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Ok, ok, da hab ich Dich missverstanden. Zur Frage nach der Gerechtigkeit: Ich bin mittelständischer Unternehmer, und zu dem, was da in den letzten Jahren in der Hochfinanz und Großindustrie so abgeht, fällt mir genau so wenig ein wie Dir vielleicht. Blessing, Funke, neuerdings Nonnenmacher, die ganzen Abfindungen, Hochseilakte und Goldenen Fallschirme - einfach schlimm.
In Bezug auf den Fall UC-SoM habe ich mir noch keine Meinung gebildet, weil ich - anders als z. B. bei Nonnenmacher - noch nichts Fundiertes gehört oder gelesen habe. Mir ist schleierhaft, was da passiert ist. Und insofern ist die Aussicht, dass es zu einem öffentlichen Prozess kommt und nicht alles einvernehmlich unter den Teppich gekehrt wird, eigentlich ganz angenehm.
Mit den "Zahlen" hast Du natürlich auch Recht: Meine Gewinnprognosen werden durch diesen Konflikt zugegeben wackliger. Ob plus 9 Mio. Euro oder minus 7 Mio. Euro, das macht in Summe rund 1,50 Euro pro Aktie Unterschied.
1. Führst Du für SoM die Prozesse, oder kannst Du die Angaben irgendwie belegen oder hast Du sie Dir ausgedacht (was ich eher nicht glaube)?
2. Was hat das ganze mit Blythe zu tun. Für Blythe sind - bis zur Auszahlung des Cash Grants 2014 - 3 Mrd. Gesamtkapital erforderlich, davon 20%, also 600 Mio. Dollar Eigenkapital. Da fallen ein paar Millionen Prozessrisiko doch überhaupt nicht ins Gewicht!
Klar, 600 Mio. Dollar EK schafft nur ein ganz starker Partner. Das sehen sicher alle im Forum so. Und selbst dann sind die zusätzlichen Fremdkapitalmillarden noch nicht gesichert.
Aber beim Zusammenhang mit dem Baubeginn zweifle ich: Möglicherweise zieht SoM den Baubeginn ohne Rücksicht auf Verluste, also ohne EK, Loan Guarantee und FK durch. Avisiert wurde ja der November. Hierin liegt die größte Spannung! Wenn der Bau startet und die Finanzierung nächstes oder übernächstes Jahr nicht klappt, ist Schluss.
Manchmal denke ich, es wäre für einige hilfreich, mehr CNBC als hier ins Forum zu schauen. Seht mal, was da drüben im Moment los ist:
1. Nach den Midterm Elections müssen die Amis brutal sparen, so wie die Iren (Wachstum -15%) oder UK, die gerade die Studiengebühren von 3.000 auf 9.000 Pfund verdreifacht haben. Die US-Schulden laufen stramm auf griechische Verhältnisse zu.
2. Auf CNBC sieht man, was geplant ist: Steuererhöhungen, Rente mit 68, sogar die Abschaffung der bisher sakrosankten mortgage deduction. Da sind irgendwelche Energiesubventionen politisch ein Klacks dagegen!
3. Diese Woche wurde hier im Forum ja schon gepostet, dass Obamas Runde eventuell die Loan Guarantees "killen" will.
4. In diesem Umfeld ist es schlechterdings ausgeschlossen, kurzfristig eine Finanzierung auf die Beine zu stellen.
5. Der STA hat vor drei Tagen angekündigt, man habe jetzt Finanzleute mit Erfahrung mit Loan Guarantees an Bord geholt. Sollen die etwa bis Sylvester erfolgreich sein?
Optimismus ist das eine. Der Glaube, in den nächsten Wochen stehe die Finanzierung, ist ein anderes.
will doch noch mal mit dir reden, weil es langsam etwas klarer wird was euch umtreibt.
Du hast geschrieben, daß du mittelständischer Unternehmer bist. Nun, SM ist auch ein mittelständisches Unternehmen, mit sehr innovativen und hochriskanten Projekten und ohne eigenes Geld golbal erfolgreich. Da könnte dich (und die anderen) natürlich die Frage umtreiben: Wie geht das? Warum können die das?
