wenn es Beifall für den nachstehenden in vielen Passagen schlicht und einfach lügenden Dummbeutel gibt, der die Welt nicht so sieht wie sie ist, sondern sie sich nach seiner Ideologie zurechthämmert.
"Im Klartext von Bill Bonner
Ok. Heute rede ich Klartext. Keine Metaphern, keine Witze, keine Ironie, kein Sarkasmus. Heute werde ich die Geschichte ungeschmückt, unversüßt und unbefleckt wiedergeben, wie einen Old Overholt Pennsylvania Whiskey ohne einen Tropfen Wasser - oh, da hat sich doch wieder eine eingeschlichen!
Es gibt vier große Trends, die alle zusammenhängen und die alle gleichzeitig Einfluss auf die Welt haben.
1. Der Welt geht das billige Öl aus. Es wird zwar immer Energie geben, aber es wird immer schwerer, sie zu kriegen. Die amerikanische Ölproduktion hat schon seit Jahrzehnten ihren Höhepunkt hinter sich. In Großbritannien geht die Produktion in der Nordsee zurück. Niemand weiß genau, wie viel Öl die Saudis noch haben, aber es ist vielleicht weniger als sie behaupten. Die weltweite Produktion soll in den nächsten ein oder zwei Jahren ihren Höhepunkt erreicht haben. Rückgänge beim Angebot könnten sich keinen schlechteren Zeitpunkt ausgesucht haben; heute wollen mehr Leute mehr Öl als zu irgendeiner anderen Zeit. Die Chinesen haben 2004 2 Millionen Neuwagen gekauft. Sie kaufen jedes Jahr ungefähr doppelt so viele wie im Vorjahr. Gegenwärtig verbraucht ein Mensch in China im Schnitt ein Zehntel der Energie, die ein Amerikaner verbraucht. Was wird passieren, wenn sie erst einmal halb so viel verbrauchen? Benzinpreise sind in den USA in der vorletzten Woche gestiegen - der größte Anstieg in 11 Wochen. Drei Dollar für die Gallone gelten schon als so gut wie sicher. In wenigen Jahren wird man das für günstig halten.
2. Der Reichtum der Welt verlagert sich in den Osten. General Motors, bis zuletzt das größte Unternehmen in Amerika, ist 12 Milliarden Dollar wert. Zusammen mit Ford ist General Motors heute nicht einmal halb so viel wert wie Honda und nur ein Fünftel von Toyota, mit einer Marktkapitalisierung von 172 Milliarden Dollar.
" Im Jahr 1970" , erklärt Marc Faber, " hatte allein IBM eine höhere Marktkapitalisierung als der gesamte japanische Aktienmarkt. Innerhalb der nächsten 10-20 Jahre, könnten es die asiatischen Märkte, darunter Japan, auf 25 %, vielleicht sogar 50 % der Marktkapitalisierung der Welt bringen. Heute liegt der Anteil bei 14 %."
Ein Freund von mir ist gerade aus Shanghai zurück:
" Es ist unglaublich, Sie haben eine ganz neue Stadt gebaut. Die Hotels sind die schönsten, die ich je gesehen habe. Die Bars sind fantastisch. Es ist so aufregend. Wenn ich wohnen könnte, wo ich will, dann würde ich - zumindest für zehn Jahre oder so - in Shanghai leben. Es muss der Ort auf der Welt sein, wo mehr Wachstum und Innovation zu finden sind, als irgendwo anders auf diesem Planeten. Es gibt dort so viel Geld, so viel Energie, so viel Leben. So muss es in New York in den zwanziger Jahren gewesen sein."
Die Globalisierung hat den Wettbewerb verschärft. Jetzt essen leichtere und schnellere Wettbewerber aus dem Osten den Amerikanern das Mittagessen weg und treten ihnen in den Hintern - genauso wie die New Yorker es zu Beginn des Jahrhunderts mit den Londonern gemacht haben.
3. Mit dem amerikanischen Imperium geht es bergab. Von Anfang an war das amerikanische Imperium ein schlechter Grog aus dem Schwarzgebrannten von Wilson und den militärischen Spirituosen eines Custer. Diese beiden Komponenten führten schlussendlich zudem Krieg im Irak - ein Krieg, der strategisch inkompetent geführt wird. Die größte Angriffsmacht, die je zusammenkam, bewacht heute Benzinpumpen. Wirklich ausgelaugt wird das Imperium jedoch durch Geld - oder besser, durch fehlendes Geld. Die Amerikaner hätten lieber Granitarbeitsplatten und kostenlose Tabletten als die Kosten eines Imperiums. Sie können sich beides nicht leisten, nicht, wenn die globalisierten Märkte die Tagessätze der amerikanischen Arbeiter nach unten treiben.
Also steigen die Schulden, die Washington Post berichtete:
" Die Verschuldung der amerikanischen Haushalte hat im dritten Quartal des vergangenen Jahres einen Rekord von 11,4 Milliarden Dollar erreicht, nachdem sie schneller als je seit 1985 in die Höhe schoss."
" Die amerikanischen Haushalte geben heute den Rekordwert von 13,75 Prozent ihres Nettoeinkommens aus, um ihre Schulden abzuzahlen."
Getränkt in dem leichten Geld breiten sich überall zerstörerische Stockflecken aus. " Holt es euch solange es noch möglich ist" , sagen die unternehmerischen Luden, die Lifestyle Gurus und die Geldverschieber. An der Wall Street freut man sich z.B. wieder über ein Jahr der Rekordprämien. Henry Paulson, Jr., Geschäftsführer bei Goldman wird 38 Millionen Dollar bekommen.
