Wie tief der Dollar noch fällt!?


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54reab:

Wie tief der Dollar noch fällt!?

 
06.12.03 20:07
Barron's

Wie tief der Dollar noch fällt


Wie tief soll der Dollar denn noch fallen? Mindestens 20 Prozent gegenüber dem Euro, meinen zwei namhafte US-Ökonomen.

Amerikaner, die eine Reise nach Europa planen, wären gut beraten, wenn sie gleich jetzt zur Bank rennen und einen Koffer voller Euro tauschen. Denn der Dollar wird noch viel weiter fallen. Davon zumindest sind die Ökonomen Bill Dudley und Jim O’Neill von Goldman Sachs felsenfest überzeugt. Der lange übermächtige Dollar dürfte nach Schätzungen der beiden Wirtschaftsforscher von derzeit 1,20 Dollar je Euro über die nächsten paar Jahre um weitere 20 Prozent fallen.

Für ein Zimmer im Nobelhotel Ritz in Paris bezahlt der Gast derzeit 565 Euro – oder 678 Dollar – pro Nacht. In absehbarer Zeit würden die Kosten einer Übernachtung also auf 814 Dollar klettern – und das vor Steuern und Trinkgeldern für Louis, den Portier, und das Zimmermädchen Monique. Vielleicht doch lieber ein Campingplatz?

Der Dollar hat seit Anfang 2002 gegenüber anderen großen Währungen bereits 10 Prozent seines Wertes eingebüßt – nach einer Aufwertung um 35 Prozent in den Jahren 1995 bis 2002. Aber die US-Handelsbilanz „schreit nach einem sehr schwachen Dollar, wenn die Rechnung aufgehen soll, denn das Ungleichgewicht zwischen Importen und Exporten ist inzwischen enorm“, erklären die beiden Goldman-Ökonomen.

Der Dollar muss noch viel weiter fallen, damit die Lücke in der US-Handelsbilanz wenigstens kleiner wird. Andernfalls stehe zu befürchten, so die beiden Ökonomen, dass die Zinsbelastung aus internationalen und nationalen Schuldtiteln, die zur Finanzierung des enormen Defizits emittiert wurden, ein „explosives Ausmaß“ erreichten. Das Verhältnis der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) drohe bis 2010 auf 70 Prozent anzusteigen; allein die Nettoauslandsverschuldung würde sich auf 60 Prozent des BIPs ausweiten. Diese Zahlen zeigen nach Ansicht der beiden Ökonomen, wie wichtig es sei, dem Dollar zu einer „weichen Landung“ zu verhelfen.

Beim derzeitigen Niveau müssten die Exporte um 50 Prozent schneller wachsen als die Importe. Dann wäre zumindest eine Stabilisierung des Handelsbilanzdefizits sichergestellt. Eine nachhaltige Verbesserung der Handelsbilanz ist nach Ansicht von Dudley und O'Neill nur zu erreichen, wenn der Dollar um weitere 20 Prozent fällt. Eine geordnete Abwertung des Dollar sei denn auch längst die offizielle geldpolitische Linie der US-Verantwortlichen, wenngleich Präsident George Bush und Finanzminister John Snow scheinbar unisono an der Rhetorik des starken Dollar festhalten. „Auf etwas bizarre Weise machen sie es recht schlau“, sagt O’Neill, „sie haben es geschafft, die Märkte von der Stärke des Dollar zu überzeugen, ohne irgendetwas zu tun, um ihn zu stärken.“ Hätten Bush und Snow Farbe bekannt und sich öffentlich für die Abwertung des Dollar eingesetzt, wäre auf den Märkten unter Umständen eine Panik ausgebrochen, meint O’Neill.

Professor Richard Clarida von der Columbia University, ein ehemaliger Staatssekretär im US-Finanzministerium, meint allerdings, dass Snow sehr wohl genau das sage, was er meine. Aber Snow definiere einen starken Dollar wohl anders als die Märkte. „Die Eckpfeiler seiner Definition eines starken Dollar sind die stabile Kaufkraft der Währung und das Vertrauen, das der Dollar im Ausland genießt. Das Wechselkursverhältnis bleibt in dieser Definition völlig ausgeklammert”, erklärt Clarida.

Eine von der Abwertung des Dollar gegenüber dem Euro ausgelöste Panik sei nach Meinung der beiden Wirtschaftsforscher jedenfalls auf kurze Sicht nicht zu erwarten, und das sei auch gut so. Denn wenn die ausländischen Investoren angesichts des Wertverlustes ihrer in Dollar denominierten Investitionen nervös würden, könnte dies zu einem breiten Ausverkauf von Aktien und Anleihen führen. Ein solcher aber hätte ernst zu nehmende Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft – etwa in Form steigender Inflationsraten und Zinssätze.

