BASF: Das ist alles ganz schön zäh, ABER ...

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Tanklager der BASF in Ludwigshafen
©BASF - We create chemistry (Link)
Auf den ersten Blick scheint die BASF-Aktie kaum vom Fleck zu kommen, doch das technische Gesamtbild hellt sich immer weiter auf. Jetzt dranbleiben?
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BASF: Zwei Schritte vor, einen wieder zurück ...

Hinter der weltweiten Chemieindustrie liegen nach dem Ende der Corona-Pandemie schwierige Jahre. Die schwache Industriekonjunktur belastet die Geschäftsaussichten vieler Unternehmen. Dazu kommen gestiegene Energiekosten bei gleichzeitig niedrigeren Ölpreisen, was für sinkende Margen bei gleichzeitig sinkenden Erlösen sorgt.

Die BASF-Aktie spiegelt diesen Trend wider und tritt bereits seit fast vier Jahren auf der Stelle. Ein Boden ist zwar längst gefunden, doch größere Zwischenerholungen wurden immer wieder abverkauft. Nach dem Zoll-Crash im vergangenen April haben sich die Käuferinnen und Käufer fast gänzlich entmutigen lassen. Die Aktie handelt inzwischen mit einer Handelsspanne im einstelligen Prozentbereich.

Werte aus dem Artikel:
BASF Aktie 52,45 € +0,15%

... das könnte schon bald ein Ende haben

Etwas schwungvoller präsentierte sich BASF (BASF Aktie) zumindest in den vergangenen Wochen. Gegenüber dem Jahreswechsel stand zeitweise sogar ein Plus von 4 Prozent zu Buche. Doch schwache Handelstage wie der Dienstag mit einem Minus von knapp 2 Prozent sorgen für immer wieder neue Rücksetzer und Enttäuschungen.

Das zähe Ringen stellt Investoren vor eine Geduldsprobe. Doch am Ball zu bleiben, könnte sich lohnen. Die technischen Indikatoren verbessern sich immer weiter.

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Und plötzlich war die Luft erst einmal wieder raus

Schwungvoll in 2025 gestartet fiel die Aktie dem Zoll-Crash im April zum Opfer und stürzte mit rund 37,50 Euro auf den tiefsten Stand seit November 2009 ab. Solche Mehrjahrestiefs gelten als starke Verkaufssignale. Bei BASF konnte sich dieses aber nicht durchsetzen, da die Aktie mit Blick auf den RSI bereits stark überverkauft war und die dynamische Gesamtmarkterholung auch die Ludwigshafener wieder nach oben spülte.

Trotzdem war der Risikoappetit der Anlegerinnen und Anleger erstmal dahin, woraus sich die Handelsspanne zwischen 41 und 45 Euro ergeben hat mit zwischenzeitlichen Ausbruchsversuchen zur Ober- beziehungsweise Unterseite. Auch aus diesen, allen voran dem Erholungsversuch aus dem Sommer, wollte jedoch kein neuer Trend hervorgehen.

Da ist schon ein erster Aufwärtstrend zu erkennen

In den technischen Indikatoren stellt sich die Entwicklung etwas anders dar. Sowohl im RSI als auch im MACD sind klare Aufwärtsbewegungen zu erkennen, obwohl die Aktie überwiegend seitwärts tendierte. Damit liegen bullishe Divergenzen vor, die wesentlich am seit rund drei Monaten zu beobachtenden, zaghaften Aufwärtstrend beteiligt sind.

Der hat zu einer Rückeroberung der gleitenden Durchschnitte geführt, die mit einem Golden Cross außerdem für ein Kaufsignal gesorgt haben. Der Lohn dafür war ein Ausbruch über 45 Euro. Dieser fiel in der vergangenen Woche zwar dem Grönland-Streit zum Opfer, doch genau an der 200-Tage-Linie konnte der Abverkauf gestoppt werden. Damit ist der Ausbruch erfolgreich getestet und die 200-Tage-Linie als Unterstützung bestätigt worden.

Auch der Rücksetzer vom Dienstag passt in dieses Bild: Am intakten Erholungstrend hat sich nichts geändert, allerdings wird der Ausbruch über 45 Euro beziehungsweise die Unterkante des Trendkanals noch einmal getestet. Behalten diese ihre Gültigkeit, dürfte ein Anstieg und ein weiterer Ausbruchsversuch über 48 Euro angesichts des zunehmenden technischen Rückenwinds nur eine Frage der Zeit sein. Erst unterhalb der Durchschnittslinien beziehungsweise der horizontalen Support-Zone zwischen 41 und 42,50 Euro würde sich das Chartbild wieder erheblich eintrüben.

26.01.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: Dabei bleiben, aber vorerst nicht neu einsteigen!

Eher als der nur auf den ersten Blick schwache Chart der Aktie ist die Unternehmensbewertung noch ein Klotz am Bein von BASF. Für 2026 sind die Ludwigshafener mit dem 12,8-Fachen ihrer Gewinne bewertet. Das ist für ein kapitalintensives, derzeit aber nur wenig wachstumsstarkes Geschäft durchaus fair, zumal hiermit bereits eine kräftige Steigerung gegenüber 2025 (KGV: 23,6) eingepreist ist.

Bewertungsvorteile gegenüber den Mitbewerbern hat die Aktie vor allem beim Kurs-Buch-Verhältnis sowie beim Kurs-Cashflow-Verhältnis zu bieten, wo die Abschläge bei mehr als 30 Prozent liegen. Das befürwortet das Festhalten an bereits bestehenden Positionen.

Wer hingegen neu einsteigen will sollte zugunsten einer höheren Sicherheitsmarge aber einen etwas tieferen Rücksetzer oder eine klare Verbesserung der Geschäftszahlen abwarten. Die Ergebnisse zum vergangenen Jahr sollen am 27. Februar vorgestellt werden.

Wie schnell es gehen kann, wenn sich der Wind dreht, hat in den vergangenen Wochen die Aktie des US-amerikanisch-niederländischen Konkurrenten LyondellBasell gezeigt, welche sich binnen kurzer Zeit um 20 Prozent verteuern konnte.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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