-Kurs von 1,30 bis 1,35 Dollar sieht Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz-Gruppe und der Dresdner Bank, Handlungsbedarf für die EZB. «Dann wäre eine Zinssenkung gerechtfertigt», meint er. Hintergrund seien die dämpfenden Auswirkungen eines solchen Euro-Hochs auf die Preise und die Konjunktur.

Vor einigen Wochen richteten sich die Erwartungen noch auf eine Anhebung der Zinsen im Euro-Raum. Vor allem das kräftige Wachstum der Geldmenge, die den Bargeldumlauf und die liquiden Einlagen bei Banken umfasst, sprach für diese Variante. Mittelfristig könnte es die Inflation in die Höhe treiben und damit das Ziel der Preisstabilität gefährden. «Der steigende Euro-Kurs bringt die EZB in einen Zielkonflikt», erklärt Heise. Er könne sich in naher Zukunft Zinsänderungen «in alle Richtungen» vorstellen. Eine Anhebung hält der Volkswirt derzeit für die unwahrscheinlichste Möglichkeit.

Dem starken Euro steht ein schwacher Dollar gegenüber. Die Kritik an den hohen Handels- und Haushaltsdefiziten der USA hat zuletzt die Stimmung an den Devisenmärkten geprägt, gepaart mit Befürchtungen, der Aufschwung in der größten Wirtschaftsmacht könne sich als Strohfeuer entpuppen. Ein plötzlicher Dollar-Crash, die gefährlichste aller Zukunftsvisionen, würde weltweit Schaden anrichten.

Doch derzeit sprechen die Wirtschaftsindikatoren eine andere Sprache. «Der angezweifelte Aufschwung in den USA wird immer mehr zu einem überzeugenden Aufschwung», sagt Michael Hüther, Chefvolkswirt der Deka-Bank und zukünftiger Leiter des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln.

Hüther rechnet ebenfalls damit, dass die EZB die Zinsen am Donnerstag konstant hält. «Das wäre auch angemessen.» Es gebe angesichts des momentanen Wechselkurses noch keinen akuten Druck. Der wichtigste Leitzins liegt in Euro-Land derzeit bei 2,0 Prozent, unverändert seit Juni 2003.

Den EZB-Präsidenten beschäftigen neben den vielen Faktoren, die die Preisstabilität in Europa beeinflussen, auch noch andere Dinge: Vor einer Woche versuchten Unbekannte, einen Briefbomben-Anschlag auf Trichet zu verüben. Die Kette solcher Angriffe auf Funktionäre und Politiker der EU reißt indes nicht ab. Für die Pressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die versuchten Attentate sind auch eine bittere Erinnerung daran, dass Terroranschläge die sorgfältige Abwägungen der Notenbanker und die Erwartungen der Kapitalmärkte jederzeit über den Haufen werfen können.

© 2003 DPA

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1,28 an dreikönig. 1,30 werden damit im januar vorstellbar. ich glaube nicht, dass ein drehen an den kurzfristzinsen irgendwas bringen würde. es fehlen einfach die großen investitionen in den usa (firmenaufkäufe durch firmen von außerhalb des us-$-raums) und die täglichen investitionen in us-aktien durch anleger aus asien und europa. letzteren fehlt der mut aus 2 gründen:

1) dem weiter verfalleneden $
2) die relativ hohe bewertung amerikanischer aktien

was bleibt? ....... es könnte spannend werden und leicht bis stark in den finanzsystemen krachen. dabei ist ein us-wahljahr üblicherweise ein gutes börsenjahr.


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daxbunny:

die Amis haben keinen Bock

 
06.01.04 18:09
aus einen starken Dollar - sie stützen somit ihre Wirtschaft- ergo - ein steigender € bis 1,35 1,40 und kein Eingriff der EZB
Ich bin immer noch long - und das seit 1,12 € ( fragt brucewillis )

Gruß DB
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54reab:

ich glaube nicht, dass die amis,

 
06.01.04 19:04
die europäer oder die japaner einfach die wechselkurse bestimmen können. dabei gibt es jetzt einen wichtigen unterschied zu früher. der € ist ein koloss, der fast die größenordnung des us-$ erreicht. es müsste schon ein koordinierte aktion der zentralbanken sein um zeitweise erfolg gegen den markt zu haben. zum längerfristigen erfolg müssten die fundamentalen ursachen behoben werden (leistungsbilanzdefizit der usa). die zeit scheint zu ende zu gehen, in denen die usa auf kosten dritter angenehm leben konnten. sie werden wieder selbst richtig arbeiten (eigenproduktion) oder ihren konsum einschränken müssen. die dienstleistungsgesellschaft ist eine lüge der tmt-blase.

die heutige situation war ein wichtiges argument für die einführung des €. man erinnere sich nur an früher, wie in derartigen situationen der eu-binnenmarkt währungstechnisch durcheinander gewirbelt wurde.

daxbunny: dass du immer noch long bist, ist wahrscheinlich die richtige strategie. betrachtet man den Langfristchart, sieht man. dass wir uns wieder in einem großen Ausschlag befinden. seit über 30 jahren erleben wir einen kontinuierlichen verfall des us-$. charttechnisch wären 1,60 absolut normal. ich persönlich glaube, dass es im bereich 1,30 zu koordinierten bremsmanöver kommen wird - diese aber nicht unbedingt eine trendumkehr einleiten werden.


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Abenteurer:

@54reab

 
06.01.04 19:39
Eine Leitzinssenkung der EZB wird sicher ihre Auswirkungen auf die Psychologie haben, ob diese die Trendwende einleitet, ist nicht so ganz klar für mich. Der Preis des USD bzw. des € wird einerseits durch die Zinspolitik der Notenbanken, andererseits aber hauptsächlich durch Währungsspekulanten bestimmt. Die Währungsspekulanten sind, wie wir ja alle wissen, zum großen Teil noch sehr unerfahrene "BWL Studenten" die von den Banken hinter die Handelscomputer gesetzt werden um mit ein Paar Millionen zu spekulieren. Die schielen auf Haushaltsdefizite und "derartige" komische Messzahlen(wenn überhaupt) die dann am Ende doch keine derart "hysterischen" Bewegungen rechtfertigen.

54reab Ich lese da was von "charttechnisch normal",  was meinst Du denn damit?  
Antworten
54reab:

charttechnisch normal ist

 
06.01.04 20:06
natürlich kein ausdruck aus der "wissenschaft" der charttechnik. meinte nur den anstieg in wellen des DM->€ (beginn 3. welle).

die währungsspekulanten können nicht wirklich nachhaltig gegen die fundamentalen daten anstinken. wie erklärt man sich sonst, dass die langfristige kursentwicklung der entwicklung der fundamentalen daten entspricht. die jetzige trendumkehr haben wir den nachlassenden investitionen in die usa zu verdanken und nicht den spekulanten.

die zinspolitik hat keinen direkten einfluss auf die währungsrelationen. so ist z.b. der kurzfristzins in den usa niedriger und derjenige der 10-jährigen anleihen höher als im €-raum. wegen tageszinsen wechseln nur wenige den währungsraum.


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Abenteurer:

@54reab

 
07.01.04 17:10
Aber was sind den die Fundamentalien einer Währung? Die Zinsen: zum Teil, viel wichtiger ist doch aber das Land was die Währung druckt oder?
Die USA stehen für rasantes Wirtschaftswachstum, Pioniergeist und ein Eldorado für Firmengründer!
(Emfehlen kann ich dazu "...und was macht der Dollar?" von A.K. wird leider nicht mehr verlegt, ist aber im Antiquariat zu bekommen)

Zum Teil resultieren die Abwertung des USD sicher aus der rückläufigen Investitionsbereitschaft, dem platzen der DotCom-Blase, viel wichtiger aber ist die Zinspolitik der Notenbank, denn je mehr Dollar auf dem Markt, desto billiger der Dollar.
(Das Grundprinzip des Kapitalismus von Angebot und Nachfrage.)

Ich glaube ganz sicher, dass Anleger wegen niedrigeren Tageszinsen in eine andere Währung wechseln. Wenn man ein Tagesgeldkonto in USD und eins in € hat, dann bucht man das Geld doch sicher eher dahin wo es mehr Zinsen gibt. Es sei denn man spekuliert auf die Währungsveränderungen, dann würde man sein Geld doch lieber in USD anlegen.

Mit dem weiteren Anziehen der US-Wirtschaft wird sich der USD erhohlen und bei der nächsten Blase sicher sein Niveau von 2000 erreichen, denn eine Frage muss sich jeder Spekulant stellen: Wo investiere ich mein Geld? In den Euroraum mit lausigen Wachstumsraten von 0-2% oder in anderen Regionen mit einem Wirtschaftswachstum von 8%.

Der Dollar wird steigen, sehr bald sogar! Für mich steht dass fest wie das Amen in der Kirche.

Viele Grüße
Abenteurer


 
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bogard:

Ob der Dollar bald steigt

 
07.01.04 17:51
da bin ich mir noch nicht so sicher. Abenteurer wenn Du schon auf A.K. hinweist sollte auch nicht verschwiegen werden, das er den USD schon seit sehr langem für unterbewertet hält. Bis zu seinem Tod hat er in seinen Publikationen keinen rationalen Grund für die Dollarschwäche angeben können. Sicher spielen Handelsdefizit, Zinsen und die hohe Spekulationen (wenn ich mich nicht irre werden alleine in Chicago rund 1 Billion USD täglich spekulativ gehandelt) eine Rolle, aber irgendwann müsste auch wieder ein Ausgleich kommen. Die Vergangenheit zeigte immer in den Zeiten der Stagnation diese Dollarabwertung, während der Boomphasen hat sich der USD aber nicht wieder auf die alte Stärke erholt. Nur mit der Einführung des Euros, aber daran war wohl die Unsicherheit  bei der Einführung schuld, zeigte er Stärke. Für mich spielen die USA ein sehr riskantes Spiel mit ihren Zinsen, Defiziten, Steuersenkungen und militärischen Abenteuern. Sollte das irgendwann mal nicht aufgehen dann ist der USD heute noch total überbewertet.
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310367a:

hier stellt sich

 
07.01.04 18:07
nur die frage,

investiere ich in echte  0-2%  

oder investiere ich künstlich manipulierte 8%

USA 8% wachstum????? lächerlich. die haben ein haushaltsdefizit das dir schlecht wird. die dotcom blase in den usa ist nie ganz zusammengebrochen und es geht weiter, worldcom war nicht das letzte grosse unternehmen das untergeht.


und wirtschaft mit kriegen ankurbeln, ja ja, das erinnert an HITLER 1938. die usa ist fertig, sie wissen es schon lange, nur sie geben es noch nicht zu.


die zinspolitik und die währungspolitik können sie aus der situation auch nicht mehr retten.

