- Ifo-Geschäftsklima bleibt im Januar bei 87,6 Punkten.
- Erwartungsindikator fällt um 0,2 Punkte auf 89,5 Punkte.
- Indikator im Verarbeitenden Gewerbe verbessert sich.
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Verbessert hat sich der Indikator im Verarbeitenden Gewerbe. Die Unternehmen seien zufriedener mit den laufenden Geschäften gewesen, schreibt das Ifo-Institut. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima hingegen eingetrübt. Im Handel und Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima aufgehellt. Das Ifo-Institut befragt monatlich 9.000 Unternehmen.
"Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden, doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben", kommentierte Andreas Scheuerle, Volkswirt bei der Dekabank. "Spätestens jetzt wird klar, dass die USA Zölle nicht mehr nur zur Erreichung ökonomischer Ziele einsetzen, sondern zunehmend auch, um geopolitische Positionen durchzusetzen." Dies führe zu Unsicherheit. "Die Hoffnungen ruhen damit einmal mehr auf den von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Reformen."
Skeptisch mit Blick auf die weitere Entwicklung äußert sich Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Offenbar sind viele Unternehmen über das Ausbleiben breit basierter Reformen enttäuscht", heißt es in einem Kommentar. Das Fiskalpaket der Bundesregierung falle daher nicht auf fruchtbaren Boden. "Die Wirtschaft dürfte sich in diesem Jahr nur zögerlich erholen", schreibt Krämer.
Die Daten kommen, nachdem zu Jahresbeginn noch eine Reihe von Indikatoren positiv überrascht hatten. Auswirkungen der Daten auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Experten nicht. "Die Währungshüter haben immer wieder deutlich gemacht, dass die Geldpolitik gut positioniert und eine abwartende Haltung zu favorisieren ist", schreiben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)./jsl/jha/
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