Ist Karsli für die FDP tragbar?


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SchwarzerLor.:

Ist Karsli für die FDP tragbar?

 
17.05.02 12:38
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Grinch:

Wer is den Karsli?????????????????????????????????

 
17.05.02 12:39
?????????????????????????????????????????????????????????????????­?????????????????????????????????????????????????????????????????­??????????????????????????????
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SchwarzerLor.:

Möllemann stützt Karsli.

 
17.05.02 12:40
P O L I T I K
Möllemann stützt Israel-Kritiker
Jamal Karsli sprach von einer „zionistischen Weltverschwörung“ – für den NRW-Chef der Liberalen kein Grund, nicht der FDP anzugehören. „Mir sind keine Sachverhalte bekannt, die einen Ausschluss begründen würden“, sagte Jürgen Möllemann am Freitag im Deutschlandfunk.
Der frühere Grünen-Politiker Karsli, dessen Aufnahme in die FDP am Mittwoch für Empörung gesorgt hatte, habe „Formulierungen gebraucht, für die wir ihn gerügt haben und für die er sich bereits mehrfach öffentlich entschuldigt hat“, so Möllemann. Die Kritik des Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, sei der Versuch, „von einem Drama im Nahen Osten, das durch die israelische Regierung verursacht wird, abzulenken“.
Der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff bleibt dagegen bei seiner Kritik an der Aufnahme Karslis. „Wer von 'einer zionistischen Weltverschwörung, die die Medien beherrscht', spricht, benutzt die Sprache der Nazis und hat in der FDP nichts zu suchen“, sagte er im InfoRadio Berlin-Brandenburg. Er hoffe, dass der nordrhein-westfälische FDP-Vorstand die Entscheidung auf einer Sondersitzung am 3. Juni wieder rückgängig machen werde.
Karsli hatte Israels Vorgehen gegen die Palästinenser mit „Nazi-Methoden“ verglichen und in der rechten Zeitschrift „Junge Freiheit“ erklärt, eine „zionistische Lobby“ diffamiere Kritik an Israel als antisemitisch. Der zuständige FDP-Kreisverband Recklinghausen hatte dennoch mit Zweidrittel-Mehrheit entschieden, den ehemaligen Grünen-Abgeordneten Karsli in die Partei aufzunehmen.  
17.05.02, 9:27 Uhr  

Quelle: www.focus.de/G/GN/gn.htm?snr=105698&streamsnr=7
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Grinch:

Dank dir! o.T.

 
17.05.02 12:41
Antworten
SchwarzerLor.:

Für Grinch: Karsli --> FDP-Aufnahme

 
17.05.02 12:42
Karsli sorgt für Krach in der FDP
Westerwelle mischt sich in umstrittene Partei-Aufnahme ein
FDP-Chef Guido Westerwelle hat eine Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Landesvorstands der Freidemokraten erwirkt, um über die umstrittene Aufnahme von Jamal Karsli zu beraten. Der syrisch-stämmige Landtagsabgeordnete hatte durch antisemitische Äußerungen von sich reden gemacht. Die Entscheidung, ihn in die FDP aufzunehmen, traf parteiintern und beim Zentralrat der Juden auf Kritik.
BERLIN, 16. Mai (vs/dpa/ap/rtr). Der FDP-Kreisverband Recklinghausen hat Karsli in die Partei aufgenommen. Auf Verlangen von FDP-Chef Westerwelle befasst sich der Landesvorstand auf einer Sondersitzung Anfang Juni mit diesem Beschluss. Das vereinbarten Westerwelle und der nordrhein-westfälische Parteivorsitzende Jürgen Möllemann am Donnerstag in Berlin. Die bisher bekannt gewordenen "Äußerungen von Herrn Karsli sind der Form und dem Inhalt nach nicht akzeptabel", begründete Westerwelle seine Einmischung in die Recklinghausener Entscheidung. Möllemann lobte dagegen die Entscheidung der dortigen FDP: "Der Kreisverband hat entschieden, jetzt gehen alle an die Arbeit", sagte er.

Karsli bedauerte in einem Brief an Möllemann, dass einige seiner Äußerungen zum Nahost-Konflikt den Eindruck ermöglicht hätten, er übernähme die Ausdrucksweise von Antisemiten. Karsli hatte die Grünen im April verlassen und sich der FDP-Landtagsfraktion angeschlossen. Er hatte das Vorgehen der israelischen Armee mit "Nazi-Methoden" verglichen und in einem Interview mit der rechtspopulistischen Zeitung Junge Freiheit gesagt: "Man muss zugestehen, dass der Einfluss der zionistischen Lobby sehr groß ist: Sie hat den größten Teil der Medienmacht in der Welt inne und kann jede auch noch so bedeutende Persönlichkeit ,klein' kriegen. Denken Sie nur an Präsident Clinton und die Monika-Lewinsky-Affäre. Vor dieser Macht haben die Menschen in Deutschland verständlicherweise Angst."
Prominente FDP-Politiker wie der Ehrenvorsitzende der Partei, Otto Graf Lambsdorff, Bundes-Vize Walter Döring und Hildegard Hamm-Brücher forderten den Ausschluss von Karsli. Hamm-Brücher drohte erneut, andernfalls werde sie die FDP verlassen. Der Vize-Präsident des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, bezeichnete die Aufnahme Karslis als "katastrophales politisches Signal".
Zentralrat und FDP hatten zuvor "Missverständnisse" über Israel-kritische Äußerungen von FDP-Politikern ausgeräumt. Der Präsident des Zentralrats, Paul Spiegel, sagte nach einem Treffen mit Westerwelle, er habe klar gemacht, dass sein Gremium die Partei nie als antisemitisch oder neonazistisch betrachtet habe.

Quelle: www.frankfurter-rundschau.de/

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Grinch:

Nochmal danke!!! ;-)) o.T.

 
17.05.02 12:44
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SchwarzerLor.:

Gern geschehen! o.T.

 
17.05.02 12:44
Antworten
SchwarzerLor.:

Lambsdorff will intervenieren.

 
17.05.02 17:39
Link: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,196741,00.html
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Rheumax:

Bubis war doch auch tragbar für die FDP...? o.T.

 
18.05.02 12:11
Antworten
Miss Moneype.:

karsli? who the f*** is karsli ?

 
18.05.02 12:29
allis, who the f** is allis?


yours,


moneypenny
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SchwarzerLor.:

FDP geht auf Möllemann los.

 
19.05.02 09:32
P O L I T I K
FDP geht auf Möllemann los
Mit dem Festhalten an dem Neu-Mitglied Jamal Karsli hat Jürgen Möllemann praktisch die gesamte Führung der Liberalen gegen sich aufgebracht. Der Bundesvorsitzende Guido Westerwelle und der Ehrenvorsitzende Hans-Dietrich Genscher verlangten am Samstag, die Aufnahme Karslis in die FDP rückgängig zu machen.
Westerwelle erklärte am Samstag in Berlin, er sei sich vor allem auch mit den Ehrenvorsitzenden Genscher und Otto Graf Lambsdorff einig, dass Karsli keinen Platz in der FDP habe. „Ich rufe jeden in unserer Partei auf, sich unserer großen Tradition bewusst zu sein und seine Worte sorgsam zu wägen“, fügte der Parteichef hinzu. Der „Welt am Sonntag sagte der FDP-Chef, bis zur Entscheidung am 3. Juni bleibe der Parteieintritt Karslis „in der Schwebe“. Für den 27. Mai hat Westerwelle einen Israel-Besuch geplant.
Genscher distanzierte sich klar von Möllemann, der als politischer Ziehsohn des langjährigen Außenministers gilt. Er habe sich vor der Entscheidung des Kreisvorstandes in Recklinghausen gegenüber Möllemann „mit Nachdruck gegen die Aufnahme Karslis in die FDP ausgesprochen“, ließ er über sein Büro mitteilen. Es sei „unverzichtbar“, den Beschluss über die Aufnahme Karslis aufzuheben.
Mit Parteiaustritt drohte erneut Hildegard Hamm-Brücher, die seit 53 Jahren FDP-Mitglied ist. „Wenn Jamal Karsli am 3. Juni auf der Sondersitzung des FDP-Vorstandes in NRW endgültig in die Partei aufgenommen wird, bleibt mir keine andere Wahl, als die Partei zu verlassen“, sagte die 81-Jährige der „Westdeutschen Zeitung“ vom Samstag.

