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Meldung des Tages: Lithium ist zurück — und diesmal führen Institutionen den Markt an

Die Kurse werden weiter steigen


Beiträge: 102
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Libuda:

Börsenkriminelle aus verschiedene Bereichen

 
29.12.05 00:24
vereinigt Euch, kann man da nur sagen, wenn man sieht, wie da obskure Börsenblättchen und unfähíge Codis in holder Eintracht ihre Leser verdummen lassen:

Hugin-News: Barnabus Energy, Inc.

Barnabus Energy gibt bekannt, dass Suncone-Entwicklung wie geplant voran schreitet

Corporate news- Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch Hugin. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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SOLANA BEACH, CA December 28, 2005 - Barnabus Energy, Inc. (ISIN:US06769P2011 / WKN:A0D8Y7) gab heute den Stand der Suncone-Entwicklung bekannt. Bei Suncone handelt es sich um eine potenziell bahnbrechende, neue Solarkonzentrierungstechnologie. Nach kürzlich abgeschlossenen Treffen mit HYTEC Engineering in Los Alamos, New Mexico, bestätigte Dr. Mel Prueitt, Suncone-Erfinder, dass das Entwicklungsprojekt im Plan liegt und das Unternehmen hofft, den ersten, funktionierenden Prototypen bis zum 31. Januar fertigzustellen. In nur vier Monaten hat das Ingenieursteam unter der Führung von Projektmanager Riney Bennett, die geometrische Konfiguration des CONE etabliert und die notwendigen Materialien für den Prototypen bestimmt, darunter auch die in Glas eingeschlossene Zirkonstange, die als Energiesammelstelle dienen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt meldet das Unternehmen, dass der Suncone-Rahmen fertig gestellt ist, der Sun-Tracker zusammengebaut und getestet und die Kontrollsoftware programmiert wurde. Die Glaszielstangen wurden hergestellt und sind zur Installation bereit. Sobald das erfolgt ist, wird Wasser durch die Stangen fließen, wo es auf mehrere 100 Grad Celsius erhitzt und dann zur Stromerzeugung zu einer externen Turbine gepumpt wird. Das Unternehmen plant, sobald das erste Suncone-Gerät fertig gestellt ist, weitere Designoptionen zu testen und zu optimieren, um schnell ein kommerziell einsetzbares Produkt zu entwickeln. Barnabus hat zudem mit der Entwicklung eines Destillationssystems begonnen, das den überschüssigen Wasserdampf des Systems nutzen und ihn direkt in trinkbares Wassert umwandeln könnte. Dieses System würde die Notwendigkeit, teure, wartungsintensive Osmosefilter einzusetzen eliminieren, was es zu einer konkurrenzfähigeren Wasseraufbereitungstechnologie machen würde, die weltweit installiert werden könnte. Dr. Prueitt sagte: "Wir sind sehr erfreut, mit welchem Einsatz HYTEC und unsere anderen Anbieter arbeiten. Sie haben wundervolle Arbeit bei den Suncone-Komponenten geleistet." Das Unternehmen geht davon aus, bis spätestens Juni 2006 ein kommerzielles Demonstrationsprojekt in Betrieb zu haben. "Ist Suncone erst einmal kommerzialisiert, sind die potenziellen Anwendungen auf dem globalen Markt spektakulär", sagte David Saltman, CEO. ÜBER DAS UNTERNEHMEN Barnabus Energy, Inc. engagiert sich in der Entwicklung eines Portfolios mit Projekten im Bereich erneuerbare Energien (RE). Das Unternehmen übernimmt wirtschaftlich gangbare Projekte im Sektor für erneuerbare Energien, wobei diese Projekte unterschiedlichste Aspekte der Energiebranche umfassen. Die Firmenleitung kooperiert eng mit wichtigen strategischen Partnern, die das Unternehmen bei künftigen Übernahmen unterstützen werden und auf ein weiteres Firmenwachstum abzielen. Das Unternehmen verfolgt einen fokussierten Ansatz bei der gezielten Nutzung von Erschließungsmöglichkeiten mit geringem Risiko. Safe-Harbor-Erklärung bezüglich zukunftsorientierter Aussagen: Abgesehen von Aussagen, die historische Fakten wiedergeben, enthält die hier bereitgestellte Information zukunftsorientierte Aussagen im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahre 1995. Derartige zukunftsorientierte Aussagen beinhalten bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Leistungen des Unternehmens deutlich von den Ergebnissen und Leistungen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in den zukunftsorientierten Aussagen enthalten sind. Zu diesen Faktoren zählen die allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftsbedingungen, die Fähigkeit zum Erwerb und zur Entwicklung spezifischer Projekte, die Fähigkeit zur Finanzierung von Betriebsbereichen und Änderungen im Verbraucherverhalten von Konsumenten und Firmen und andere Faktoren, auf die Barnabus Energy, Inc. keinen oder nur geringen Einfluss hat. IN VERTRETUNG DES VORSTANDS Barnabus Energy, Inc. David Saltman Präsident

Investor Relations Kontakt: Brad Long +1-800-250-2610 Besuchen Sie unsere Website: www.barnabusenergy.com --- Ende der Mitteilung --- WKN: A0D8Y7; ISIN: US06769P2011; Notiert: Freiverkehr in Bayerische Börse München, Freiverkehr in Frankfurter Wertpapierbörse, Freiverkehr in Börse Berlin Bremen;

www.barnabusenergy.com/

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Quelle: dpa-AFX

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Da kann man eigentlich nur fraagen: Liebes Bafin schläfst Du süß?
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Libuda:

Es gibt deutsche Boards, über die gewaltige Säue

 
29.12.05 22:46
getrieben werden, wie z.B.

Barnabus, gamenznflix und Arnie Verzockernummern.

Wenn ich der Herr oder die Frau Bafin wäre, würde ich mir da so manchen Codi einmal genauer unter die Lupe nehmen. Und wenn ich der Vorstand einer Bank wäre, die die Nr. 2 werden will, sowieso. Es sei denn, die man nimmt sich an der Nr. 1 ein Beispiel, die schon sei Jahren nach dem Motto arbeitet: Ist der Ruf erst ruinert, "ackert" sich völlig ungeniert. (Alte schweizer Volksweisheit)


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Libuda:

Der lag nicht schlecht

 
31.12.05 18:27
damit meine ich eine Poster von einem Board mit seiner DAX-Vorhersage:


"Forum: Aktien | Deutschland


 
snag  




03.01.05, 16:35 Uhr (486 Klick(s))  

Zwischen 5.500 und 6.000

denn wenn ich bedenke, dass dann das KGV erst zwischen 15 und 17 liegt. Das vergleichbare Renten-KGV liegt momentan fast bei 30%. Selbst wenn die Kapitalmarktzinsen von Werten weit unter 4% auf 5% steigen, haben wir immer noch ein Renten-KGV von 20. Und bekanntlich war ja in den letzten 200 Jahren, um den Schweizer Kapitalmarktguru Heri, Professer für Finanzwirtschaft an der Uni Basel, heute ein zweites Mal zu zitieren, es fast immer so, dass das Aktien-KGV leicht über dem Renten-KGV lag. Dies ist nichts anders als die bekannte FED-Formel, die über Jahrhunderte ihre Gültigkeit hatte. Und daher will zum Schluss noch einmal den Heri zitieren: "Warum sollte es diesmal anders sein?"

