.. hier einer vom rettinger devisenbrief:
Fundamental: Schon im Vorfeld der Zinsentscheidung
der US-Notenbank am Montag geriet EUR/USD unter
Druck. Die Marktteilnehmer trennten sich in unerwartet
starkem Maße von ihren Long-Positionen.
Nach der Veröffentlichung des Statements zur erwarteten
Entscheidung der Fed, den Leitzins von 2,50 auf
2,75% anzuheben, setzte EUR/USD seine Abwärtsbewegung
fort – und das obwohl die Notenbanker den
Begriff „measured“, der allgemeine mit einer Fortdauer
der Zinserhöhungen in 25-Basispunkten-Schritten gleichgesetzt
wird, nicht aus dem Statement strichen.
Allerdings wurden die Inflationsgefahren stärker betont
als bei den letzten Sitzungen, womit sich die Fed
in der Zukunft stärkere Zinsschritte offen hält, sollten
diese notwendig werden. Für die Zukunft bedeutet dies,
dass die Inflationsdaten in zunehmendem Maße unter
die Lupe genommen werden und für Kursbewegungen
sorgen könnten. Trotz der verschärften Tonlage des Fed-
Statements ist jedoch in den nächsten Monaten
weiterhin mit Zinserhöhungen in 25-Basispunkte-Schritten
zu rechnen, denn Erhöhungen um 50 Basispunkte
waren auch in der Vergangenheit sehr selten.
Charttechnik: Obwohl der Zinsentscheid nichts wirklich
Neues brachte, geriet EUR/USD stark unter Druck. Dabei
wurde auch die Unterstützung bei 1,30900 unterschritten
(siehe Markierung im Tageschart). Das zeigt, dass die
Aufwärtsdynamik zuletzt überschätzt wurde.
Durch den Kursrückgang wurden unsere Long-Positionen
im Musterdepot ausgestoppt. Der Schein mit der
WKN ABN 4H7 wurde zu einem Kurs von 5,60 Euro
mit einem Minus von 11,8% verkauft. Die Long-Zertifikate
mit der WKN ABN 1SS und CB8 L6B wurden zum
Einstiegskurs von 10,15 bzw. 5,35 Euro veräußert.
EUR/USD dürfte nun weiter abwärts tendieren, wofür
auch die Indikatoren MACD und Slow Stochastic sprechen,
die im Wochenchart nach unten drehten. Es ist daher
in den kommenden Tagen ein weiterer Rückgang bis
zur Unterstützung bei 1,2950 zu erwarten.
Möglicherweise kommt es sogar zu einem Test der Marke
von 1,2850 – in diesem Bereich verläuft der langfristige
Aufwärtstrend (siehe schwarze Linie im Wochenchart).
Strategie: Vor dem Osterwochende werden keine neuen
Positionen eingegangen, da aufgrund der Feiertage auf
neue Entwicklungen nicht reagiert werden kann. Bei einem
weiteren Kursrückgang bis in die genannten Bereiche
von 1,2950 oder 1,2850 können erneut mittelfristige
Long-Positionen eröffnet werden. Sollte es jedoch vor
Erreichen dieser Unterstützungen zu einer Kurserholung
kommen, ist eine kurzfristige Short-Position in Erwägung
zu ziehen. Hierüber werden wir Sie aktuell informieren... (oder nicht m.M *g)