Wenn man das Beispiel USA nimmt: Sie haben vor einigen Jahren den Papiertiger STA gegründet, der jetzt langsam mit hochkarätigem Personal (Uwe. T. Schmidt (CEO) und Josef Eichhammer haben immerhin die Grundlagen geschaffen, daß Leute wie Mr. Clapp (CFO) von der CitiGroup, Steven J. Breuwer (CCO)kommen) zum Leben erwaeckt wird
Meiner Beobachtung nach (seit 10 Jahren) ist das immer das gleiche Schema: SM liefert die Idee und die Grundlagen (Blythe Genehmigung) und dann wird von den Mitarbeitern die (freiwillige) innovative, produktive Leistung gefordert und und erbracht von SM (freiwillig) gut bezahlt.
Das gleiche Schema konnte man bei Utz Claassen beobachten: Rennomierter EnBW-Manager (der hat die nachträglich noch blamiert!!) wird gut bezahlt und verweigert die innovative, prokuktive Leistung weil er ein Idiot ist.
Das pasiert, ist aber kein Grund das System zu ändern, weil die Vorteile aus dem System wesentlich größer sind als die gelegentlichen Mehrkosten.
Ich bin mit dem System sehr gut gefahren, keine Reibereien, immer produktive Arbeit. Aber man muß eben eine tragfähige Idee haben.
Du sagst - sympathischerweise durch die Blume - ich sei als Mittelständler vielleicht neidisch auf SoM. Das ist aber nicht der Punkt. Ich bin vielmehr Freund einer nachhaltigen, unspektakulären Geschäftspolitik und deshalb nicht mit dem einverstanden, was SoM macht.
Natürlich kommt SoM, im Gegensatz zu mir, immer wieder freiwillig oder unfreiwillig in die Schlagzeilen. Schaut man aber auf den Gewinn, den sie seit 1999 gemacht haben, sieht das ganz anders aus. Die Summe aller jemals erzielten Gewinne betrug am letzten Stichtag 30 Mio. Euro und ist seither gefallen, auf welchen Wert genau, erfahren wir bald.
Ein Gewinn von weniger als 3 Mio. Euro pro Jahr ist angesichts des von den Aktionären eingezahlten Kapitals (rund 60 Mio. Euro) sehr dürftig. Da hätte ein Sparer mit geringem Risiko mehr verdient. Eine derartige Geschäftspolitik lässt sich nicht ewig durchhalten, denn letztlich wollen die Märkte echte Gewinne sehen. Das war vor zehn Jahren bei den Dotcoms genau so - Hoffnungen tragen eine Weile, aber nicht ewig.
Du selbst hast durch Deinen frühen Einstieg 1999 eine hervorragende Rendite erzielt, das ist klar. Weil es aber insgesamt um ein Nullsummenspiel geht, haben andere, die z. B. vor einem Jahr eingestiegen waren, entsprechend verloren. Aus meiner Sicht ist jetzt bald das Ende des Weges erreicht, und das wird sich schon in den nächsten Monaten zeigen.
. . . soll SM erreicht haben? Ich glaub Du hast nicht alle Tassen im Schrank. Dein krankhafter Hang zur Diffamierung von Solar Millennium und seiner Mitarbeiter wird langsam unerträglich.
Wenn Du hier den erfolgreichen Mittelstandsunternehmer spielen willst, darf ich nur an Deine dauerhaften Falschberechnungen der letzten Monate erinnern. Und dann Deine ständigen Lügen. Einfach schrecklich.
Du hast Dich von Deiner Herkunft in früheren Beiträgen als ehemals Selbständiger im Finanzsektor bezeichnet. Nun bist Du ein Unternehmer im Mittelstand? Muß ein schreckliches Unternehmen sein, mit so einem Chef wie Dir. Ein Chef der lügt, der diffamiert, der unterstellt, der übel nachredet, der andauernd falsche Berechnungen anstellt, der seine Zeit im Intenet verbringt, sich mit Firmen beschäftigt, in die er angeblich weder investiert ist noch sonstige Berührungspunkte hat. Na, die "Firma" würde ich gerne mal sehen.
Dass Du hier herumlügst hatte Dir auch schon Ulm000 bewiesen.
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