Außer Hamm-Brücher kündigte auch der Altliberale Burkhard Hirsch für sich Konsequenzen aus dem Fall Karsli an. Hirsch, der dem Bundesvorstand angehört, erklärte in einem Brief an Möllemann, dass er sich „bis zur Klärung dieser Angelegenheit nicht mehr in der Lage sehe, für die FDP zu werben“.
Möllemann hatte die Aufnahme des nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Karsli in die FDP mehrmals verteidigt und dabei auch den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, scharf angegriffen.
Der Kreisverband Recklinghausen hatte Karsli am Mittwoch aufgenommen. Der Landesvorstand kann gegen die Entscheidung Einspruch erheben. Kommt keine Einigung mit dem Kreisvorstand zu Stande, hat das Landesschiedsgericht das letzte Wort.
Der Landtagsabgeordnete Karsli, der zuvor der Grünen-Fraktion angehört hatte, hatte vor Wochen das Vorgehen der israelischen Armee gegen die Palästinenser als „Nazi-Methoden“ bezeichnet. In einem Interview der Zeitschrift „Jungen Freiheit“ sagte er später, die „zionistische Lobby“ habe „den größten Teil der Medienmacht in der Welt inne und kann jede auch noch so bedeutende Persönlichkeit kleinkriegen“.
18.05.02, 14:50 Uhr

Quelle: www.focus.de/G/GN/gn.htm?snr=105698&streamsnr=7


 
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hjw2:

Hier das umstrittene Interview mit Karsli

 
19.05.02 11:05
"Fischer hat die Ideale der Grünen verraten"


Parteien: Interview mit dem Ex-Grünen Landtagsabgeordneten Jamal Karsli, der zur FDP überwechseln will
Moritz Schwarz
Herr Karsli, mit Blick auf Ihren Übertritt von den Grünen zur FDP äußerte der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, die Befürchtung, die FDP werde zum "Sammelbecken für populistische antiisraelische Stimmungen". Herr Spiegel denkt dabei nicht nur an die bekannten Aussagen Jürgen Möllemanns, sondern auch an Ihren Vorwurf, Israel bediene sich bei seiner derzeitigen Operation im Westjordanland "Nazimethoden".

Karsli: Ich bin weder antiisraelisch noch antijüdisch, noch antisemitisch. Wenn Sie wollen, ich bin auch ein Semit. Ich bin vielmehr "anti-Scharon" bzw. besser gesagt, gegen dessen Politik. Und ich bin nicht der einzige, der dagegen ist, auch in Israel gibt es viele Menschen, die gegen Scharons Politik demonstrieren. Scharon bringt keinen Frieden, auch seinem eigenen Volk nicht, statt dessen veranstaltet er Massaker. Ich bedauere das Wort "Nazimethoden" verwandt zu haben. Das war ein emotionaler Ausrutscher unter dem Eindruck der Fernsehbilder aus Palästina, die ich über die arabischen Sender sehe, die aber nicht von der deutschen Bevölkerung gesehen werden. Wenn Herr Spiegel das als "populistisch anitiisraelisch" deutet, ist das sein persönliches Problem. Aber tatsächlich ist es doch so, daß man in Deutschland beim Thema Israel den Menschen mit der Erinnerung an die Epoche des Nationalsozialismus schlicht und ergreifend Angst einzujagen versucht, damit sie den Mund nicht aufmachen und sich nicht zur Sache äußern.

Sie sehen eine moralische Lähmung der Deutschen durch das Verbrechen des Holocaust?

Karsli: Ganz genau. Ich erlebe das zum Beispiel, wenn ich mich mit Kollegen über das Thema unterhalte. Die erste Reaktion ist immer ein sich Umschauen, ob jemand da ist und mithören könnte. Ist niemand in der Nähe, äußern sie sich endlich einmal offen und fangen an zu schimpfen. Glauben Sie mir, die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht mehr bereit, Bilder wie die aus Dschenin länger hinzunehmen. Den Leuten ist klar, daß das, was sich die israelische Armee da erlaubt, einmalig in der Welt ist. Es ist bekannt, daß Israel seit Jahrzehnten gegen viele Uno-Resolutionen verstößt. Israel raubt palästinensischen Boden und baut Siedlungen darauf. Israel betreibt Staatsterrorismus: Es hat bereits eine Todesliste angefertigt mit Personen, die zu liquidieren sind. Ich setze mich dafür ein, daß auch Israel neben einem lebensfähigen palästinensischen Staat in Frieden und Sicherheit leben soll , aber es soll dabei bitte nicht tagtäglich die Würde des palästinensischen Volkes durch Israel verletzt werden.

Israel beruft sich auf den legitimen Kampf gegen den Terror. Wenn Deutschland den Kampf gegen den Terror in Afghanistan mit Truppen unterstützt, kann es dieses Recht den Israelis wohl kaum verweigern.

Karsli: Wenn es in Palästina um den Kampf gegen den Terror ginge, dann müßte eigentlich auch Scharon ganz schnell auf eine solche Liste gesetzt werden. Oder ganz schnell vor den neugegründeten Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden. Und ebenso viele andere israelische Spitzenpolitiker. Das Ergebnis wäre, einer setzt den anderen auf seine Abschußliste, und man bringt sich gegenseitig um. Außerdem ist die Frage, ob "Terror" nicht einmal fest definiert werden sollte. Wenn jemand gegen eine Besatzungsmacht kämpft, ist das denn Terror? Ich glaube, Terror richtet sich gegen Zivilisten. Wenn aber eine Besatzungsmacht sich gegen Zivilisten wendet, dann muß man mit allen Mitteln gegen diese Besatzungsmacht vorgehen, dann ist das der Kampf gegen den Terror. Auch die Palästineser haben ein Recht auf Selbstverteidigung. Wäre es nicht Israel, würde die internationale Gemeinschaft den Bruch so vieler Uno-Resolutionen nicht hinnehmen. Erinnern Sie sich, wie man im Falle Jugoslawiens eingeschritten ist, oder was man mit dem Irak gemacht hat - eben weil man die Uno-Resolution nicht vollzog.

Sie haben selbst erst kürzlich den Irak bereist. Warum?

Karsli: Ich habe an einem Solidaritätsflug mit 133 Mitgliedern vieler Hilfsorganisationen, Parteien und Privatpersonen teilgenommen. Ich wollte mir selbst einen Eindruck von der Situation vor Ort verschaffen. Mittlerweile sind durch das Embargo bereits 1,6 Millionen Menschen umgekommen. Viele von ihnen sind an Krebs gestorben. Verursacht durch viele tausende Tonnen von Uranangereicherten Bomben, die 1991 auf den Irak geworfen worden sind. Davon sind am meisten die Kinder betroffen. Zur Zeit sterben an den Folgen des Embargos monatlich weitere fünf- bis sechstausend Menschen. Das sind doppelt soviel Tote, als am 11. September in den USA durch den Terror umgekommen sind. Eine unerhörte Zahl, die hier im Westen einfach ignoriert wird.

Wie sollte sich die Bundesrepublik Ihrer Meinung nach gegenüber Israel verhalten?

Karsli: Deutschland sollte endlich einmal ein wahres und mutiges Wort äußern und zum Beispiel das Massaker von Dschenin verurteilen. Und es sollte darauf hinwirken, daß das Gleiche von Seiten der Europäischen Union geschieht. Wirtschaftssanktionen gegen Israel sollten nicht ausgeschlossen sein bzw. nicht verhindert werden. Die Politik, die Joschka Fischer betreibt, finde ich dagegen einseitig und heuchlerisch.

Das heißt, die Deutschen sind beim Thema Israel feige und die deutsche Politik lädt erneut Schuld auf sich - diesmal gegenüber den Palästinensern?

Karsli: In der Tat, "Feigheit" ist das richtige Wort. Manche verhalten sich sogar nach dem Motto: "Ich weiß nichts, und ich habe auch Angst, etwas zu wissen." Denn wenn sie etwas wüßten, müßten sie ein faires Wort dazu sagen, und das könnte politische Gefahr für sie bedeuten. Man muß allerdings zugestehen, daß der Einfluß der zionistischen Lobby auch sehr groß ist: Sie hat den größten Teil der Medienmacht in der Welt inne und kann jede auch noch so bedeutende Persönlichkeit "klein" kriegen. Denken Sie nur an Präsident Clinton und die Monika-Lewinsky-Affäre. Vor dieser Macht haben die Menschen in Deutschland verständlicherweise Angst.