Tatsächlich äussern sich zahlreiche Ökonomen überrascht, dass dies nicht längst passiert ist. Dieses Phänomen ist gegen die menschliche Natur, sagt David Kotok, leitender Anlagestratege bei Cumberland Advisors. Unter normalen Umständen würde diese Entwicklung die Investoren Hals über Kopf flüchten lassen. Aber die ausländischen Investoren werden nach Ansicht von Kotok derzeit von vielerlei Sorgen geplagt. Die US-Zentralbank versucht die Konjunktur anzukurbeln, indem sie großzügig Geld druckt. Halbstaatlichen Unternehmen wie Freddie Mac, Fannie Mae und die Tennessee Valley Authority, deren Anleihen in den Portfolios vieler Ausländer vertreten sind, haben Probleme mit ihrer Glaubwürdigkeit.

Und selbst dem Staat, Schuldner der in den USA beliebten Treasury Bonds, droht eine Herabstufung seiner Bonität. Moody’s verlangte in der vergangenen Woche eine verschärfte Defizitkontrolle, wenn verhindert werden soll, dass „die Verschuldung auf ein Niveau ansteigt, das mit der Höchstnote ‘AAA’ nicht mehr vereinbar wäre“.

„Die Standardantwort ist, dass die Investoren nicht wissen, wohin sie ausweichen könnten“, sagt Kotok. Deutschland und Frankreich, die traditionellen europäischen Zugpferde, kämpfen mit einer matten Konjunktur und enormen Budgetdefiziten. Und die Erholung in Japan erscheint nach den vielen verfehlten Hoffnungen im letzten Jahrzehnt ebenfalls zweifelhaft.

Im Ausland blicken die Investoren nach Amerika und hoffen, dass die aktuelle Politik letztlich zu besseren Renditen führt. „Sicher ist ihnen die Dollar-Abwertung ein Dorn im Auge, aber sie denken längerfristig“, sagt Professor Clarida von der Columbia University. Der Wirtschaftsforscher Gary Robbins von Fiscal Associates stimmt dem zu: „Die Leute erkennen, dass wir am Anfang einer starken Aufschwungphase stehen.“

Ein weiterer Faktor ist laut O’Neill das etablierte Image der USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten und üppigen Renditen – und dieses Image ist noch immer unversehrt. „Frau Schmidt aus München investiert in den amerikanischen Traum. Sie sieht sich nicht als Geldgeber der US-Regierung, damit diese mehr ausgeben kann“, sagt O’Neill.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Eigeninteresse. Ausländische Investoren haben so viel in US-Vermögenswerte investiert, dass ein massiver Abverkauf einem Schuss nach hingen gleichkäme. „Sie wollen, dass der Dollar steigt, nicht fällt“, sagt Rob Atkinson, Vizepräsident des Progressive Policy Institute in Washington. Nach seiner Ansicht wäre ein gesundes Maß an „kontrollierter Panik“ durchaus begrüßenswert, weil das die Regierung hindern würde, immer mehr Schulden im Ausland zu machen und das Defizit immer weiter in die Höhe zu treiben.

Kotok befürchtet allerdings, dass sich die ausländischen Investoren auf längere Sicht doch noch vom amerikanischen Markt zurückziehen könnten. Die Gefahr droht seiner Meinung nach von einer ganz anderen Seite, nämlich dem Sarbanes-Oxley-Gesetz: Dieses verschärft die US-Bilanzierungsregeln und soll helfen, Bilanzskandale zu verhindern.

Das Gesetz könnte für den US-Aktienmarkt aber zwei unerwünschte Nebeneffekte haben. Erstens werden US-Unternehmen unter Umständen ins Ausland ausweichen, um die mit der Erfüllung der Auflagen verbundenen Kosten zu vermeiden. Zweitens könnten viel versprechende Unternehmen, die noch nicht an einer Börse notieren, den Gang an die Börse aus Kostengründen abblasen. Frau Schmidt müsste dann anderswo nach einem neuen Bill Gates Ausschau halten.

Jim McTague

03.12.2003
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auf sicht von 12 monaten halte ich einen €-kurs von 1,50$ für absolut realistisch. es könnte noch stärker kommen. anleger, die ihr geld in den usa parken/investieren sollten dies unbedingt berücksichtigen. sie haben schon stark federn gelassen und es wird noch schlimmer werden. wir sind nicht wieder in der zeit vor 2000. diese zeit kommt sobald nicht mehr wieder. sollte es zu einer panikartigen flucht von anlegern aus den usa kommen, wird sich europa unter stöhnen, weinen  und ächsen von den us-amerikanischen finanzmärken emanzipieren.


