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Dieser Artikel hat eine besondere Stelle, die bei mir damals die Alarmglocken hat schrillen lassen, bin aber leider trotzdem drin geblieben:
"€uro am Sonntag: Frau Schendel, was hat Sie bewogen, nach einer langen und erfolgreichen akademischen Karriere, wo andere sich auf die Freizeit als Rentner freuen, eine Firma zu gründen?
Dolores Schendel: Ich war davon überzeugt, dass wir wirklich ganz kurz davor stehen, Patienten helfen zu können. Man kann nicht vier Jahrzehnte auf ein Ziel hinarbeiten und dann alles fallen lassen. In der akademischen Forschung in Deutschland ist es aber so: Wenn der Leiter eines Instituts in Pension geht, dann ist die ganze Geschichte weg, die Forschung wird in der nächsten Generation nicht weiterverfolgt. Es wäre zwar möglich gewesen, meinen Mitarbeitern Projekte zu übergeben, aber die hätten sich damit woanders bewerben müssen. Das heißt, sie wären nicht unbedingt in eine solche Position gekommen, wie ich es war, wo sie wirklich etwas bewegen können. Es wäre also viel verloren gegangen. Das passiert in Deutschland immer wieder. Ich habe die Firma gegründet, um den nächsten Schritt wirklich zu probieren. Außerdem: Nur Rentnerin, das wäre mir auch zu langweilig gewesen."
Ich dachte mir damals: Hoffentlich bedeutet das, dass das Unternehmen nicht nur eine Arbeitssicherungsmaßnahme für die Mitarbeiter des Lehrstuhls ist, sondern eine ernstgemeinte Unternehmensgründung. Ich habe gehofft die Aussage "... nächsten Schritt wirklich zu probieren. Außerdem: Nur Rentnerin, das wäre mir auch zu langweilig gewesen." klingt nur für mich wie ein nicht mit voller Ernsthaftigkeit angegangene Unternehmensgründung.
Heute, bei nochmaliger Betrachtung dieser Aussagen und bei Betrachtung des Scherbenhaufens, der sich Unternehmenswert schimpft, ärgere ich mich über mich selbst und fühle mich als Aktionär von der Führung des Unternehmens missbraucht!
Und wenn ich dann auch noch die messerscharfen Prognosen von Frau Dr. Schendel in dem Artikel sehe:
Frage in Bezug auf Cytovant: "Und wann geht es los in China?"
Antwort Schendel: "Wir glauben schnell, ..."
Das war Juni 2019!!! Wie kann sein Unternehmen so schlecht leiten, so schlechte Zukunftsprognosen treffen, bislang immer nur auf die falschen Pferde setzen .....
So, ich hoffe ich konnte "glück im Spiel" ausreichend darlegen, warum der Kurs da ist wo er ist.
Sorry, ich musste mal Dampf ablassen. Vielleicht war für mich als Medigene Aktionär der Blick auf mein Depot zu ernüchternd.