Warum wollten Sie in die FDP eintreten, Sie hätten auch zur SPD wechseln können?

Karsli: Der Grund war die eindeutige und couragierte Haltung Jürgen Möllemanns, der nicht nur vielen Menschen hierzulande, sondern auch in der arabischen Welt aus dem Herzen spricht. Viele Menschen, die aus der Türkei, oder aus arabischen Ländern stammen, haben nun wiederum mir für meinen Schritt per Fax oder Telefon gedankt.

Gehen Sie mit dem Erbe des Holocaust vielleicht unbefangener um, weil sie ein nicht in Deutschland geborener Deutscher sind?

Karsli: Das ist möglich. Aber ich kann die geborenen Deutschen deshalb schon verstehen. Allerdings frage ich, wie lange kann man das noch mit sich herumschleppen? Ich bin der Meinung, ein Verbrechen kann ein anderes Verbrechen nicht rechtfertigen. Wenn ich so sensibel dem deutschen Naziterror gegenüberstehe, dann muß ich gegenüber der Machenschaften von Scharon genauso sensibel sein. Deshalb betrachte ich die jetzige deutsche Außenpolitik und Gesellschaftsmoral als Doppelmoral. Moral ist unteilbar, und man muß sich gegen jedes Unrecht zur Wehr setzen.

Warum sind Sie bei den Grünen ausgetreten, hat man Sie unter Druck gesetzt?

Karsli: Nein, erst jetzt versucht man das nachträglich so darzustellen, um die Empörung über mich aufzufangen. Tatsächlich aber war der Austritt meine eigene Entscheidung.

Früher waren die Grünen sehr antiimperialistisch gesonnen und stets die ersten, die Israel kritisiert haben. Wie erklären Sie sich diesen Wandel?

Karsli: Die Grünen haben sich tatsächlich sehr verwandelt. Joschka Fischer selbst hat sogar an Konferenzen der PLO teilgenommen, doch er scheint nicht nur das zu ignorieren, sondern auch die Tatsache, daß die Mehrheit der Deutschen ganz anders denkt, als es der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland entspricht.

Haben die Grünen also ihre Ideale verraten?

Karsli: Ich habe gemerkt, daß ich zwei Scheren im Kopf habe, eine auf Landes- und eine auf Bundesebene, das konnte ich nicht länger hinnehmen. Also habe ich klar Stellung bezogen. Wie meine ehemaligen Parteikollegen das angesichts der Bilder aus Palästina weiter unterlassen können, ist mir schleierhaft. Früher gab es bei den Grünen gegen jedes Verbrechen gleich eine Demonstration, heute aber bleibt man zu Hause. Das kann ich mit der deutschen Geschichte nicht länger entschuldigen, denn das steht gegen mein Gewissen. Insofern glaube ich in der Tat, daß Joschka Fischer die Ideale der Grünen verraten hat.



Jamal Karsli, 1956 in Manboj (Syrien) geboren, seit 1985 deutscher Staatsangehöriger, ist mit einer kurzen Unterbrechung seit Oktober 1995 Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen. Der Ingenieur und Dolmetscher war von Anfang 1993 bis zur vergangenen Woche (JF 18/02) Mitglied der Grünen. Jetzt hat er seine Aufnahme in die FDP beantragt.

 

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hjw2:

Im Focus wird die "Junge Freiheit. " als

 
19.05.02 11:44
rechtes Blatt bezeichnet...

Zu eurer Meinungsbildung hier der Link

www.junge-freiheit.de

mfg
hjw
Antworten
flexo:

Frage:

 
19.05.02 11:46
Was geht Paul Spiegel eigentlich Israel an?

"...äußerte der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, die Befürchtung, die FDP werde zum "Sammelbecken für populistische antiisraelische Stimmungen". Herr Spiegel denkt dabei nicht nur an die bekannten Aussagen Jürgen Möllemanns, sondern auch an Ihren Vorwurf, Israel bediene sich bei seiner derzeitigen Operation im Westjordanland "Nazimethoden"

Befindet sich Herr Spiegel in einem Zwiespalt? Kann Herr Spiegel sich einem Land gegenüber Loyal verhalten - oder ist Israel immer mit von der Partie, egal was passiert und welche Staatsbürgerschaft er besitzt? Ist es im Moment verwunderlich eine antiisraelische Meinung zu haben?
Antworten
ribald:

Die Ursache vergessen?

 
19.05.02 12:01
Die Selbstmordattentate der Palästinenser,
gegen die Arafat nichts unternahm.

Wenn bei Euch in der Kneipe demnächst sich der erste in die Luft sprengt?
was dann?
Antworten
flexo:

Dabei die Ursache der Ursache nicht vergessen... o.T.

 
19.05.02 12:05
Antworten
hjw2:

Entwöhnung von dem deutschen Presseeintopf

 
19.05.02 12:11
Links

mal durchklicken
www.eurozine.com/


Man spricht deutsch
monde-diplomatique.de/mtpl/.home


mfg
hjw
Antworten
ribald:

Ja, flexo, Adam, und Eva o.T.

 
19.05.02 12:14
Antworten
Kicky:

462 erfahrene Soldaten verweigern den Einsatz

 
19.05.02 12:27
wer die Berichte des Roten Halbmonds(Rotes Kreuz in Palästina) gelesen hat zu den getöteten Mitarbeitern oder Originalberichte aus Jenin wie sie im Observer zu finden waren oder auch hier an Bord von mir gepostet wurden,muss sagen,dass die Aussagen von Karsli nur allzu verständlich erscheinen und keines wegs unberechtigt sind.Sie richten sich nicht gegen die Juden,sondern gegen den Einsatz des Militärs mit Hubschraubern und Panzern in Palästina ,gegen "Kollateralschäden" bei toten Zivilisten,gegen massenhafte Zerstörungen von Privateigentum und gegen die noch immer währende Besetzung von Gebieten,die eigentlich den Palästinensern gehören.Und recht hat er,dass es auch in Israel hiergegen massenhaft Proteste gibt.Spiegel und Friedman sollten nicht immer wieder so erfolgreich an das schlechte Gewissen der Deutschen appellieren.Nach internationalem Recht ist die Vorgehensweise der israelischen Armee in Palästina eindeutig Unrecht.Und der empörte Aufschrei bei Karsli ist eher populistisch als sachlich begründet!
Hier ein Artikel aus dem Observer über die den Dienst  verweigernden israelischen Soldaten ,die von dem Autor als Anwalt  im Knast vertreten werden.

It is said that in the first few years of the Israeli occupation of the West Bank and Gaza Strip, no one seriously thought of holding on to these territories forever. It was at the time widely assumed, that these newly conquered lands were to be handed back to the Arabs as part of a peace agreement. I don't remember those days.

I was raised in a different Israel. In my Israel the small fundamentalist group of Jewish settlers has always enjoyed more political power than their relative share in the Israeli population. In my Israel both left-wing and right-wing governments enabled the colonialisation of these occupied Palestinian lands. My Israel paid, and is still paying, a heavy moral price for ruling another nation by the force of the sword. My Israel, built on the founding values of humanism, pluralism and democracy is being lost.


Three months ago an unprecedented petition by reserve soldiers was published in the Israeli press. The signatories declared their intention to refuse to serve the Israeli occupation and disobey any order to go, as soldiers, beyond the 1967 ceasefire lines. The number of signatories (known as 'seruvniks' for the Hebrew word 'seruv' - refusal) has increased rapidly from 50 in the first petition to 462 as of today. Though refusal in Israel was not uncommon, the scale of this petition is a novelty. Most of the signatories are hardened combat officers and soldiers, and all of them served many years in the occupied territories. Since the launch of the petition, about forty of those who have endorsed the petition have been sent to military prisons as a result of their refusal.

Almost all of the 462 who have signed, among them myself, are between twenty-five and thirty-five years old. None of us can remember a non-occupying Israel. Each and every signatory of the petition has individually reached the decision to spurn the state's demand that they will employ immoral and inhumane means of control over civilian population. And yet, I was amazed to discover how similar our stories are. How identical our personal transitions from being "good" and obedient soldiers to what our Attorney General described as "dangerous outlaws" have been.