Antworten
bogard:

@Viele Zahlen und ein Buchstabe

 
07.01.04 18:14
Bisher haben die USA es immer wieder geschafft. Und das mit agieren. Bin selber auch kritisch was die wirtschaftliche Situation in den USA angeht. Zuviel Statistik und Luftnummern. Halte die US-Wirtschaft im Vergleich zur BRD eher für ne lahme Schnecke. Aber sie sind nunmal eine Supermacht und halten viele Fäden in den Händen. Aber immer wird das nicht gutgehen.
Antworten
54reab:

fakt ist das nachhaltige leistungsbilanzdefizit

 
07.01.04 18:18
der usa und der nachhaltige leistungsbilanzüberschuss des €-raums. die usa leben eindeutig über ihre verhältnisse und müssen schleichend die rechnung begleichen (kaufkraftschwund gegenüber anderen währungen) - sie werden ärmer. eine plötzliche begleichung würde uns alle in den abgrund einer weltwirtschaftskrise reißen.

die nächste blase, nach der tmt-blase, werden wir sobald nicht erleben. für eine neue blase müssen zuerst viele die sich die finger verbrannt hatten, durch jungfräuliche spekulanten ersetzt werden. ich sehe allerdings keine beziehungen zwischen den aktienblasen und dem us-$-kurs. eher wurde er durch die wirtschaftliche entwicklung beeinflust. das bedeutet nicht, dass der aktienhandel die devisenkurse nicht beeinflussen würde. nur wenn europäer oder asiaten us-amerikanische aktien kaufen, liegt nicht zwangsweise eine blase vor.

das amerikanische wachstum würde ich nicht überbewerten. hätten wir im €-raum einen zusätzlichen zufluss von 1,5 bis 2 milliarden $ täglich, würde die wirtschaft auch bei uns brummen. die usa können dieses spiel nicht mehr beliebig lange fortsetzen. da sie kaum noch exportwürdige produkte produzieren (wird alles in mittel-, südamerika und asien zusammengeschraubt), ist eine ausgegliche leistungebilanz z.b. mit konsumverzicht möglich. das dann verbleibende wachstum wird nicht mehr über hedonistische berechnungsmethoden rettbar sein.


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Immobilienhai:

ebenst bear...das leistungsbilanz defizit besteht

 
07.01.04 18:30
schon seit jahren...konnte bisher aber immer abgeschwächt werden,weil öl in dollar abgerechnet wurde, und somit rege nachfrage bestand...aber dauerhaft ist das keine lösung. von daher würde es mich auch nicht wundern, wenn etwas dran ist, dass der ehemalige irak sein öl aufgrund seiner konzessionsverträge mit russland und frankfreich in euro abrechnen wollte, und dies der wahre kriegsgrund gewesen ist. dem wären wohl andere länder gefolgt und ne massive dollarnachfrage aus euroraum wär übernacht zusammengebrochen...
Antworten
310367a:

unser system,

 
07.01.04 18:41
damit meine ich das soziale ist das bessere. ich möchte hier nicht sagen, dass alles richtig ist, aber wir werden immer sozial besser abgesichert sein wie die amis.

und das bedeutet, dass auch im alter, wo wir rente beziehen werden (wie viel steht in den sternen, wird schon über 20 jahre diskutiert und trotzdem immer wieder ausbezahlt)
unsere kaufkraft bestehen bleibt.

die soz. absicherung in den usa?????   rente in den usa????? fehlanzeige. wenn du dich nicht selber drum kümmerst gibt es nichts.jetzt werden wieder viele sagen, dass dies gerecht sei, aber denkt mal nach. wie leicht kann man sagen : ach dieses jahr kann ich mir nichts leisten, brauch alles zum hausbauen, vielleicht nächstes jahr, usw....

unser system ist teuer und oft ungerecht , siehe FLORIDA-BOIDL, aber im grossen und ganzen ist es das fundament unserer wirtschaft und unserer gesellschaft.

die usa hat die höchste arbeitslosenrate seit 8 oder 10 jahren. die kaufkraft lässt nach. die grossen kfz- unternehmen haben schon vor 2 jahren null% kredite auf den kauf eines neuwagens gegeben, das hat wieder einmal einen kurzen aufschwung gegeben.

das volk wird immer ärmer,diejenigen die arbeit haben können für ihre zukunft nichts mehr zur seite legen, auch nicht für ihre pensionierung, und kein geld keine kaufkraft.


ich glaube hier sind wir den amis weit vorraus, aber wie in anderen pos. schon erwähnt, komischer weise richtet sich alles nach dem so grossen   AMI


gruss   sechs zahlen und ein buchstabe



 
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Abenteurer:

@310367a und @54reab

 
07.01.04 19:04


Was bitte schön meinst Du mit "echten" 0-2% und mit künstlich manipulierte "8%"?

Ich denke wir sollten uns alle wünschen das es den USA gut geht, denn wenn der amerikanische Verbraucher anfängt zu sparen, dann geht es uns zu aller erst beschissen.

Das Leistungsbilanzdefizit zeigt doch, wo das Geld ist! Der amerikanische Verbraucher hat es! Das ganze  Gerede vom Zusammenbruch der US-Wirtschaft, und von der "Überschuldung" der Verbraucher. Quatsch! Zum Glück gibt wenigstens da drüben noch jemand Geld aus, Und was das Haushaltsdefizit angeht, so hatten die USA in der Vergangenheit immer ein hohes Defizit in den Schwächephasen der Wirtschaft, in den Boomphasen konnten sie Überschüsse verteilen, ganz im Gegensatz zu den Europäern.

@54reab  Ja wie Du so schön sagst: "hätten wir im €-raum einen zusätzlichen zufluss von 1,5 bis 2 milliarden $ täglich, würde die wirtschaft auch bei uns brummen"

Da frage ich mich doch warum haben die einen solchen Zufluss von Geldern, weil es denen so schlecht geht, weil die Wirtschaft am Boden liegt?

Die Zuflüsse werden mit dem weiteren Anziehen der Wirtschaft noch steigen und dass wird den USD zumindest in naher Zukunft auf die Parität zum Euro befördern.
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Abenteurer:

@310367a

 
07.01.04 19:11
Klar ist die Arbeitslosenquote sehr hoch im Moment in den USA, die in Deutschland steht aber noch viel höher und sicher werden weder die US- noch die EU-Bürger immer ärmer das ist Quatsch! Es geht uns allen immer besser! Frag mal jemanden was er 1950 unter dem Weihnachtsbaum gelegt bekommen hat.
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54reab:

na ja, den zufluss erreichen

 
07.01.04 19:12
sie nur noch mittels $-verfall. die 1,5 bis 2 täglich entsprechen dem defizit.

also 8% sollten doch auch für die usa eine fürchterliche boomphase sein. das defizit ist aber in der gleichen zeit nicht gefallen ...


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Abenteurer:

@54reab

 
07.01.04 19:21
auf ein Jahr sicher, Jetzt haben wir gerade mal ein Quartal mit 8%, der wirtschaftliche Aufschwung hat ja auch erst begonnen. Und ganz klar ist das Defizit( Haushalt) nicht zurück gegangen, der Staat ist es ja der dieses Wachstum mit seinen Ausgaben hilft zu generieren oder?
Antworten
310367a:

@ abenteurer

 
07.01.04 19:28
1950 war der krieg erst 5 jahre vorbei.
vergleich es mal mir dem weihnachtsbaum ende der 80er anfang der 90er.

und es kommt noch die zeit, wo sich unsere anleger nicht mehr grösstenteils nach der nasdag richten, sondern nach unseren indizes.

der amiverbraucher wird anfangen müssen zu sparen , denn irgend wann ist das leben auf pump auch im amiland vorbei.

unser sozialstaat hilft auch den arbeitslosen um halbwegs vernünftig über die runden zu kommen. bei uns müssen sich nicht viele um eine suppe bei einem orden anstellen, die können immer noch im supermarkt einkaufen.

amerika war auch noch nie interresiert an einer €-währung, denn jetzt hat er konkurenz der $. er ist in karibikländern schon genauso gern gesehen wie der $. die ganze eu ist dem ami ein dorn im auge, weil wir eine zu grosse konkurenz geworden sind für ihn und er genau weis wir haben den soz. frieden als vorteil, auch wenn er uns viel kostet.
Antworten
jgfreeman:

Seltsam

 
07.01.04 19:29
...Wenn der jetzige Trend anhält, wird sich das Gefälle bis 2010 auf 4 Billionen Euro vergrößert haben - und das BIP der USA wird um 40 Prozent größer sein als das der EU.

...
Die Vereinigten Staaten haben höhere Beschäftigungsquoten und eine höhere Produktivität pro Arbeitnehmer. Die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten ist um fast 10 Prozent höher als in der EU. Die Produktivitätsquote in den USA liegt 20 Prozent über der europäischen.

www.britischebotschaft.de/de/news/items/031115.htm

---------------------------------------------

Schon lustig, da haben die USA (trotz weniger Einwohnern) einen enormen Abstand an Wirtschaftskraft... Und wir nörgeln über hohe Armut, weniger als 50% vom Einkommen!? Tja, dabei liegt das Einkommen pro Kopf in den USA wesentlich höher als in der EU.

Grüße,
JG

:-)
Antworten
54reab:

natürlich wird der unterschied mit

 
07.01.04 19:43
dem prokopfeinkommen mit den neuen eu-mitglieder noch größer werden. im schnitt wird die eu dann noch "ärmer" sein als heute ... und trotzdem eine positive leistungsbilanz (damit ist nicht das haushaltsdefizit gemeint) haben.

man vergleiche z.b. 1958 die usa mit frankreich oder deutschland
                   und mache heute nochmals den gleichen vergleich

man könnte noch wesentlich brutalere vergleiche bringen z.b. mit luxemburg (sind übrigens heute wesentlich reicher als die usa)

sollte z.b. mexiko in die usa aufgenommen werden, würde ich nicht behaupten, dass sich jetzt die wirtschaftliche perspektive der usa verschlechtert hätte.