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HEBI:

Bis sich keiner mehr nach ihm bückt ! o. T.

 
06.12.03 20:11
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Reinyboy:

Frau Schmidt aus München investiert in den

 
06.12.03 20:19
amerikanischen Traum.

Hihihihiihiihihiihihihihihihi..., wo lebt den O´Neil, tststststststs... nicht zu fassen.

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Der Sack Mehl:

Habe mir vor...

 
06.12.03 20:28
zwei Monaten ein Dollarkonto eingerichtet.Und kaufe jeden Monat für 1500 Euro Dollar.
Egal wieweit er fällt und wie lang es dauert bis er wieder steigt ist mir egal das ist eine kleine Vorkehrung für meine Rente.(hoffe es jedenfalls)


DSM
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54reab:

@dsm

 
06.12.03 20:40
hoffentlich dauert es noch bis zur rente ....

:o)
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seh das auch positiv

 
06.12.03 21:10
hab einen gold und einen aktienfond in dollars und stock die auch bei den preisen auf. langfrisitig gesehen sollte sich der dollar auch wieder auf eine parität einpendeln.

mfg

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54reab:

weshal parität?

 
06.12.03 21:24
ist das eine besondere größenordnung. gibt es dafür einen fundamentalen hintergrund?

:o)
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54reab:

Teurer Euro drückt Kurse

 
08.12.03 10:43
ftd Mo, 8.12.2003, 9:28

Teurer Euro drückt Kurse


Von Thorsten Kramer, Hamburg

Europas Börsen haben zum Wochenbeginn auf breiter Basis nachgegeben. Händler verwiesen auf die schwachen Vorgaben aus den USA und Fernost. Zudem belastete der gestiegene Euro-Kurs die Aktien der exportstarken Konzerne.

Der Dax verlor knapp ein Prozent und behauptete sich wenige Stellen oberhalb von 3800 Zählern. In Paris gab die Börse um 0,89 Prozent nach, der Auswahlindex Stoxx 50 verlor 0,5 Prozent. Der Euro notierte in der Nähe seines Allzeithochs bei Kursen um 1,2165 $.

"Wenn es abwärts geht, könnte der hohe Euro-Kurs wieder stärker in den Vordergrund rücken. In der vorigen Woche haben die Anleger den Euro ja weitgehend ignoriert", sagte ein Händler. Ein hoher Euro-Kurs gilt als Belastungsfaktor für exportorientierte Firmen, da die Ausfuhren in außereuropäische Regionen teurer werden und so der Absatz schwieriger wird. Der Stoxx-Autoindex sackte um ein Prozent ab und verbuchte damit den höchsten Verlust aller 18 Sektoren-Indizes. Volkswagen verbilligten sich um 1,4 Prozent.

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Sind wir auf dem Weg zu den 1,50?


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54reab:

Und er steigt und steigt und steigt.

 
09.12.03 09:37
Eurokurs

Und er steigt und steigt und steigt


Der Euro hat die neue Woche so begonnen, wie er die vergangene beendet hat: in Rekordlaune. Die Gemeinschaftswährung notierte am Montagvormittag bei 1,2191 Dollar und war damit so stark wie nie zuvor.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1298417
Immer neue Rekordhöhen. Foto: dpa

Damit hat der Euro seit Jahresbeginn 16 Prozent gegen die US-Währung hinzugewonnen. Am Freitag hatten enttäuschende Arbeitslosenzahlen in den USA den Euro bereits auf 1,2169 Dollar steigen lassen.

Es war der siebte Handelstag in Folge seit 28. November, dass die europäische Gemeinschaftswährung einen Rekord aufstellte. Die Hauptursachen für die Dollarschwäche sind das US-Haushalts- und das Außenhandelsdefizit.

Zudem hat der Höhenflug des Euro nach Ansicht von Experten inzwischen eine gewisse Eigendynamik gewonnen. Michael Schubert von der Commerzbank verwies zudem auf die US-Arbeitslosenzahlen vom Freitag, die eine Verlangsamung beim Aufbau neuer Jobs anzeigten.

Folgerichtige Reaktion

Die Märkte hätten dadurch eine Bestätigung ihrer Erwartung bekommen. Der Aufschwung in den USA werde sich möglicherweise als Blase entpuppen. Insofern sei die Reaktion an den Devisenmärkten diesmal folgerichtig. Schubert geht aber mit Blick auf die allgemeine Wirtschaftslage weiter davon aus, dass der Dollarverfall allmählich zu Ende komme.

Auch Stefan Schneider von Deutsche Bank Research sprach von einer Eigendynamik der Entwicklung an den Devisenmärkten. Die Leistungsbilanzkrise der USA, die oft als Grund für die Dollarschwäche genannt werde, sehe sein Haus so nicht. Die Konjunkturdaten aus den USA jedenfalls seien gut.

