Fundamentale Gründe (und Charts) findest Du in diesem Thread (Posting 402 ff.):
http://www.ariva.de/Der_Dollar_long_Thread_t255969#bottom
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Es wiederholt sich ununterbrochen an der Wall - Street

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Es wiederholt sich ununterbrochen an der Wall - Street

Kolumne
Die Steakpreise sind um 5,5 Prozent gestiegen. Hühnchen kosten sogar sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Mais hat ohnehin neue Rekordmarken erreicht. Das liegt zum Teil an der Ethanolwelle. Der von Präsident Bush geförderte alternative Kraftstoff wird in den USA überwiegend aus Mais gewonnen. Mit der hohen Mais-nachfrage steigen auch die Futterpreise fürs liebe Vieh und damit letztendlich auch die Preise etwa für Eier, Fleisch und Milch. Der Liter Milch in den USA kostet mit 0,92 $ mittlerweile mehr als Benzin (dabei ist Benzin mit 0,82 $ pro Liter in den USA zur Zeit so teuer wie noch nie). Und Experten erwarten, dass die Milchpreise diesen Sommer bis auf 1,31 $ steigen könnten. Sogar die Preise für Haferschleim in der Cafeteria der New York Stock Exchange wurden in den vergangenen Monaten gleich zwei Mal um insgesamt über 30 Prozent erhöht.
Dass alles teurer wird, davor warnt auch Notenbankchef Ben Bernanke schon seit geraumer Zeit. In dieser Woche wiederholte Bernanke, dass ihm die Inflation im Vergleich zum Wirtschaftswachstum die größeren Sorgen bereitet. Konjunkturdaten bestätigten die Worte des Notenbankchefs. Die Arbeitskosten in den USA stiegen im ersten Quartal stärker und die Produktivität geringer als ursprünglich erwartet. Das weckte Inflations- und damit verbunden Zinsängste.
Noch ist Cash in den USA verhältnismäßig billig zu bekommen. Die Liquidität ist dementsprechend hoch, was die jüngste Welle bei Fusionen und Übernahmen maßgeblich ausgelöst hat. Doch was passiert, wenn die Zinsen in den USA noch mal erhöht werden? Bekommt die Liquidität und damit der Kaufrausch einen Dämpfer? Dieses Gedankenspiel hat an der Wall Street in der abgelaufenen Woche den größten Verkaufsdruck seit knapp drei Monaten ausgelöst.
Barbecue-Liebhaber können auf Alternativen ausweichen (auch wenn das bei den fleischliebenden Amerikanern eher unwahrscheinlich ist). Während Bratwürstchen in New York etwa 3,99 $ kosten, gibt es die Soja-Variante für 2,99 $. Aktionäre können ihren Speiseplan nicht ganz so schnell ändern.
Jens Korte schreibt als Wall-Street-Korrespondent für die FTD.
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/:Kolumne%20Jens%20Korte%20Selbst%20Grillen/210252.html
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