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bogard:

@Abenteurer

 
07.01.04 19:46
Wenn man die Vergangenheit fortschreibt stehen wir am Beginn einer Hausse. Die beginnt wieder in den USA und erreicht verzögert den Euro-Raum. Die gleichen Instrumente werden eingesetzt und wenn alles gut läuft wird es auch so kommen. Hinzu kommen neue Konsummärkte wie der ehemaliger Ostblock und China. In Deutschland gehen langsam die Löhne und Lohnnebenkosten in die Knie. Fast alles steht auf grün. Aber einige Vorzeichen haben sich geändert. Die UdSSR besteht nicht mehr. Der Rüstungswettlauf ist zum Erliegen gekommen. Die daraus resultierenden Forschungserkenntnisse fallen z.T. weg und können somit nicht mehr in zivile Technologien eingesetzt werden. Wir haben jetzt den Euro-Raum und nicht mehr viele Einzelwährungen. Der Euro wird auf Dauer in direkte Konkurrenz zum Dollar treten, was weltweite Geschäfte auch in Euro möglich macht. Je mehr der Dollar fällt, um so wahrscheinlicher wird dieses Szenario und nicht Euro-Staaten werden den Euro auch akzeptieren. Gerade die mittelständische Exportwirtschaft wird hierauf verstärkt ein Auge legen. Denn bisher war es so das der mittelständische deutsche Spezialmaschinenbauer mit 80% Exportanteil in solchen Zeiten wegen eines schwachen Dollar schon mal aufgeben musste. Denke die Zeiten für die USA werden schwieriger werden.
Antworten
Abenteurer:

Es macht Spass mit Euch zu diskutieren!!

 
07.01.04 21:53
Lieber bogard, ich denke nicht das die Zeiten für die USA schwieriger werden folgendes Szenario stelle ich mir vor:

Die Notenbank druckt das Geld wie verrückt, die Zinsen sind im Keller und jeder der bis jetzt auf seine Hypothek sagen wir 8% bezahlt hat zahlt heute 4%. 4% ist ein gewaltiger Unterschied für jemanden der 300K USD an der Hacke hat. Wenn er jetzt also 4% weniger bezahlt, kann er sich für die anderen 4% noch einen Kredit leisten oder er steckt die Monatliche Ersparnis in den Konsum. Kein Wunder also, wenn die Verschuldungsrate steigt oder? Wenn ich also vorher 8% an die Bank abdrücken muss, heute nur noch 4% dann kann ich mir das Doppelte an Schulden leisten ohne, dass sich meine Kosten verändern.
Jetzt kommt noch ne fette Steuersenkung von Onkel Bush dazu und ich muss meine Dividenden (also meine Altersversorgung) nicht mehr versteuern. Geht es mir da schlechter?
Europa ist ein anders Kapitel, denn die Währungspolitik der EZB ist ja sparer-, aber nicht aktionärsfreundlich und so findet der Aufschwung im Euroraum zeitversetzt zum Aufschwung in den USA statt. Der, jedem Aufschwung folgende Abschwung, allerdings trifft der uns fast zur gleichen Zeit wie die USA, denn die sind ja direkt oder indirekt unsere Kunden.

Die Hausse hat begonnen und im Zuge des steigenden Optimismus auf beiden Seiten des Atlantiks wird die Wirtschaft sich erholen, hier wie da. Der USD wird dieser Entwicklung folgen, davon bin ich überzeugt.

Die FED macht das einzig vernünftige, den Geldhahn auf, und so fällt erst einmal der USD. Amerika wird konkurrenzfähiger und die EU tippelt hinterher. Klar die EZB hat kein Interesse die Zinsen weiter zu senken(auch wenn unsere Inflationsraten das alleine schon rechtfertigen würden) um auch die europäischen Aktienmärkte zu unterstützen.
Die EZB wird es aber müssen, den der USD wird sie zwingen. Zum Glück muss man sagen, denn wohin würde unser Wirtschaft laufen, würde man die Währungspolitik nur nach den Sparern ausrichten, wie es die EZB tut? Im Grunde genommen kann man sagen, dass Europa den USA immer hinterher läuft und dass auch weiter tun wird, es sei denn die EZB ändert ihre Währungspolitik, was nicht zu erwarten ist.

Mit der weitern wirtschaftlichen Entwicklung in den USA wird sich der USD erholen und der Euro wird da hin kommen wo er war.

Das der Euro den Dollar als Weltwährung ablöst oder ihm zumindest Konkurrenz macht sehe ich noch nicht, nicht weil er nicht das Potenzial dazu hat, nein eher weil die Lobby für den USD weit stärker ist. Die halbe Welt ist in USD verschuldet und wird es sicher auch noch eine Weile bleiben. Ich kenne auch nicht einen Rohstoff der in Euro gehandelt wird, ich kann mich täuschen also bitte klärt mich auf sollte ich mich täuschen.

Viele Grüße Abenteurer
Antworten
bogard:

@Abenteurer

 
07.01.04 22:24
Genauso war es bisher und so könnte es auch wieder sein. Meine Strategie ist so zumindest ausgerichtet. Aber ich habe mich lange gewundert warum in der EU und deren Ausweitung dieses Tempo vorgelegt wird. Gerade dieses Tempo bringt uns hier in Deutschland ja so in Bedrängnis. Auch die Einführung des Euro mit all seinen Risiken und das ohne das andere Strukturen wie Parlament, Angleichung der Steuersysteme, europaweite Gewerkschaften usw. haben mich viel grübeln lassen. Nur gestützt auf den Stabilitätspakt schien mir das Risiko viel zu hoch. Nun kann man ja unsere Politiker für dumm halten (schimpfe ja oft genug selber darüber) und die EZB-Banker auch, doch ein bisschen Blende von den ganzen Zusammenhängen haben sie auch. In der Vergangenheit waren sie aber immer ein Spielball der USA und mussten hinterherhecheln. Und so hat wie oben schon mal beschrieben so mancher exportlastige und eigentlich gesunde Mittelständler in so einer Situation die Segel streichen müssen und Grossunternehmen mit Einsparungen und Entlassungen darauf reagiert. Nimmt man noch die Länder hinzu die aufgrund von Inflationen sich an den USD koppeln mussten laufen sie ebenfalls Gefahr. Hier bin ich zwar kein Experte, aber soweit ich weiss rühren Argentiniens Probleme daher (Wenn jemand das bestätigen oder widerlegen kann wären Infos hierzu schön). Unter diesen Gesichtspunkten macht es plötzlich Sinn, dass der Euro, so wie er jetzt ist, eingeführt wurde. Und wer soll Staaten und Unternehmen vorschreiben, dass sie zukünftig ihre Rohstoffe (oder Geschäfte aller Art) nicht in der Währung abrechnen, die ihnen am meisten Sicherheit bietet.
Antworten
bogard:

Noch einige Anmerkungen zu obigen Pos.

 
08.01.04 00:41
@Abenteurer
Wenn die Deutschen ihre Sparbücher plündern und mehr auf Pump leben würden, wäre das für die Wirtschaft logischer Weise wünschenswert. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Sollten die USA mal ähnliche Probleme wie wir bekommen z.B. eine sehr hohe Arbeitslosigkeit bei ihrer schlechten sozialen Absicherung dann werden die privaten Schulden schnell zum Schneeball.
@310367a
Von unseren sozialen Systemen, so wie wir sie heute kennen, werden wir uns auf Dauer verabschieden können. Ob "reformierte" Systeme dann noch das leisten werden möchte ich stark bezweifeln. Denke auch das die pauschal gezahlten Lohnnebenleistungen weiterhin stark rückläufig sein werden und auf individuelle Leistung umgestellt werden. Insgesamt rechne ich in der BRD mittelfristig mit einem realen Kaufkraftverlust. Danach könnte das aber insgesamt zum Vorteil werden.
@Immobilienhai
Das mit dem EUR als Kriegsgrund habe ich auch mal gelesen. Schätze aber die wahren Kriegsgründe werden wir wohl nie ganz erfahren. Das Öl dabei jedoch eine grosse Rolle spielt steht für mich ausser Frage.
@54reab
Du scheinst auch im Detail sehr zahlensicher zu sein. Bei meinen Analysen beschränke ich mich meist aufs Grobe und eine Gesamtsicht der Dinge. Find ich jedenfalls beeindruckend wenn jemand so schnell die passenden Zahlen zur Hand hat.
@jgfreeman

In meinem Berufseben habe ich mit Amerikanern und amerikanischen Unternehmen einige Bekanntschaft gemacht. Bei Gesprächen mit Amerikanern kamen immer wieder zwei Fragen auf. Nämlich wie wir das mit unserer sozialen Absicherung machen und wo wir wieder unsere 30 Tage Urlaub verbringen. Die USA haben es bei all ihrer Stärke nie geschafft etwas ähnliches zu Stande zu bringen. Bei Urlaubszielen kam als Antwort des öfteren das sie in dieser Gegend keinen Urlaub machen würden, weil nicht gerne gesehen. Man sollte bei all dem nicht vergessen, das der Erfolg amerikanischer Unternehmen zum Teil auf der fehlenden sozialen Absicherung und der aggressiven (nicht nur militärischen) Aussenpolitik liegt. Und das könnte ihnen mal zum Verhängnis werden.
Antworten
310367a:

@ bogard

 
08.01.04 03:30
du schreibst


@310367a
Von unseren sozialen Systemen, so wie wir sie heute kennen, werden wir uns auf Dauer verabschieden können. Ob "reformierte" Systeme dann noch das leisten werden möchte ich stark bezweifeln. Denke auch das die pauschal gezahlten Lohnnebenleistungen weiterhin stark rückläufig sein werden und auf individuelle Leistung umgestellt werden. Insgesamt rechne ich in der BRD mittelfristig mit einem realen Kaufkraftverlust. Danach könnte das aber insgesamt zum Vorteil werden.



natürlich gehört das system reformiert, wie schon beschrieben solche sachen wie mit FLORIA-BOIDL und viele andere ungerechtigkeiten.

weiteres schreibst du auch , dass sich die amis immer über unser system wundern.klar, auf den ersten blick scheint auch das system von den amis (alle versicherungen und pensionsrückstellungen privat) gut zu funktionieren.
das ist aber nicht so.

private versicherungen , dass ist auch bei uns so, sind natürlich gewinnorientiert.d.h. sie müssen mehr einnehmen als sie ausgeben. fliegst du aus einer solchen vers. mit 55 jahren raus, was glaubst du welche beiträge du bei der nächsten mit diesem alter zahlst.
da bist du in einer  der höchsten risikostufe die es gibt und dann wirds teuer, wemm du es dir überhaupt noch leisten kannst.

die ganzen sonderzahlungen, der bezahlte urlaub, der bezahlte krankenstand usw. sind bei uns schon immer auf den konsumpreis aufgerechnet worden. und es hat funktioniert.
von so was können die amis nur träumen.nur wir befinden uns in einer spirale nach unten. der momentane schlechte markt stellt sich aus zu vielen firmen für zu wenig arbeit zusammen

das motto ´GEIZ IST GEIL hilft uns konsumenten nur bedingt. um so weniger spanne beim gewinn der unternehmen , umso mehr wird auch bei den arbeitern gespart.
es gibt keine prämien mehr(auch hier ist geiz geil) somit kann ich auch weniger ausgeben.gibt der konsument weniger aus, muss auch weniger prodiziert werden. also weniger arbeit.der trend geht auch in die billiglohnländer.
begründung: wir können uns die teuren arbeitsplätze in brd. nicht mehr leisten. blödsinn. wir haben sie uns auch jahrzehnte leisten können, auf einmal innerhalb von drei jahren soll das nicht mehr gehen.

natürlich müssen auch die regierungen umdenken, die lohnkosten sind teuer bei uns. aber das waren sie schon immer.
aber nein, bevor wir unseren standard halten verschlechtern wir ihn uns und dann sind wir ja schon dort wo uns der ami haben will, gleichgesetzt mit seinem maroden SOZIALSYSTEM  
Antworten
Karlchen_I:

Fakt ist: Irgendwer muss massiv Dollars verkaufen

 
08.01.04 05:01
und in den Euro einsteigen - sonst geht das alles nicht.

