Sehe ich manche Analysen an, gewinne ich den Eindruck, es wird gezielt nach dem Haar in der Suppe gesucht:
Coba senkt innerhalb weniger Stunden ihr KZ von 26 auf 25 mit der Begründung, Rückstellungen für die Schließung von Sigmundshall könnten Erg. 2017 belasten. Die Rückstellung ist lt. VV schon in die Bandbreite des Erg. 2017 eingeflossen. Zudem spielt es für eine Bewertung m.E. keine Rolle, ob das Erg. 2017 oder 2018 damit belastet wird. Die Schließung kommt so oder so.
Ein anderer Analyst bemängelt, dass Währungsgewinne angefallen seien. Dieser Einschätzung würde ich zustimmen, falls die Ges. mit Devisen spekulieren würde. Das ist aber nicht der Fall. Angenommen, die Ges. verkauft Waren im USD-Raum (akt. Kurs 1,10) und sichert diesen Kurs bei Hausbank ab und bei Geldeingang ist der Kurs nur noch 1,20. Dann ist der gebuchte Umsatz zwar niedriger, der Ausgleich erfolgt aber durch die Absicherung. Also muss man den niedrigeren Umsatz und den "Ertrag" aus dem Absicherungsgeschäft als Einheit betrachten.
Insgesamt hat K+S einiges richtig gemacht und ist für die Zukunft gut aufgestellt. Die Leerverkaufsquote stört mich nicht, im Gegenteil....