Ein Raketenwerfer in Feuerstellung (KI-generiertes Symbolbild).
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Rückenwind für Rheinmetall: US-Rüstungsschmieden feuern aus allen Rohren!

Am Dienstagmittag haben die Verteidigungswerte RTX und Northrop Grumman ihre Geschäftszahlen vorgelegt. Die Branche kann sich vor Aufträgen kaum retten!
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Rüstungsbranche: RTX und Northrop Grumman (Northrop Grumman Aktie) legen vor

Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten sorgen für weltweit steigende Rüstungsausgaben. Für Verteidigungsunternehmen bedeutet das eine Sonderkonjunktur, wie es sie seit Jahren nicht mehr gegeben hat.

Die europäischen Wiederbewaffnungsbemühungen sorgen vor allem bei Rheinmetall und Co. für ein hohes Umsatzwachstum, doch auch in den USA ist der Branchentrend ungebrochen, wie die Schwergewichte RTX und Northrop Grumman mit ihren am Dienstag vorgelegten Geschäftszahlen bewiesen haben.

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Die Erlöse von RTX legten gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,1 Prozent auf 24,24 Milliarden US-Dollar dazu. Damit konnten die Erwartungen um beeindruckende 1,53 Milliarden US-Dollar geschlagen werden.

Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie schlug mit 1,55 US-Dollar die Schätzungen. Hier hatten Expertinnen und Experten mit 8 Cent weniger gerechnet. Insgesamt erzielte der Konzern einen auf die Anteilseigner entfallenden Nettogewinn von 1,62 Milliarden US-Dollar. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 6,7 Milliarden US-Dollar erzielt.

Als Wachstumstreiber präsentierte sich im abgelaufenen Vierteljahr Triebwerkstochter Pratt & Whitney, wo die Erlöse um 25,5 Prozent auf 9,5 Milliarden US-Dollar gesteigert werden konnten. Die Rüstungssparte Raytheon erzielte ein Wachstum von 7,0 Prozent.

Für das Gesamtjahr erwartet RTX Erlöse in Höhe von 92 bis 93 Milliarden US-Dollar. Damit liegt die Mittelpunktschätzung knapp über der Markterwartung von 92,4 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn soll sich auf 6,60 bis 6,80 US-Dollar je Anteil belaufen. Hier liegt die Midpoint-Guidance um 1 Cent unter den Prognosen.

Ein zweistelliges Umsatzwachstum ist auch Northrop Grumman gelungen. Hier legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 11,7 Milliarden US-Dollar zu, womit die Erwartungen um 80 Millionen US-Dollar geschlagen werden konnten. Das pro Aktie bereinigte Gewinnergebnis landete mit 7,23 US-Dollar um 27 Cent über den Schätzungen.

Der auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallende Nettogewinn landete bei 1,43 Milliarden US-Dollar nach 1,26 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr. Im Gesamtjahr erzielte der Konzern einen Nettoertrag (nach standardisierter Rechnungslegung GAAP) von 4,18 Milliarden US-Dollar und damit einen Anstieg von 0,1 Prozent.

Für 2026 hat das Management Verkäufe in Höhe von 43,5 bis 44,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, womit Northrop Grumman eine Prognose knapp unter den Erwartungen abgegeben hat. Pro Aktie wird ein bereinigter Gewinn von 27,40 US-Dollar angepeilt. Das lag ebenfalls unter den Schätzungen, die im Mittel bei 28,84 US-Dollar gelegen hatten.

Fazit: RTX inzwischen teuer, Northrop Grumman noch fair bewertet

Entsprechend der Ergebnisse fielen die Kursreaktionen aus. Während RTX für die klar geschlagenen Umsatzerwartungen und die unter dem Strich zufriedenstellende Prognose gefeiert und mit einem Plus von 4 Prozent belohnt wurde, setzten bei Northrop Grumman mit Rücksicht auf die unter den Erwartungen liegende Guidance Gewinnmitnahmen ein.

Bei deutschen Verteidigungswerten orientierte man sich am guten Abschneiden von RTX, sodass Rheinmetall, Hensoldt und Renk geringfügig profitieren konnten.

Mit Blick auf die weiteren Aussichten ist trotz oder gerade wegen der schwächeren Kursreaktion Northrop Grumman zu bevorzugen. Die Aktie ist auf Basis der unternehmenseigenen Schätzung mit einem KGVe 2026 von 23,7 bewertet, während Investoren bei RTX bereits fast das 30-Fache der erwarteten Gewinne auf den Tisch legen müssen. Der Branchendurchschnitt liegt demgegenüber bei 22,4.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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