Eine andere Truppe muss die Ami-Aktien kaufen, denn die Abwertung des Dollars passt nicht zum Höhenflug des Dow (das werden wohl die Amis selbst sein).
Antworten
bogard:

@310367a

 
08.01.04 05:18
Eigentlich sind wir mit dem Thema im falschen Thread. Natürlich halte ich unser Sozialsystem insgesamt besser als das in den USA. Wenn wir es so hätten aufrecht erhalten wollen, wäre das nur möglich gewesen wenn nach der Wiedervereinigung eine Insellösung (wie die Schweiz) angestrebt worden wäre. Sprich raus aus der Nato und EU. Nachdem die Landschaften im Osten nicht blühen wollten hätten schon da die Sozialsysteme an die neuen Verhältnisse angepasst werden müssen. Der Weg war aber der über die EU inclusive Osterweiterung und Euro. Ein Angleich der einzelnen Mitgliedsländer ist somit unvermeidbar und für uns heisst das erstmal nach unten. Wie stark das ausfällt hängt entscheidend von der jetzigen Politik und der wirtschaflichen Entwicklung in Osteuropa ab. Europäisch denken wird immer angesagter. So wie in den USA wo viele ihre private Altersversorgung nicht in den Griff kriegen und im (deutschen) Rentenalter für ihren Lebensunterhalt noch arbeiten müssen kann nicht die Lösung sein. Auf dem Weg zur Neuordnung wird es in Deutschland auch Verlierer und Zustände, die wir uns nicht wünschen, geben. Da bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher. Mittel- bis langfristig sehe ich auch im sozialen Bereich aber gute Chancen, auch wenn es nicht mehr die all inclusive Variante ist.
Antworten
bogard:

@Karlchen

 
08.01.04 05:30
Der Anstieg der Aktien ist für mich klar, da aufgrund der niedrigen Zinsen (Faktor Geld ist positiv) das Geld wegen besserer Renditeaussichten jetzt wieder in Aktien fliesst. In Euroland wie in den USA. Die Währungsexperten hier im Board meinen zum fallenden Dollar, dass die Zentralbanken ihre Währungsreserven in Dollar vermindern und dafür Euros kaufen.
Antworten
Abenteurer:

Hab gerade nicht so viel Zeit,

 
08.01.04 17:37
nur kurz: @Karlchen_I Klar passt die Abwertung des USD und der Höhenflug an den Märkten der USA zusammen. Aktien sind wenn man es genau betrachtet Sachwerte, und einmal von dem vielen Geld, was es durch die expansive Politik der FED gibt und sowieso zu Teil in die Märkte läuft abgesehen, kauft man Sachwerte bei einer „Entwertung“ der Währung.

@Bogard besser hätte ich es nicht beschreiben können.
Viele Grüße
Abenteurer
Antworten
54reab:

Euro-Hoch lässt Zentralbank kalt.

 
09.01.04 10:19
im gegensatz zu manchen volkswirten, politiker und analysten, dreht die zentralbank nicht an den zinsen wegen der aktuellen us-$-schwäche. eine wichtiger grund für die einführung des € waren situationen wie wir sie gerade erleben. früher wurde dabei der eu-binnenmarkt total durchgeschüttelt und nichts stimmte mehr - sogar die agrasubventionen mussten neu justiert werden. der schaden der im binnenmarkt entstand war wesentlich größer wie eventuelle exportprobleme aus der eu. eine großer markt mit eigener währung wird wesentlich unempfindlicher gegen währungsturbulenzen. die €-gegner sind deshalb inzwischen verstummt und sogar die briten überlegen ernshaft dem € beizutreten.
__________________________________________________
Unveränderte Leitzinsen

Euro-Hoch lässt Zentralbank kalt


Trotz des starken Anstiegs des Eurokurses hat die EZB die Leitzinsen bei zwei Prozent belassen. Die Währungshüter teilen die Sorgen aus der Politik über ein Abbremsen des Aufschwungs durch die vom Euro verteuerten Ausfuhren nicht.
Von Helga Einecke

(SZ vom 09.01.04) - Mit Spannung warteten Devisenhändler am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rats auf eine Reaktion zum jüngsten Anstieg des Eurokurses über 1,28 Dollar.

Zentralbank-Präsident Jean-Claude Trichet sagte, die Entwicklung des Wechselkurses habe zwar Auswirkungen auf die Exporteure in der Eurozone. Diese Auswirkungen würden aber durch die wachsende weltweite Nachfrage ausgeglichen.

Allerdings wiederholte Trichet sein zuvor mehrfach geäußertes Bekenntnis zu einem starken Euro nicht. Dagegen sagte er: „Wir mögen exzessive Turbulenzen und Volatilität an den Märkten nicht.“

Euro am Nachmittag über 1,27 Dollar

Der Devisenhandel ignorierte diese Bemerkung und setzte den Kurs des Euro am Nachmittag auf über 1,27 Dollar fest , nachdem es am Morgen noch weniger als 1,26 Dollar waren.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung zeigte sich Trichet optimistisch. Das Wachstum nehme weltweit zu. In der Eurozone werde sich der Aufschwung im Laufe des Jahres verstärken. Auch die Ausfuhren der Eurozone dürften weiter wachsen. Der private Verbrauch werde durch die verbilligten Einfuhren gestützt.

Die EZB rechnet damit, dass der Anstieg der Lebenshaltungskosten 2004 unter die Marke von zwei Prozent fällt. Die wachsende Geldmenge sei kein Grund zur Sorge, solange der wirtschaftliche Aufschwung moderat bleibe.

ideale Startbedingungen

Das Umfeld in Europa biete wegen des geringen Anstiegs von Löhnen, Inflation und Zinsen sowie der Existenz von Spargeldern und Kapital ideale Startbedingungen für eine wirtschaftliche Dynamik. Es fehle lediglich an Zuversicht.

Nicht Zuversicht, sondern Sorgen sind der Tenor eines Berichts des Internationalen Währungsfonds (IWF). Er warnt vor einem abrupten Rückgang des Dollarkurses. Wenn die USA nicht tätig würden, könnte sich das Problem verschärfen. Bisher sei die Bewegung zwar in geordneten Bahnen verlaufen.

Aber in der Euro-Zone und in Japan würden Entscheidungen schwieriger, zumal die beiden Währungsräume nur begrenzte Reaktionsmöglichkeiten hätten.

Absprachen möglich

Das ist deshalb bemerkenswert, weil beim IWF die Fäden der globalen Währungspolitik zusammenlaufen und unter seinem Dach Absprachen möglich sind.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement erhoffte sich ein Zinssignal von der EZB, weil der hohe Euro ein Risiko für die Wachstumsprognose der Bundesregierung sei.

Der belgische Regierungschef Guy Verhofstadt forderte die EZB auf, die Leitzinsen zu senken, wenn sich der Höhenflug des Euro fortsetzt.

Der EU-Handelskommissar Pascal Lamy meinte:„Wir nähern uns der Zone, wo es Probleme geben könnte.“ Allerdings habe die Abhängigkeit der Euro-Ländern von Währungsschwankungen deutlich abgenommen. 90 Prozent der Wirtschaft sei davon nicht betroffen.

Potenzielles Risiko

Dagegen sieht Jürgen Stark, Vizepräsident der Bundesbank, im Wechselkurs ein potenzielles Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung, sofern sich Geschwindigkeit und Ausmaß der Euro-Aufwertung fortsetzen.

Bundesbankpräsident Ernst Welteke nannte den Eurokurs einen Marktpreis, der von Notenbanken nicht beeinflusst werden könnte.

Die japanische Notenbank versucht seit geraumer Zeit, den Auftrieb des Yen gegenüber dem Dollar mit Interventionen abzubremsen. In den ersten beiden Tagen dieser Woche soll sie umgerechnet 22,5 Milliarden Euro dafür eingesetzt haben. Im Gesamtjahr 2003 waren es umgerechnet rund 150 Milliarden Euro.

Am Donnerstag wurde der Dollar mit 106 Yen gehandelt. Zu Interventionen äußert sich die Europäische Zentralbank im Gegensatz zur japanischen Notenbank nicht.

"Interventionen jederzeit möglich"

Trichet hatte aber vor kurzem in einem Interview gesagt, Interventionen seien jederzeit möglich. Der EZB-Präsident wollte am Donnerstag nicht sagen, ob der Rat über eine Leitzinssenkung diskutiert hat.

Ein Thema war dagegen eine mögliche Klage der EU-Kommission wegen der Nichteinhaltung des Stabilitätspakts durch Deutschland und Frankreich. Währungskommissar Pedro Solbes hatte an der Sitzung teilgenommen und den Stand der Dinge erläutert. Die EZB selbst wolle sich zu dem Thema nicht äußern, hieß es.

Quelle: Süddeutsche Zeitung


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bogard:

Die erste Aussage

 
09.01.04 10:36
der EZB die ich gehört habe lautete das bis 1,35 alles im grünen Bereich sei. Da ich die Herren der EZB für sehr konservativ halte, wird da vorher auch wohl nicht viel passieren, ausser der Druck von Unternehmen und Politik wird massiver.
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54reab:

je größer der öffentliche druck

 
09.01.04 11:01
(politik, unternehmen, ..:), desto geringer die reaktionen der ezb auf den €-anstieg. sie muß ihre unabhängigkeit beweisen!

was könnte sie schon tun? die kurzfristigen zinsen weiter senken? würde wahrscheinlich kaum auswirkungen haben. us-$ kaufen? es gibt schreklich viele $. dabei kann einem die puste aushehen und die eu ist auch nicht japan mit deren problemen. japan hat, als größter gläubiger der usa, sehr viel zu verlieren. ihre gerade im genesungsprozess befindlichen banken, könnten durch einen weiteren verfall des $ gegenüber dem yen, den genickschuss verpasst bekommen.