As the legal adviser to many seruvniks - and someone who was incarcerated for three weeks for refusing to serve in the Hebron area a few years ago - I have had the privilege of escorting many of my fellow signatories from receipt of their call up papers, through the trial and, finally, visiting them in prison. Given their biographies, the act of refusal was by no means a natural decision. Rather, it was rather the product of a personal crisis, born out of moral agonies and a sense of deep concern for our country's future.

One might expect to hear horrifying stories of atrocities that the objectors witnessed before making their decision to no longer take part in the system. The truth of the matter is that most of the conscientious objectors reached their decision simply from experiencing "everyday" life in the occupied territories.

The occupation corrupted Israeli culture, it eroded our code of ethics, and it even contaminated the Hebrew language. In the name of the fight against the murderous and unforgivable terror that struck Israeli cities and towns, we grew accustomed to manning check-points in which thousands of Palestinians are being detained for hours and humiliated by young soldiers. We grew accustomed to pointing our rifles at children and women. We became tolerant to large-scale demolition of houses ('surface uncovering' in military jargon). Finally, we accepted a state-sponsored policy of assassinations, neatly labelled by Israeli spokesmen as "focused prevention". We learned how to distinguish between roads for settlers (Jews) and roads for 'locals' (Palestinians), and we were asked to implement discriminatory laws for the sake of the illegal settlements that have trapped our country in an endless messianic war. A war which the vast majority of Israelis never wanted.

As soldiers who witnessed, first-hand, the corrosive effect of the occupation on ordinary Israelis and Palestinians we could no longer bear its destructive implications for what we were raised to believe were Israeli values - respect for human life and dignity. The occupation chiselled out unequal relations between Palestinians and Israelis. It planted in many a seed of racism against Arabs.

Under such circumstances, hundreds of officers and soldiers who were always in the forefront of IDF's most prestigious units, who were used to risking their lives for the security of the State of Israel, began questioning both the morality of our presence in the occupied territories and the myth of its necessity. People who have no legal background grew to acknowledge that the command that sends them beyond the borders of democracy to rule another people inherently produces systematic human rights abuses and is therefore neither democratic nor legal.

Entering a village and arresting every male above the age of 14 for up to 18 days, as was done in the recent incursion to the West Bank, is inhuman, even if the mission is to find terrorists. Stopping an ambulance that carries a sick man or a pregnant woman is immoral even if you suspect that it also carries hidden weapons. And that is the tragedy of serving in the occupied territories: one cannot go there without detaining suspected ambulances and treating children in a manner that results in more hatred. The soldiers are placed in an impossible situation, coerced by the occupation's reality to act immorally.

As a lawyer I am allowed to visit these prisoners of conscience. Some arrive in prison filled with pride. Others are shocked by their own deed, and try to explain themselves to their families and friends in long telephone conversations. In prison, most of them discover how angry they are. Angry at the settlers that tangled us in a never-ending war. Indignant at the governments of Israel that enabled them to do so. Vexed at the Israeli Defence Force, which arrogantly took for granted that we would carry out any order.

The seruvniks come from the backbone of Israeli society. They were always seen by themselves and by others, as Israelis from the mainstream of our civic life. "I took seriously the values I was brought up on in this country", they tell me. We must now ask ourselves whether this was always simply rhetoric, or whether Israel has fundamentally changed. As seruvniks, we have chosen to speak out. To silence our voice would be to marginalise further the basic values upon which our country was founded.

· Michael Sfard is a lawyer practising human rights and criminal law in Tel-Aviv. You can read the seruvniks' petition - Courage to refuse - here, and you can write to the author of this piece at legal@seruv.org.il.

www.observer.co.uk/international/story/0,6903,717558,00.html
Antworten
PRAWDA:

Kicky

 
19.05.02 14:57
Bei Euch in der DDR hätte man ganz anders zugeschlagen!

Es lebe die PDS, die SED-Nachfolger.
Antworten
Kicky:

ich lebe hier seit 5 Monaten,bin ich dann DDRler?

 
19.05.02 15:04
du hast doch wirklich nen Piepmatz prawda und nie vernünftige Argumente!
Antworten
PRAWDA:

Altersverbohrtheit? o.T.

 
19.05.02 15:26
Antworten
Kicky:

...

 
19.05.02 15:30
<img src=/images/voting.png border=0> Ist Karsli für die FDP tragbar? 667864
Antworten
PRAWDA:

.

 
19.05.02 15:32
haahaahaaaaaaaaaaaa
Antworten
PRAWDA:

..

 
19.05.02 15:34
ich bin Jg. 35
Antworten
Schnorrer:

FDP: fragwürde dreiste Politikhuren. Diese Ober-

 
19.05.02 15:51
huren der dt. Politiklandschaft machen alles für ein paar Stimmen mehr. Die Eingangsfrage hätte lauten sollen: Soll die FDP mit Westerwelle und Guido-mobil in den Wahlkampf fahren oder mit Mölleman und Karsli-Joker?

Der Disput reduziert sich auf die Frage, mit welchem "Standpunkt" man mehr Stimmen kriegt. Und das ist ja das heiße Thema an sich.

M. E. hat Möllemann, mehrfach schon abgeschrieben, hier einen politischen Schachzug gebracht, der kaum noch zu überbieten ist. Immerhin sind die Umfragewerte rasant in die Höhe gesitegen für die FDP. Und nur das zählt. Für Müllmann.


Was soll's. Mir eigentlich egal. Wollte nur auch mal Senf loswerden.

Mittelscharf.


Frohes Fest übrigens noch.
Antworten
SchwarzerLor.:

@schnorrer: Nicht mittelscharf.

 
19.05.02 16:18
Vielmehr kommt mir Dein Senf vergiftet vor. Als ob die anderen Parteien besser wären. Das ich nicht lache. Die FDP hat das beste Programm. Über die Personen kann man sicher geteilter Meinung sein.
Antworten
Schnorrer:

@SL: wie gesagt, mir ist es inzwischen egal.

 
19.05.02 16:21
Grund: Steuern zahlen und in den Krieg ziehen wird wohl nie aufhören.

Ansonsten bin ich echt sauer auf die Bande, seit 83. Das ist, zugegebenermaßen, ein Vorurteil. Aber ich will das nicht mehr loswerden, sonst habe ich ja gar keine Meinung mehr .... *gggg*


Dennoch, frohes Fest.
Antworten
hjw2:

gutes statement schnorrer

 
19.05.02 16:33
und in der tat sl, du liegst richtig..

keine unserer "staatstragenden parteien" hat ein

programm dass aus der misere  führt

that´s the problem..

kann mümmelmann nicht ausstehen, aber das ist schon fast genial...

die fdp sollte ihm hände und füsse küssen
Antworten
Kicky:

Scharons Biographie bei der Westbank

 
19.05.02 16:48
Unmittelbar nach dem Krieg von 1967 setzte sich Scharon, damals General in den israelischen Streitkräften, als erster dafür ein, bewaffnete Zivilisten in der Westbank anzusiedeln, um so angeblich einen "Schutzring" aufzubauen. Aus diesen Anfängen entstand dann die "Siedlerbewegung".
1972 brachten Scharon und seine Getreuen Yehezkel Sahar (ehemaliger Polizeiminister) und Gen. Rehavam Zeevi (heute Chef der Moledet-Partei in Netanjahus Regierungskoalition) die israelische Regierung dazu, das Verbot für Israelis, Land auf der Westbank zu kaufen, teilweise aufzuheben.
1973 verließ Scharon das Militär, um sich in der Politik für die Umsetzung seiner expansionistischen Politik einzusetzen. Ratgeber bei dieser Entscheidung war Scharons langjähriger US-Ziehvater Meshulam Riklis, damals Besitzer der Firma Rapid American Corp. Riklis wiederum war Mittelsmann von Burton Joseph, einflußreicher Getreidehändler aus Minneapolis und Vizevorsitzender der Anti-Defamation League of B'nai B'rith (ADL), und von Kenneth Bialkin, führender Wallstreet-Anwalt und ADL-Vorsitzender.
Im Dezember 1973 wurde Scharon erstmals mit tatkräftiger Unterstützung seiner Hintermänner in die Knesset gewählt. Nachdem Menachem Begin
Likud-Block 1977 an die Macht gekommen war, wurde die Besiedlung der besetzten Gebiete massiv ausgedehnt. Ein wichtiger Schritt dabei war Scharons Ernennung zum Landwirtschaftsminister im September 1977, denn dieses Ministerium war für die Finanzierung aller landwirtschaftlichen Siedlungen und nun auch der Siedlerbewegung auf der Westbank zuständig.