4. Mit dem Untergang des Imperiums kommt auch der Untergang des imperialen Geldes. Als der Dollar am 15 August 1971 vom Gold getrennt wurde, stellten sich nachdenkliche Menschen eine Frage: Wie lange wird der Dollar noch bleiben? Die Antwort ist immer noch nicht bekannt, aber der Tag seines Untergangs rückt mit jedem Tag näher. Ende letzter Woche ist der Euro auf über 1,23 Dollar gestiegen. Gold machte sich auf den Weg zu 560 Dollar. Dieses experimentelle Drama mit dem Papiergeld in der Hauptrolle hat noch einige Akte vor sich, aber wir wissen alle schon, wie es ausgehen wird. Der Dollar wird fallen, er wird genauso fallen wie MacBeth bei Dunsinane.
Es gibt auch noch einen wichtigen zyklischen Trend zu bedenken Die Märkte gehen auf und ab - selbst während die größten Makrotrends ihren Weg durchsetzen. Eine große Kreditexpansion und ein Anstieg der Preise von Vermögenswerten begannen in den frühen Achtzigern. Bezogen auf wahres Geld (Gold) sind die Preise für Aktien, Anleihen und Immobilien überall auf der Welt gestiegen. Die Inflation der Preise von Vermögenswerten erreichte im Juli 1999 ein Ende. Seitdem ist Gold im Vergleich zu fast allen anderen Klassen von Vermögenswerten gestiegen. Der Trend hat gerade erst angefangen. Und da die meisten Menschen nur den nominalen Wert der Preise berücksichtigen, so wie er in der örtlich verwendete Währung beziffert ist, ist es noch nicht vielen Leuten aufgefallen.Aber den Preisen von Vermögenswerten geht die Luft aus. Gemessen am wahren Geld (Gold) fallen die Preise für Aktien, Anleihen und Immobilien. Auch dieser Trend hätte sich keinen schlechteren Zeitpunkt aussuchen können. Die Verschuldungen des amerikanischen Kreditmarktes sind doppelt so hoch wie zu der Zeit, als die Expansion 1980 begann. Sie stieg von 130 % des Bruttoinlandsprodukts auf mehr als 300 %. Diese Schulden - besonders die Hypothekenschulden - basieren auf schwächer werdenden Preisen der Vermögenswerte. Wenn die Preise sinken, werden auch die Schulden sinken. Und dann werden die sich abstrampelnden Hausbesitzer, die armen Konsumenten - der Einkaufsproll - sich umsehen müssen.
Eingezwängt zwischen Schulden und dem realen und verwendbaren Einkommen, mit all den Kosten und Illusionen eines untergehenden Imperiums die aufrecht erhalten werden müssen, mit einem Dollar, der an Wert verliert (und einem Chef der Zentralbank der Dollars aus Helikoptern abwirft) pumpt er Benzin zu drei Dollar die Gallone in den gurgelnden Tank seiner viel zu großen Karre und macht seine monatlichen Zahlungen, um seine Hypotheken zu bedienen, die über seinem Haus schweben, wie das Washingtoner Monument über der Papphütte eines Bettlers - was soll der arme Mensch tun?
Ich glaube fast ich kenne die Antwort, aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll.."
Was lernen wir von einem solchen Dummbeutel, der vergisst, dass alle "Firmenwunder" der letzten zehn Jahre in den USA entstand sind:
1. In welchen Land entstand Google?
2. In welchem Land entstand Ebay?
3. In welchem Land entstand Yahoo?
4. In welchem Land ist Citigroup angesiedelt, die vor zehn Jahren noch hinter vielen japanischen Banken lag?
5. In welchem Land wurde Wal Mart zur weltweiten Nr. 1, obwohl sie noch vor 15 Jahren von Mitsui rettungslos abgehängt waren.
6. Aus welchem Land kommt der Konzern, der Microsoft niedermacht?
7. Aus welchem Land kommt der Konzern, der Intel niedermacht?
8. In welchem Land entstand Genetech?
9. Vor zwanzig Jahren waren Hoechst und Bayer die Apotheken der Welt, heute heißen sie Pfizer und Co - oder?
10. IBM verkauft sein PC-Geschäft an die Chinesen, aber sind die Chinesen besser als IBM?
11. Eine US-Firma namens EXXON schaffte in diesem Quartal den höchsten Gewinn eines Unternehmens aller Zeiten. Meint jemand wirklich, dass Karstadt und Holzmann eine Konkurrenz sind?
12. Wird Cisco von Juniper bedrängt oder von Infineon?
13. usw.
Mein Fazit: Lasst Euch von geifernden und fanatisierden Dummschwätzern nicht verarschen, die Euch in ihrem missionarischen Eifer um Euer Geld bringen. Ich mag den Kriegstreiber Bush auch nicht. Aber das ist noch lange kein Grund, um mit Schaum vor dem Mund nur Unsinn zu reden und die Leser in falsche Anlageentscheidungen hineinzujagen. Viele diese geifernden Dummschwätzer haben ein Problem: Nach dem seit 1968 andauernden Marsch durch die Institutionen sind viele ausgerechnet 1999/2000 im Neuen Markt und bei Internetwerten wie Commerce One angelangt, wo sie vor Gier nicht an sich halten konnten. Da hat Karl Marx ausnahmsweise einmal recht: Hier bestimmte das Sein das Bewusstsein.
Ich weiss auch nicht wie es in zehn Jahren aussieht, aber soweit nach vorne antizipiert Börse nicht. Für mich ist bedeutsamer, dass im Shanghai-Ranking, wo die Universitäten weltweit "geratet" werden, folgendes rauskommt: Acht der zehn besten und 23 der 30 besten Unis liegen in den USA. Solange wir noch dieses erdrückende Übergewicht haben, entstehen die Google's, Ebay's, Intel's, Cisco's, Genetech's usw. auf absehbare Zeit in den USA.