Der Salzspeicher ist ja an für sich nicht das ganz große Kostenproblem, aber das Solarfeld muss natürlich wesentlich größer werden, denn sonst kann man ja keine Energie zwischen speichern. Man muss ja am Tag mehr Energie erzeugen um die erzeugte Wämre im Salzspeicher zu speichern.
Bei Andasol hat die Speicherung, also Salzspeicher, Wärmetauscher, Verrohrung, wesentlich größeres Solarfeld und Wäremverluste, rd. 20% der Gesamtkosten von um die 350 Mio. € ausgemacht. Somit hat bei 50 MW alleine die Energiespeicherung für 7 Std. bei Andasol letztendlich 70 Mio. € gekostet.
Ist aber auch irgendwie klar, denn das Solarfeld musste ja bei Andasol durch den Speicher fast doppelt so groß demensioniert werden wie ohne vorhandenen Speicher und das Solarfeld macht immerhin rd. 50% der Gesamtkosten bei einem CSP-Kraftwerk aus. Der Generatorenblock z. B. nur 9%.
Wobei ich jetzt natürlich nicht sagen will, dass meine Daumenrechnung das Non Plus Ultra wäre. Ist ja im Prinzip nur eine Ableitung von der kleinen Abengoarechnung aus der verlinkten pdf-Datei um aufzuzeigen wie absurd die ganzen unzähligen Rechnungen, Kalakulationen und Kommentare von diesem MarcHe sind.
Es war doch absolut nicht mehr zu ertragen, wenn ein User wie der MarcHe gebetmühlenartig behauptet, dass ein CSP-Kraftwerk in Kalifornien nicht profitabel arbeiten kann. Eine solche Ignoranz ist doch unglaublich, aber im Internet kann ja leider jeder daher kommen und absurde Behauptungen aufstellen.
Aber schon ganz alleine die von Abengoa selbst erstellte kleine Kalkulationberechnung für Solana zeigt doch, dass ein CSP-Kraftwerk im Südwesten der USA mit Cash Grants, verbilligten Krediten und Loan Guarantees ohne Wenn und Aber sehr profitabel betrieben werden kann. Immerhin rechnet Abengoa mit einem Free Cash Flow von 24 Mio. $ für Solana im Jahr und die Rechnung zeigt auch, dass Abengoa eine Einspeisevergütüng von 0,14 $/kWh über das PPA erhalten wird.
PECT, wenn du meine Rechnung aber etwas genauer betrachtest, dann komme ich bei Abengoa mit Speicher im Nachhinein auch auf Stromgestehungskosten von um die 0,12 $/kWh. Siehe Post
#5464 mit "Nimmt man dann noch den von Abengoa erwähnten Free Cash Flow von 24 Mio. $ her, dann wären die Stromgestehungskosten sogar bei nur bei 0,12 $/kWh." 121,5 Mio. $ - 24 Mio. $ = 97,5 Mio. $ / 875 GWh = 0,111 $/kWh. Wobei ich mir bei der Angabe von 875 GW nicht sicher bin ob die wirklich so stimmt. Aber nach meinen Infos wird für Solana mit einem Kapazitätsfaktor von 0,4 gerechnet und das wären dann 3.500 Betriebsstunden bzw. 875 GWh im Jahr. Nach meinem Gefühl müsste das etwas weniger sein.
Wie schon erwähnt, das ist eine reine Daumenrechnung und dazu ist diese Rechnung nur von einer kleinen Rentabiltätsrechnung von Abengoa für Solana abgeleitet und die Rechnung sollte eigntlich auch nur zeigen, dass die von mir gestern erwähnten Stromgestehungspreise einigermaßen stimmen, da dieser MarcHe meine Posts mit den Stromgestehungskosten löschen wollte. Außerdem wollte ich anhand der kleinen Rechnung aufzeigen, dass die Bemerkungen von diesem MarcHe von heute Morgen ganz einfach total falsch sind. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich mit dieser Rechnung bezwecken und ich denke das habe ich sehr eindrücklich gezeigt.
Jedoch kann man ganz sicher auf Basis der Stromgestehungskosten die Cash Flows wesentlich besser kalkulieren bzw. schätzen wie die mysteriösen Annahmen von diesem MarcHe. Vor allem muss dieser MarcHe seine Parameter immer wieder sehr stark abändern.
Bei Nevada Solar One von Acciona wurde beipielsweise nur ein Speicher von 30 Min. gebaut um einen kurzfristigen Ausfall der Energieerzeugung durch beispielsweise vorbei ziehende Wolken zu verhindern.