Was dieser snag damals auch nicht so voraussah, ist, dass das KGV auch nach dem eingetroffenen Anstieg weiterhine zwischen 12 und 13 liegt, denn dass die Gewinne der DAX-Firmen in 2005 noch schneller gestiegen sind als die Kurse, war ja auch nicht ganz in diesem Maße vorhersehbar. In anderen Ländern ist dieser unterproportionale Anstieg der Kurse im Vergleich zu den Gewinnen noch extremer - am extremsten wohl in den USA. Dort stagnierten die Kurse und die Gewinne zogen um 20% an. Daher dürften allen Unkenrufen zum Trotz die US-Werte den Rest der Welt outperformen, denn die Gewinne werden dort sogar noch weiter steigen, wenn auch vermutlich nur einstellig. Aber es gibt ja auch noch einiges aus 2005 nachzuholen.

Antworten
modeste:

und was sagt Libuda zur nächsten Dax-Woche ? o. T.

 
31.12.05 19:12
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stefan64:

auf die DAX - Vorhersage von Snag für 2006 mußt

 
31.12.05 19:38

du wahrscheinlich verzichten, er ist seit 14 Tage verschwunden, entweder urlaub oder (was ich für wahrschenlicher halte ) gesperrt wg Pöbelei.

Stefan64

 

Antworten
modeste:

aha..oder besser: oha! thx @64 o. T.

 
31.12.05 20:01
Antworten
Libuda:

An modeste

 
01.01.06 11:55
Wie mir Snag gerade mitteilt, ist der von Comdirect tatsächlich gesperrt worden, und zwar mit folgender Begründung. Hier ein Auszug aus dem entsprechenden Posting von Comdirect.

"Hallo snag,

.... Beleidigungen - diesmal gegen uns - keine andere Möglichkeit, als deinen Forumszugang zu sperren."

Die Beleidigung von Snag bestand nach dessen Aussage darin, dass er aufgrund einer langen Reaktionszeit ins Netz die Frage stellte, ob das Community-Team vielleicht nur aus einer Teilzeitkraft bestehe. In einem Telefongespräch, das Snag einmal mit dem Justiziar von Comdirect geführt hatte, war nämlich dieser Eindruck bei Snag entstanden. Ob da getroffene Hunde bellen oder nicht, ist sich Snag auch nicht sicher, da im Gegensatz zu anderen Boards, niemand was weiss, was sich hinter dem Community-Team verbirgt. Zum Beispiel nicht, ob dort auch auch Hausmeister, die Putzfrau und der Kantinenchef von Comdirct mitarbeiten, was sich ein sehr kosteneffiziener Personaleinsatz wäre.

Jetzt aber zu Deiner Frage. Als fundamental orientierter Anleger kann ich über den DAX-Verlauf der nächsten Woche keine Aussage machen. Wer das trotzdem versucht, ist eine Scharlatan. Ich kann aber eine Aussage darüber machen, wo ich den DAX Ende 2006 erwarte und dafür eine Begründung liefern. Über einen Zeitraum von über hundert Jahren, hat die sogenannte FED-Formel ihre Gültigkeit bewiesen: In 90% der Zeiträume war das Aktien-KGV leicht über dem Renten-KGV, wofür ich auch schon x-mal Begründungen geliefert habe. Da ich mit Sicherheit den Kapitalmarktzins in 2006 nicht über 5% steigen sehe, haben wir selbst in diesem unwahrscheinlich Fall noch ein Renten-KGV von 20. Selbst wenn das Aktien-KGV in 2006 nicht schon dort hinmarschiert, wird sich aber die unsinnige übermäßige Risikoaversion weiter abbauen, sodass wir bis Jahresende beim Aktien KGV einen Wert von 15 bis 16 erreichen sollten, was ein Plus von 20% gegenüber dem momentanen Wert bedeutet. Da auch Gewinne der DAX-Wert um 10 bis 20% steigen werden, ergibt sich ein Kurspotenzial von 30%. Daraus kannst Du leicht ableiten, dass ich den DAX für Ende 2006 bei 7.0000 erwarte.

Auch wenn das jetzt utopisch klingt, solltest Du Dich dran erinnern, dass ich bereits im Frühjahr 2003 den Wert von 5.500 bis 6.000 für Ende 2005 angab. An das Geheule der vielen Durchgeknallten kannst Du Dich sicher auch erinnern, z.B. an den Müll eines gewissen Motzky oder eines Ebörse. Diese Anstiege sind logischerweise nicht von Dauer, denn normalerweise können Aktienkurse auf lange Sicht nicht stärker steigen als das Wachstum des nominalen BIP. Aber wir haben eben immer noch nicht die Blase nach unten korrigiert, die der Blase nach oben folgte. Ist das geschehen, greifen durchaus auch wieder manche andere Argumentatioen: Dann müssen wir kleinere Brötchen backen und uns mit einstelligen Wachstumsraten beim DAX zufriedengeben. Das ist für mich das Szenario nach 2007, wenn wir zwischen 7000 und 8000 im DAX einen Fair Value erreicht haben und die Risikoaversion wieder ihr langjähriges Mittel erreicht.
Antworten
modeste:

thx @ Libuda:

 
01.01.06 15:20
deine einschätzung erscheint mir durchaus realistisch, wenngleich deine prognose für  2005 ja auch davon getragen wurde, dass unvermutet 2005 das Ereignis der bundestagswahl von 2006 vorweggenommen hat - wo wären wir ohne das Schröder-Selbsttor wohl im DAX 2005 gelandet ?

salut

modeste
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Libuda:

Wahrscheinlich auch dort, wo wir sind

 
01.01.06 15:58
denn die Politik spielt eine wesentlich kleinere Rolle als wir vermuten, beispielsweise hat die brasilianische Börse unter dem als Börsenschreck angekündigten Lula enorme Kurssteigerungen hinter sich.

Was für den DAX spricht, ist auch, dass Value gegenüber Growth in 2006 das Nachsehen haben wird. Und der DAX enthält im Vergleich zu anderen allgemeinen Indices verhältnismäßig viel Growth. Daher sind der DAX und die Nasdaq meine Favoriten für 2006.

In Euro am Sonntag heißt es heute dazu:

"Growth oder Value? Die Frage nach richtigen Aktiengattung ist derzeit so akut wie schon lange nicht mehr. Denn nachdem werthaltige Aktien seit über fünf Jahren die kalr bessere Wahl waren, gibt es nun Aussichten für einen Trendwechsel. Für Wachstumsaktien sprechen beonders die günstigen Bewertungen im Verhältnis zu Substanzaktien. US-Werte könnten dabei als erste den Höhenflug starten, wenn in diesem Jahr das Ende des Zinserhöhungszyklus ansteht. "Das gegenwäritgen Umfeld ist sehr günstig", meint daher auch Robert Dean, der den Franklin Aggressive Growth managt. "Wir befinden uns im Frühstadium eines Growth-Zyklus, der mehrere Jahre könnte." Dean konzentriert sich mit Erfolg auf US-Unternehmen. Seit Januar 2005 hat der Fonds mit der Note 2 trotz eher ruhiger US-Börsen ein Plus von knapp 30% erzielt."