Die Ausweitung dieser Siedlungen machte Scharon zu seiner höchsten Priorität. Schon nach einem Monat im Amt gab er bekannt, neue Siedlungen auf der Westbank genehmigt zu haben. 1976 lebten dort (außerhalb von Ostjerusalem) nur etwa 3000 Juden. Bis 1981 (das Ende seiner Amtszeit) stieg diese Zahl rapide auf fast 25000, 1986 waren es über 60000, und heute sind es einschließlich Ostjerusalems mehr als 150000.
Die meisten der Siedler waren Mitglieder extremistischer Sekten, die nach dem Krieg von 1967 aus dem Boden schossen, darunter die Gush Emunim und die in den USA entstandene Jewish Defense League/Kach-Partei des Rabbi Meir Kahane sowie die Ateret Cohanim, die sich die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zum Ziel gesetzt hat, um an deren Stelle König Salomons Tempel wiederzuerrichten. Von Anfang an wurden diese Sekten von Scharons und Netanjahus Hintermännern in den USA, u.a. von Irving Moskowitz (der später auch Netanjahus Wahlkampf 1996 unterstützte) finanziert und von Scharons Freunden im israelischen Geheimdienst organisiert. Für die Ateret Cohanim waren beispielsweise Scharons Leute im Inlandsgeheimdienst Shin Bet zuständig.
1979 fällte der Oberste Gerichtshof ein für Scharons Sache wegweisendes Urteil, als er entschied, daß israelische Bürger nun ohne Sondergenehmigung Land auf der Westbank kaufen könnten. Es war für Scharons Freunde in New York und London ein Leichtes, in Israel entsprechende Strohmänner für ihre Spekulationsgeschäfte zu finden. Auf diese Weise konnte nun im Ausland über die Siedlungsströme in die besetzten Gebiete entschieden werden, ohne daß die israelische Regierung darauf irgendeinen Einfluß hätte.
1980 begann Scharon auf ausgedehnten Reisen in den USA und Europa internationale Propaganda für den privaten Landkauf zu machen. 1981 entschied der Oberste Gerichtshof außerdem, daß die israelische Regierung brachliegendes oder unbebautes Ackerland in den besetzten Gebieten zum Staatseigentum erklären könne. Innerhalb von vier Jahren wurde auf diese Weise die Hälfte der Westbank und Gazas beschlagnahmt.

Der Harlech-Kissinger-Plan
1982 wurde Scharon Verteidigungsminister. In diesem Zusammenhang bildeten der britische Lord Harlech (David Ormsby-Gore), einer der führenden Israel-Strategen in London, und der frühere US-Außenminister Henry Kissinger ein internationales Konsortium, um die Westbank aufzukaufen. Nach Harlechs Plan sollten jüdische und arabische Mittelsmänner umfangreichen Grund und Boden im Namen der Gruppe aufkaufen. Die Gruppe plante, zahlreiche Juden aus der Sowjetunion nach Israel zu bringen, die dann dort angesiedelt werden sollten. Die dort lebenden Araber würden über den Jordan nach Jordanien abgeschoben; das nannte man euphemistisch "Transfer". Die Demographie der besetzten Gebiete sollte auf Dauer vollkommen verändert werden.
Um die Palästinenser loszuwerden, mußte natürlich Gewalt angewandt werden, und hier kam Scharon ins Spiel. Zur Vorbereitung des "Austausches" veranstaltete Scharon auf seiner Farm mehrere Treffen, an denen u.a. Rafi Eytan und Gen. Rehavam Ze'evi, die Terrorismus-Berater des Ministerpräsidenten, sowie Scharons Geldgeber Meshulam Riklis teilnahmen.
Im Gefolge dieser Treffen steigerten die Scharon-Fanatiker ihre Provokationen mit Überfällen und Anschlägen und einem erneuten Versuch, die Al-Aqsa-Moschee in die Luft zu sprengen. Vor allem durch die Entweihung moslemischer Gotteshäuser sollte eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt werden, an deren Ende die israelische Armee einen Vorwand hätte, die in der Westbank lebende palästinensische Bevölkerung massenweise nach Jordanien zu deportieren.

Scharons erste Erfahrungen
Scharons Politik, angebliche zivile "Siedler" vorzuschicken, um Araber zu töten und zu vertreiben, ist nicht neu. Diese Taktik geht mindestens auf das Jahr 1953 zurück, als Gen. Mosche Dajan die Bildung einer Geheimtruppe in der israelischen Armee ("Einheit 101") anordnete. Ihr Befehl: Unter ziviler jüdischer Tarnung Massaker an Palästinensern anrichten. Scharon erhielt das Kommando über diese Einheit.
Im Oktober 1953 führte Scharon eine Gruppe Soldaten in die damals noch zu Jordanien gehörenden Westbank und tötete in dem Dorf Qibya 66 Menschen. Das Massaker war angeblich eine "Vergeltung" für die Erschießung zweier israelischer Juden wenige Tage zuvor. UN-Militärbeobachter, die die Szene untersuchten, berichteten: "Von Schüssen durchsiebte Leichen in der Nähe der Hauseingänge und zahllose Einschläge in den Türen der demolierten Häuser ließen darauf schließen, daß die Bewohner gezwungen worden waren, in ihren Häusern zu bleiben, bis diese über ihnen in die Luft gejagt wurden."
Weitere Einsätze dieser Art folgten. Im Februar 1955 tötete die Einheit im Gazastreifen 22 Soldaten und im August des gleichen Jahres dort noch einmal 39 Zivilisten. Scharons Einheit wurde später dem Fallschirmspringer-Korps der israelischen Streitkräfte eingegliedert.
Joseph Brewda  f24.parsimony.net/
hat er nicht recht der Karsli mit seinen Vorwürfen gegen die Scharonregierung und die Medien?
Antworten
hjw2:

Das wissen alle Kicky

 
19.05.02 17:11
auch dass bis vor kurzem per internat. haftbefehl nach

dem "schlächter von beirut" gefahndet wurde....

weil nicht sein kann was nicht sein darf
laufen wir deutsche mit unserem geschichtskomplex
durch die gegend, im schweigen geübt.

Wer weiss das schon, streben bush und sharon
doch die "grosse lösung" im arabischen raum an...??

sind deshalb fischer und schröder die hände gebunden??
es sieht nicht gut aus.
grüsse
hjw
Antworten
PRAWDA:

Stimmt alles. Wisst Ihr auch, was

 
19.05.02 17:46
Arafat für eine Vorleben hat?

Darüber schreibt eine Kicky nie.

Wundert das?

Es lebe die PDS, die SED-Nachfolger.
Antworten
hjw2:

seltsame logik prawda

 
19.05.02 18:03
das wissen wir auch das er terrorist und kein heiliger war..

warum sollte die vergangenheit arafats angeprangert werden,

wenn der terrorismus als staatsterrorismus von der sharonregierung
ausgeübt wird....

israel bis heute über 140 un-resulutionen straf-und sanktionsfrei
missachten durfte....??

vor allem aber, was hat das mit der pds zu tun.....??

seltsam seltsam....

Antworten
Rheumax:

@ Neues Deutschland

 
19.05.02 18:15
Dieses "es lebe die PDS" wird durch ständiges Wiederholen auch nicht origineller!

Auch wenn ich ganz gewiss kein Freund dieser Partei bin, so weiss ich es doch zu schätzen, dass wenigstens eine Stimme in unserer Parteienlandschaft eine kritischere Haltung gegenüber der jetzigen US-Regierung und deren besch..eidenen Poltik anmahnt.
In Stoiber würde der Brezel-Präsident zu seinem Pudel Blair noch einen Dackel bekommen.
Allein schon Grund genug, nicht CDU/CSU zu wählen.
Antworten
flexo:

Schnorrer hat recht -

 
19.05.02 19:45
nur ein Punkt stinkt: Womit fängt das Problem an? Mit den Huren oder den Freiern?
Antworten
numpsi99:

Ich finde es schon interessant ....

 
19.05.02 20:08
Solange Herr Karsli Mitlied des Landtages für die Grünen war galten seine Meinung und seine Äußerungen als kritisches aber freies und grünen-würdiges Gedankengut.
Kaum will er zur FDP wechseln, wird er schon als Antisemit bezeichnet.

