Markt-Sentiment: Bären wieder in Lauerstellung ?!


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EinsamerSam.:

Markt-Sentiment: Bären wieder in Lauerstellung ?!

 
01.06.05 14:10
Erste Einsätze auf schwächere DAX-Kurse

Obwohl sich die Stimmung etwas eingetrübt hat, geht die Mehrzahl der DAX-Anleger weiterhin von steigenden Kursen aus. Die Bullen warten geduldig auf neue Höchstände des DAX-Index. Erst dann wollen sie scheinbar Gewinne mitnehmen. Zumal der Index trotz des angeschwollenen Bärenlagers nach unten gut abgesichert ist.

25. Mai 2005. Eigentlich hätte es für den DAX® eine geruhsame Woche werden können. Bis vergangenen Freitag erwarteten viele Analysten, dass Seitwärtsbewegung der deutschen Aktien anhält. Selbst der kleine Verfallstermin verstrich folgenlos. Politische Einflussfaktoren aus der Wahl in Nord-Rhein-Westfalen hatte kaum jemand auf der Rechnung für die neue Börsenwoche. Natürlich wissen wir, dass politische Börsen kurze Beine haben. Aber ganz ohne Einfluss scheinen die vorgezogenen Neuwahlen nicht auf die Entscheidungen der Börsianer geblieben zu sein. Denn nicht alle, die zuvor auf steigende Kurse gesetzt hatten, wollten bislang ihre Gewinne realisieren. Obwohl der DAX seit vergangenen Mittwoch 2,8 Prozent an Wert gewinnen konnte. Passend zu diesem Kursanstieg ging der Optimismus, gemessen an unserem Bull/Bear-Index®, zurück. Womit sich der Stimmungsbarometer zwar noch in positivem Terrain, aber bereits unterhalb seines Jahresmittels bewegt.
Sentimentindikatoren

Die Optimisten werden ins Verhältnis zu den Pessimisten gesetzt und mit der Anzahl der neutralen Stimmen gewichtet. Die blauen Balken in den Grafiken stellen das Maß an Optimismus dar.

Aus diesen Daten lassen sich Aussagen über Positionierung und Einstiegspreise der Investoren treffen und somit mögliche stimmungsbedingte Marktschieflagen erkennen.

Die verbliebenen Bullen der Vorperiode mag zweierlei getrieben haben: Zum einen die Hoffnung, bei vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland sei durch einen Regierungswechsel die ökonomische Lage positiver einzuschätzen. Zum anderen rein kurstechnische Erwägungen. Denn es hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder ausgezahlt, auf neue Jahreshochs zu warten - seien sie auch nur marginal höher. Um danach zu verkaufen, bzw. Short-Positionen einzugehen in der Erwartung, dass die Kurse wieder in den Keller gehen.

Einige Akteure haben nicht soviel Geduld aufgebracht. Die Zahl der Pessimisten ist immerhin um 7 Prozentpunkte gestiegen. Bei genauer Betrachtung der Wanderungen darf nicht übersehen werden, wie dieser Zuwachs bei den Baissiers zustande gekommen ist. Nur gut die Hälfte davon speist sich aus ehemaligen Bullen, die ihre Gewinne eingestrichen und somit langfristigen positiven Betrachtungen keinen Glauben geschenkt haben. Die andere Hälfte sind ehemalige Neutrale. Sie waren bislang ohne Engagements an der Seitenlinie des Börsengeschehens gestanden und stehen dem derzeitigen Geschehen skeptisch gegenüber. Vielleicht lag es auch nahe, in der Nähe der Jahreshochs short zu gehen.

Per Saldo hat der DAX die Abgaben der abtrünnigen Optimisten ordentlich verkraftet, obwohl er seit Montag nicht mehr so richtig zulegen konnte. Deshalb könnten die verbliebenen Bullen bei weiter steigenden Kursen, vornehmlich jenseits der Jahreshochs, noch Sand ins Getriebe der Aufwärtsbewegung streuen. Doch das Börsenbarometer hat den ersten Stresstest gut überstanden. Und die neuen Bären? Sie warten auf die Abwärtskorrektur. Ihre Käufe werden bei fallenden Notierungen wieder einmal größeres Ungemach an der Unterseite verhindern und womöglich schon vor der 4.300-Punkte-Marke wieder greifen. Dieselbe Nachfrage könnte im Rahmen eines Short-Squeeze den DAX aus der für viele noch anhaltenden Seitwärtsbewegung nach oben heraus treiben.



Gute TecDAX-Laune im Wonnemonat

Optimistisch geben sich die Anleger für deutsche Technologietitel. Besonders institutionelle Investoren wechseln ins Bullenlager und setzen auf steigende Kurse. Sie haben die weitere Entwicklung selbst in der Hand.

25. Mai 2005. Pünktlich zum Ende des Wonnemonats Mai stellen die Anleger des Technologiesegments im Gegensatz zu ihren DAX®-Kollegen ihr sonniges Gemüt unter Beweis. In der aktuellen Sentimenterhebung geben sie sich nochmals ein Stückchen optimistischer für deutsche Technologiewerte. Zeigten sich die institutionellen Investoren in der Vorwoche eher zurückhaltend, treiben diesmal gerade sie den Bull/Bear-Index® durch ihre Abwanderung ins Optimistencamp weiter nach oben. Ihre privaten Mitstreiter zieht es hingegen erst einmal ins abwartende Lager.

Die Stimmungsaufhellung könnte sich seit Dienstag einstellen, denn seitdem konnte der TecDAX® mit Kursgewinnen aufwarten. Das gelang den deutschen Blue Chips nicht. Seitdem sollte es den neuen Bullen erheblich leichter fallen, ihre Käufe zu rechtfertigen. Schließlich partizipierte der Technologie-Index nicht an der „Polit-Rallye“ zum Wochenanfang. Ganz im Gegenteil waren da noch die Pessimisten unter den Akteuren klar wortführend. Sie verwiesen auf das Risiko, dass die Förderung für alternative Energien durch eine CDU-Regierung zurückgefahren werden könne. Ausgerechnet jetzt, mag mancher Skeptiker moniert haben, da nach Solarworld mit Conergy eventuell das zweite Solar-Unternehmen in den TecDAX einziehen könnte. Den jungen Bullen kam es vermutlich wie gerufen, dass das US-Marktforschungsunternehmen Gartner just am Dienstag einer anderen Branche Rückendeckung verschaffte: Unter der Überschrift „Hoffnung für den Halbleiterabsatz“ prognostizierte das Institut, dass die weltweiten Chip-Verkäufe in 2004 und 2005 stärker als bisher vermutet ansteigen werden.

Mit ihren jüngsten Kaufaktionen haben die neuen Bullen die Kursentwicklung im TecDAX zuletzt wesentlich mitbestimmt. Deshalb halten jene Optimisten auch die Zügel für die weitere Performance selbst in der Hand. Allerdings dürfte sich das Technologie-Barometer im gegenwärtigen Umfeld schwer damit tun, richtig vom Fleck zu kommen. Denn auf höherem Niveau werden gewiss Gewinnmitnahmen einsetzen. Das daraus resultierende Angebot könnte die momentane Aufwärtsbewegung zweifelsohne erheblich ausbremsen.

Quelle: Deutsche Börse

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