HSBC ruft den Apple-Superzyklus aus – 366 US-Dollar sind drin
Nicolas Ebert
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HSBC hebt Apple auf "Kaufen" und sieht die Aktie bei 366 US-Dollar. Neue iPhones, eine Smart-Brille und bessere KI könnten den nächsten Superzyklus starten. Doch ein Problem gibt es.
Für dich zusammengefasst:
HSBC stuft Apple-Aktie von "Halten" auf "Kaufen" hoch.
Kursziel wurde von 260 auf 366 US-Dollar erhöht.
Apple hat 2,5 Milliarden aktive Geräte und plant neue Produkte.
Die britische Großbank HSBC wird für Apple deutlich bullisher. Analyst Nicolas Cote-Colisson stufte die Aktie von "Halten" auf "Kaufen" hoch. Zugleich erhöhte er das Kursziel von 260 auf 366 US-Dollar.
Apple stehe vor einem operativen Wendepunkt, schrieb der Analyst. Der Konzern investiere voraussichtlich nur 2,5 Prozent seines Umsatzes von 2026. Bei den großen Cloudanbietern liege die Quote dagegen bei 39 Prozent.
Gleichzeitig verfüge Apple über 2,5 Milliarden aktive Geräte. Diese Basis könne der Konzern mit einer überarbeiteten Version von Apple Intelligence besser nutzen. Der Schub durch künstliche Intelligenz komme zum richtigen Zeitpunkt, erklärte Cote-Colisson.
Auch die Produktpipeline überzeugt HSBC. Im Herbst sollen das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max erscheinen. Im April 2027 könnte ein neues iPhone Air folgen. Zudem erwartet der Analyst ein faltbares Smartphone, eine Jubiläumsausgabe zum 20. Geburtstag des iPhones und eine intelligente Brille.
Die neuen Geräte könnten einen starken Austauschzyklus auslösen. HSBC erhöhte deshalb seine Umsatzprognosen für 2027 und 2028 um sieben bis neun Prozent. Beim iPhone erwartet die Bank ein Wachstum von elf bis 13 Prozent.
Allerdings kämpft Apple bei seiner Infrastruktur für künstliche Intelligenz offenbar mit technischen Problemen. Nach Informationen der Nachrichtenseite The Information prüft der Konzern den Kauf von Chipunternehmen. Apple habe bereits Start-ups und Investmentbanker kontaktiert.
Hintergrund seien Leistungsprobleme bei den eigenen Servern. Diese arbeiten derzeit mit intern entwickelten M2-Ultra-Chips. Ein neuer Serverprozessor mit dem Namen "Baltra" habe sich verzögert.
Auch bei der Überarbeitung von Siri soll es Probleme gegeben haben. Apple wollte dem Bericht zufolge Gemini-Modelle von Google auf eigenen Servern betreiben. Die Chips hätten das große Modell jedoch nicht bewältigen können. Teile des Assistenten müssten deshalb auf Nvidia-Chips in der Cloud-Infrastruktur von Google laufen.
Finanziell hätte der Konzern Spielraum für Übernahmen. Ende März verfügte Apple über 45,57 Milliarden US-Dollar an Barmitteln. Zudem will das Unternehmen im Rahmen eines mehrjährigen Liefervertrags mit Broadcom mehr als 30 Milliarden US-Dollar für Chips aus den Vereinigten Staaten ausgeben.
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