(sueddeutsche.de/AP)
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ich glaube auch eher an eine eigendynamik. der andauernde anstieg des euros schreckt anleger ab, ihr geld in den usa anzulegen respektive verstärkt den rückzug. dieses verhalten schwächt weiter den $. die ansteigende verschuldung der größten euro-nationen sollte auch noch die nachfrage nach euro stärken und den kurs zusätzlich hochtreiben. zu dm-zeiten hatten wir schon - auf euro umgerechnet - 1,40. diesmal streben wir die 1,50 an. es wir also immer interessanter investitionen im $-raum zu tätigen. mittelfristig kassiert man die gewährungsgewinne mit.


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54reab:

ftd: Euro-Kursrally geht die Puste aus

 
09.12.03 09:55
Aus der FTD vom 9.12.2003  

Devisen: Euro-Kursrally geht die Puste aus


Von Sebastian Sachs, Frankfurt

Der Euro hat am Montag zum Dollar den siebten Tag in Folge ein Rekordhoch erreicht. Händler sagten allerdings, der Kursauftrieb der Einheitswährung sei vor allem durch kräftige Verluste des Greenback gegenüber Yen und Schweizer Franken ausgelöst worden.

Auch zum britischen Pfund verlor der Dollar deutlich an Boden. Dem Euro selbst mangele es mittlerweile an Dynamik, sodass bereits kleinere Kaufaufträge starke Kursbewegungen auslösen könnten.

Den neuesten Stimmungsschwenk gegen den Dollar führten Händler auf einen Bericht der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zurück. Demnach hatten insbesondere Erdöl exportierende Länder in der ersten Jahreshälfte 2003 mehr Dollar in ihre Heimatwährungen getauscht als in den gesamten Jahren 2001 und 2002. Da Erdöl auf dem Weltmarkt in Dollar abgerechnet wird, sinken die Einnahmen der Ölproduzenten, wenn der Wert des Greenback fällt. Auch chinesische Banken hätten nach Aussage der BIZ kräftig Kapital aus dem Ausland repatriiert.

Dollar-Schwäche in aller Munde


Ohne merkliche Impulse kletterte der Euro am Montag kontinuierlich nach oben, bis er mit 1,2241 $ den höchsten Stand seit seiner Einführung an den Finanzmärkten erreichte. Gegen 20 Uhr MEZ notierte der Euro jedoch wieder bei 1,2234 $, nach 1,2171 $ am späten Freitagabend.

Während Devisenexperten in der Vorwoche noch teilweise dazu umgeschwenkt waren, von einer Euro-Stärke zu sprechen, war am Montag wieder die Dollar-Schwäche in aller Munde. Das britische Pfund stieg mit 1,7363 $ zum Greenback auf das höchste Niveau seit Oktober 1992. Zum Schweizer Franken fiel der Dollar zwischenzeitlich auf 1,2634 Franken, den tiefsten Stand seit sieben Jahren. Auch zum Yen geriet der Dollar erneut unter die Räder. Zwischenzeitlich kostete der Greenback nur noch 107,10 Yen - das war das geringste Niveau seit November 2000.

Auch die handelsgewichteten Indizes des Euro und des Dollar zeigen deutlich, dass mehr von einer nachhaltigen Schwäche des Greenback gesprochen werden muss. Der von der Bank of England berechnete Index des handelsgewichteten Euro steht nur auf dem höchsten Niveau seit Juni dieses Jahres. Der entsprechende Dollar-Index ist dagegen mittlerweile auf den tiefsten Stand seit November 1996 gefallen.

Warten auf Fed-Signal


Potenzial für eine zumindest kurzfristige Umkehr der seit Wochen anhaltenden Dollar-Schwäche sehen Experten in der Sitzung der Fed am Dienstag. "Sollte die US-Zentralbank ihre geldpolitische Ausrichtung von ,neutral‘ auf ,restriktiv‘ ändern, könnte dies den Dollar unterstützen", sagte Antje Praefcke, Devisenstrategin der Helaba. Eine restriktive Ausrichtung der Geldpolitik bedeutet, dass der nächste Zinsschritt der Fed nach oben gehen dürfte.

Ein anderer Auslöser für eine Richtungsänderung des Greenback-Kurses könnten nach Einschätzung von Praefcke Interventionen der japanischen Notenbank zur Schwächung der heimischen Währung sein. Ein Markteingriff der Bank of Japan bei Kursen um 107,50 Yen pro Dollar - wie von vielen Händlern erwartet - blieb am Montag jedoch aus.
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Währungsindex Der handelsgewichtete Außenwert misst den Wert einer Währung gegenüber einem Korb anderer Währungen.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1298451

Gewichtung Die einzelnen Länder gehen gemessen an ihren Handelsvolumina in den Korb ein.

