- Der Euro verteidigt Kursgewinne zum US-Dollar.
- Am Abend kostete der Euro 1,1880 Dollar.
- Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1836 Dollar fest.
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Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1836 (Freitag: 1,1742) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8448 (0,8516) Euro gekostet.
"Mit Blick auf die unberechenbare Politik dieser US-Regierung besteht die Gefahr, dass aus Sicht des Marktes eine Grenze überschritten wird, an der es kein Zurück mehr gibt - ein Kipppunkt", beschreibt Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) ein aus ihrer Sicht bestehendes Risiko. Ein Thema sei hier etwa ein Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. "Die Gefahr besteht darin, dass der Markt ein Szenario einpreist, wonach der US-Dollar unkontrolliert abwertet, und selbst bei einem Zurückrudern der Verantwortlichen die Lage nur schwer beruhigt werden kann. Die Folge wäre eine nachhaltige deutliche Abwertung der US-Währung."
Auch die aktuelle Entwicklung mahne zur Vorsicht, so die Commerzbank-Analystin. So habe US-Präsident Donald Trump den Konflikt rund um Grönland mit seiner Rücknahme der Zollandrohungen gegenüber einigen EU-Staaten eigentlich deeskaliert, doch der Dollar habe darauf nur kurzzeitig "aufgeatmet". "Sollte sich die Beziehung zwischen der US-Regierung und wichtigen westlichen Verbündeten in den Augen des Marktes nicht sichtbar verbessern, könnte die Bewegung eine gefährliche Dynamik annehmen."
Eher enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland rückten derweil in den Hintergrund. Das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima verharrte auf einem niedrigen Niveau. Volkswirte hatten eine Verbesserung erwartet. "Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest./mis/stk
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