Sixt-Aktie nach dem 40%-Absturz: Startet jetzt eine neue Rallye?
Die Sixt-Aktie hat in den vergangenen Monaten rund 40 Prozent ihres Wertes verloren – doch jetzt kauft die Gründerfamilie für 50 Millionen nach. Was steckt hinter der Wette auf ein Comeback?
Für Sixt-Aktionäre waren die vergangenen 12 Monate bislang ein Lehrgang in Schmerztoleranz. Innerhalb weniger Monate brach die Aktie des Autovermieters um fast die Hälfte ein – von knapp 100 Euro auf unter 60 Euro. Seit zwei Wochen zeigt der Kurs aber Erholungstendenzen. Und jetzt legt die Investmentbank Jefferies nach: Das Kursziel wurde von 95 auf 110 Euro angehoben, die Kaufempfehlung bestätigt. Das entspräche ausgehend vom aktuellen Stand von rund 66 Euro einem Aufwärtspotenzial von fast 70 Prozent.
Der entscheidende Vertrauensbeweis kam allerdings nicht von einer Analystenbank, sondern von der Familie Sixt selbst: Die Gründerfamilie kaufte jüngst Aktien im Wert von 50 Millionen Euro, und setzte damit ein starkes Zeichen.
Tatsächlich habe sich das Umfeld für Sixt spürbar verbessert, analysiert Jefferies. Im globalen Mietwagenmarkt weicht der aggressive Verdrängungswettbewerb einer neuen Vernunft: Wettbewerber wie Avis und Hertz steuern nicht mehr auf Wachstum um jeden Preis, sondern optimieren Flottengröße und Auslastung. Das stabilisiert die Preise. Parallel dazu boomt die Reisenachfrage – US-Fluggesellschaften berichten von rekordverdächtigen Buchungszahlen, europäische Airlines melden stark gefüllte Sommerpläne. Hinzu kommt die Fußball-WM 2026 als zusätzlicher Nachfragekatalysator.
Jefferies sieht Sixt auf Bewertungsniveaus nahe historischer Tiefstände – auf Basis des erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisses von rund 9,5 für 2026. Die Analysten halten die Jahresprognose des Unternehmens für bewusst konservativ. Das neue Mitgliedschaftsprogramm Sixt ONE soll zudem wiederkehrende Umsätze strukturell stärken. "Now it's about execution", schreiben die Analysten – jetzt kommt es auf die Lieferung an.
Für eine Neubewertung der Aktie müsste Sixt in den kommenden Quartalen Ergebnisse liefern, die das neue Narrativ untermauern.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.