Stellen sich für mich natürlich wieder mal zwei Fragen:

1.) Was ist eigentlich schlimmer, Karslis Äußerungen oder die Tatsache, daß er die Grünen verlassen will ?

2.) Wenn Karsli ein Antisemit wäre, dann sollten die Grünen mal in sich gehen warum sie diesen als Landtagsabgeordneten aufgestellt und innerparteilich gewählt haben. Quasi wessen "grünes" Geistes Kind er dann eigentlich ist ...


Gruß und angenehme "Wahlkampfzeit"

Numpsi99  
Antworten
Schnorrer:

@flexo: wenn ich in diesem Zusammenhang

 
19.05.02 20:09
Dieter Nuhr zitieren darf:

"Wenn man mal so in der U-Bahn sitzt ... und sich das alles ansieht und anhört .... kommt einem schon der Gedanke: sollte man statt der Politiker eher das Wahlvolk auswechseln?"
Antworten
flexo:

@ schnorrer

 
19.05.02 22:34
das ist Volksparteienlinie - das passiert seit fünfzig Jahren unter anderem durch den Apparat, die Zeiten scheinen eher vorbei in denen sich die Parteien das Wahlvolk so hinmanipuliert haben wie sie es für richtig halten.
Auf Deutsch: Betrug und Beschiß sind aus der Wunde "Bundesanstalt für ARBEIT" herausgeitert - leider sieht der ganze Körper "Republik" aus wie nach der Kollision mit einem Mähdrescher.

Morgen fahr ich übrigens nach Nürnberg und werde mal gegen die Hauswand der Anstalt pinkeln. Die kommt mich einfach zu teuer.
Antworten
Schnorrer:

ohne Text, ohne Schnurrbart, ohne Hoffnung

 
19.05.02 23:27
ich glaub, ich mach ma einen Luxusurlaub und nächstes Jahr gehe ich schnorren.
Antworten
flamingoe:

Dreamteam: die Möllewelle und der Westermann

 
20.05.02 00:23
und demnächst leben wir alle im Zonenrandgebiet!
Antworten
PRAWDA:

hjw, nicht seltsam. Hier ist

 
20.05.02 00:26
jemand PDS-verbohrt und war schon zu DDR-Zeiten auf gleicher Linie.

Diese Leute haben mich in Bautzen 6 Jahre täglich wegen einer Kleinigkeit gequält (freie Meinungsäusserung)
und reissen jetzt wieder die Fresse auf.
In der DDR wusste niemand etwas von den Greueltaten der Araber und
heute wollen sie auch nichts hören, die SED-Nachfolger.
Beide Seiten sind gleich schlimm,
nur dass wir das Judenproblem und damit Israel mitverursacht haben.
Antworten
SchwarzerLor.:

Jamal Karsli: Kurzbiographie

 
20.05.02 13:03
Jamal Karsli - Streitbarer Moslem mit multikulturellem Hintergrund
Düsseldorf (dpa) - Jamal Karsli (45) galt schon vor dem aktuellen Disput um seine antiisraelischen Äußerungen als streitbarer Politiker. 1956 in Syrien geboren, wuchs er dort zweisprachig auf (arabisch und türkisch). In Damaskus studierte er Industriechemie.
1980 kam Karsli nach Deutschland, er lebt seitdem in Recklinghausen. In Bochum widmete er sich zunächst dem Studium des Bauingenieurwesens (1982 bis 1985), dann ließ er sich an der Universität Dortmund zum Raumplaner ausbilden (bis 1992). Danach machte sich Karsli als Dolmetscher und Übersetzer selbstständig. Er ist seit 1985 deutscher Staatsbürger und mit einer italienischen Lehrerin verheiratet.
Bei Amnesty International engagierte sich der Moslem Karsli für Menschenrechte. Anfang 1993 trat er den Grünen bei. Für sie saß er 1994/95 im Ausländerbeirat der Stadt Recklinghausen. Im Oktober 1995 kam er ins Parlament von Nordrhein-Westfalen. Der im Landtag als temperamentvoller Familienmensch bekannt Karsli machte sich bald einen Namen als migrations- und flüchtlingspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Nach der Landtagswahl im Mai 2000 rückte Karsli im Oktober für Bärbel Höhn wieder ins Parlament, die als Ministerin auf ihr Abgeordnetenmandat verzichtete.

Die Nahostpolitik der Grünen und ihres Außenministers Joschka Fischer führte zum Bruch mit der Partei. Karsli veröffentlichte Mitte März dieses Jahres nach dem Einmarsch der israelischen Armee in die Palästinensergebiete ohne Absprache mit der Grünen-Fraktion eine Pressemitteilung mit der Überschrift: «Israelische Armee wendet Nazi- Methoden an!» Am 23. April trat er schließlich bei den Grünen aus, weil diese seiner Ansicht nach die Palästinenser im Stich ließen. Zugleich kündigte er seinen Wechsel zur FDP an, «nicht zuletzt» um die israelkritische Position von FDP-Landeschef Jürgen Möllemann zu stärken.
Karsli wechselte am 30. April in die FDP-Fraktion. Der Kreisverband Recklinghausen nahm ihn am 15. Mai als FDP-Mitglied auf. Dazwischen, am 3. Mai, sprach Karsli in einem Interview der Zeitung «Junge Freiheit» von einem sehr großen Einfluss «der zionistischen Lobby», die «den größten Teil der Medienmacht in der Welt» innehabe.

Quelle: www.main-rheiner.de/dpa/artikel.php3?id=34865
Antworten
Kicky:

@prawda, bist ja echt verbohrt

 
20.05.02 13:21
ich bin nicht bei der PDS,ich werde da auch nicht Mitglied ,ich bin wie der angegriffene Karsli für eine  kritische Sicht der politischen Ereignisse, und die stimmt bisweilen mit der Sicht der PDS überein.Allerdings gewisslich nicht mit deinen äusserst konservativen Ansichten,die ich schon eher als altersverbohrt bezeichnen wuerde.
Antworten
ruhrpottzocker:

Verbohrt ? Nee-Nur nen bissken primitiv !! o.T.

 
20.05.02 20:29
Antworten
Digedag:

21:15 auf N-TV: Der Lackaffe im Grünen Salon

 
20.05.02 21:12
...
Wer zwischen Kritik (auch deftiger ...) an Israels dezeitiger Politik
und der Einstellung zu jüdischen Menschen im allgemeinen
nicht unterscheiden kann - oder WILL,

der ist als Prvokateur ein Förderer des Antisemitismus !!!
Antworten
Kicky:

Israel baut elektrischen Zaun gegen Palästina

 
21.05.02 11:42
auf der gesamten Grenzlänge kam über n-tv gerade.Damit sind sie ja in guter Gesellschaft mit USA und der DDR!Kann man ja auf die ersten Toten warten,wenn sie den noch verminen.
Antworten
MaMoe:

@Kicky: der sinnvollste Schutz gegen Geisteskranke

 
21.05.02 12:39
Bombenleger und man schlägt gleich 2 Fliegen mit einer Klappe:
1.) keine Selbstmordattentate mehr
2.) die Dezimierung der palästinensischen Bevölkerung auf "natürliche" Art ... keine Möglichkeit Geld zu verdienen = kein Essen kaufen können ... die Arbeit auf israelischer Seite wird dann wohl wegfallen ... aber zum Glück gibt´s die EU, die dann das alles wieder finanziert ... Arbeitslosenhilfe für den "nicht lebensfähigen Palästinenser-Staat hinter Gittern" ... da freut man sich doch, wenn man Steuern bezahlt ...

Die Frage ist aber: wie machen die das mit dem Gazastreifen ??? Ziehen die da auch einen Zaun drum ?? Dann könnt´s ein Problem mit der Versorgung geben ???

