Puma Headquarters in Herzogenaurach
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Puma-Aktie geht steil: Anta Sports sichert sich 29 Prozent! Was bedeutet der Deal für die Zukunft der Marke?

Mit einer 1,8 Milliarden US-Dollar schweren Beteiligung sichert sich Anta Sports 29 Prozent an Puma und wird größter Aktionär. Was steckt hinter diesem strategischen Schritt, und wie könnte er die globale Expansion beider Unternehmen vorantreiben?
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Die Aktien von Puma (Puma Aktie) verzeichneten am Dienstag einen kräftigen Anstieg, nachdem bekannt wurde, dass der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports 29 Prozent der Anteile des deutschen Unternehmens für 1,5 Milliarden Euro (rund 1,78 Milliarden US-Dollar) übernehmen wird. Die Transaktion, die voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll, ist noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre.

Anta wird 35 Euro pro Aktie zahlen und damit zum größten Anteilseigner von Puma werden. Der chinesische Konzern erklärte jedoch, dass derzeit keine Übernahmeabsichten bestehen, da die 30-Prozent-Schwelle für eine Pflichtangebot unter deutschem Recht noch nicht erreicht ist.

Im frühen Handel an der Börse Frankfurt stiegen die Puma-Aktien zeitweise um bis zu 20 Prozent, gaben später jedoch einen Teil der Gewinne wieder ab. Zuletzt notierten sie mit einem Plus von 10,5 Prozent bei 23,87 Euro (10:51 Uhr). 

Puma befindet sich derzeit mitten in einem umfassenden Sanierungsprozess, nachdem der ehemalige Adidas-Manager Arthur Hoeld 2025 die Unternehmensführung übernommen hat. Trotz der Bemühungen, die Marke durch Stellenstreichungen, eine Straffung des Produktportfolios und eine Verbesserung der Marketingstrategie wieder auf Kurs zu bringen, kämpft Puma weiterhin mit rückläufigen Verkaufszahlen und einer schwächelnden Markenwahrnehmung. Das Jahr 2025 wurde daher von Hoeld als "Jahr des Neustarts" ausgerufen.

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Der Schritt von Anta könnte jedoch auch strategische Vorteile für den chinesischen Konzern mit sich bringen. Anta hat sich bereits durch die Übernahme von Amer Sports im Jahr 2019 als globaler Player etabliert, zu dessen Marken Wilson, Arc’teryx, Salomon und Atomic gehören. Der Deal mit Puma könnte nicht nur den Fußabdruck von Anta auf globaler Ebene erweitern, sondern auch als Sprungbrett dienen, um das Unternehmen in Märkte zu bringen, in denen es bisher weniger stark vertreten ist.

"Anta kauft im Wesentlichen eine Marke mit tiefer Historie und starken Produkten zu einem Schnäppchenpreis", sagte Melinda Hu, Analystin bei Bernstein. Auch Julia Zhu, Partnerin bei CIC, betonte, dass Puma mit seiner starken Marktstellung in Europa und Lateinamerika sowie einer Schwäche in China und Nordamerika ein "maximales Synergiepotenzial" für Anta darstelle.

Die Übernahme wird als weiteres Beispiel für die zunehmende Konsolidierung im globalen Markt für Sportartikel und Lifestyle-Marken angesehen. Inmitten geopolitischer Unsicherheiten und technologischer Umwälzungen, so eine aktuelle Umfrage von Bain & Company, setzen viele Unternehmen auf mutige Akquisitionen, um ihre globale Präsenz zu stärken und ihr Portfolio auf profitable Segmente auszurichten.

Insgesamt könnte der Schritt von Anta, Puma in sein Portfolio zu integrieren, nicht nur für beide Unternehmen von Vorteil sein, sondern auch für den gesamten Sportartikelmarkt, der sich immer stärker der Globalisierung und der Anpassung an neue Marktgegebenheiten stellen muss.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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