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bogard:

Die zweite Frage die sich stellt

 
09.01.04 11:16
ist wie lange die USA dieses niedrige Zinsniveau noch halten können und ob die EZB bei einer Erhöhung auch gleich mitzieht.
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54reab:

der ezb können die zinsen in den usa

 
09.01.04 11:26
wurscht sein. sie braucht nur die  geldmenge, die inflation und das wachstum zu beachten. den usa ist es doch auch wurscht, wo der € steht. dazu hat man ja einen großen währungsraum.

wir sind immer noch zu stark auf die usa fixiert. typisch dafür sind die aktienmärkte. das perverse verhalten der aktienmärkte muß allerdings nicht noch von allen anderen märkten kopiert werden. natürlich kann man die riesige wirtschaftsmacht usa nicht ignorieren. man braucht allerdings auch nicht jeden unsinn zu kopieren. unsere kurzfristigen zinsen sind höher als in den usa. die mittelfristigen und langfristigen zinsen sind niedriger als in den usa. letztere sind für die wirtschaftliche entwicklung wichtiger. die ezb hat sich also schlauer angestellt ...



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bogard:

@54reab

 
09.01.04 14:15
Ganz so einfach sehe ich die Sache nicht. Die US-Wirtschaft wird eher anspringen und durch den billigen USD Vorteile im Exportmarkt und in ihrem Binnenmarkt haben. Für Deutschland kann man zwar die verbilligten Einfuhren gegen teurere Ausfuhren aufrechnen, aber unser Problem ist die hohe Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsplätze werden aber beim Export geschaffen. Je kleiner die Gewinnmarge umso weniger Investition. Die entscheidene Frage ist für mich wie groß die Schere wird und vor allem wie lange sie anhält. Die z.Z. laufenden Exporte werden wohl weitestgehend abgesichert sein. VW z.B. rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit Einbussen von rd. 1 Millarde nur im Bereich der in Deutschland produzierten und in China verbauten Autoteile. Die Konsequenz ist eine noch grössere Verlagerung der Produktion nach China. Das wir uns psychologisch viel zu abhängig von den USA machen sehe ich auch so, allerdings halte ich den Euroraum politisch noch zu vielsprachig als die Dinge in voller Ruhe zu betrachten.
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Abenteurer:

@54reab

 
09.01.04 17:09
Ich darf Dich korrigieren, die EZB muss sich nicht um das Wachstum kümmern!
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54reab:

us-export und ezb

 
10.01.04 11:22
... Die US-Wirtschaft wird eher anspringen und durch den billigen USD Vorteile im Exportmarkt und in ihrem Binnenmarkt haben. ...

damit man exportieren kann, muß man in der lage sein die notwendigen produkte anzufertigen. so waren z.b. die us-einfuhrzölle auf stahl ein schlag in die eigene kniekehle. viele spezialstähle, auf denen 30% einfuhrzoll verlangt wurde, wurden gar nicht in den usa hergestellt. die aktion verteuerte nur us-fertigprodukte. ich glaub auch nicht, dass die europäer jetzt in massen auf in den usa herstellten pkw's herfallen werden. es rächst sich jetzt die immer stärkere verlagerung der fertigung ins ausland. z.b. textilien und elektronik aus asien ... dienstleistungen sind schwehr exportierbar.

... Für Deutschland kann man zwar die verbilligten Einfuhren gegen teurere Ausfuhren aufrechnen, aber unser Problem ist die hohe Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsplätze werden aber beim Export geschaffen. Je kleiner die Gewinnmarge umso weniger Investition. ...

unsere exporte nach usa und in den us-$-raum kann man vergessen. der größte anteil unserer exporte landet im €-raum und sind damit, im währungssinne, keine exporte. setzt man sich diese brille auf, ist deutschland keine große exportnation mehr. vom rest geht ein erklecklicher anteil in die restliche eu und in die beitrittsländer. natürlich werden einige wenige deutschte industriebetriebe schwierigkeiten bekommen (pkw-exporte in die usa). betrachtet man diese schwierigkeiten relativ zur gesamten volkswirtschaft, werden sie nicht sehr groß werden. andere große deutsche exportkonzerne haben inzwischen erkleckliche betriebe in den usa und hedgen die währungsverschiebungen damit automatisch intern.

... VW z.B. rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit Einbussen von rd. 1 Millarde nur im Bereich der in Deutschland produzierten und in China verbauten Autoteile. ...

china stellt sicherlich ein spezielles problem dar. die chinesische währung müsste längst erheblich aufgewertet haben (handelbilanz- und leistungsbilanzüberschüsse). sie wird künstlich auf $-parität gehalten. hier muß man eingreifen. entweder die chinesen ändern ihre währungspolitik oder man muß zu klassischen methoden greifen: einfuhrzölle in einem erheblicheren umfang.

... die EZB muss sich nicht um das Wachstum kümmern!

natürlich muß sich die ezb nur um die währung und deren stabilität kümmern. die letzte zinssenkung hätte also nicht erfolgen dürfen (inflation über 2%). in der letzten pressekonferenz hätte es keine aussagen zur relation zum us-$ geben dürfen. ich sprach: "... sie braucht nur die  geldmenge, die inflation und das wachstum zu beachten. ...". ich kann mir nicht vorstellen, dass die mitglieder des ezb-rats, derartiges (wachstum) geschehen aus ihren köpfen verbannen können - unabhängig von allen regeln. den getroffenen entscheidungen kann man dann beliebige interpretationen mitliefern. wie schon geschehen.


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Bronco:

Karlchen hats kurz und Bündig genannt:

 
10.01.04 13:01
Soll die Rechnung der Amis aufgehen, so muß weiterhin ständig jemand Dollares verkaufen. Das heißt aber, daß die Amis entweder ihre Importe noch weiter ausdehnen müssen, oder aber  verstärkt ihre eigenen Aktien kaufen und ausländische Investoren auslösen müßten, um so Dollares auf den Markt zu schmeißen. Von welchem Geld ? - Sie müßten in beiden Fällen die Notenpresse heißlaufen lassen, denn ein Anstieg der Exportquote würde ja die weitere Abwertung des Dollar zum Erliegen bringen. Somit geht der Schein-Boom weiter und die Blase wird weiter aufgeblasen, bis jemand merkt, daß es für den Dollar real nichts mehr zu kaufen gibt und ihn als Gegenwert für echte Güter, Dienstleistungen oder Beteiligungen nicht mehr akzeptiert. - Der Rest der Geschichte sollte bekannt sein.
... Nicht ganz: Für die USA gibt es immer noch den militärischen Ausweg. Nur deshalb können sie sich mit einer Verschuldungsquote wohlfühlen, bei denen der brasilianische Finanzminister bereits feuchte Augen bekäme.

Wie wärs im umgekehrten Fall ? - Die Amis würden versuchen, ihre Haushalte öffentlich wie privat zu konsolidieren. Tja, dann weinen aber die Exportnationen: Nicht über den Stop des Dollarverfalls, sondern erstens weil eben unseren Exportüberschüssen irgendwo entsprechende Defizite gegenüberstehen müssen (die Welt als Ganzes ist ein abgeschlossener Wirtschaftsraum) und zweitens weil dann die Illusion der geschaffenen Werte in den Exportnationen eben gleich platzt. Was steht denn den jahrzehntelangen Überschüssen an gelieferten realen Gütern und Dienstleistungen gegenüber: Zahlungsversprechen (Verbindlichkeiten der Defizitstaaten, vor allem USA), Beteiligungen an US-Unternehmen mit sagenhaften Bewertungen (KBVs im Schnitt bei 4,5 !) und gigantischen Schulden und Visionen in Form von Kontrakten und Lizenzen. Nur eines nicht:
Reale Güter und Sachvermögen, denn sie haben ja immer weniger geliefert als erhalten und die Sparquoten waren öffentlich wie privat negativ (also auch keine Gegenwerte angehäuft). Verbraten, verpulvert, verschwendet.

Alternativen ? - Keine !

Der DJ ist schon wieder in der Nähe der Jahrtausendwende-Kursstände. Die Blase in USA ist noch nicht geplatzt - ausgebadet haben die kurze Delle die Europäer und Asiaten (und sich davon noch nicht erholt). Wenn es bei den Amis diesmal tatsächlich kracht, sind wir wieder dabei. Schön blöd !
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54reab:

Wer den Dollar in die Knie zwingt

 
12.01.04 12:53
Wer den Dollar in die Knie zwingt

Stunde der Spekulanten


Die Scheichs klopfen den Dollar weich. Das ist vielleicht die spektakulärste Theorie hinter dem Kursrutsch der Weltleitwährung.
Von Martin Hesse - (SZ vom 12.01.2003)

  Demnach verschieben Milliarden schwere Investoren aus den Golfstaaten seit Monaten Vermögen von den USA nach Europa, weil ihnen die Irak-Politik von Präsident George W. Bush nicht passt. „In jeder Bank hat man davon gehört, aber keiner kann das Gerücht bestätigen“, sagt Wolfgang Stobbe, Vorstand des Devisenbrokers Ibas.

Die Wirklichkeit ist komplizierter. Doch dass reiche Araber sich wie viele andere Anleger vom Dollar abwenden, ist plausibel – aus rein ökonomischem Kalkül: Wer fürchtet, mit einer Währung Geld zu verlieren, verkauft sie, und trägt damit zur Erfüllung der Prognose bei. Doch wer verkauft wirklich Dollars und wohin fließt das Geld?

Ein Kandidat sind die Notenbanken. Sie halten weltweit – ohne Gold – Währungsreserven von insgesamt 2,9 Billionen Dollar. Mit Abstand die wichtigste Reservewährung ist der Dollar. Doch seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 haben sich die Gewichte leicht verschoben.

Hielten Notenbanken nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) Ende 1999 nur 12,7 Prozent ihrer Reserven in Euro, ist der Anteil bis Ende 2002 auf 18,7 Prozent gestiegen. Die Dollar- und Yen-Reserven schrumpften dagegen (Grafik). Devisenexperten deutscher Großbanken vermuten, dass sich der Trend zugunsten des Euro fortgesetzt hat.

Dennoch: „Die Umschichtungen der Zentralbanken sind nicht ausschlaggebend für die jüngste Entwicklung an den Devisenmärkten“, sagt Ulrich Wortberg, Währungsstratege bei der DZ Bank.

Die Zentralbanken Chinas und Japans haben ihre Dollar-Reserven zuletzt sogar erheblich aufgestockt. China hat die heimische Währung an den Dollar gekoppelt und muss den Yuan durch Dollarkäufe künstlich niedrig halten. Wie China ist auch Japan daran interessiert, die eigene Währung nicht zu stark werden zu lassen, um die Exportwirtschaft zu entlasten.

