Ein in der Mitte zerbrochenes Nvidia-Logo mit einem fallenden Candlestick-Chart im Hintergrund (Symbolbild).
Quelle: - Erstellt mithilfe von ChatGPT.
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Nvidia: Darum macht die Aktie aktuell keinen Spaß mehr!

Schon seit Monaten kommen die Anteile des KI-Überfliegers kaum vom Fleck. Neben gestiegener Unsicherheit belastet auch ein trendloser Chart die Aktie.
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Nvidia tritt auf der Stelle: Das sind die Gründe

Nach einem 3 Jahre andauernden Bullensturm ist bei der Aktie von Nvidia Ruhe eingekehrt. Gegenüber dem Stand vor einem halben Jahr hat sich das Papier trotz zwischenzeitlich neuer Allzeithochs kaum noch bewegt. Auch im neuen Börsenjahr ist der KI-Überflieger angesichts einer bislang mageren Performance von 0,6 Prozent kaum aufgefallen.

Während aus fundamentaler Perspektive die noch immer überdurchschnittlich hohe Unternehmensbewertung sowie die unklaren Aussichten auf dem chinesischen Halbleitermarkt Belastungsfaktoren darstellen, gibt es für den Stillstand neben brancheninternen auch technische Gründe.

Der Spaß könnte auch weiterhin ausbleiben

Nvidia baut seit Monaten eine Überhitzung ab, die sich nach der steilen Erholung vom Zoll-Crash im vergangenen April aus ergeben hatte. Auch bearishe Divergenzen trüben das Gesamtbild, welches jetzt dafür sorgen könnte, dass die Konsolidierung der Aktie in die Verlängerung geht und Nvidia (Nvidia Aktie) auch weiterhin nur wenig Spaß macht.

Nicht die erste Konsolidierung in den letzten Jahren

Langfristig befindet sich Nvidia in einem hochdynamischen Aufwärtstrend, der in den vergangenen Jahren für eine Vervielfachung der Anteile gesorgt hat. Ein Plus von 1.273 Prozent in 5 Jahren spricht gegenüber der Performance des US-Gesamtmarktindex S&P 500 mit Zugewinnen in Höhe von 93,8 Prozent für sich.

Trotzdem war die Aktie immer wieder längeren Durststrecken wie der aktuellen ausgesetzt. Schon vor dem Zoll-Crash im vergangenen April befand sich Nvidia in einer korrektiven Abwärtsbewegung, die sich nach der Eskalation im Handelskrieg verschärft hatte.

Überhitzung und bearishe Divergenzen fordern ihren Tribut

Ausgehend von einem Tief bei rund 85 US-Dollar und einem überverkauften RSI konnte sich Nvidia rasch erholen und Ende Oktober sogar auf neue Allzeithochs klettern. Die waren allerdings nur von kurzer Dauer und fielen dem überkauften RSI sowie bearishen Divergenzen im MACD zum Opfer.

Seither hat sich kaum noch etwas getan. Als Orientierung diente Händlerinnen und Händlern die 50-Tage-Linie sowie der Bereich zwischen 170 und 190 US-Dollar. Ein Ausbruch nach oben gelang den Bullen allerdings genau so wenig wie den Bären ein neuer Abwärtstrend, wenngleich diese aufgrund der schwächer werdenden technischen Indikatoren den Ball (Ball Aktie) aktuell in ihrer Hälfte haben.

Das Fehlen technischer Impulse dürfte anhalten

Die seit rund einem halben Jahr anhaltende Trendlosigkeit ist im MACD auch dadurch zu erkennen, dass er aktuell genau an der Nulllinie markiert. Unterdessen liegt der RSI bei rund 50 Zählern und damit im neutralen Bereich. Das spitzt den Gleichstand zwischen Bullen und Bären zu.

Im Chart zeichnet sich mit einem Keil zwar ein potenzielles Ausbruchsszenario ab. Angesichts der neutralen technischen Indikation ist die Wahrscheinlichkeit von Fake-Outs allerdings relativ hoch, sodass jede vermeintliche Vorentscheidung rasch zugunsten wieder seitwärts tendierender Kurse eingefangen werden dürfte. Aus technischer Perspektive gibt es aktuell keinen Grund, sich bei der Nvidia-Aktie zu engagieren.

Fazit: Das Geld fließt aktuell an andere Stelle

Aus fundamentaler Perspektive steht ein KGVe 2026 von 40 zu Buche. Das ist bereits ambitioniert bewertet, wenngleich der 5-Jahres-Durchschnitt mit 45,5 noch höher liegt. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch andere GPU-Hersteller sowie durch ASIC-Chips etwa von Broadcom.

Mit Blick auf Kapitalströme hat sich außerdem ein Favoritenwechsel ergeben. In den vergangenen Wochen haben vor allem Speicherchiphersteller wie Micron, Samsung und SK Hynix jede Menge Aufmerksamkeit erhalten. Die dort herrschende Angebotskrise sorgt für eine hohe Preissetzungsmacht und steigende Margen, während KI-Beschleuniger ihren Margen-Peak bereits erreicht haben könnten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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