Weitgehend Zustimmung, für mich wird das Jahr 2006 ein Nasdaq-Jahr, weil es die Growth-Aktien, wenn man es branchenmäßig sieht, nur dort gibt. Growth-Aktien haben dieses Jahr weltweit unter überzogenen Zinssteigerungsbefüchtungen gelitten. Da ihre Gewinne stärker in der Zukunft liegen, führt ein höhere Diskontierungszins für die zukünftigen Erlöse zu niedrigeren Gegenwartswerten. Langsam wird klar, dass die Zinssteigerungsbefürchtungen völlig überzogen waren und im wesentlichen auf dem Einmaleffekt von Rohstoffverteuerungen, die zum einem Großteil auf Zockereien beruhen, fußten. Wir haben ja gerade heute wieder erlebt, worauf der Rohstoffboom teilweise beruht: auf fehlender Marktwirtschaft nämlich. Müsste die Ukraine den Marktpreis für Gas bezahlen, wäre dort der Energieverbrauch sehr viel niedriger. Die Russen müssen in ihren Land auch nicht den Marktpreis bezahlen, die Chinesen nicht und in vielen anderen Ländern auch werden die gezahlten Preise unter den Marktpreis subventioniert. Würden heute schon alle Marktpreise bezahlen, fiele die Nachfrage entsprechend und Spekulation wie ein Kartenhaus zusammen. 2006 werden wir aber eine Reduzierung der Suventionen erleben, niedrige Inflationsraten und moderate Kapitalmarktzinsen.
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Libuda:

Warum US-Werte ähnlich billig sind wie Dax-Werte

 
01.01.06 17:34
wird durch unsinnige Vergleich zugekleistert.

So heißt es dann beispielsweise, dass der DAX mit einem KGV von 12 bis 13 billiger sei als der S+P500 mit einem KGV voin 14 (beides auf der Basis der Gewinnschätzungen für 2006). Da vergleicht man allerdings Äpfel mit Birnen, denn in den DAX gehen nur 30 Werte ein, in den S+P500 eben wie es der Name sagt 500 Werte. Nimmt man aber die siebzig M-DAX Werte, dann stellt man dort schon ein um 25% höheres KGV fest als beim DAX, auch der Tech-DAX hat ein höheres KGV als die DAX-Werte. Das müsste man bei einem Vergleich berücksichtigen. Da Deutschland kleiner ist als die USA, müsste man bei einem Vergleich z.B. einen DAX 125 basteln, in den die DAX-Werte, die MDAX-Werte und einige aus dem Tech-DAX oder S-DAX hineinkommen müssten. Vermutlich läge dieses KGV dann sogar über dem KGV des damit korrespondierenden S+P 500. Das zeigt meines Erachtens ganz eindeutig, wo 2006 die Musik spielen wird.

Langfrisig positiv bin ich zwar für Schwellenländer bestimmt, aber die sind in 2006 gut gelaufen und werden 2006 ein Problem haben. Häufig wurden dort die Rohstoffpreiserhöhungen nicht weiter gegeben und heruntersubventioniert, sodass der Anpassungsprozess, den stärker marktwirtschaftlich ausgerichtete Staaten schon hinter sich haben, dort noch bevorsteht, denn die Preissubventionen können keine Dauereinrichtung sein.

Kurzfristig sehr negativ sehe ich auch Rohstoffwerte, vor allem Energietitel, obwohl auch hier auf lange Sicht die positiven Einschätzungen überwiegen. Wenn die oben angesprochen Subventionen auslaufen, wird die Nachfrage gerade dort einbrechen, wo der Nachfrageschub seinen Ursprung hatte. Da sich gleichzeitig aber Angebotsausweitungen an dieser teilweise künstlichen (weil nicht von Marktpreisen hervorgerufenen) Nachfragemengen orientieren, ist ein Preiseinbruch in the short run nur eine Frage der Zeit.
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Libuda:

Noch einmal Ukraine

 
01.01.06 22:24
Ich kann die Argumentation von Juschtschenko nicht nachvollziehen, er muss doch schon ziemlich bekloppt sein, wenn er glaubt, dass die Russen ihn subventionieren und auf diese Weise den Wohlstand ihrer eigenen Bevölkerung reduzieren. Ich kann da auch keine moralische Rechtfertigung erkennen. Aber abseits dieser politisch-moralischen Positionen zeigt uns dieses Beispiel eins: Die Energiepreissteigerungen, die wir in den letzten beiden Jahren hatten, haben relativ wenig mit Knappheit zu tun, sondern im wesentlichen damit, dass in vielen Ländern die marktwirtschaftlichen Mechanismen auf der Nachfrageseite außer Kraft gesetzt wurden. In Russland, der Urkraine, China, Indien, Indonesien usw. werden z.B. die Energiepreissteigerungen nicht weitergegeben, sondern durch Subventionen kaschiert. Ob das für diese Länder vorteilhaft war/ist, ist schwierig zu beurteilen - aber es kann mit Sicherheit nicht durchgehalten werden und ist je länger es durchgehalten wird mit Sicherheit schädlich.

ROUNDUP: Russland dreht Ukrainern Gas ab - Juschtschenko: 'Preis inakzeptabel'

MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Im russisch-ukrainischen Streit um drastische Preiserhöhungen für Gas hat der vom Kreml kontrollierte Konzern Gasprom   dem Nachbarstaat wie angedroht den Hahn zugedreht. Wenige Stunden nach Ablauf eines Ultimatums zum Jahreswechsel drosselte der weltgrößte Gasproduzent am Neujahrsmorgen seine für die Ukraine bestimmten Exporte. "Wir sind gezwungen, die Lieferungen zu stoppen", sagte ein Konzernsprecher am Sonntag in Moskau. Gasprom fordert Weltmarktpreise von der Ukraine, die die bisherigen Tarife um fast das Fünffache übersteigen. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bezeichnete den Preis von 230 Dollar (195 Euro) je 1.000 Kubikmeter als "inakzeptabel". Man müsse neu verhandeln, forderte er.

In der Ukraine wurde im Tagesverlauf ein Druckverlust in den Pipelines zur Inlandsversorgung registriert. Der Energiemarkt sei aber vorerst nicht betroffen, hieß es in Kiew.

Die Gasprom-Führung erhob schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Kiew. "Von Anfang an waren sie darauf aus, ab dem 1. Januar illegal Gas abzuzapfen oder genauer gesagt zu stehlen", betonte der Gasprom- Sprecher Sergej Kuprijanow. Dafür gebe es Beweise. Der ukrainische Regierungschef Juri Jechanurow widersprach am Sonntagabend dem Diebstahl-Vorwurf. Der Energieversorger Neftegas Ukrainy teilte in Kiew mit, man habe Gasprom rechtzeitig einen Vertragsentwurf geschickt, in dem "marktgerechte Preise" fixiert worden seien.

TRANSITGEBÜHR

Die Ukraine will bis zum Abschluss eines neuen Liefervertrages mit eigenen Vorkommen sowie mit Exporten aus Turkmenien über die Runden kommen. Dagegen teilte Gasprom mit, sämtliche turkmenischen Exporte würden ab sofort von Gasprom verwaltet. Kiew hatte zuletzt Anspruch auf 15 Prozent des russischen Gases als Transitgebühr erhoben.

Mit dem Neujahrstag übernahm Russland auch den Vorsitz der G8- Industriestaaten. Nach dem Willen von Präsident Wladimir Putin soll die Energieversorgung im Mittelpunkt der russischen G8-Führung stehen. Putin hatte noch wenige Stunden vor Auslaufen des Altvertrages dem "ukrainischen Brudervolk" einen Aufschub angeboten. Die Ukraine könne noch bis Ende März russisches Gas zum Billigtarif erhalten, wenn sie bis zum Jahreswechsel einem Vertrag mit "marktgerechten Preisen" zustimme.

Bislang zahlte die Ukraine 50 Dollar (43 Euro) je 1.000 Kubikmeter Gas, in Zukunft sollen es nach den Gasprom-Plänen 230 Dollar sein. Juschtschenko wiederholte am Sonntag die Bereitschaft, "marktgerechte Preise" an Russland zu zahlen. Bis zur Fertigstellung der Ostsee- Pipeline im Jahr 2010 wird der Großteil der russischen Gasexporte weiter durch die Ukraine fließen.

'UKRAINE STIEHLT GAS'

Die Gasprom-Führung teilte mit, es bestehe die Gefahr, dass auch die Kunden in der Europäischen Union in Mitleidenschaft gezogen werden. "Sie (die ukrainische Führung) stiehlt das Gas bei den europäischen Verbrauchern", sagte der Gasprom-Sprecher in Moskau. Wenn russisches Gas auf dem Weg zu den Kunden in der Europäischen Union verloren gehe, trage allein die Ukraine die Verantwortung, betonte das Außenministerium in Moskau. Nach Gasprom-Angaben fließt russisches Gas in der Ukraine durch fünf Pipelines, drei davon seien für den Export bestimmt.

Am Vortag hatten noch mehrere EU-Länder Russland aufgefordert, die Gaslieferungen "in vollem Umfang" aufrechtzuerhalten. Eine Reduzierung "könnte zu nicht unerheblichen Problemen für die Gasversorgung in Europa führen", schrieben die für Energie zuständigen Minister mehrerer Abnehmerländer, darunter auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU). Die Versorgung der deutschen Haushalte mit Gas ist nach Einschätzung von E.ON Ruhrgas trotz des osteuropäischen Streits um Gaslieferungen nicht gefährdet./sv/DP/rw

Quelle: dpa-AFX

Was das für die Öl- und Gaspreise bedeutet, kann sich jeder ausrechnen. Betriebsverlagerungen in die Ukraine, weil es dort so günstige Energiepreise gibt, erscheinen jetzt doch in einem etwas anderen Licht. Logischerweise müssen die auch Weltmarktpreise bezahlen und einen Dauerklau lässt sich der Putin wohl zu recht nicht gefallen.

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Slater:

ähm Libuda

 
01.01.06 23:00
im M-DAX befinden sich aber 50 und nicht 70 Werte (das war früher mal so).

Aber wenn, dann solltest Du den STOXX 50 mit den USA vergleichen... oder den Bloomberg 500 für Europe

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Libuda:

STOXX 50

 
02.01.06 10:39
greift meines Erachtens für einen Vergleich mit dem S+P500 immer noch zu kurz. Wie der Bloomberg 500 aufgebaut ist, weiss ich nicht - vermute aber einmal, dass da die Marktkapitalisierungen eine entscheidene Rolle spielen, vielleicht korrigiert um die Komponenten Sektorenausgewogenheit und eventuell Streubesitz.

Hast Du eine Angabe zum KGV für diesen Bloomberg 500?

Trotzdem aber noch etwas Grundsätzliches: Es scheint also so zu sein, dass es keine Bewertungsunterschiede zwischen europäischen und US-Werten gibt, den Quatsch den in diesem Zusammen ein Reihe von Bankanalysten und Vermögenswaltern von sich gibt, wie z.B. der Ehrhardt, ist somit Dünnpfiff. Ist das KGV nämlich gleich, verdienen europäische Aktien sogar einen Abschlag - denn das Potenzialwachstum der europäischen Volkswirtschaften liegt erheblich unter dem der USA, auch wenn die da etwas aufholen werden. Das Entstehen von Firmen wie Google, Ebay, Yahoo, Genetech, Amgen, Intel, Microsoft usw. ist in Europa fast ausgeschlossen, da hier kaum die dafür notwendige Mischung aus Wissenschaftsleistungen auf Höchstniveau, Risikokapital und Vermarktungskompotenz zusammenkommt. So etwas wie SAP passiert in Europa alle 25 Jahre einmal - in den USA pro Jahr einmal. Und da das auf absehbare Zeit so bleibt und zu den USA höchstens China und Indien hinzukommen, ist es absurd, obwohl die Bewertungen in Europa und den USA momentan in etwa gleich sind, für Europa höhere Kurssteigerungen als in den USA vorherzusagen. Und hinsichtlich der gesamtwirtschaflichen Aspekten sei nur kurz darauf hingewiesen, dass die USA bei der Neuverschuldung nicht die 3%-Hürde reißen würden, wie das fast alle wichtigen Europäer tun. Obwohl ich die 3%-Grenze für Schwachsinn halte, absolute Zahlen machen hier absolut keinen Sinn, da man die Neuverschuldung in Relation zum Wachstum des nominalen BIP setzen muss. Und das macht die Amis noch besser. Da dort z.B. das nominale BIP 2005 um 7% gestiegen ist, hätte erst eine Neuverschuldung über 7% den Schuldenstand (das Verhältnis von BIP zu Gesamtschulden) erhöht. Dass die Amis Ihr Defizit in 2005 um 35% reduziert haben, wovon die Europäer nur träumen können, und statt unter 7% sogar unter 3% liegen, geht in der Rhetorik nach Art der Festansprachen nach Helmut Kohl, unter. Wer etwas blöd ist, ist eben auch zu blöd die Platte zu wechseln.
Antworten
Libuda:

Gezielt auf Verlierer setzen

 
02.01.06 14:04
Dazu kann man heute in der FTD lesen:

"Längst haben sich die meisten Anleger entschieden, welche Länder, Regionen und Branchen in diesem Jahr besonders Erfolg versprechend sind. Ganz oben auf der Liste stehen Russland, Lateinamerika, Japan und Edelmetallfonds. Die haben schließlich auch im vergangenen Jahr für gute Renditen gesorgt. Die weiteren Aussichten scheinen darüber hinaus günstig. Warum also nicht weiter auf die Gewinner des Vorjahres setzen? „Das ist eine nachvollziehbare Vorgehensweise“, sagt Gert Bennewitz, geschäftsführender Gesellschafter des SJB Fonds-Skyline. „Doch leider ist sie grundfalsch. Wer immer auf die gerade aktuellen Gewinner setzt, wird am Ende als Verlierer dastehen.“
Antworten
Libuda:

Antizyklisches Investieren bringt sensationelle

 
02.01.06 18:20
Ergebnisse, wie man in der Fortsetzung des Artikel aus dem letzten Posting in der FTD von heute lesen kann:

"Bennewitz empfiehlt Investoren deshalb, genau entgegengesetzt zu handeln: „Die Verlierermärkt von heute sind die Top-Performer von morgen. In einer Langfriststudie über 27 Jahre, basierend auf realen historischen Kursdaten, rechneten die SJB-Experten aus, dass ein Vermögensaufbau mit einer antizyklischen Investmentstrategie am besten funktioniert. Dabei verglichen die Experten drei Strategien: eine passive, eine prozyklische und eine antizyklische Strategie.

Der passive Investor investierte Sylvester 1978 exakt 10.000 Euro in die internationalen Aktienmärkte, dargestellt durch den MSCI World Index. Er lässt das Geld dort liegen. Die Summe wächst bis 2005 auf 193.000 Euro. Das sind 11,61% pro Jahr.

Der prozyklische Investor platziert das Geld Sylvester 1978 im besten nationalen Markt des abgelaufenen Jahre, dargestellt durch den MSCI-Index des entsprechenden Einzellandes. Dort lässt er das Geld fünf Jahre lang liegen. Diese Zeit entspricht in etwa einem vollem Marktzyklus. Dann wählt er nach dem gleichen Verfahren erneut den besten Markt des abgelaufenen Jahres aus und überträgt den Gesamtbetrag dorthin. Auf diese Weise erreicht er bis Ende 2005 einen Betrag von rund 86.000 Euro. Das ist eine durchschnittliche Jahresrendite von 8,31 Prozent.

Der antizyklische Investor folgt dem gleichen Muster, entscheidet sich aber jeweils für den schlechtesten Markt des abgelaufenen Jahres. Für seinen Mut wird er reichlich belohnt. Sein ursprüngliches Vermögen von 10.0000 Euro ist seitdem auf sagenhafte 38 Millionen Euro angewachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 35,8 Prozent entspricht."

Noch nie ist die Technische Analyse eindeutiger als Hokuspokus-Fittipus-Drei-mal-Schwarzer-Kater von Scharlatanen entlarvt worden. Während als der Weg zur Wahrsagerin nicht nützt und wenig schadet (vielleicht 50 Euro Gebühren) macht das Hüpfen auf Trends arm.




Antworten
Libuda:

Lieber Leser eines Nachbarboards

 
04.01.06 11:18
 
Forum: Aktien | Deutschland

hier ist die Antwort auf Eure wiederholten Fragen, wer denn im Rahmen der Prognosen für 2005 am besten lag. Offensichtlich gefällt den Initiatoren des Tipp-Wettbewerbs nicht, dass ein gewisser Snag unter den vielen Propheten mit seiner Prognose von 5500 bis 6000 fast eine Punktlandung schaffte und mit haushohem Abstand am besten lag. Nicht auszuschließen ist allerdings auch, dass der Codi, der schon beleidigt ist und User sperrt, wenn man fragt ob er eine Halbtagskraft ist, die entsprechenden Ergebnisverkündigungen gelöscht hat. Denn er löscht alles, was ihn nicht gefällt, unabhängig davon was im Disclaimer steht und was Presserecht vorsieht.
 
JGPINK  




03.01.06, 01:52 Uhr (145 Klick(s))  

Hi Dr. Verstand ! Wer hat gewonnen ???

Hallo und noch'n frohes Neues !
Hat jemand eine Auswertung der Tipps gefahren ? An wen muss ich denn nun die Preise versenden und wann saufen wir den Champus von Mike0311 ?
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass fast alle deutlich zu pessimistisch waren. Auch meine 5050 Punkte waren daneben, allerdings haben meine Stockpicks alle deutlich outperformed und ich bin mit dem Jahresergebnis sehr zufrieden und sogar begeistert ! Hoffe, es geht vielen so !?

Gruß

Jo.
 
Antworten
Libuda:

Scharlatane - Allianz gesichert

 
07.01.06 10:58
Niemand hat vor diesen beiden nachstehenden Scharlatanen in dem folgnden Artikel auf deutschen Aktienboards mehr gewarnt als Libuda (und auch die beiden Welt-Redakteure, die die beiden Scharlatane jetzt zu recht jetzt "kurz" machen, standen in ihren Weltuntergangsfantasien dem Montier und dem Edwards kaum nach). Wenn das private Scharlatane wären, wäre das weiter nicht schlimm - schlimm ist, dass sie den vermögenszersetzenden Stuss im Namen der Allianztocher Dresdner Bank unters Volk bringen. In Anlehung an einen bekannten Spruch kann man da nur sagen: "Vermögen weg, der Montier kichert, hoffentlich nicht bei Dresdner & Allianz versichert."

Wenn Verkaufsempfehlungen zu Kursraketen werden
Dresdner Kleinwort Wasserstein landet Erfolg der besonderen Art - Prognostizierte Nieten legen 2005 im Schnitt ein Drittel zu
von Daniel Eckert und Holger Zschäpitz

Berlin - Materieller Wohlstand macht nicht glücklich. Diese Weisheit trägt James Montier, seines Zeichens Börsenstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW), seit Jahr und Tag wie eine Monstranz vor sich her. Und so mancher Anleger wird sich dabei gedacht haben: Der gute Mann wird schon wissen, warum er dies predigt. Und tatsächlich: Mit den Investmentempfehlungen von Montiers Arbeitgeber kamen Investoren 2005 nicht so schnell zu Wohlstand. Zumindest wer die zehn Top-Verkaufsempfehlungen für 2005 wörtlich nahm, ist finanziell auf die Nase gefallen. Denn keine einzige der "Top Ten Sells 2005" beendete das Handelsjahr mit einem Kursverlust. Vielmehr konnten Anleger mit den von DrKW prognostizierten Nieten Lonmin, Bayer, FMC, Zurich Financial, Nokia, DaimlerChrysler, Novo Nordisk, Scottish&Newcastle, Rentokil und Centrica eine durchschnittliche Performance von 33 Prozent erzielen und damit sogar den MSCI Europa schlagen. Wer in Form von Leerverkäufen - auf diese Weise läßt sich auf fallende Notierungen spekulieren - 100 000 Euro in die zehn Verkaufstips investierte, landete bis zum Jahresende leicht bei 25 000 Euro. Doch auch für dieses Ungemach hat Montier den passenden Rat: "25 000 Euro im Jahr reichen, um glücklich zu sein."


Tatsächlich ist die Performance der "Top Ten Sells" besonders blamabel, weil sich die Investmentbank mit dieser unkonventionellen Liste gegenüber der Konkurrenz abgrenzen will. Peinlich ist dies auch deshalb, weil die Top-Verkaufsempfehlungen zehn Prozent besser liefen als die Top-Kaufempfehlungen für 2005. Ein Wert auf der Favoritenliste, die Royal Bank of Scotland, schaffte sogar das Kunststück, in einem außergewöhnlich guten Börsenjahr wie 2005 mit einem Minus abzuschließen.


Normalerweise veröffentlichen die Institute zu jedem Jahresanfang lediglich die aussichtsreichsten Titel und hüllen den Mantel des Schweigens über die potentiellen Verlierer. Schließlich will es sich keine Bank mit einem Unternehmen durch eine so exponierte Verkaufsempfehlung verscherzen und damit Kunden verprellen.


Aber die Dresdner haben in Zeiten von Hedge-Fonds, die ebenso auf fallende wie auf steigende Notierungen setzen können, mit dieser Konvention werbewirksam gebrochen. Seit dem Jahr 2002 lesen sich deren Verkaufslisten teilweise wie Literaturverrisse. Dumm nur: Während sich in der Belletristik die Qualität der Kritik schwer messen läßt, ist dies in der Finanzbranche anders.


Zumindest sind die Dresdner mit ihren "Top Ten Sells 2005" jetzt zum Gespött der Börsianer geworden. Schon länger haben die DrKW-Strategen eher eine Reputation als Glücksexperten und Gefühlsmanager. Hier gibt es eine klare Aufgabenteilung zwischen Montier und seinem Kollegen Albert Edwards. Ersterer betreibt Glücksforschung und rät Anlegern, Geld nicht mit Glück zu verwechseln. Zudem sollten sie für ihr persönliches Wohlbefinden lieber exotische Berge besteigen und Sex nur mit dem Partner haben, den sie lieben.


Edwards erregte dagegen besondere Aufmerksamkeit, als er in einer DrKW-Studie über seine Erfahrungen beim Speed-Dating, einer innovativen Methode der Partnerfindung, sinnierte. Monate später erfuhren die Investoren dann, wie er mit seiner neuen Flamme durch Amerika tourte, wobei auch Details nicht vorenthalten wurden. Er begründete seine Publikationslust mit den Wünschen der DrKW-Klienten, die offenbar größeres Interesse am Gefühlsleben als an Kursempfehlungen haben.


Artikel erschienen am Do, 5. Januar 2006
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Libuda:

Ein selten dummer und arroganter Heuler

 
07.01.06 17:29


Namens Mandelbrot versucht mit aufschneiderischen Dumm-Dumm-Sprüchen ein Buch zu vermarkten.

Ein Kostprobe seines Dumm-Dumm-Geschwätzes aus der FTD.

„FTD: Passiert das Unwahrscheinliche wirklich so oft an der Börse?

Mandelbrot: Wir haben das berechnet. Nach den konventionellen mathematischen Modellen hätte der Dow Jones zwischen 1916 und 2003 nur 58 Handelstagen um mehr als 3,4 Prozent steigen oder fallen dürfen. Tatsächlich trat dies an 1001 Tagen ein. Oder: Laut Theorie sollte eine Sieben-Prozent-Schwankung des Dow Jones an einem Handelstag nur alle 300.000 Jahre vorkommen. Fakt ist, dass dies zwischen 1916 und 2003 48-mal passierte.“


Diese Mandelbrot-Nummer ist derart dreist und dümmlich, dass man fast nicht kommentieren muss. Denn welchen Anleger interessieren Schwankungen an einen einzigen Tag? Und nun kommt der Hammer: Die Frage nach der relevanten Untersuchungsperiode kommt bei Mandelbrot gar nicht vor. Daher ist er ein Scharlatan, der Aufmerksamkeit erheischen will und dem koreanischen Falsch-Kloner in nichts nachsteht.

Anleger interessieren, welche Risiken Aktien in Fünf-, Zehn-, Zwanzig – oder gar Dreißig-Jahresperioden haben. Und da wissen wir aus der Empirie, dass in 70% der Zehnjahresperioden Aktien die Rentenwerte (die in dieser Zeit auch wachsen, z.B. bei einem Zins von 7% sich verdoppeln) schlagen und in über 90% der Zwanzigjahresperioden Aktien die Renten schlagen. Und es gibt keine geschichtliche untersuchte Dreißigjahresperiode, in der nicht Aktien die Renten geschlagen hätten.

Dass in irgendwelchen Formeln zum fairen Wert von Optionen Werte verwendet werden, die Normalverteilungen voraussetzen, interessiert einen Anleger einen feuchten Kehricht.

Ich muss also meine Warnung vor Juristen (laut Ludwig Thoma = durchschnittliche Menschen mit durchschnittlichem Verstand) leider auch auf viele Mathematiker und Naturwissenschaftler ausweiten, denn ein nicht gerade kleiner Teil von ihnen glaubt im Besitz der Weltformel zu sein. Dabei gibt es in ihrer Branche doch durchaus Vorbilder, aber die sind anscheinend alle von früher: „Ich kann zwar den Lauf der Gestirne berechnen, aber nicht den der Aktienkurse.“ Aber vielleicht ließe sich dieser Vordenker aus einer vergangenen Zeit doch auf folgende Aussage ein: „Auf lange Sicht schlagen Aktien immer Renten, da die höhere Risikobereitschaft in Form höherer Renditen belohnt werden muss.“
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Libuda:

Ölpreisverfall stützt Kursanstiege

 
07.01.06 19:50
Zwei Meldungen von der Nachfrage- und Angebotseite im Energiebereich, die ahnen lassen, dass die Aktien in 2006 auch Antrieb von nachgebenden Ölpreisen bekommen.

Ein Beispiel zur Nachfrage aus deutschen Zeitungen in der letzten Woche: „Angesichts hoher Benzinpreise fahren die Deutschen immersparsamer. Nach ersten Berechungen des Mineralölwirtschaftsverbandes ist der Absatz von Ottokraftstoff in Deutschland  2005 um 6% gesunken.“

Nun werdet Ihr sicher fragen: In China auch? In der Ukraine auch? In Indien auch? In Indonesien auch? – Vermutlich noch nicht, weil dort die Regierungen aus Steuermitteln den Benzinpreis stabil hielten bzw. die Steigerungen reduzierten. Nach und nach bleibt ihnen keine andere Wahl, als die Subventionen aufzugeben, insbesondere wenn keine Staatsunternehmen den Rohstoff selbst fördert. Es war schon erstaunlich, dass selbst die Amis der Ukraine ein Recht zusprachen, Gas für 50 Dollar statt zum fünffachen Weltmarktpreis geschenkt zu bekommen. Logischerweise nicht von US-Konzernen, die in auch in Anrainerstaaten der Ukraine fördern, sondern von einem russischen Konzern, an dem Ihr auch beteiligt seid, wenn ihr z.B. Eon-Aktien haltet. Und genau dieser Abbau der Subventionen findet in 2006 verstärkt statt. Hinzu kommt, dass die Energienachfrage kurzfristig relativ starr ist, je länger der Betrachtungszeitraum wird, jedoch eine erstaunliche Elastizität aufweist, Preisänderungen also erheblich Mengenänderungen nach sich ziehen.


Ein Beispiel von der Angebotsseite aus deutschen Zeitungen in der letzten Woche: „Ölreserven erreichen neuen Höchststand – Weltweit wurde noch nie so viel Öl gefördert wie in diesem Jahr. Gleichzeitig stiegen auch die Ölreserven auf einen neuen Höchststand teilte der Mineralölwirtschaftsverband unter Berufung auch Hochrechnungen der US-amerikanischen Fachzeitschrift „Oil & Gas-Journal“ mit. Danach erhöhte sich die Rohölförderung um ein Prozent auf 3,59 Milliarden Tonnen. Die weltweiten Reserven, die durch Bohrungen bestätigt sind, kletterten um 2,5 auf 176 Milliarden Tonnen.“

Auch hier gilt ein ziemlich simpler Zusammenhang: Langfristig bestimmen die Kosten des Grenzanbieters (des teuersten Anbieters) die Preise. Und momentan sind Marktpreise mehr als doppelt so hoch als die Gesamtkosten des Grenzanbieters. Dass dies kein stabiler Zustand ist, weiß schon ein Anfänger in Sachen Preistheorie, der sich mit der Anreizfunktion des Preises beschäftigt hat. Hinzu kommen vielfältige Substitutionsprozesse.

Und dann kommt, mehr ein Spaß, noch etwas hinzu, einer der weltweit besten Fehlprognosengeber hat wieder einmal eine Sammlung mit Fehlprognosen abgeliefert, Byron Wien, den sie bei Morgan Stanley offensichtlich gefeuert haben (und das will bei denen schon etwas heißen, wenn dort die Niete Stephen Roach noch herumstümpern darf) hat gesprochen: Er sieht den Ölpreis 2006 bei 80 Dollar.

Ich halte dagegen: Ende 2006 werden wir unter 40 Dollar liegen, vielleicht sind es sogar nur 30 Dollar, womit wir noch weit über den langfristig die Preise bestimmenden Produktionskosten der Grenzanbieter, also der teuersten Anbieter, liegen.
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Libuda:

Damit lebt es sich ganz ordentlich

 
07.01.06 23:49
Im Handelsblatt konnte man diese Woche lesen:

"Die Weltwirtschaft erreicht im Jahr 2004 mit einer Steigerung des weltweiten BIP von 5,1% den Höhepunkt. 2005 waren es 4,3T. Auf diesem Niveau sollt sich das Wachstum auch in diesem Jahr bewegen."

Wie Ihr seht, leben wir in momentan einer der besten aller Welten - und das sollte man genießen. Wir haben die höchsten Wachstumsraten der letzten 50 Jahre. Der Grund ist ganz simpel: Wir haben die höchsten Steigerungen der Arbeitsproduktivität seit 50 Jahren. Warum, habe ich Euch oben im Rahmen meiner Ausführungen zur Wucht des 5. Kondratieffs schon erklärt. Die Hauptursache ist die Intensivierung der zwischenbetrieblichlich Arbeitsteilung, die das Internet möglich gemacht hat. Die Transaktionskosten, die bisher die wohlstandsteigernden Effekté der Arbeitsteilung nicht rentabel erscheinen ließen, sind dramatisch gesunken. Und das Gute daran: Das ist alles noch lange nicht ausgereitzt.

Das treibt die Gewinne der Unternehmen, den Wohlstand allgemein, senkt die Inflationsraten und folglich auch die Kapitalmarktzinsen. Ein Problem haben wir allerdings, das Wahrnehmungsproblem in der Realität. Und daher sind die KGV's weltweit bei extrem niedrigen Werten, absolut und noch sehr viel extremer, wenn man die durch die oben beschriebenen extrem niedrigen Kapitalmarktzinsen (die niedrigsten seit über 100 Jahren im letzten Zinszyklus) dazu in Relation setzt.

Daher haben die Aktienmärkte weltweit noch sehr viel nachzuholen, insbesondere die amerikanischen.
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Libuda:

Ran an die 6.000

 
08.01.06 10:47


Unter dieser Überschrift kann man heute in Euro am Sonntag lesen:

„Die Konjunkturaussichten haben sich deutlich verbessert. Das wird sich auch in den Gewinnen niederschlagen“, sagt Carsten Kluge. Der Stratege der Privatbank M.M.Warburg sieht gute Chancen, dass der DAX schon im ersten Halbjahr die Marke von 6.000 nehmen wird. Derzeit werden die deutschen Standardwerte auf Basis der Warburg-Schätzungen für das kommende Jahr mit einem KGV von 13 noch immer vergleichsweise günstig bewertet. Der langjährige Durchschnitt liegt zwischen 15 und 16.“

Kommt Euch die Argumentation bekannt vor? Mir nicht, da scheinen nach zu langer Abstinenz jetzt doch einige bei Libuda bei ariva mitzulesen. Die Reichweite von ariva scheint doch größer zu sein als die von comdirect und Wallstreet-Online, wo Libuda überwiegend früher postete. Hätte Libuda auch schon im Frühjahr 2003, als er für Ende 2005 ein Kursziel im DAX von 5.500 bis 6.000 setzte, wohlbegründend mit steigenden Gewinnen, bei ariva gepostet, wäre so manchem der damals komplett daneben liegenden Bankanalysten die Blamage katastrophaler Fehlprognosen erspart geblieben.

Das Kursziel von Libuda für 2006 kennt Ihr ja schon: 7.000 DAX-Punkte - dann wären wir gerade einmal auf dem langjährigen Schnitt von 15 bis 16. Dieser langjährige Schnitt wurden allerdings erreicht, als die Kapitalmarktzinsen wesentlich höher lagen als heute und wohl auch in absehbarer Zeit - auch das liefert noch Potenzial. Ist auch dieser Prozess abgeschlossen, haben wir die Blase nach unten, die der Blase nach oben folgte, endlich korrigiert. Dann müssen kleinere Brötchen gebacken werden, nämlich nur noch Aktiengewinne (auf längere Sicht) in Höhe des Wachstums des nominalen BIP. Das schätze ich für Euroland auf knapp 5%. Nutzt also 2006 für Käufe eher die etwas mageren Zeiten kommen, die auch nicht so mager sind, da die Kursgewinne bzw Zinsen nicht wie früher von der Inflation aufgefressen werden. Denn die Inflationsraten werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben - besonders in 2006, wo wir durch den Rückgang der überzockten Rohstoffpreise überrascht werden dürften.
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Libuda:

Umstrukturierung und Substitution

 
08.01.06 14:56


machen auf mittlere und längere Sicht das Angebot an und die Nachfrage nach Energie sehr viel elastischer als uns Sandra Ebner von Deka und der gerade von Morgan Stanley offensichtlich gefeuerte Byron weismachen wollen, der mit einer 80 Dollar Prognose auf sich aufmerksam zu machen versucht.

„Der Ölpreisschock wird der Wirtschaft und dem Ökosystem zugute kommen“, schreibt die Credit Suisse in aktuellen Energiestudie. Investitionen in Forschung und Entwicklung würden angeregt. Im Hausbau werde es oberstes Ziel, den Energieverbrauch so niedrig wie möglich zu halten. Die Nachfrage nach Hybridfahrzeugen könnte stark steigen. Die Lebensmittelindustrie werde umweltverträglichere Verpackungen entwickeln.

Einer der großen Profiteure der neu aufkommenden Energiediskussion könnte ein alter Bekannter sein. „Ich kann mir vorstellen, dass die Kohle eine Renaissance erlebt, wenn es gelingt, diese Technologie umweltfreundlicher zu machen“, sagt Claudia Kemfort, Energie-Expertin des DIW in Berlin. Nach Erkenntnissen von Geologen könnten die Kohlevorräte die Nachfrage für fast 200 Jahre decken.“

Deshalb werden in 2006 die langfristigen Aufwärtstrend nach oben zu weit ausgerissenen hochgezockten Energiepreise sich wieder dem Langfristpfad annähern, der durch die Produktionskosten der Grenzanbieter bestimmt wird – also kurz- und mittelfristig abstürzen. Eine rationale Anlagestrategie sollte das berücksichtigen. Eine Konsequenz wird die Renaissance der Tech-Aktien sein, die man momentan noch billig einsammeln kann.

Die Devise für 2006 muss daher lauten: Raus aus Energie- und Rohstoffaktien, und allem was dranhängt, und rein in die Techs.
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Libuda:

Ein interessantes Verzockerpaar.

 
08.01.06 22:35

An Zinker erinnern sich sicher noch viele Leser von Wallstreet Online und man kann nur hoffen, dass sie ihm nicht ins Unglück gefolgt sind. Denn der empfahl im Frühjahr 2003 beim DAX-Stand von 2.300 massiv Puts auf den DAX, weil er die 1.800 in greifbarer Reichweite sah. Ich würde das nicht als kriminell einstufen, denn das war seine Privatmeinung, diejenigen die im allerdings ins Unglück gefolgt sind, lecken immer noch ihre Wunden. Zu seiner Entschuldigung kann man höchstens vorbringen, dass es auf WallstreetOnline noch ähnliche Verrückte wie einen Motzky gab oder den schlimmen New-Economy-Verzocker Ebörse, der sich sogar mit dem Chaoten-CEO von Commerce One ablichten ließ und dieses Bild über di deutschen Boards jagte.

"Dauerposter Snag

Hallo, schaue gelegentlich hier herinnen, was ist eigentlich aus dem Dauerposter "Snag" geworden?



Zuordnungen

Internet Capital Group Inc. Registered Shares DL -,001 US46059C2052 24-Monats-Chart"


Nicht minder gefährlich war ein auf dem comdirect-Board ein gewisser London, der ab 180 den Leser permanent empfahlt Google zu shorten und sie damit ins Verderben trieb. Noch ganz frisch sind seine Vermögen vernichtende Umtriebe aus dem November 2005 in Erinnerung, als er bei einem DAX-Stand von 4.800 weiterer Abwärtspotenzials sah. Wie beschissen die armen Anleger dran sind, die diesem Wahnsinn gefolgt sind, wissen wir alle leider nur zu gut.

          §
Forum: Aktien | USA



    london§




08.01.06, 22:01 Uhr (16 Klick(s))

Weitergezogen

Wurde gesperrt.Wie vorher auf anderen boards.Schreibt jetzt bei Arriva unter "libuda".Inhalt in Kurzfassung:Die Aktienkurse werden weiter steigen.und:ICGE kaufen!Grusslondon

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Libuda:

Ahnungslose Theorieschwätzer

 
10.01.06 23:19
jagen momentan Untergangssäue durch die Presse. Bevor man sein Maul so weit aufreisst, sollte man nicht mit Volkshochschulwissen herumnerven.

1. Ein Zinsniveau gib es eigentlich nicht, sondern es gibt einen Kapitalmarkt und ein Geldmarkt.

2. Für die wirtschafltichen Aktivitäten sind die Kapitalmarktzinsen sehr viel wichtiger als die Geldmarktzinsen.

3. Die Bedeutung der Geldmarktzinsen wird grenzenlos überschätzt. Es ist schon ziemlich lächerlich, wenn Veränderungen von Geldmarktzinsen, die in bestimmten Situationen die gleiche Bedeutung haben, als ob in China ein Sack Reis umfällt, hochgespielt werden.

4. Wenn also z.B. die FED bei der Erhöhung der Geldmarktzinsen tatsächlich überziehen sollte, tritt dadurch mit Sicherheit nicht die oft beschriebene Katastrophe ein - es ist fast egal, was die Notenbank macht.

5. Die tatsächlich entscheidenden Zinsen, die Kapitalmarktzinsen, bilden sich aufgrund von Angebot und Nachfrage. Das haben unsere Dummschwätzer aus den theoretischen Elfenbeintürmen noch nicht mitbekommen. Das ist auch eine Entmachtung der Notenbanken. Ob der Greenspan jetzt abtritt, Barnanke sein Nachfolger wird, Muhamed Ali, Lassie oder Joe Sixpack, ist somit fast egal. Und die Märkte machen das ohnehin besser und richtiger als Barnanke, Lassie oder Joe Sixpack.

5. Somit sind die jetzigen Zinsdiskussionen über inverse Zinslagen lächerlich. Bildet Euch endlich einmal fort und lasst das dumme Geschwätz von vorgestern, kann man den armseligen Volkswirten nur zurufen. Nicht umsonst behauptete Kostolany, dass er noch nie einen reichen Volkswirt gesehen habe. Mein Opa behauptete, dass wer nichts wird, Wirt werde und wer gar nichts werde, Bahnhofswirt. Gott habe ihn selig, aber die Volkswirte hat er dabei vergessen.
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Libuda:

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

 
12.01.06 14:19

aber Leute, die sich Wissenschaftler nennen, sollten schon auch wissenschaftlich arbeiten, wozu gehört, dass man die Annahmen für seine Berechnungen offenlegt und auch diese Annahmen laufend revidiert. Genau diesen Vorwurf muss man Shiller machen, dem es vermutlich nur um die Auflagenzahl für einen Reißer ging. Und Wissenschaftlicher sollten auch vor extrem linear ausgerichtetem Denken gefeit sein - auch das ist Shiler nicht. Kommen wir also zum entscheidenen Kackpunkt. Shiller hat ein Produktivitätswachstum von 1,5%, wie es in der Dekade vor 1996 in den USA zu messen war, einfach um zehn Jahre in die Zukunft verlängert. 1996 konnte man sich logischerweise irren, dreist ist es aber diesen Irrtum nicht korrigiert zu haben und mit Dumm-Dumm-Sprüchen die Anleger in die falsche Richtung zu schicken und um ihr Geld zu bringen, nur weil man mit Reißern selbst Kohle machen will und im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen versucht. Shiller unterscheidet sich somit keinen Deut von dem Korea-Kloner.


Hier ein Auszug aus der der FTD von heute:

"Auf der Grundlage der von Shiller und dem Wirtschaftsprofessor John Campell von der Universität Harvard durchgeführten ökonometrischen Regressionsanalyse prognostizierte Shiller im Jahr 1996, dass Titel des Index S&P 500 in dem kommenden Jahrzehnt eine schlechte Investition sein würden. Im Jahrzehnt bis Januar 2006, so Robert Shiller, würde der reale Wert der Aktien aus dem S&P 500 fallen. Sogar nach Einrechnung der Dividenden schätzte er den wahrscheinlichen Wert investitionsbereinigter Erträge null – also weit unter dem ungefähr bei sechs Prozent liegenden Ertrag, den man mittlerweise für den amerikanischen Aktienmarkt als typisch annahm.

Aber Shiller lag falsch. Wenn der amerikanischen Aktienmarkt nicht noch vor Ende Januar zusammenbricht, werden für das abgelaufene Jahrzehnt Erträge ausgewiesen, die etwas über den historischen Durchschnittswerten liegen – und viel, viel höher als null. Diejenigen Anleger, die ihr Geld im vergangenen Jahrzehnt am US-Aktienmarkt investierten und reinvestierten haben ihre Einsatz beinahe verdoppelt, selbst unter Berücksichtigung der Inflation."
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