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#7 langfristig

 
11.12.03 23:40
evtl. ja :)

kurz- bis mittelfristig sicher nein. auch wenn ein weiterer scherer anstieg des euros genüber des dollars nichts mit europa zu tun hat.

das ist halt ein glaube daran, ob der euro mit unserer europäischen gemeinschaft, oder der dollar mit amerika mal das wirtschaftsruder wieder richtig übernimmt! ich hab halt meine wahl getroffen, und amerikanischen firmen geht es gut. :)

mfg

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54reab:

1,24 zu weihnachten

 
16.12.03 10:33
und dann ?
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BitteresEnde:

ende februar bei 1,27! o. T.

 
16.12.03 13:40
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54reab:

euro und gold im gleichklang

 
17.12.03 10:41
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auf jahresicht: gold verliert an wert

 
17.12.03 11:01
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54reab:

soltte natürlich

 
17.12.03 11:07

jahressicht heißen. Wie tief der Dollar noch fällt!? 1309917

verstehe nicht, weshalb überall vom steigenden goldpreis gesprochen wird. die 200-tagelinie zeigt eindeutig einen sinkenden preis an. dass das gold aus us-amerikanischer sicht im preis steigt, liegt nur am fallenden $. man sollte nie rohstoffspekulationen mit währungsspekulationen verwechseln.

 

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54reab:

Dollar-Schwäche zehrt die Profite auf

 
17.12.03 16:48

Dollar-Schwäche zehrt die Profite auf


Der klamme Finanzminister wird für 2003 wohl keine gewohnt üppige Milliardenzahlung durch die Bundesbank erhalten. Schuld ist neben den niedrigen Zinsen auch der hohe Euro-Kurs.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1310713
Zwanzig-Dollar-Schein: Jetzt farbiger als früher, aber weniger wert. mehr ....


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54reab:

neues Allzeithoch - Höhenflug ungebrochen

 
17.12.03 17:04

Devisen: Euro klettert wieder auf neues Allzeithoch - Höhenflug ungebrochen


FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit einer neuen Rekordmarke hat der Euro am Mittwoch seinen Höhenflug beschleunigt fortgesetzt. Nach Einschätzung von Devisenexperten könnten nur Interventionen der Notenbanken die dynamische Aufwärtsbewegung stoppen.

Die Europäische Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze bis auf 1,2383 US-Dollar. Der Euro stellte damit seine erst am Vortag erreichte alte Rekordmarke ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2337 (Dienstag: 1,2339) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8106 (0,8104) Euro.

'KEINE ANZEICHEN FÜR AKTION DER WÄHRUNGSHÜTER'

"Der Höhenflug ist nur mit Interventionen der Notenbanken zu stoppen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Allerdings gebe es derzeit keine Anzeichen für eine konzertierte Aktion der Währungshüter. Die Schmerzgrenze für Eingriffe sieht Fritsch erst bei Kursen von 1,25 bis 1,30 Dollar. Doch die Marke von 1,25 Dollar rücke beständig näher. "Bereits am Jahresende könnte sie überschritten werden."

Derzeit dominiere eine "sehr negative Einschätzung" gegenüber dem Dollar das Geschehen, sagte Fritsch. Angesichts der jüngsten Verbraucherpreisdaten aus den USA herrsche am Markt die Sicht vor, dass die US-Notenbank den Leitzins noch für eine längere Zeit niedrig halten werde. Dollaranlagen erschienen damit wenig attraktiv.

'EIGENTLICH HÖCHSTE ZEIT FÜR ECHTE KORREKTUR'

Wie stabil der Euro-Aufwärtstrend ist, zeigen auch die eher kümmerlichen Kursrückschläge in jüngster Zeit. "Eigentlich wäre es höchste Zeit für eine echte Korrektur", sagte Fritsch angesichts des Kurssprungs des Euro um knapp fünf US-Cent innerhalb von nur 14 Handelstagen. Doch derzeit werde jeder Kursrückgang am Markt als Kaufgelegenheit genutzt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7030 (0,7062) britische Pfund , 132,76 (132,74) japanische Yen und 1,5539 (1,5529) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 408,25 (408,00) Dollar notiert./jha/sbi



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54reab:

es hat nicht bis weihnachten gedauert.

 
18.12.03 08:28
voller ungeduld erreicht der € schon 1 woche früher die 1,24. er will offensichtlich den kampf mit der 1,25 noch in 2003 gewinnen und dann weiter richtung 1,50.