Antworten
Rheumax:

Ganz gewiss nicht leicht für uns nachzuvollziehen,

 
21.05.02 14:07
was in diesen Menschen vorgeht, die ihr Leben in die Luft jagen, aber mit "Geisteskrank" machst Du es Dir entschieden zu einfach.
Ich denke an junge Deutsche , die sich gegen Kriegsende freiwillig gemeldet haben, um "für Führer und Vaterland" zu sterben.
Von Propaganda verblendet - ja.
Aber geisteskrank?
Antworten
SchwarzerLor.:

Karsli verzichtet auf FDP-Parteibuch

 
23.05.02 20:23
Westerwelle lobt eigene Stärke
Karsli verzichtet auf Parteibuch / FDP-Chef steht Vize bei
Von Knut Pries
Die FDP hat am Mittwoch versucht, den Streit um den Düsseldorfer Landtagsabgeordneten Jamal Karsli zu entschärfen. Nach einer Absprache zwischen Parteichef Guido Westerwelle und seinem Vize Jürgen Möllemann nimmt die FDP den mit antisemitischen Äußerungen in Erscheinung getretenen Ex-Grünen doch nicht auf. Er bleibt aber Mitglied der FDP-Landtagsfraktion. Westerwelle lobte den Kompromiss als Zeichen seiner Führungsstärke.
BERLIN, 22. Mai. Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Möllemann teilte in Düsseldorf den Verzicht Karslis auf den Wechsel zur FDP mit. Dazu habe sich der gebürtige Syrer angesichts der "öffentlichen Hetzjagd" entschlossen.
Parteichef Westerwelle erklärte in Berlin, er glaube nicht, dass die FDP durch die Debatte um Karsli "Schaden genommen hat". Sie führe vielmehr eine Diskussion, "die in ganz Deutschland geführt wird". Er habe als FDP-Chef dafür gesorgt, dass Karsli nach "unakzeptablen Äußerungen" nicht in der FDP bleibe. "Ich löse die Probleme in der FDP. (. . .) Andere reden, ich handle", sagte Westerwelle.

Seine Kritik münzte Westerwelle vor allem auf die Grünen, die Karsli jahrelang in ihren Reihen gehabt und als Abgeordneten nach Düsseldorf entsandt hätten: "Zehn Jahre konnte er bei den Grünen wirken, bei der FDP nicht eine Woche." Die weitere Mitwirkung Karslis in der FDP-Fraktion spielte Westerwelle herunter: "Wenn die FDP-Fraktion ihm gestattet, den Kopierer zu benutzen, ist das deren Angelegenheit." Westerwelle nahm seinen Stellvertreter Möllemann gegen die Vorwürfe des Vize-Präsidenten des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, in Schutz. Auch wenn er selbst mit Möllemanns Wortwahl nicht immer einverstanden sei, dürfe man diesen nicht in die Nähe der rechtsextremen NPD oder Republikanern rücken. In der politischen Auseinandersetzung gebe es Grenzen. Das heiße, "dass man dem anderen nicht mit der Nazi-Keule beikommen will".
Möllemann selbst richtete erneut scharfe Angriffe gegen Friedman und Israels Premier Ariel Scharon. Dessen Politik "und der unerträglich aggressiv-arrogante Umgang von Herrn Friedman mit jedem Scharon-Kritiker (seien) leider geeignet, antiisraelische und antisemitische Ressentiments zu wecken". Dass er mit seinem Kurs die Partei in Schwierigkeiten bringe, sehe er nicht, sagte Möllemann. Alles spreche vielmehr für eine breite Unterstützung seiner Kritik in der Bevölkerung.
In einem Schreiben an Möllemann hatte sich Karsli gegen den Vorwurf verwahrt, Antisemit zu sein. Er wolle jedoch verhindern, dass der Landeschef vom politischen Gegner "in großer Selbstgerechtigkeit und voller Scheinheiligkeit" unter Beschuss genommen werde. Er werde auch ohne Parteibuch in der Fraktion "engagiert mitarbeiten". Karsli hatte in einem Interview die "zionistische Lobby" in Deutschland attackiert und Israel "Nazi-Methoden" gegen die Palästinenser vorgehalten, die Formulierungen aber später bedauert.

Quelle: www.frankfurter-rundschau.de/
Antworten
SchwarzerLor.:

Karsli kündigt Klage gegen Spiegel und Friedman an

 
20.06.02 19:10
ftd.de, Do, 20.6.2002, 16:38  
Karsli kündigt Klage gegen Spiegel und Friedman an
Der nordrhein-westfälische Abgeordnete, Jamal Karsli, will den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, und dessen Stellvertreter Michel Friedman, verklagen. Karsli hatte der israelischen Regierung im Umgang mit den Palästinensern "Nazi-Methoden" vorgeworfen.
"Ich werde Spiegel und Friedman wegen Verleumdung, Ehrverletzung und Rufmord verklagen", sagte Karsli am Donnerstag. "Ich wehre mich gegen den Vorwurf, Antisemit zu sein. Ich bin kein Antisemit", fügte er hinzu. Weitere Einzelheiten wolle er am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Spiegel sagte zu der Klageandrohung: "Wir sehen einer Klage gelassen entgegen und werden einen Rechtsanwalt beauftragen". Darüber hinaus wolle er keine weitere Stellungnahme zu dem Thema abgeben.
Der aus Syrien stammende Deutsche Karsli hatte kurzzeitig als Parteiloser der FDP-Landtagsfraktion angehört. Seine Aufnahme in die FDP-Fraktion und der Streit des nordrhein-westfälischen FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann mit Friedman stand im Mittelpunkt des Streits zwischen der FDP und dem Zentralrat der Juden. Karsli hatte in der rechtsradikalen Zeitschrift "Junge Freiheit" gesagt, eine "zionistische Lobby" diffamiere Kritik an Israel als antisemitisch.
Möllemann zog mit der Äußerung Kritik auf sich, Friedman und der israelische Ministerpräsixdent Ariel Scharon seien mitverantwortlich für Antisemitismus in Deutschland. Für diese Äußerung hat sich der FDP-Politiker bei den jüdischen Bürgern entschuldig, Friedman allerdings ausdrücklich davon ausgenommen. Der Streit war auch bei einem Treffen zwischen der Spitze des Zentralrats und der FDP nicht gänzlich beigelegt worden.
© 2002 Financial Times Deutschland

Quelle: www.ftd.de/pw/de/1014399221114.html?nv=hpm
Antworten
hjw2:

hmm, wieso ist die "Junge Freiheit" rechtsradikal?

 
20.06.02 19:37
wer hat das festgestellt...?
Antworten
mod:

hjw, "Junge Freiheit"

 
20.06.02 19:43
Junge FreiheitUntertitel: Wochenzeitung für Politik und Kultur. Gründung: 1986.
Herausgeber: Junge Freiheit Verlag GmbH & Co KG, Potsdam, Auflage: 6.000-40.000.
Chefredaktion: Dieter Stein.

Die JF erschien zunächst zweimonatlich und wird inzwischen wöchentlich herausgegeben. Die JF sieht sich als Organ einer intellektuellen Bewegung aus der Zeit der Jahrhundertwende, der "Konservativen Revolution", deren Gedankengut sie wiederbeleben möchte. Die Themen, die dabei behandelt werden sind: "Nation", "Ethnie" und "Ausländer". Gerade hier wird die antidemokratische Zielsetzung des Publikationsorgans erkennbar, werden doch immer wieder diesem Personenkreis die grundrechtlich garantierten Menschenrechte streitig gemacht. Deshalb wird die Wochenzeitung regelmäßig von den Verfassungsschutzbehörden ausgewertet und in ihren Berichten erwähnt. Nach der Einschätzung des hessischen Verfassungsschutzes versucht das Sprachrohr der Neuen Rechten durch das unverdächtige Etikett "konservativ" den Rechtsextremismus zu verschleiern, den es inhaltlich befördert. Geschickt wird dabei auf jegliche Form von NS-Nostalgie und "Revisionismus" verzichtet, ebenso auf plumpe Angriffe konstitutiver Bestandteile der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, wie sie sonst bei rechtsextremistischen Parteien und Organistionen auftreten. Das Strickmuster der "Neuen Rechten" ist etwas feingewirkter. Dennoch finden Vertreter des Revisionismus in der "Jungen Freiheit" ihr Forum. In drei Ausgaben (1-3/ 1990) befasste sich die rechtsextreme Zeitung mit dem "Leuchter-Report" und ließ den Auschwitz-Leugner David Irving und den in Frankreich wegen Leugnung der Nazi-Verbrechen verurteilten Prof. Robert Faurisson zu Wort kommen. Ein weiteres Themenfeld ist der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Die Forderungen ehemaliger Zwangsarbeiter etwa wird als "Nötigung" beschrieben. Es ist auch die Rede von "Shoa-Business".

