dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 788

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwächelt - Sorgen über Techbranche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat nach einem freundlichen Start am Mittwoch geschwächelt. Auslöser war eine allgemein weiterhin schlechte Stimmung in der Technologie-Branche. Mit einem Abschlag von 0,72 Prozent auf 24.603,04 Punkte ging der deutsche Leitindex aus dem Tag. Gerüchte über eine Lockerung des EU-Emissionshandels stützten zwar, halfen aber nicht, das Blatt zu wenden.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
DAX 24.355,36 DAX Chart -1,01%
Zugehörige Wertpapiere:
MDAX (Perf.) 31.207,81 MDAX (Performance) Chart -1,00%
Zugehörige Wertpapiere:

Viel Technologie stecke zwar nicht im Dax, aber wenn diese Aktien Federn lassen müssten und wie SAP (SAP Aktie) oder Siemens (Siemens Aktie) hoch gewichtet seien, bekomme das der Index durchaus zu spüren, kommentierte Christine Romar, Europachefin bei CMC Markets. Weiterhin belasteten Sorgen über die Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbietern.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor 0,04 Prozent auf 31.524,63 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,41 Prozent auf 5.970,47 Punkte abwärts. Außerhalb der Euroregion stiegen die britische und die Schweizer Börse auf ein Rekordhoch und beendeten den Tag mit Gewinnen. In den USA war das Bild uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial kletterte zum europäischen Handelsschluss knapp unter sein tags zuvor erreichtes Rekordhoch. Die überwiegend mit Technologie-Aktien bestückte Nasdaq gab erneut kräftig nach.

Die Vorsicht bleibe derzeit ein "stetiger Begleiter der Investoren", sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Denn auch die Situation im Nahen Osten sei weiter ein Thema, angesichts der angespannten Lage dort. Obendrein "kommen immer mehr durchwachsene Unternehmensnachrichten und Quartalsberichte in die Finanzmärkte."

Die bisher in diesem Jahr gut gelaufenen Aktien von Siemens büßten 7,2 Prozent ein, Infineon (Infineon Aktie) gaben trotz solider Quartalszahlen um 1,9 Prozent nach. Den SAP-Aktien, die tags zuvor bereits deutlich gelitten hatten, retteten sich gegen Handelsschluss knapp ins Plus. Allgemeine Bedenken in der Softwarebranche verunsichern. Die tags zuvor erfolgte Abwertung dieses Bereichs könne nicht länger ignoriert werden, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Max Yates zu Siemens. Der Software-Anteil der Sparte Digital Industries mache mittlerweile 20 Prozent des gesamten Firmenwertes aus. An die aktuelle Situation angepasst, würde der Wert der Konzernteile in der Summe um vier Prozent sinken, schrieb er.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11L30 , DE000NB15L36 , DE000NB4KD88 , DE000NB4ZJR5 , DE000NB1JJF0 , DE000NB2MPF9 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Unter den Sorgen vor KI-Konkurrenz litten zudem auch die Papiere der Immobilienplattform Scout24 mit minus 5,4 Prozent.

Ein Bericht im "Handelsblatt" über eine Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die Europäische Union (EU) belastete zwar Heidelberg Materials , die um fast 10 Prozent einbrachen. Doch Chemie- und Autowerte legten zu. Brenntag gewannen an der Dax-Spitze knapp 10 Prozent und BASF stiegen um 5,0 Prozent. VW , BMW und Mercedes gewannen um die vier Prozent. Im MDax sprangen Lanxess und Wacker Chemie um die zwölf Prozent hoch. Evonik stiegen um 6,0 Prozent.

In dem Medienbericht hieß es unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive Unternehmen wie etwa aus der Chemiebranche zu entlasten. Heidelberg Materials litten, da sie wegen ihrer branchenführenden Position bei der Dekarbonisierung und Abscheidung von CO2-Emissionen im Produktionsprozess als Profiteur eines stärkeren Klimaschutzes gegolten hatten.

Die Papiere von PVA Tepla brachen als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax um knapp 15 Prozent ein. Das Technologieunternehmen setzte 2025 weniger um und verdiente auch weniger. Zudem enttäuschte der Ausblick./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend