- Microsoft öffnet am 29. Juli die Bücher zum Q4 2026.
- Analysten erwarten 39 bis 40 Prozent Wachstum bei Azure.
- Der Gesamtumsatz soll um 14,4 Prozent auf 87,4 Milliarden steigen.
- Hot or not?
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Julian Schick Microsoft öffnet am 29. Juli die Bücher zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026, und die Analysten von Bank of America sehen die Aktie an einem entscheidenden Punkt. Im Zentrum steht die Wachstumsrate der Cloud-Sparte Azure. Das Management hatte zuletzt ein Plus von 39 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt, und genau diese Marke gilt nun als Messlatte für die weitere Kursentwicklung.
Die BofA bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 500 US-Dollar und hat ihre Schätzungen wegen der robusten Azure-Nachfrage leicht angehoben. Die Analysten bringen es auf den Punkt: Ein Wachstum auf oder über der Zielmarke sei Voraussetzung dafür, dass die Aktie weiter überzeugt, während ein Verfehlen Zweifel an der Rentabilität der KI-Investitionen neu befeuern könnte.
Hintergrund ist der massive Kapazitätsausbau, den Microsoft derzeit stemmt. Mit dem neuen Rechenzentrum Fairwater in Wisconsin ist die erste Großanlage seiner Art nun voll einsatzbereit, was helfen soll, den prall gefüllten Auftragsbestand in echte Umsätze zu verwandeln. Dieser lag zuletzt bei rund 627 Milliarden US-Dollar, wovon nach Unternehmensangaben etwa ein Viertel binnen zwölf Monaten abgerechnet werden soll.
Der Preis dafür ist hoch. Die BofA rechnet für das abgelaufene Quartal mit Investitionsausgaben inklusive Leasingverträgen von rund 42 Milliarden US-Dollar, ein Sprung von 32 Prozent zum Vorquartal und 74 Prozent zum Vorjahr. Der freie Cashflow dürfte dadurch von 25,5 Milliarden auf etwa 14,4 Milliarden US-Dollar schrumpfen.
Auf der Erlösseite sehen die Analysten Microsoft weiter auf Kurs: Der Gesamtumsatz soll um 14,4 Prozent auf 87,4 Milliarden US-Dollar steigen. Zugpferd bleibt das Cloud- und Server-Geschäft mit einem erwarteten Plus von rund 28 Prozent, während das Segment mit Windows und Konsolen wegen der Flaute im Gaming-Geschäft leicht schrumpfen dürfte.
Als Beleg dafür, dass sich die KI-Wetten auszahlen, gilt bei der BofA vor allem Copilot: Die Zahl zahlender Nutzer stieg zuletzt um 5 auf 20 Millionen, während der auf KI-Dienste entfallende Jahresumsatz mit über 37 Milliarden US-Dollar um 123 Prozent zulegte.
Trotz der hohen Ausgaben sehen die Analysten die Bewertung als moderat: Mit dem 19-Fachen der für 2027 erwarteten Gewinne liegt Microsoft deutlich unter seinem Fünfjahresschnitt von 29.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
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