KI-Comeback für Apple: HSBC sieht jetzt 12 Prozent Potenzial

Julian Schick Julian Schick
Julian Schick Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Visuelle Darstellung von künstlicher Intelligenz.(Symbolbild)
©unsplash.com
Lange hinkte Apple beim KI-Rennen hinterher. Jetzt wagt eine Großbank die Kehrtwende und traut der Aktie zweistelliges Kurspotenzial zu.
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Die Investmentbank HSBC traut Apple wieder mehr zu und dreht ihre Einschätzung für die Aktie deutlich ins Positive. Statt wie bisher zum Halten rät das Analystenteam nun zum Kauf, das Kursziel springt von 260 auf 366 US-Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von rund 327 Dollar (Dollarkurs) entspricht das einem Potenzial von knapp zwölf Prozent.

Ausschlaggebend ist vor allem die Aufholjagd bei künstlicher Intelligenz. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni präsentierte Apple eine überarbeitete Version des Sprachassistenten Siri, die erstmals eigenständig Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen kann. Möglich macht das eine Kooperation mit Google, dessen Gemini-Modelle im Hintergrund arbeiten. Für die Analysten ist das ein Wendepunkt, schließlich hatte Apple bei generativer KI im Vergleich zur Konkurrenz lange hinterhergehinkt.

Hinzu kommt ein prall gefüllter Produktkalender. Neben den neuen iPhone-18-Modellen im Herbst erwarten die Experten für 2026 erstmals ein faltbares iPhone sowie mittelfristig eine smarte Brille. Kombiniert mit den neuen KI-Funktionen könnte das viele Nutzer älterer iPhone-Generationen zum Umstieg bewegen, was die Hardware-Erlöse in den kommenden Jahren spürbar antreiben dürfte.

Auch beim heiklen Thema steigende Speicherchip-Preise zeigt sich Apple robust. Erst im Juni hatte der Konzern die Preise für Mac und iPad um 100 bis 300 Dollar angehoben, um höhere Kosten für Arbeitsspeicher aufzufangen. Man habe einen derart schnellen und starken Preisanstieg bei einer Komponente noch nie erlebt, hieß es dazu vonseiten des Unternehmens. Die Analysten gehen aber davon aus, dass Apple dank starker Preissetzungsmacht und wachsendem Servicegeschäft solche Kostensprünge besser verkraftet als viele Wettbewerber.

Werte aus dem Artikel:
Apple Aktie 303,63 $ -0,77%

Auch regulatorisch entspannt sich die Lage etwas. Zwar bestätigte ein EU-Gericht kürzlich, dass Apple weiterhin als sogenannter Torwächter reguliert wird. China hat dem Konzern jedoch grünes Licht gegeben, seine KI-Funktionen dort mithilfe lokaler Partner wie Baidu und Alibaba einzuführen, was ein wichtiges Absatzrisiko entschärft.

Im optimistischsten Szenario, das zusätzliches Wachstum bei Hardware, Services und neuen KI-Abomodellen einpreist, sehen die Analysten sogar noch einmal gut 30 Dollar mehr Kurspotenzial pro Aktie.


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