dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 512

Devisen: Euro hält Gewinne zum Dollar im US-Handel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat seine Kursgewinne zum US-Dollar am Montag im New Yorker Handel weitgehend verteidigt. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,1880 Dollar, nachdem sie am späten Nachmittag kurz die Marke von 1,19 Dollar (Dollarkurs) überwunden hatte. Damit hatte nicht mehr viel gefehlt bis zum Jahreshoch 2025.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
EUR/USD 1,1812 $ EUR/USD (Euro / US-Dollar) Chart -0,07%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1836 (Freitag: 1,1742) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8448 (0,8516) Euro gekostet.

"Mit Blick auf die unberechenbare Politik dieser US-Regierung besteht die Gefahr, dass aus Sicht des Marktes eine Grenze überschritten wird, an der es kein Zurück mehr gibt - ein Kipppunkt", beschreibt Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) ein aus ihrer Sicht bestehendes Risiko. Ein Thema sei hier etwa ein Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. "Die Gefahr besteht darin, dass der Markt ein Szenario einpreist, wonach der US-Dollar unkontrolliert abwertet, und selbst bei einem Zurückrudern der Verantwortlichen die Lage nur schwer beruhigt werden kann. Die Folge wäre eine nachhaltige deutliche Abwertung der US-Währung."

Auch die aktuelle Entwicklung mahne zur Vorsicht, so die Commerzbank-Analystin. So habe US-Präsident Donald Trump den Konflikt rund um Grönland mit seiner Rücknahme der Zollandrohungen gegenüber einigen EU-Staaten eigentlich deeskaliert, doch der Dollar habe darauf nur kurzzeitig "aufgeatmet". "Sollte sich die Beziehung zwischen der US-Regierung und wichtigen westlichen Verbündeten in den Augen des Marktes nicht sichtbar verbessern, könnte die Bewegung eine gefährliche Dynamik annehmen."

Eher enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland rückten derweil in den Hintergrund. Das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima verharrte auf einem niedrigen Niveau. Volkswirte hatten eine Verbesserung erwartet. "Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest./mis/stk

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend