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Rekordgewinne, Rekordpayouts: Warum die Börsen-Party trotzdem gefährlich wird

134 Milliarden US-Dollar Handelsumsatz, prall gefüllte Deal-Pipelines, Banker sprechen von "idealen" Bedingungen. Doch genau EIN Risiko könnte die nächste Rekordrunde abrupt beenden.
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Ted Pick, CEO von Morgan Stanley, bringt die Stimmung an der Wall Street nach einem rekordverdächtigen Handelsjahr so auf den Punkt:

"Die Voraussetzungen sind ideal."

Die fünf großen Banken der Wall Street erzielten im vergangenen Jahr zusammen 134 Milliarden US-Dollar Handelsumsatz. Das berichtet Bloomberg. Gleichzeitig zog das Transaktionsgeschäft wieder an. Viele Bankchefs erwarten, dass der Rückenwind anhält, auch wenn sie sich mit Prognosen noch zurückhalten.

David Solomon, CEO von Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie), glaubt ebenfalls an ein starkes Umfeld. "Als jemand, der sich seit Jahrzehnten mit diesen Geschäften beschäftigt, würde ich wetten, dass 2021 nicht die Obergrenze ist", sagte er mit Blick auf das letzte Rekordjahr. Für das Jahr 2026 sieht Solomon die Welt "unglaublich konstruktiv" für Fusionen und Übernahmen sowie Kapitalmarktaktivitäten.

Ein Treiber bleibt die Politik. Bloomberg beschreibt, wie die turbulenten Veränderungen und Handelsgespräche von US-Präsident Donald Trump Anleger zu schnellen Umschichtungen zwingen. Das spiele den Handelsschaltern in die Karten. Dazu kommen Deregulierungspläne der Regierung und Zinssenkungen der Federal Reserve.

Pick sieht den Boom im Handel noch nicht am Ende. Er sprach gegenüber Analysten von der "Mitte des Spiels" und stellte das Investmentbanking dagegen als "Anfangsphase" dar. Goldman wiederum bezeichnete seinen Auftragsbestand für Beratung sowie Fremd- und Eigenkapitalemissionen als den stärksten seit mehreren Jahren.

An der Börse kam das gut an. Morgan Stanley stieg nach den Zahlen um 5,8 Prozent, Goldman um 4,6 Prozent. Bloomberg nennt das den größten Tagesanstieg seit April.

Trotz Rekordergebnissen mahnen die Banken zur Vorsicht. Hohe Vermögenspreise könnten bei einer scharfen Korrektur den Handel dämpfen und Risiken in die Bücher bringen. JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte vor "enormen Risiken", die das Bild schnell drehen könnten:

"Wir müssen mit der Welt zurechtkommen, die wir haben, nicht mit der Welt, die wir uns wünschen."

Autor: sbh-Redaktion/neb


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