Die Bank of Japan hat 2003 etwa 188 Milliarden Dollar eingesetzt, um den Yen-Anstieg zu bremsen. Vor allem deshalb schwollen die gesamten Reserven Japans nach Schätzungen des IWF bis Ende 2003 auf rund 660 Milliarden Dollar an. 1999 waren es 287 Milliarden Dollar gewesen.

Asiaten stopfen das Loch

Andere Zentralbanken haben dagegen ihre Eurobestände zulasten des Dollar erhöht. Dazu zählen Taiwan und Südkorea. Aber auch Mittel- und Osteuropäer halten wegen des bevorstehenden EU-Beitritts und der zunehmenden Handelsverflechtung immer mehr Euro. „Es bleibt aber dabei, dass der Dollar die wichtigste Handelswährung ist. Die Verschiebungen im Welthandel sind nicht maßgeblich für die jüngsten Währungsbewegungen“, sagt Bastian Hepperle, Devisenexperte bei der WestLB.

Den USA ist die Währungspolitik Japans und Chinas ein Dorn im Auge, weil sie die amerikanische Industrie im Wettbewerb gegen die asiatische Konkurrenz benachteiligt. Andererseits stopfen die Asiaten durch ihre Dollarkäufe das Loch in der amerikanischen Leistungsbilanz. Die Commerzbank rechnet, dass die USA täglich 1,5 Milliarden Dollar ins Land holen muss, um die Lücke zu schließen, die entsteht, weil die Amerikaner mehr konsumieren als sie produzieren.

Bis vor kurzem schlossen vor allem private Investoren durch ihre Wertpapierkäufe die Lücke: Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter, Versicherungen, Pensionskassen. Nach Zahlen der DZ Bank flossen im Jahresdurchschnitt 2003 jeden Monat 58 Milliarden Dollar an Finanzinvestitionen in die USA, vier Fünftel kamen von privaten Investoren.

Im Herbst ebbte der Geldzufluss jedoch deutlich ab: Im September wurden insgesamt nur noch 16 Milliarden Dollar investiert, elf Milliarden davon stellten Zentralbanken. Die WestLB schätzt, dass mittlerweile die Notenbanken Chinas und Japans drei Viertel des US-Leistungsbilanzdefizits finanzieren.

Zwar fließt nach Einschätzung des Devisenbrokers Stobbe noch immer mehr Anlagekapital von Europa in die USA hinein, als abgezogen wird. Doch es wird weniger. Hinzu kommt, dass auch viele Amerikaner mittlerweile lieber im Ausland investieren, als im eigenen Land: „Die Amerikaner legen 1,2 Mal so viel in ausländischen Aktien an wie in amerikanischen“, sagt Stobbe.

Kurzfristiges Kalkül

Das dürfte vorläufig so bleiben, glauben Investmentbanker. „Der schwache Dollar könnte ausländische Investoren veranlassen, von amerikanischen in Wertpapiere anderer Länder umzuschichten. Dies würde den Dollar weiter schwächen und weitere Verkäufe von US-Anlagen auslösen“, schreiben die Strategen von J.P. Morgan in einer Studie mit Blick auf das neue Jahr.

Dies werde aus zwei Gründen vor allem amerikanische Aktien treffen: Erstens sicherten sich institutionelle Anleihen-Käufer häufig am Terminmarkt gegen Währungsrisiken ab, bei Aktien sei das weniger der Fall. Zweitens dürften die asiatischen Zentralbanken weiterhin Dollar-Anleihen kaufen, um den Kursrutsch der US-Devise zu bremsen.

Die Aktienanleger investieren dagegen zunehmend in Europa und Japan, zumal der amerikanische Aktienmarkt im Vergleich als höher bewertet und damit riskanter gilt. Die Tokioter Börse registriert daher seit rund acht Monaten regelmäßig Nettozuflüsse aus dem Ausland. Gegenüber Europa bietet Japan aus Anlegersicht den Vorteil, dass die Wirtschaft dort stärker vom kräftigen Wachstum Chinas profitiert.

Für das zunehmende Tempo der Dollar-Abwertung sind nach Meinung der Marktbeobachter jedoch nicht mittelfristig orientierte Investoren verantwortlich, die aufgrund von Zinsunterschieden und bestimmten Wachstumserwartungen in Aktien oder Anleihen anlegen. „Da ist sehr viel kurzfristige Spekulation im Spiel“, sagt der Devisenexperte Wortberg. Vor allem Hedge-Fonds und die Eigenhändler der Banken wetten auf den Abwärtstrend des Dollar.

In die Karten spielten ihnen die Finanzminister der G7 bei ihrem Treffen in Dubai. Im September sprachen sich dort die Vertreter der führenden Wirtschaftsnationen für flexible Wechselkurse aus. Für Spekulanten bedeutete das im Klartext: Den USA wäre eine Abwertung des Dollar recht, um die seinerzeit lahmende Konjunktur anzukurbeln und schließlich über einen schwächeren Dollar die Leistungsbilanz ins Gleichgewicht zu bringen.

Daher lohnte es sich, auf einen fallenden Dollar zu spekulieren. Am zweiten Februarwochenende treffen sich die G7-Finanzminister in Florida. Sie wollen über die Wechselkurse sprechen. Spätestens dann wird es wieder spannend für die Währungsjongleure.
__________________________________________________

resume: japan und china finanzieren das leistungsbilanzdefizit der usa - nur um ihre währungen niedrig zu halten. in japan mit immer geringerem erfolg. gut, dass die ezb die nerven behält und nicht in einen unsinnigen aktionismus verfällt. überrachend für mich ist, dass die us-amerikaner der europäischen wirtschaft inzwischen mehr zutrauen als der us-amerikanischen und bevorzugt europäische aktien kaufen.


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54reab:

USA und EU streiten

 
14.01.04 11:52
Aus der FTD vom 14.1.2004
USA und EU streiten über Dollar

Der anhaltende Höhenflug des Euro wird zu einer Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Deutschland und Frankreich fordern ein Signal der Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) bei ihrem nächsten Treffen im Februar.


Wie tief der Dollar noch fällt!? 1336768
ZoomUS-Notenbankchef Alan Greenspan
Es soll den rapiden Anstieg des Euro stoppen. US-Notenbankchef Alan Greenspan dagegen spielte am Dienstag in Berlin das Wechselkursverhältnis herunter. Nach den verbalen Interventionen der europäischen Regierungschefs und Geldpolitiker der vergangenen Wochen markieren die Äußerungen Greenspans einen Kontrapunkt. Er signalisierte, dass die USA den Dollar-Fall weder mit mahnenden Äußerungen noch mit Eingriffen an den Devisenmärkten stoppen werden: "Sicherlich, die Exporteure der Euro-Zone sind unter beachtlichem Druck, aber in den vergangenen Monaten sind die Kreditrisiken gesunken und die Aktienkurse haben angezogen."

Der von Ökonomen und Devisenexperten ausgemachte Hauptgrund für die Dollarschwäche, das hohe Defizit in der US-Leistungsbilanz, sei derzeit kein Grund zur Sorge, sagte Greenspan. "Es gibt im Moment kaum Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Finanzierung des US-Leistungsbilanzdefizits." Bei Investoren wächst dagegen die Furcht, dass das Ausland das hohe Defizit nicht mehr finanzieren wird. Die niedrige Inflationsrate in den USA nannte Greenspan zudem als Indiz gegen einen schwachen Dollar.

EZB beobachtet Auswirkungen

Seit September 2003 treibt der Euro gegen den Dollar von einem Tageshoch zum nächsten. Die Währung wertete seitdem um gut 16 Prozent auf. Der Anstieg des Euro könne den Wirtschaftsaufschwung bremsen, sagte am Dienstag der Präsident der Deutschen Bundesbank, Ernst Welteke. Die EZB beobachte die Auswirkungen des Wechselkurses sehr sorgfältig.

Am Montag hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, die Schwankungen an den Devisenmärkten als "brutal" bezeichnet. Die EZB sei besorgt. Nach diesen deutlichen Äußerungen war der Kurs leicht gesunken. Die unterschiedlichen Signale der Politik verwirrten allerdings am Dienstag die Finanzmärkte: Der Euro notierte am Abend fast unverändert bei 1,2747 $.

Frankreichs Finanzminister Francis Mer forderte ein klares Signal der Finanzminister Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Japans, Kanadas und der USA beim G7-Gipfel. "Wir werden das nächste Mal in Florida versuchen, unter welchen Bedingungen wir ein richtiges Signal an die Märkte senden." Auch eine Zinssenkung der EZB um 100 Basispunkte auf das Niveau des US-Leitzinses von 1,0 Prozent reiche nicht aus, den Euro-Höhenflug zu stoppen. Bundeskanzler Gerhard Schröder drückte bei seinem Treffen mit Greenspan am Dienstag ebenfalls seine Sorge aus und forderte die EZB indirekt auf, eine Zinssenkung zu erwägen.

USA sieht keinen Handlungsbedarf

Eine gemeinsame Erklärung der G7 wird aber schwierig zu erzielen sein. Aus Kreisen der G7 verlautete, beide Seiten seien sich in der Bewertung der Wechselkursentwicklungen uneins. Die USA sähen im Gegensatz zu den Europäern keinen Handlungsbedarf. Die Haltung Greenspans unterstützte diese Einschätzung. Aus den Reihen der Europäer hieß es, bei den Vorbereitungsgesprächen über das Abschlusskommuniqué sei deutlich geworden, dass die USA wenig Interesse an Formulierungen hätten, die den Dollar in die Höhe treiben könnten.

Im September beim letzten G7-Treffen in Dubai hatten die Finanzminister und Notenbankgouverneure ein Kommuniqué verabschiedet, das darauf abzielte, die Belastungen aus der Wechselkursentwicklung auf die USA, Europa und Asien zu verteilen. Das Signal kam damals an den Märkten an, allerdings ging der Kursrückgang der US-Währung in der Zwischenzeit vor allem zu Lasten des Euro. Der japanische Yen wertete dagegen in geringerem Maße auf. "Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir den Märkten signalisieren müssten: Langsam reicht es", hieß es jetzt aus Kreisen der G7. Den Amerikanern kommt der niedrige Dollar-Kurs jedoch im Präsidentschaftswahljahr gelegen, da er die Wirtschaftsentwicklung stützt.

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54reab:

EURO/ US $ - 1,2569 US $

 
20.01.04 18:18
EURO/ US $ - 1,2569 US $

Aktueller Tageschart (log) seit August 2003. (1 Kerze = 1 Tag).