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Aus der FTD vom 18.12.2003  

Renten und Devisen: Gerüchte treiben Euro-Kurs über 1,24 Dollar


Von Sebastian Sachs, Frankfurt

Der Euro hat mit Schwung die nächste psychologische Grenze durchbrochen. Mit 1.2422 $ erreichte die Einheitswährung das zwölfte Rekordhoch innerhalb von 14 Handelstagen.

Händler sagten, auf Grund fehlender technischer Marken sei der Weg jetzt frei bis 1,2475 $. Danach böte erst wieder die "runde" Marke von 1,25 $ einen messbaren Widerstand.

Am frühen Nachmittag hatten Spekulationen den Euro nach oben getrieben, nach denen die Europäische Zentralbank (EZB) erst ab einem Euro-Kurs von 1,35 $ die Notwendigkeit sieht, zur Schwächung der Währung am Devisenmarkt einzugreifen. Händler nutzten diesen "Freifahrtschein" und trieben den Euro-Kurs nach oben, ehe kurz vor Erreichen der Marke von 1,24 $ erste Gewinnmitnahmen für eine Verzögerung sorgten - jedoch ohne Erfolg. Bis 20 Uhr MEZ pendelte sich der Euro bei 1,2410 $ ein, nach 1,2323 $ am Vortag.

Auch der Yen-Kurs geriet heftig in Bewegung. Die Marktteilnehmer testeten erneut Willen und Fähigkeit der japanischen Notenbank, den Anstieg der Währung zu stoppen. Bis 20 Uhr MEZ verbilligte sich ein Dollar dennoch auf 107,30 Yen. Am späten Dienstag hatte der Greenback noch 107,51 Yen gekostet.

Am Anleihemarkt in den USA und der Euro-Zone legten die Kurse zu, die Renditen fielen deutlich. Händler sagten, die erfreulichen US-Inflationsdaten vom Dienstag hätten den Optimismus genährt, die US-Zentralbank Federal Reserve und die EZB könnten ihre Leitzinsen noch länger unverändert lassen. Der Terminkontrakt auf zehnjährige Bundesanleihen (Bund-Future) legte 46 Stellen auf 113,38 Punkte zu.

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historischer chart: DM-€/US-$ 1971 bis heute


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TomSlotty:

interessanter Thread

 
18.12.03 21:50
Freue mich immer über die Aktualisierungen...

Greetz
Tom
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MaxGreen:

Schon aufgefallen ?

 
18.12.03 21:57
Euro und DOW JONES steigen und "fallen" die letzten 4 Wochen im Gleichklang. Ich denke die Amis sind verantwortlich für den Euroanstieg.
Der Euro ist scheinbar die Absicherung auf den DOW.
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8x4udTgm:

wer soll sonst hinter diesem Anstieg stecken?

 
18.12.03 22:03
die Europäer geben keinen Pfifferling auf den € und die Amis brauchen i.M. einen schwachen Dollar wie die Luft zum Atmen.
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54reab:

1,4541 Dollar für einen Euro wären o.k.

 
22.12.03 18:29
aus dem Frühsommer ....

„1,4541 Dollar für einen Euro wären o.k.“


(06.05.2003)  
 
 Es hat Jahre gedauert, bis der Devisenmarkt den Kassandra-Rufen der Dollar-Baissiers gefolgt ist. Im Januar 2002 war es dann aber soweit: Der Greenback wurde flügellahm.


Wie tief der Dollar noch fällt!? 1315965

Das ausländische Kapital wollte nicht mehr so recht anbeißen, weil es erkannte, dass die Finanzierung zunächst der amerikanischen Leitungsbilanzdefizite und jetzt auch noch der Haushaltsdefizite in Washington zunehmend riskant werden würde. Etwa 1,5 Milliarden Dollar müssten täglich netto in den Dollar fließen, um ihn wenigstens stabil zu halten.

Eine Abwertung beginnt meist damit, dass einer Währung immer weniger Kapital zufließt, und es endet häufig damit, dass das Kapital aus dieser Währung herausströmt. Weil auch am Devisenmarkt die Neigung vorherrscht, rational gezeichnete Ziele nach unten und nach oben hin zu überschießen, kann das Ganze in einer veritablen Dollar-Krise und damit in Tränen enden.

Goldman Sachs hat schon vor einigen Wochen festgestellt, dass die Gelder, die noch in den Dollar fließen, immer „heißer“ werden. Im Klartext bedeutet dies: Sie sind von immer kurzfristigerer Natur und verschwinden so schnell, wie sie gekommen waren.

