- Die Kurse deutscher Staatsanleihen gaben etwas nach.
- Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,84 %.
- Die Inflationsrate in Deutschland stieg auf 2,1 %.
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US-Präsident Donald Trump hat den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen. Dies hat an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird. Europäische Anleihen wurden aber nur leicht belastet. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber für Leitzinssenkungen aus.
"Ob Warsh also tatsächlich den Wünschen von Donald Trump nach niedrigeren Zinsen folgt, bleibt abzuwarten", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Kevin Warsh versteht aber, dass die Fed und deren guter Ruf essenziell für das Wohlergehen der USA ist." Es gehe dabei um die Stabilität des US-Finanzsystems.
Inflationsdaten aus der Eurozone bewegten den Eurokurs kaum. In Deutschland ist die Rate höher ausgefallen als erwartet. Die Jahresrate stieg von 1,8 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 1,9 Prozent gerechnet. In Spanien hingegen ist die Inflationsrate deutlich stärker als erwartet gesunken.
"In den kommenden Monaten dürfte die deutsche Inflationsrate weiterhin bei etwa 2 Prozent liegen, die Teuerungsrate jedoch etwas über dieser Marke", kommentierte Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Denn die immer noch recht kräftig steigenden Arbeitskosten dürften die Dienstleistungspreise weiter anschieben."/jsl/he
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