Kurz-Kommentierung: Der EURO/US $ steigt heute steil an, nachdem gestern das erweiterte Idealziel bei 1,2315 fast erreicht wurde (1,2331). Da das Idealziel erreicht worden ist, ist es durchaus denkbar, dass die Zwischenkorrektur sich bereits ihrem Ende zuneigt. Es ist schon erstaunlich wie stark sich die Devisenhändler an charttechnischen Key Levels orientiert. Die 1,2315 stellt einen massiven charttechnischen Unterstützungsbereich dar.

Tageschart (log):

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1346450

Chart erstellt mit Tradesignal



© GodmodeTrader
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bogard:

Die Ökonomen wissens

 
22.01.04 19:06
Aus der FTD vom 23.1.2004 www.ftd.de/fricke
Kolumne: Davoser Meinungstreiben
Von Thomas Fricke, Davos

Die Ökonomen streiten über den Devisenmarkt und verabschieden sich von alten Tabus.

In Davos gibt es derzeit mindestens so viel Schnee wie Ideen hochkarätiger Ökonomen dazu, wie der akute oder drohende Dollar-Absturz zu deuten ist. Vor allem zu der Frage, ob, wann und wie die großen Notenbanker und Finanzminister der Welt dagegen angehen sollten. Geschneit hat es zum Start des Weltwirtschaftsforums binnen weniger Stunden 50 Zentimeter. Die Zahl der zum Devisenproblem geäußerten Ideen ist nicht gemessen worden, dürfte aber bereits im unteren zweistelligen Bereich gelegen haben: Von Radikalforderungen nach sofortigem Gegensteuern bis zu gelassenen Wait-and-See-Statements - für jeden scheint etwas dabei.

Ein Teil des Gefälles mag durch Nationalität und Wohnort des jeweiligen Ökonomen oder Politikers zu erklären sein. Natürlich kommt die Dollar-Abwertung an sich zumindest jenen meist nicht europäischen Befragten ganz gelegen, die George W. Bush nach den Wahlen im November gerne noch als Präsidenten hätten. So dem heimlichen Kandidaten auf eine Greenspan-Nachfolge, Martin Feldstein. Oder dem Chef von Merrill Lynch und ehemaligen IWF-Ökonomen Jacob Frenkel. Klar: Die schwache Währung hilft Export und Konjunktur, und das könnte im Wahljahr 2004 wichtig sein, wenn Konjunkturstützen wie die seit Monaten wirkenden Steuersenkungen ausbleiben.

Das babylonisch wirkende Sprachengewirr zum vermeintlichen Devisendebakel zeigt jenseits solcher Interessen aber vor allem eins: dass Ökonomen heute bei kaum einem Thema so aufgeschmissen wirken wie dann, wenn es darum geht, das Auf und Ab der Wechselkurse nachvollziehbar zu erklären.

Gegensteuern ist hipp

Klar ist nur: dass der Glaube an die Rationalität der Devisenmärkte dahin ist, ebenso wie das lang gehegte Ökonomen-Leitmotiv, wonach es als weise gilt, dem vermeintlich rationalen Devisenspiel in Ehrfurcht zuzusehen. Gegensteuern ist wieder hipp.

Wer sich bei Experten zum erstaunlichen Höhenflug des Euro umhört, bekommt von den einen mit großem Selbstbewusstsein erläutert, dass das ganz einfach an den Zinsdifferenzen liegt. In den USA liegen die Sätze für kurzfristig angelegtes Geld derzeit bei einem Prozent, in Europa bei zwei.

Man wäre ja blöde, da nicht Euro zu kaufen, klingt logisch. Fragt sich nur, warum dann der Euro nicht viel früher stark war. Das Phänomen, dass es in den USA weniger Zinsen gibt, gab es schon früher. Das könnte wiederum erklären, warum andere Ökonomen mit ähnlichem Selbstbewusstsein die Zinsthese für Quatsch erklären. Es sei das hohe US-Leistungsbilanzdefizit, heißt es etwa - obwohl auch das ja nicht wirklich neu ist. Das Defizit gab es schon, als der Dollar König spielte.

Zur Erinnerung: Damals galt die These als große Weisheit, dass sich im Euro die europäische Misere spiegelt. Kurios, wie schnell sich die Dinge ändern, vor allem die Erklärungsmuster. Heute ist die Euro-Stärke die Schwäche des Dollar - als wären die Händler gezwungen, den blöden Euro zu kaufen.

Eindeutig ist immerhin ein Trend: Die Zahl der Experten ist international drastisch gesunken, die den Märkten ihr Auf und Ab abnehmen und es für ökonomisch vollkommen richtig erklären, wenn der Kurs von 0,85 Euro je Dollar vor drei Jahren auf jetzt fast 1,30 Euro gestiegen ist. So schnell können sich die Fundamentaldaten gar nicht ändern.

"Wir erleben ein erneutes Überschießen der Kurse, das nicht nur für Europa, sondern auch den Rest der Welt gefährlich wird", sagt Kenneth Rogoff, bis Oktober 2003 Chefökonom des IWF. Ähnlich kritisch lautet die Formel beim OECD-Chefökonomen, Jean-Philippe Cotis: "Es gibt immer weniger Experten, die behaupten würden, dass diese Aufwertung über entsprechend sinkende Importpreise per saldo positiv auf Europa wirkt. Das ist Unsinn." Ab Frühjahr drohe der Euro-Höhenflug auf die Konjunktur durchzuschlagen - dann droht angesichts des erst beginnenden Aufschwungs ein Desaster.

Paradigmenwechsel

Ein Paradigmenwechsel? Vielleicht. Zu den Neuerungen könnte zählen, dass das Tabu vom Gegensteuern der Notenbanken und Regierungen im Notfall gebrochen wird. Darauf lassen die jüngsten Verbal-Eingriffe von EU-Kommission, Finanzministern und Euro-Notenbank schließen. "Wir werden Interventionen sehen", sagt Rogoff. Ähnlich klingt das bei Cotis. Andere prophezeien, dass es 2004 so viele Eingriffe geben wird wie nie zuvor.

Die Vorschläge dafür, wie und wann gegenzusteuern ist, sind in etwa so zahlreich wie die Davoser Schneeflocken. Cotis hält Wunder für möglich, wenn nur die Asiaten aufhörten, ihre Währungen durch Dollar-Käufe billig zu halten. "Dann gäbe es für Anleger die Möglichkeit, neben dem Euro aufwertende Währungen zu kaufen." Das würde laut Cotis den Euro-Höhenflug stoppen. Ob das reicht, bezweifelt Morgan-Stanley-Ökonom Stephen Roach, der auf das direkte Intervenieren der Asiaten verweist. Das habe in Japan die Aufwertung gebremst und anderswo verhindert.

Einspruch, sagt Rogoff: "So etwas würde nur funktionieren, wenn die Zinsrelationen geändert würden." Rogoffs Vorschlag: Die US-Notenbank sollte ihre Zinsen sofort anheben, zumal die Stützung der Konjunktur durch niedrige Sätze im Aufschwung sinnlos ist. Umgekehrt könnte die EZB ihre Sätze noch einmal senken, so Rogoff.

Ob das realistisch ist? Immerhin: Seit Donnerstag scheint in Davos die Sonne. Und am Freitag reist EZB-Chef Jean-Claude Trichet an. Es wird mit Sicherheit einen hochkarätigen Ökonomen geben, der dem Währungshüter dann Devisentipps geben wird. Fragt sich nur, wer.
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54reab:

Nettowährungsreserven des Euro-Systems nehmen ab

 
27.01.04 16:41
Die Europäischen Zentralbank berechnete die Zahlen der Nettowährungsreserven des Euro-Systems für die Woche zum 23. Januar 2004. Demnach verringerten sich die Reserven gegenüber der Woche zum 15. Januar um 0,4 Mrd. auf 175,6 Mrd. Euro.

Weiterhin kletterte der Wert der in Euro denominierten Wertpapiere von Ansässigen der Eurozone von 62,2 Mrd. in der Vorwoche auf 63,1 Mrd. Euro. Die Einlagen öffentlicher Haushalte vermehrten sich von 37,0 Mrd. auf 51,7 Mrd. Euro und die Nettoforderungen an Kreditinstitute verzeichneten einen Anstieg von 268,0 Mrd. auf 278,2 Mrd. Euro.

Dagegen sanken die Einlagen auf Girokonten von 135,0 Mrd. auf 134,3 Mrd. Euro. Auch der Banknotenumlauf reduzierte sich von 419,1 Mrd. auf 415,1 Mrd. Euro.

© finanzen.net
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54reab:

G7-Minister geben eindeutiges Signal

 
08.02.04 20:06
ftd.de, So, 8.2.2004, 14:00www.ftd.de/g7
G7-Minister geben Devisenmärkten eindeutiges Signal

Die sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) haben sich für stabile Devisenmärkte ausgesprochen. Mit der Tagung versuchten sie, ein deutliches Signal gegen die Talfahrt des Dollar zu setzen.

Bei ihrem Treffen in Boca Raton (US-Staat Florida) äußerten sie sich am Samstag auch optimistisch über den weltweiten Wirtschaftsaufschwung. Bundesfinanzminister Hans Eichel ist überzeugt, dass die Einigkeit der Minister von den Finanzmärkten registriert wird.

Ohne die US-Währung zu erwähnen, bezeichneten die Finanzminister und Notenbankchefs der G7 zu starke Wechselkursschwankungen als unerwünscht. Europäische Politiker hatten auf eine Formulierung gedrängt, mit der der Höhenflug des Euro gestoppt werden kann.

"Außerordentliche Schwankungen und ungeordnete Bewegungen in den Wechselkursen sind in Hinblick auf das Wirtschaftswachstum unerwünscht", hieß es in der Abschlusserklärung. "Wir beobachten die Devisenmärkte genau und kooperieren wie angemessen." Wechselkurse müssten die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegeln. "Es bedarf keiner weiteren Erläuterung", sagte Eichel. "Die Tatsache, dass wir uns einig sind, stellt einen großen Wert dar, den die Finanzmärkte auch zur Kenntnis nehmen werden", sagte Eichel anschließend.

Europäer fürchten um Exporte

Mit der unerwartet deutlichen Formulierung setzten sich die Europäer durch, die angesichts der Dollarschwäche und des starken Euro Schaden für ihre Exportwirtschaft fürchten. Der Dollar hat in den vergangenen zwei Jahren rund 29 Prozent an Wert verloren. US-Finanzminister John Snow spielte das Thema Wechselkurse dagegen herunter. US-Unternehmen profitieren vom starken Dollar, was Arbeitsplätze schafft und der Regierung vor allem im Wahljahr willkommen ist.