Die "Junge Freiheit" berichtet sehr extensiv über Interna und Aktivitäten rechtsextremistischer Parteien und versucht durch ihre Berichterstattung deren Bedeutung zu erhöhen. Gleichzeitig wird versucht, rechtsextreme Postitionen als unbedenklich und der politischen Mitte zugehörig darzustellen. Hierdurch will man, ganz in Anlehnung an die "Konservative Revolution", die "kulturelle Hegemonie" als Voraussetzung einer politischen Führungsrolle erlangen. Auf den Webseiten werden unter anderem Publikationen des Vordenkers der sog. "Neuen Rechten", Alain de Benoist, beworben, Veröffentlichungen von Claus Nordbruch, aber auch der Buchtitel Deutschland soll deutsch bleiben des ultrarechten CDU-Politikers Heinrich Lummer, erschienen im Hohenrain-Verlag aus dem Hause Grabert.

Zu den Verehrern der JF zählt Dietmar Munier, dessen expansionistische Aktivitäten im nördlichen Ostpreußen wiederholt in den Verfassungsschutzberichten Erwähnung finden:

"Daher ist nichts wichtiger, als der konservativen Gegenkultur ein wirksames Sprachrohr zu verschaffen, das vordenkt, angreift, provoziert - und gerne auch seine Überlegenheit zur Schau tragen darf" (JF, Juli 1991). Redaktionsmitgliedern und Mitarbeitern des Blattes gelingt es immer wieder, bekannte Persönlichkeiten für ein Interview zu gewinnen, darunter eine ganze Reihe von Politikern verschiedener Parteien, die Schauspielerin Veronika Ferres, den Fernseh-Spaßvogel Hape Kerkeling, Ex-DKP-Mitglied und Schriftstellerin Karin Struck, und im Oktober 2000 die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in München, Charlotte Knobloch und den SPD-Politiker Friedhelm Farthmann.
<img src=/images/voting.png border=0> Ist Karsli für die FDP tragbar? 698223

 http://www.idgr.de/lexikon/stich/ij/jungefreiheit/jungefreiheit.html
 
Antworten
mod:

Stimme schnorrer oben zu:

 
20.06.02 19:49
Es geht Möllemann nicht um Sachinhalte,
sondern um Stimmenfängerei.
... und seine populistischen Äusserungen wirken.

Der Zweck heiligt die Mittel.

... wessen Wahlspruch war das noch? *g*
Antworten
hjw2:

hmm, mod wer steckt hinter der IDGR

 
20.06.02 20:22

lese da nur von den Palästinenseanschlägen, aber nichts zur

israelischen Friedensbewegung,
geschweige denn einen Satz gegen Sharon....!!!!


seltsam seltsam...

gruss
hjw  
Antworten
hjw2:

up für mod o.T.

 
22.06.02 11:43
Antworten
Kritiker:

Die Pisa-Studie hat es gezeigt;

 
22.06.02 16:54
wir Deutsche denken nicht mehr selbst, sondern lassen denken.(!!)
Ich sehe keinen Unterschied von den Aktien-Analysten-Gurus zu den Ideologen der linken Parteien. Ergebnis: lauter Leminge - Leminge.
Dem Trend-nach-Renner ohne eigenes Überlegen.
Und da soll sich die Politik ändern? - Armes Deutschland.
Nix für ungut - Kritiker.
Antworten
ZettelEwald:

Die Pisa-Studie hat es gezeigt;

 
22.06.02 20:48
viele Kritiker wissen nicht, wie man Lemminge schreibt!
Antworten
Schnorrer:

Die Pisa-Studie hat es gezeigt,

 
22.06.02 22:57
wenn man von oben Scheiße reinsteckt, kommt unten Scheiße raus.

Diese Studie ist ein Witz.
Antworten
hjw2:

Gegen Rechtsextremismus....?

 
23.06.02 13:55
IDGR mehr als fragwürdig.........?


23.06.2002 12:27



Israel bereitet Einmarsch ins Westjordanland vor  






- von Jeffrey Heller -

Jerusalem (Reuters) - Israel ist am Sonntag in die Stadt Kalkilja im Westjordanland eingerückt und hat mit der Mobilisierung von Reservisten einen groß angelegten Einsatz zur Wiederbesetzung weiterer Palästinenserstädte vorbereitet.

Verteidigungsminister Binjamin Ben-Elieser sagte am Sonntag über die Eilmobilisierung einer Reservisten-Brigade: "Die Welle des Terrors, die Israel jüngst erfasst hat, erfordert eine gründliche und umfassende Armeeoperation gegen terroristische Strukturen in den Palästinenser-Städten." Die EU sprach sich für eine rasche Konferenz zur Lösung des Nahost-Konflikts aus. Die Besetzung der Palästinenser-Gebiete durch Israel müsse beendet und ein demokratischer Palästinenser-Staat geschaffen werden, hieß es in der Gipfelerklärung von Sevilla.

Israelische Truppen marschierten vor Tagesanbruch in die Palästinenser-Stadt Kalkilja im Westjordanland ein. Augenzeugenberichten zufolge stießen etwa 60 Fahrzeuge, darunter Panzer und Schützenpanzer in die Stadt vor. Widerstand sei offenbar nicht geleistet worden. Die israelische Armee hatte nach den jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlägen in Israel wieder Palästinenser-Städte im Westjordanland besetzt. Bereits im April und Mai hatte das Militär eine ähnliche Operation im Westjordanland ausgeführt, die nach israelischen Angaben der Fahndung nach Extremisten dienten. Die auf zwei Monate ausgelegte Aktion war zwar wesentlich umfangreicher als die nunmehr geplante Wiederbesetzung von Palästinenserstädten. Allerdings hat die israelische Armee angekündigt, sie werde diesmal so lange in den Städten bleiben, bis die Terroranschläge gegen Israel aufhörten.

Die israelische Armee teilte mit, wegen der derzeitigen Sicherheitslage werde eine Reservisten-Brigade noch am selben Tag einberufen. Nach Reserveübungen werde sich die Brigade den Streitkräften im "Kampf gegen den palästinensischen Terrorismus" anschließen. Der Armeerundfunk meldete, Tausende Reservisten würden mindestens einen Monat zum Einsatz kommen. Ben-Elieser sagte, die Armee werde die Zivilverwaltung der zu besetzenden Gebiete allerdings nicht übernehmen.

Nach dem Abzug der israelischen Truppen aus wiederbesetzten Palästinenser-Städten im Mai hatte es wieder eine Reihe von Selbstmordanschlägen im israelischen Kernland gegeben. Vize-Verteidigungsministerin Dalia Rabin-Pellosof sagte im Armeerundfunk, die Sicherheitskräfte glaubten, dass nur durch die israelische Präsenz in den Palästinensergebieten die Planung von Anschlägen wirksam unterbunden werden könne. Rabin-Pellosof sagte weiter, die von ihrem ermordeten Vater Jitzhak Rabin unterzeichneten Übergangsfriedensabkommen mit den Palästinensern seien obsolet. Das Osloer Interimsabkommen von 1993 sei von den Palästinensern unterlaufen worden. Sie hätten den vereinbarten Grundsatz verletzt, wonach die Probleme zwischen beiden Seiten nicht mit Gewalt gelöst werden dürften.

Seit Beginn des Aufstands der Palästinenser im September 2000 sind mehr als 1400 Palästinenser und über 500 Israelis ums Leben worden. Aus Palästinenserkreisen verlautete, bei einem Feuergefecht mit israelischen Soldaten nahe der Stadt Dschenin sei am Sonntag ein palästinensischer Polizist getötet worden.

"Die Krise im Nahen Osten hat einen dramatischen Wendepunkt erreicht", heißt es in der Abschlusserklärung des EU-Gipfels in Sevilla. Die geforderte Nahost-Konferenz solle sich "mit politischen wie auch mit sicherheits- und wirtschaftspolitischen Aspekten befassen" und einen realistischen Zeitplan für den Friedensprozess aufstellen. Eine weitere Eskalation werde dazu führen, dass die Situation außer Kontrolle gerate. Die Konfliktparteien könnten alleine zu keiner Lösung gelangen. Daher komme dem Quartett aus EU, Vereinten Nationen (UNO), USA und Russland eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zu.


www.sueddeutsche.de/ausland/...27-37_DEO341196&newsid2=Ausland


über 160 ungeahndete verstösse israels gegen un-resolutionen

wo bleibt der IDGR, wird mit zweierlei mass gemessen.....?

Welche Interessen vertritt der IDGR.......??
 

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