ich wollte ja nicht mehr posten, aber das mit den Schulden, Zinssklaven etc. ärgert mich schon immer. Das ist ein so falsches Argument, dass ich es mir immer nur so erklären kann, dass Artikelverfasser wirklich noch niemals etwas mit Wirtschaft tu tun hatten...
Zunächst musst Du unterscheiden zwischen Konsumkrediten und Investitionen. Konsumkredite, das hast Du vollkommen recht sind wirklich per se schlecht. Wobei es das schon wieder Schattierungen gibt z.B. Du hast einen selbstverschuldeten Unfall ohne Vollcasko. Ohne Auto wird es halt schon schwierig mit dem Arbeitsweg etc.
Schulden für Investitionen (und das ist der größte Teil der Schulden) sind erstens gut und zweitens fast unvermeidbar. Deshalb gibt es kaum EK finanzierte Unternehmen, außer jemand hat vor der Frimengründung geerbt oder im Lotto gewonnen. Nimm mal die Autoindustrie: Die müssen gerade mit Hochdruck alternative z.B. Antriebe entwickeln. Die können nicht warten, bis alle Entwicklungskosten EK finanziert aus dem Gewinn erwirtschaftet sind. Wenn ein Unternehmen das manchen würde, dann wäre es bereits am Markt verschwunden (wenn es dann endlich die Technologie entwickelt hat). So funktioniert eben der Wettbewerb, dass Unternehmen schnell auf Nachfrageänderungen, Marktveränderungen, Strukturveränderungen reagieren oder z.B. einen Konkurrenten wegen Marktanteilen, Technologietransfer (weil es noch teuerer wäre alles selbst zu entwicklen), Kosteneinsparungen durch Größenvorteile etc. übernehmen müssen, um am Markt erfolgreich zu sein. Da kann man nicht immer abwarten bis alles EK finanziert möglich ist. Wenn dann die Rendite der Investition größer als der Zins ist, dann sind es auch "gute" Schulden. Die Alternative für fast jedes Unternehmen lautet: Schnelle Reaktion auf Veränderungen = zukünftiger Geschäftserfolg, aber mit Schulden finanziert oder langsame Reaktion mit EK Finanzierung, aber langfristig vom Markt zu verschwinden. Ich kenne hier nur ein Unternehmen das komplett EK finanziert arbeitet und da hat der Firmengründer vorher schon eine sehr erhebliche Erbschaft gemacht. Ja, dann geht es, weil er einfach große Investitionen auf der Erbschaft bezahlt... Da die wenigsten diesen Umstand haben, funktioniert das leider nicht oft...
Zunächst musst Du unterscheiden zwischen Konsumkrediten und Investitionen. Konsumkredite, das hast Du vollkommen recht sind wirklich per se schlecht. Wobei es das schon wieder Schattierungen gibt z.B. Du hast einen selbstverschuldeten Unfall ohne Vollcasko. Ohne Auto wird es halt schon schwierig mit dem Arbeitsweg etc.
Schulden für Investitionen (und das ist der größte Teil der Schulden) sind erstens gut und zweitens fast unvermeidbar. Deshalb gibt es kaum EK finanzierte Unternehmen, außer jemand hat vor der Frimengründung geerbt oder im Lotto gewonnen. Nimm mal die Autoindustrie: Die müssen gerade mit Hochdruck alternative z.B. Antriebe entwickeln. Die können nicht warten, bis alle Entwicklungskosten EK finanziert aus dem Gewinn erwirtschaftet sind. Wenn ein Unternehmen das manchen würde, dann wäre es bereits am Markt verschwunden (wenn es dann endlich die Technologie entwickelt hat). So funktioniert eben der Wettbewerb, dass Unternehmen schnell auf Nachfrageänderungen, Marktveränderungen, Strukturveränderungen reagieren oder z.B. einen Konkurrenten wegen Marktanteilen, Technologietransfer (weil es noch teuerer wäre alles selbst zu entwicklen), Kosteneinsparungen durch Größenvorteile etc. übernehmen müssen, um am Markt erfolgreich zu sein. Da kann man nicht immer abwarten bis alles EK finanziert möglich ist. Wenn dann die Rendite der Investition größer als der Zins ist, dann sind es auch "gute" Schulden. Die Alternative für fast jedes Unternehmen lautet: Schnelle Reaktion auf Veränderungen = zukünftiger Geschäftserfolg, aber mit Schulden finanziert oder langsame Reaktion mit EK Finanzierung, aber langfristig vom Markt zu verschwinden. Ich kenne hier nur ein Unternehmen das komplett EK finanziert arbeitet und da hat der Firmengründer vorher schon eine sehr erhebliche Erbschaft gemacht. Ja, dann geht es, weil er einfach große Investitionen auf der Erbschaft bezahlt... Da die wenigsten diesen Umstand haben, funktioniert das leider nicht oft...