So wie der MarcHe hier viel zu offensichtlich Zahlen verdreht wie sie ihm gerade in den Kram rein passen bzw. verlinkte Artikel kommentiert, ist mittlerweile schon echt eine ganz große Zumutung. Das ist alles viel zu leicht zu durchschauen und viel zu naiv, da er sich so gut wie jeden Tag öfters widerspricht. Abengoa ist ein sehr gutes Beispiel um mal die Rentabilität von Blyhte anhand eines Beispieles etwas aufzuzeigen und um die widersprüchlichen Aussagen von MarcHe mal etwas gerade zu rücken.
bossi hat am 17.10. in diesen Thread folgenden Link über eine Daumenrechnung von Abengoa für das CSP-Kraftwerk in Arizona rein gestellt:
www.abengoa.com/corp/export/sites/...estors_Day_2010_Day_1.pdfNach dieser Umsatz/Rentabilitätsberechnungen von Abengoa wird für das CSP-Kraftwerk in Arizona ein jährlicher Free Cash Flow von 24 Mio. $ erwartet !! Das ergebe ohne Kredittilgung und Zinszahlungen immerhin ein Cash Flow von 85 Mio. $. Siehe Seite 19 in dieser pdf-Datei. In dem von Abengoa angegebenen Free Cash Flow von 24 Mio. $ sind alle Kosten (Betriebskosten wie Personal, Wartung, Reperaturen und Wasserkosten und Finanzierungskosten) beinhaltet, sonst wäre es ja kein Free Cash Flow, wie natürlich auch die Subventionen mit dem Cash Grant und der verbilligten Kredite.
Auch ohne Rechnung kann die von MarcHe erwähnten Stromgestehungskosten von 0,19 $/kWh inkl. Cash Grants und verbilligten Krediten nie und nimmer stimmen, denn sonst könnte doch Abengoa gar keinen Free Cash Flow generieren !! Wie sollte denn das sonst gehen ?? Wäre dem so wie MarcHe schreibt, dann müsste Abengoa doch einen negativen Cash Flow ausweisen. Eigentlich doch alles recht logisch, auch ohne Rechnungen.
Die von MarcHe verlinkten Artikel aus der heutigen Post
#5453 und deren Aussagen dazu, gehen allesamt ohne Subventionen aus !! Soll heißen, dass das Abengoa CSP-Kraftwerk Stromgestehungskosten von 13 bis 14 $/kWh inkl. Subventionen hat und ohne Subventionen so um die 0,20 $/ kWh. Daran sieht man auch wunderschön, dass dieser MarcHe null ahnung hat von was er hier überhaupt schreibt.
Außerdem vermischt MarcHe andauernd die verschiedenen Subventionen von Spanien und den USA. Mal schreibt er von Eurocent und dann vom US-Dollarcent. Auch so eine Vermischung von MarcHe, da sie ihm in den Kram passen. Viel offensichtlicher und naiver geht doch gar nicht mehr.
Rechnet man mal die angegebenen Zahlen von Abengoa mal ganz kurz durch, dann kommt Abengoa auf eine durchschnittliche Einspeisevergütung von 0,14 $/kWh. Hier mal kurz die Rechnung:
- Kapazitätsfaktor bei 0,40, also rd. 3.500 Std. im Jahr bei einem Output von 250 MW = 875 GWh im Jahr Energieproduktion
- Den Jahresumsatz erwartet Abengoa bei 121,5 Mio. $. Daraus ergibt sich ein Einspeisungspreis von um die 0,14 $/kWh (121,5/875 MW).
Nimmt man dann noch den von Abengoa erwähnten Free Cash Flow von 24 Mio. $ her, dann wären die Stromgestehungskosten sogar bei nur bei 0,12 $/kWh. Im Detail darf man zwar nicht so rechnen, aber die Ungenauigkeit liegt aber bei dieser sehr vereinfachten Rechnung allerhöchstens bei 10%. Jedenfalls wesentlich genauer wie die riesen Differenzen von MarcHe.
Da aber das SM Blythe Kraftwerk nicht mit einem teuren Speicher ausgestattet ist und Blyhte den Großteil seiner erzeugten Energie zu Peak-Zeiten generiert, anders wie das Arinzona CSP-Kraftwerk von Abengoa, wird die durchschnittliche PPA-Einspeisevergütung sicher um rd. 15/20% höher liegen als die durchschnittlichen 0,14 $/kWh von Abengoa in Arizona. Auch der Stromgestehungspreis bei Blythe sollte um 5 bis 10% günstiger sein wie bei Abengoa, da bei Blythe kein teurer Speicher gebaut wird, und das wird die Rentabilität von Blythe nochmals erhöhen gegenüber Abengoas CSP-Projekt. Genau deshalb baut ja auch Bright Source ihre 380 MW CSP-Kraftwerk ohne Speicher und hält sich für die Zukunft, wenn die Strompreise hoch genug sind, die Option eines Salzspeicher bzw. einer Weiterentwicklung davon offen. Die Nachrüstung sollte in fünf oder zehn Jahren kein großes Problem werden.
Alles in Allem wird Blythe für SM und auch für die Investoren ein sehr gutes Geschäft werden: Der Stromgestehungspreis beträgt 0,12 $/kWh und der durchschnittlichen Verkaufspreis um die 0,17 $/kWh. Strompeak-Zeiten sind teuer - sehr teuer und dazu noch begehrt.
Der Kapazitätsfaktor von Blythe beträgt 26% bei einer nominalen Kapazität von 500 MW für die ersten beiden Blyhte-Kraftwerksblöcken. Ergibt somit 1.100 GWh im Jahr. Somit würde sich bei Blythe vor Steuern ein Free Cash Flow von 55 Mio. $ nach meiner Daumerechnung ergeben. Wobei das nur Stand der heutigen Datengrundlage ist, da ja davon auszugehen ist, dass der Strompreis kontinuierlich steigen wird. Abengoa erzielt nach ihrer eigenen Rechnung für ihr CSP-Kraftwerk in Arizona einen Free Cash Flow von 24 Mio. $. Denke mal genau deshalb liege ich bei meiner Schätzung recht gut mit einer Unsicherheit von +/- 10%.
Die Rechnung gilt natürlich erst wenn Blythe in Betrieb geht und die Vorfinanzierungskosten von 2 Jahren sind darin noch nicht beinhaltet.
Jedoch zeigt die einfache Rechnung von mir dann schon, dass Blythe sehr rentabel sein wird. Aber eines ist auch klar, ohne den üppigen Subventionen in den USA wäre ein CSP-Kraftwerk ein reines Draufzahlgeschäft. Sieht man ja sehr gut daran, dass Abengoa für ihr CSP-Kraftwerk Solona von einem Stromgestehungspreis von 0,19 $/kWh ausgeht.