- Moller-Maersk erwartet Gewinnrückgang bis 2026.
- Gewinnprognose beträgt 4,5 bis 7 Milliarden US-Dollar.
- Die Aktie fiel um über fünf Prozent an der Börse.
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Der am Markt für 2026 bei Maersk erwartete Gewinn liegt im Schnitt über dem Mittelwert des nun vom Konzern ausgegebenen Zielkorridors. Selbst bei einer vollständigen Wiederöffnung des Roten Meeres sollte laut den Experten der Danske Bank noch das untere Ende der Spanne möglich sein.
Anleger waren skeptisch: An der Börse in Kopenhagen verloren Maersk-Papiere zeitweise über acht Prozent. Zuletzt betrug der Abschlag noch gut fünf Prozent, womit die Aktie weiter das Schlusslicht im Leitindex OMX 20 war. Am deutschen Markt gab Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd Aktie)
Maersk hatte im Dezember und Januar erste erfolgreiche Testfahrten durch die Straße von Bab el-Mandeb unternommen, nachdem die Angriffe der im Jemen ansässigen Huthi-Miliz nachgelassen hatten. Wegen der Gefahren nehmen die Unternehmen seit Anfang 2024 die weitere Strecke um die Südspitze Afrikas in Kauf - was länger dauert und teurer ist, wovon Reedereien wie Moller-Maersk aber wiederum profitieren. So war die Verfügbarkeit von Containerschiffen um 7 bis 8 Prozent zurückgegangen.
Wegen der schwächelnden Weltwirtschaft und der disruptiven US-Zollpolitik transportieren Unternehmen aber auch weniger Waren, was die Frachtraten zuletzt bereits wieder sinken ließ und so auf den Gewinn von Maersk 2025 drückte. Im vierten Quartal halbierte sich so der operative Gewinn nahezu auf 1,8 Milliarden Dollar (Dollarkurs).
Für das laufende Jahr prognostiziert Maersk ein Wachstum des globalen Containerverkehrs von zwei bis vier Prozent. Hier zeigen sich etwa die Ausgabenprogramme vieler Staaten. Maersk betreibt etwa 14 Prozent der weltweiten Containerschiff-Flotte sowie 60 Häfen und gilt so als ein Gradmesser für den globalen Handel.
Um den sinkenden Frachtraten entgegenzuwirken will sich die dänische Reederei 2026 verstärkt darauf konzentrieren, die Kosten im Griff zu halten. So sollen in der Verwaltung 1.000 Stellen wegfallen, was dort 15 Prozent ausmacht. Konzernweit entspricht der Abbau einem Prozent. Der Konzern verspricht sich davon jährliche Einsparungen von 180 Millionen Dollar.
Es werde ein "sehr starker Fokus auf Produktivität" gelegt, einschließlich des Einsatzes von Anwendungen Künstlicher Intelligenz, sagte Maersk-Chef Vincent Clerc beim Finanzsender Bloomberg TV. Ihm zufolge hat der Konzern "ziemlich viele Möglichkeiten", an der Kostenschraube zu drehen. Zugleich versucht Maersk, die Investoren bei Laune zu halten und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über rund eine Milliarde Dollar an./lew/men/jha/
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