ihr braucht die Kritik nicht aus dem bösen Wiki zu nehmen, lest doch einfach euren Meister.
Dieser weigert sich z.B. in "Human Action" explizit, seine Theorien mit irgendeiner empirischen Forschung zu verifizieren. Wozu auch, es ergibt sich doch alles aus "Axiomen" (die näher undefiniert sind, wenn man genauer hinguckt) und darauf folgenden "logischen Überlegungen". Genauso wie sich im Mittelalter durch logische Gedanken die Eigenschaften von Engeln und anderen puren Geistern ergaben. Man muss dem Mann Achtung geben, egal was er in seinem tollen Buch so erwägt, er stellt immer mindestens 2 widersprüchliche Szenarien dar, wie sich die wirkenden Marktkräfte gegenseitig beeinflussen konnten, ohne sich jemals auf eins davon festzulegen. Nö, stimmt nicht, er schafft es immer zum gleichen Schluss: böse Inflationisten in der Regierung sind an allem schuld, ohne sie wäre die Welt ein Paradies.
Und auch wenn es so stimmen würde, was nutzt mir sein Schwärmen über theoretische Welten, in denen die Regierungen und Politik anders als in der realen funktionieren? Oder theoretische Welten, in denen sich Menschen anders verhalten, als Statistiken und Psychologie es belegen? Naja, dem Mises war es alles egal, denn seine "Wissenschaft" hatte von vornherein nichts mit der realen Welt zu tun, was er auch so ehrlich war zuzugeben. Warum er es dann trotzdem versuchte, auf dieser Basis irgendwelche Empfehlungen für die reale Welt von sich zu geben, kann man wohl nur mit Hybris erklären.
Nur deswegen wird der gute Mann heute nicht ernst genommen. Böse Neokeynesianisten (?) sind da das geringste Problem, wenn man sich seine Forschungsmethodik mal anschaut, die im krassen Widerspruch zu jedem anderen modernen (und auch nicht so modernen) Forschungsansatz steht. Die einzige Rechtfertigung ist, dass seine Vorgänger noch größere Clowns waren (was er auch ganz gerne hervorgehoben hat).