Die Investmentbank schätzt den fairen Wert des Euro derzeit auf 1,16 Dollar. Als der Euro sein Rekordtief von 0,9275 Dollar erreichte, sei er um etwa 40 Prozent unterbewertet gewesen, schreibt sie. Wenn der Euro jetzt in gleichem Maß nach oben hin überschießen sollte, wären 1,60 Dollar das Ziel. Sollte das Dollar-Tief vom Frühjahr 1995 von 1,3450 Dollar je D-Mark wieder erreicht werden, würde dies ein Ziel von 1,4541 Dollar je Euro rechtfertigen, meint Goldman Sachs. Diese Rechnung habe ein gewisses Appeal.

Merrill Lynch errechnet sogar einen fairen Wert von 1,31 Dollar je Euro. Diese Investmentbank weist anhand amtlicher Zahlen vom Februar nach, dass die Kapitalzuflüsse in den Dollar nun schon drei Monate lang ununterbrochen nachlassen. Diese Tendenz drücke aber nicht einen Kollaps des Vertrauens in den Dollar aus. Wenn dies der Fall wäre, hätten amerikanische Aktien und Anleihen sowie der Dollar gleichzeitig sinken müssen. Tatsächlich hätten Ausländer in den beiden ersten Monaten des Jahres sogar mehr US-Wertpapiere gekauft als im gleichen Zeitraum 2002.


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54reab:

Das Jahr des Euro

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27.12.03 12:06
Das Jahr des Euro

Symptome der amerikanischen Krankheit


Im Jahr 2003 ist die gemeinsame europäische Währung schier unaufhaltsam gestiegen. Der Aufschwung spiegelt die Probleme der US-Wirtschaft wider.
Von Martin Hesse

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1317969

SZ vom 23.12.03) - Die Akteure an den billionen-schweren Devisenmärkten haben sich im Jahr 2003 auf den Dollar eingeschossen. Der Kursverfall der amerikanischen Währung trieb den Euro auf immer neue Höhen. Und kaum ein Marktbeobachter kann sich vorstellen, dass sich das im kommenden Jahr bald ändert.

„Der Euro ist ein Weichei“, lautete noch vor zwei Jahren ein verbreitetes Urteil. Damals dümpelte der Kurs weit unterhalb der viel beschworenen Parität zum Dollar.

Doch spätestens 2003 sind die Klagen über die Schwäche des Euro dem Jammern über seine Stärke gewichen. Um fast 20 Prozent hat sich die Gemeinschaftswährung allein in diesem Jahr im Vergleich zum Dollar verteuert. Am Montag vor Weihnachten erreichte der Euro kurzzeitig ein neues Rekordhoch von 1,2447 Dollar.

Roter Faden

Doch spätestens in diesem Jahr hat sich auch gezeigt, dass der Euro-Dollar-Kurs nicht in erster Linie Ausdruck europäischer Wirtschaftskraft ist, sondern vor allem ein Indikator für die Probleme der Vereinigten Staaten. Die Eurostärke ist eine Dollarschwäche, werden Volkswirte nicht müde zu betonen. Das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch das Jahr 2003.

Am Anfang war die Kriegsangst. Greifen die USA den Irak an oder nicht? Schlägt die Weltmacht allein zu oder bekommt George Bush ein UN-Mandat? „Die Unsicherheit hat damals den Dollar belastet“, sagt Carsten Fritsch, Devisenanalyst bei der Commerzbank. Anleger fürchteten, ausufernde Kriegskosten könnten die US-Wirtschaft überfordern.

Trotzdem erholte sich der Dollar zunächst, als sich abzeichnete, dass die USA von einem Angriff nicht abzuhalten sein würden. Doch obwohl der Krieg kurz und aus Sicht Amerikas erfolgreich verlief, geriet die Währung rasch wieder unter Druck.

„Die Hoffnung auf einen Aufschwung der amerikanischen Wirtschaft erfüllte sich zunächst nicht“, erinnert sich Fritsch. Die Angst vor einer Abwärtsspirale aus dauerhaft fallenden Preisen und einer schrumpfenden Wirtschaft machte sich breit.

Geldregen

Das Deflationsgespenst verscheuchte die US-Notenbank, indem sie den Leitzins bis auf ein Prozent heruntersetzte. Und weil parallel dazu die Regierung unter George Bush den Geldhahn aufdrehte und die Amerikaner mit Steuererleichterungen verwöhnte, erholte sich die US-Wirtschaft tatsächlich und mit ihr zunächst der Dollar.

Doch mit dem Geldregen ging eine neue, für den Dollar gefährliche Saat auf: Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben des Staates öffnete sich immer weiter, die Diskrepanz zwischen Einfuhren und Exporten wurde größer und größer.

Wie tief der Dollar noch fällt!? 1317969
Kein Weichei mehr, dieser Euro.