Snow stellte das Thema Konjunkturanreize für die Weltwirtschaft in den Mittelpunkt. "Wir haben ein Wachstumsdefizit", sagte Snow. Die Minister und Notenbankchefs aus den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan betonten zwar, dass die Konjunkturaussichten weltweit immer besser werden. Es bleibe allerdings noch viel zu tun.

Nach den Worten von Eichel sind dies in Europa weitere Strukturreformen. "Die Agenda 2010 hat eine große und positive Rolle gespielt", sagte er. In den USA gehe es vor allem um die Konsolidierung des Haushalts. Snow erläuterte den Plan seiner Regierung zur Halbierung des Haushaltsdefizits von heute 4,5 auf zwei Prozent den Bruttoinlandsprodukts (BIP) in fünf Jahren.

Warnung an Argentinien

Die Minister forderten Argentinien auf, die mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarten Reformen für die Freigabe weiterer Kredite umzusetzen. "Wir werden es nicht hinnehmen, dass die Vereinbarungen mit dem IWF unterminiert werden", warnte Eichel. Snow sei beauftragt worden, den Argentiniern dies unmissverständlich deutlich zu machen. Der IWF, dessen Direktor Horst Köhler an den Beratungen in Boca Raton teilnahm, entscheidet am 9. März über die Freigabe einer weiteren Kredittranche.

Zu dem Treffen in Boca Raton waren auch die Finanzminister Afghanistans und Iraks eingeladen. Snow würdigte ihre Pläne zur Stimulierung einer dynamischen Wirtschaft als beispielhaft. Afghanistan versprachen die Minister bis Juni weitere Finanzhilfen.

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ALDY:

".. eindeutiges Signal" Was für ein Stoff rauchst

 
08.02.04 20:37
Du denn?

Klingt für mich eher noch einer Kreuzung von "undurchsichtiger Nebelwand" mit "We agree to disagree"

Aldy
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54reab:

immer nur guten ;o)

 
09.02.04 10:48
 
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54reab:

Stützungsaktion für Dollar

 
26.02.04 11:00
Aus der FTD vom 26.2.2004www.ftd.de/schroeder
Schröder fordert Stützungsaktion für Dollar
Von Peter Ehrlich und Christoph Keese, Berlin

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat internationale Aktionen gegen die Dollar-Schwäche gefordert. In einem Interview mit der Financial Times Deutschland und der FT kündigte Schröder an, dass er die Frage bei seinem Treffen am Freitag mit US-Präsident George W. Bush zur Sprache bringen will.

"Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für den Zustand der Weltwirtschaft", sagte er. Der Europäischen Zentralbank (EZB) legte der Kanzler deutlicher als bisher eine Zinssenkung nahe. "Ich kann mir vorstellen, dass man über die Frage nachdenkt, ob das Zinsniveau richtig justiert ist", sagte er.

Mit seinen Äußerungen verstärkt Schröder vor seinem USA-Besuch den Druck auf die amerikanische Geldpolitik und die EZB, Maßnahmen gegen die anhaltende Dollar-Schwäche und den Euro-Höhenflug zu ergreifen. Er wolle der EZB und der US-Notenbank Fed keine direkten Ratschläge geben, sagte Schröder. Aber es seien "allein die Zentralbanken", die am Wechselkursverhältnis etwas ändern könnten.

Unterstützung von Rogowski

Der Aufforderung des Kanzlers an die EZB, die Zinsen zu senken, um damit den Euro zu schwächen, schloss sich der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, an. Im Interview mit der FTD forderte er ebenfalls, den derzeitigen Zinssatz von 2,0 Prozent zu reduzieren. Nach einem Bericht der Agentur Market News will der EZB-Rat bereits nächste Woche darüber beraten.

Der Dollar stieg Mittwochnachmittag um rund 1,5 Cent gegenüber dem Euro. Hauptauslöser waren Marktgerüchte, die EZB könne zusammen mit der japanischen Notenbank schon bald am Devisenmarkt intervenieren. Der Chef des Internationalen Währungsfonds, Horst Köhler, nannte die Interventionen der japanischen Zentralbank zur Stützung des Dollar "pragmatisch" und "hilfreich" für das Ankurbeln der Wirtschaft.

Probleme für deutsche Wirtschaft

Schröder bewertete das gegenwärtigen Verhältnis von Euro und Dollar als unbefriedigend, weil es die Konjunktur in Europa nicht stütze und den deutschen Exporten Probleme mache. Am Dienstag hatte bereits Wirtschaftsminister Wolfgang Clement die EZB zum Handeln aufgefordert.

Schröder fügte allerdings hinzu, trotz des starken Euro glaube er nicht, "dass man sich jetzt schon Sorgen machen muss um das Wachstum". Zwar zeige der Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex, dass die Wirtschaft wegen der Euro-Stärke nicht mehr so optimistisch sei, wie sie sollte. Aber gleichzeitig ziehe auch der Konsum an. "Mit den Wachstumserwartungen von 1,5 bis 2,0 Prozent für dieses Jahr liegen wir gut", folgerte Schröder daher.

Gespräche mit Bush

Der Kanzler will bei seinen Gesprächen mit Bush und Vertretern des Senats auch Bedenken gegen die Ausweitung des US-Rechtssystems auf andere Staaten vorbringen. "Uns bereitet die Tendenz Sorge, das sich die amerikanische Justiz zunehmend für Fragen interessiert, die nach internationalem Privatrecht nicht in ihre Zuständigkeit fallen, weil weder amerikanische Unternehmen noch amerikanische Staatsbürger betroffen sind."

Zuletzt hatten im Prozess um das Seilbahnunglück von Kaprun unterlegene Kläger angekündigt, in den USA zu klagen. Vor allem die Industrie fürchtet hohe Schadensersatzforderungen durch solche Sammelklagen in den USA. Rogowski unterstützte daher Schröders Vorstoß. "Die Amerikaner müssen da ihr Rechtssystem ändern", forderte er.

Skepsis gegenüber gesetzlichen Mindestlöhnen

Im Mittelpunkt der Gespräche mit Bush werden außenpolitische Themenstehen. Der Kanzler erneuerte die Bereitschaft der Regierung zu einem teilweisen Schuldenerlass für Irak.

Skeptisch äußerte sich der scheidende SPD-Chef zur Diskussion in seiner Partei über gesetzliche Mindestlöhne. "Ich gehöre zu denen, die Regelungen der Tarifparteien den Vorzug geben", sagte Schröder. Auch im Streit um eine Ausbildungsplatzabgabe befürwortete er eine freiwillige Lösung.


Starker Euro belastet

Höhenflug Seit September hat der Euro zum Dollar fast 14 Prozent an Wert gewonnen.

Bremse Die Euro-Stärke dämpft die Wachstumshoffnungen in den deutschen Unternehmen und gefährdet den Aufschwung.

Widerstand Die US-Regierung lehnt jedoch bisher Schritte zur Stützung des Dollar ab.

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bogard:

Das hört sich für die Aktienkurse doch gut an

 
29.02.04 23:31
Aus der FTD vom 1.3.2004www.ftd.de/zinsumfrage
Zinsumfrage: EZB wartet auf Zinsanhebung in den USA
Von Andreas Krosta, Frankfurt

Die beiden größten Notenbanken der Welt lassen sich mit ersten Zinserhöhungen Zeit. So wird die US-Notenbank Federal Reserve nach Ansicht von mehr als 50 Prozent der von der FTD befragten Bankenvolkswirte erst im Herbst ihren Leitzins erhöhen.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1403969
ZoomZins-Prognose von 28 Banken
Die Europäische Zentralbank (EZB) wartet noch bis mindestens Ende des Jahres - rund 65 Prozent der Experten rechnen mit einer Zinserhöhung erst im vierten Quartal 2004 oder ein Quartal später. Von der EZB-Sitzung am Donnerstag erwartet keiner der Ökonomen eine Leitzinsänderung.

Die im Vergleich zur USA doppelt so hohen Zinsen der Euro-Zone sind nach Ansicht der Volkswirte ein Grund für den starken Euro. Ein rascher Zinsschritt der Fed nach oben würde Anlagen in den USA attraktiver machen und könnte somit den Dollarfall bremsen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Wechselkurs-Problematik bei seinem Besuch bei US-Präsident George W. Bush angesprochen - Schröder fürchtet um die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft.

Zinserhöhung im Herbst

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1403969
ZoomEinschätzung von 28 Banken zu Inflation und Wirtschaftswachstum
"Die EZB wird sehr wahrscheinlich abwarten, ob die Fed ihren Zins irgendwann in naher Zukunft anheben wird. Wenn sie das tut, könnte sich der Kurs des Euro ohne Zweifel auf einem stabilen Niveau einpendeln", sagte der Chefvolkswirt der DZ-Bank, Thomas Meissner. Der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Deka-Bank, Ulrich Kater, sieht einen ersten Zinsschritt der Fed im September.

Die EZB werde im Dezember nachlegen. Noch gibt der höhere Kurs der Gemeinschaftswährung der EZB die Möglichkeit, den Leitzins niedrig zu lassen. Der zum Dollar gestiegene Euro senkt die Inflation in der Euro-Zone, mindert aber nach Ansicht der EZB-Geldpolitiker derzeit nur wenig das Exportgeschäft. Erst für Februar 2005 sieht eine leichte Mehrheit der Volkswirte höhere Zinsen voraus - 57 Prozent erwarten dann einen Leitzins zwischen 2,25 und 2,75 Prozent.

Zwischenzeitlich Zinssenkung möglich

Allerdings könnte die EZB in der Zwischenzeit die Zinsen senken. So gibt es erste Anzeichen dafür, dass der Außenhandel unter Druck gerät. Der Ifo-Index sank etwa im Februar erstmals seit neun Monaten - vor allem durch die bremsenden Effekte des Wechselkurses. "Zinssenkungen der EZB sind bei einem weiter aufwertenden Euro nicht ausgeschlossen", sagte der Chefvolkswirt der ING BHF-Bank, Uwe Angenendt. "Die geldpolitischen Rahmenbedingungen für die EZB werden im ersten Halbjahr besser." Angenendt erwartet etwa den Rückgang der Inflationsrate auf 1,5 Prozent im März - dies liegt unterhalb des EZB-Ziels von nahe, aber unter 2,0 Prozent.

Der Chefvolkswirt von Invesco Asset Management Deutschland, Jörg Krämer, sieht durch die Auswirkungen des Euro eine Zinssenkungschance von 30 Prozent. Sollten die Indikatoren weitere Stagnations- oder Abschwungsignale senden, werde die EZB die Zinsen verringern. Dieter Wermuth von der japanischen UFJ-Bank sieht schon im April oder Mai die nächste Senkung. Zuerst werde die EZB die Finanzmärkte auf den Schritt vorbereiten.

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