BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind zur dritten Tarifrunde in Berlin zusammengekommen. Die Gespräche sind bis einschließlich Donnerstag angesetzt. Nach zwei vorangegangenen Treffen forderte GDL-Chef Mario Reiß für diese Runde ein erstes Angebot der Bahn. Fahrgäste haben aber noch nichts zu befürchten. Bis Ende Februar gilt eine Friedenspflicht, in der keine Arbeitskämpfe möglich sind.
Reiß forderte "ein verhandlungsfähiges Angebot, das wir bewerten können, um die Grundlage für eine weitere Verhandlungsrunde zu schaffen". Ob die Bahn ein solches im Gepäck hat, wurde zunächst nicht bekannt.
Die GDL fordert in der Tarifauseinandersetzung 8 Prozent mehr Geld. 3,8 Prozent davon sollen über eine Entgelterhöhung erzielt werden. Die weiteren Erhöhungen will die Gewerkschaft über Umstrukturierungen im Tarifsystem erreichen. Konkret geht es dabei etwa um die Einführung einer neuen Tarifstufe. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Es ist die erste Tarifrunde nach der Ära des früheren GDL-Chefs Claus Weselsky./maa/DP/mis
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