Klaffen aber Löcher in Haushalt und Leistungsbilanz, können nur Ausländer sie mit ihrem Geld stopfen. „Der Rest der Welt wird nicht auf Dauer Tag für Tag 1,5 Milliarden Dollar in die USA verschieben, um den amerikanischen Konsum zu finanzieren“, sagt Holger Sandte, Volkswirt bei der WestLB. So viel wäre schon jetzt nötig, um das Defizit in der Leistungsbilanz auszugleichen.

Doch private Investoren legen nur an, wenn Rendite winkt. Solange die Stimmung so eindeutig gegen den Dollar spricht, schrecken schon drohende Währungsverluste Anleger ab.

Kurzfristige Anlagen unattraktiv

Hinzu kommt, dass der Leitzins in den USA bei 1,0 Prozent liegt, so dass kurzfristige Anlagen völlig unattraktiv sind, selbst zehnjährige Staatsanleihen werfen bei einer Inflationsrate von 1,8 Prozent real gerade mal etwas mehr als zwei Prozent ab. Bleibt der Aktienmarkt.

Doch angesichts der vergleichsweise hohen Bewertung amerikanischer Aktien erscheint vielen Anlegern ein Einstieg zu riskant. Sie investieren daher woanders, zum Beispiel in Japan. „Seit 33 Wochen fließt mehr ausländisches Geld in den japanischen Aktienmarkt als abgezogen wird“, sagt der Devisenspezialist Fritsch.

Wer also kauft Dollars, um einen Absturz zu verhindern? Es sind die Zentralbanken der Länder, die unter der Dollarschwäche leiden. Die Bank von Japan etwa stockt seit Monaten die Dollarreserven auf, damit der Yen nicht zu stark wird und den japanischen Exporteuren das Leben schwer macht.

Dagegen hält sich die Europäische Zentralbank (EZB) bislang zurück, auch wenn sich die Stimmen mehren, die eine Intervention fordern. Weil aber Japan interveniert und Chinas Währung an den Dollar gekoppelt ist, liegt die Hauptlast der Dollarabwertung auf dem Euro.

Wette auf den kurzfristigen Trend

Ist also die Spekulation auf einen weiteren Euroanstieg im Jahr 2004 eine sichere Wette? „In so einer Dynamik lohnt es sich fast immer, auf den kurzfristigen Trend zu setzen“, sagt Volkswirt Sandte. Das tun derzeit etwa die Eigenhändler der Banken und Hedge Fonds.

Besonders sicher sind sich die Spekulanten seit dem 20. September. An diesem Tag erklärten die Chefs der sieben größten Wirtschaftsnationen (G7), dass sie flexiblere Wechselkurse für wünschenswert hielten, und gaben damit ein Signal, dass eine Dollarabwertung politisch gewünscht ist.

„Das Statement klingelt den Devisenhändlern noch in den Ohren“, sagt der Marktbeobachter Sandte. Bis zur Präsidentschaftswahl im November 2004 hat die Regierung Bush kein Interesse daran, Haushalt und Leistungsbilanz durch eine restriktivere Finanz- oder Geldpolitik ins Gleichgewicht zu bringen. Nur wenn der Dollar fällt, werden daher die US-Importe sinken und die Ausfuhren steigen, bis die Schieflage begradigt ist.

Eine Umfrage der SZ unter 22 Banken ergab allerdings Mitte Dezember, dass die Analysten den Euro Ende 2004 etwa auf dem aktuellen Niveau sehen. Drei Dinge sprechen nach Einschätzung des WestLB-Volkswirtes Sandte dafür, dass sich die Dollarabwertung zumindest verlangsamt: „Die asiatischen Währungen werden künftig einen größeren Teil der Dollarabwertung tragen.“

Zweitens werde im Jahresverlauf die Konjunkturentwicklung an den Devisenmärkten wieder stärker wahrgenommen. Wenn die US-Wirtschaft weiterhin schneller wachse als die europäische, spreche dies für den Dollar.

Markt braucht neue Themen

Schließlich sieht der Marktbeobachter noch ein weiches Argument für einen härteren Dollar: „Alle halbe Jahr brauchen die Devisenhändler ein neues Thema.“ Vielleicht spekulieren sie dann darauf, dass der marode Stabilitätspakt und der Zank um die Osterweiterung der EU den Höhenflug des Euro beenden.

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Ca. 20% hat der Dow Jones (DJIA) in 2003 zugelegt. In der gleichen Zeit legte der € um ca. 20% zu. Das war kein gutes Jahr für Investitionen in den USA.


 Wie tief der Dollar noch fällt!? 1317969">www.baer45.de.vu">




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hjw2:

interessant, thx. bear o. T.

 
27.12.03 15:08
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