Deutsche Börsianer: Waschlappen und Versager!


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Marabut:

Deutsche Börsianer: Waschlappen und Versager!

 
14.09.01 15:31
Hallo,
niemand sagt, wir leben in einfachen Zeiten. Aber wenn weit hinten in Afghanistan ein paar bärtige Männer mit Steinschlosskarabinern aus dem spanischen Erbfolgekrieg von vor 300 Jahren den USA mit Krieg drohen, dann kriegen die Deutschen an Rhein und Main Muffensausen - zur Freude aller Terroristen. (Für die Bundeswehr will man allerdings auch nichts zahlen!) Kurz, die Drohung kann nicht lächerlicher, die Gefahr nicht geringer sein, dem deutschen Börsianer von Köln-Nippes bis zum Münchner Hasenbergl wackeln die Knie, die Hände zittern, er verkauft - und zwar schon seit Tagen als größter Angsthase in Europa. Kein Index fiel mehr als die deutschen!

Sinkt jetzt der Dollar ein bisschen, dann machen dieselben Fondsmanager in die Hose, die noch vor einem Jahr Parität Euro/Dollar prophezeit haben. Es sind dieselben Nichtskönner, die in ihren Pseudo-Fonds seit eineinhalb Jahren das Geld der Anleger vierteln, dritteln und halbieren!

Fliegen in den USA zwei Tage keine Flugzeuge, dann verramschen dieselben Aktienstrategen, die uns noch vor Monaten und Wochen jeden Tag den Boden versprochen haben, die Lufthansa dergestalt, dass sich der Kurs halbiert! Diese absoluten Nichtskönner, die noch nicht mal einen Ameisenhaufen überblicken, geschweige denn die Weltwirtschaft, werden es erleben, dass sich die Lufthansa-Aktie innerhalb eines Jahres von heute an MINDESTENS verdoppeln wird. Jeder, der diesen Pseudogurus aber sein Geld anvertrauen sollte, wird nach einem Jahr tief im Minus hocken, denn diese selbsternannten Schwätzer verkaufen, wenn es donnert, und kaufen, wenn die Höchststände erreicht sind!

Dieselben Bankvorstände, die noch vor Jahresfrist die ganze deutsche Börse nach London verkaufen und nur den Neuen Markt in Frankfurt behalten wollten, gucken zu, wie erstklassige deutsche Auto-Werte wie BMW, Daimler, Porsche und VW innert kürzester Zeit zusammengeprügelt werden, während sie selber im Nadelstreifen auf allen Kanälen Zuversicht verbreiten. In Wirklichkeit klappern ihre Knochen wie zur Geisterstunde um Mitternacht auf dem Schindanger! Es sind dieselben Chefdenker, die sich auch den Untergang des Neuen Marktes haben zuschulden kommen lassen!
Ja und dann die ganze Zunft der kenntnisreichen Börsenbriefschreiber: die Börse Online-Redaktion hat laut eigener Aussage geweint diese Woche, Telebörse druckte schwarze Titelbilder und so weiter und so fort! Und die Charttechniker, die vor lauter Zittern keine Linien mehr finden. Alle sind sie abgetaucht!

Und was machen da die verbliebenen Privatanleger mit dem Mut und Verstand der Biene Maja? Verkaufen natürlich!

Nur soviel: dies ist der Grund, warum die meisten Leute an der Bösrse niemals Geld verdienen! Wer sich aber jetzt ein Herz fasst, der wird mit seriösen Bluechips viel Geld machen, innerhalb relativ kurzer Zeit - zum Beispiel, wenn in einem Jahr ab heute die Spekulationsfrist abgelaufen ist!

Gruss M, der hinzufügen will, dass man mit einem Börsensturz nur den Terroristen Freude macht, nicht den Amerikanern!  
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DeathBull:

Wer zuerst verkauft ist der Waschlappen,

 
14.09.01 15:34
der letzte ist der Versager.
So ists halt mal.

:(
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FMF2000:

@Marabut: Du hast mehr als nicht ganz unrecht :-))

 
14.09.01 15:46
Würde auch jede Wette eingehen, daß der Dow nie und nimmer in der kommenden Woche zweistellig verliert.

Eher sehe ich am Montag ein paar Prozent minus beim Dow, die der DAX natürlich gleich mitmacht!

Aber, was soll´s - es kann ja jeder seine Erwartungen in einer Strategie umsetzen.

Ciao

FMF2000
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Marabut:

Deutsche Börsen sinken am meisten!

 
23.09.01 15:41
WamS: Unsicherheit ist Gift für die Börsen, und davon gibt es mehr als genug. Das Vertrauen in die Zukunft hat unter den Anschlägen gelitten. Glauben Sie, dass unter diesen Umständen ein dauerhafter Anstieg der Aktienkurse jemals wieder möglich sein wird?

Ross: Kein Zweifel: Ja. Schauen Sie sich die Schocks an, die die Welt seit 1940 durchgemacht hat. Pearl Harbor, Zweiter Weltkrieg, Korea-Krise, Crash von 1987, Golfkrieg. Wir haben 28 solcher Ereignisse ausgewertet. Jeweils 126 Tage später war der Dow Jones in fast allen Fällen im Plus, im Durchschnitt mit 12,5 Prozent. Wenn wir uns das Ausmaß anschauen, in dem die Märkte vom All-Time-High gefallen sind, haben wir beim Dax ein Minus von weit über 50 Prozent. Die durchschnittlichen Indexabschläge in Bärenmärkten liegen im Schnitt bei knapp über 30 Prozent. Wir haben also bereits einen überdurchschnittlichen Abschwung an den Märkten gesehen.

aus Welt am Sonntag
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Marabut:

Die Deutschen sind die schnellsten Hasen!

 
23.09.01 15:48
Der Deutsche Aktienindex (Dax) seit den Anschlägen vom 11. September mehr als 20 Prozent minus.
Der Nemax50-Index schloss am Freitag auf einem Rekordtief von 680 Punkten und damit mit einem Verlust von 25 Prozent seit den Anschlägen.
Während der Woche gab der Dow-Jones-Index insgesamt 14,2 Prozent nach, der Nasdaq-Index 16 Prozent.
Der FTSE 100-Index der 100 wichtigsten Werte ist seit den Anschlägen um rund 13 Prozent eingebrochen.

Kein Kommentar!
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Marabut:

Wie dumm die Anleger sind...

 
23.09.01 16:03
... sieht man beispielsweise an den Kursen der Versicherungen. Das schändliche Terroristenattentat ist keineswegs das größte Desaster, wenn man vom Versicherungsschaden ausgeht. Das Erdbeben von Kobe in Japan 1995 hat ca 150 Milliarden Dollar gekostet. Auch der Hurrikan Andrews hatte es in sich, dazu ein schweres Erdbeben in Kalifornien 1992. Die Börse und die Versicherungen haben das überlebt. Der Schaden aus den jüngsten Anschlägen wird eher bei 50 Milliarden Dollar liegen, wobei das gar nicht alles versichert ist.

Und jetzt muss man trennen. Lebensversicherungen werden gleich fällig. Da können die Versicherungen nichts machen. Geht es aber um die Gebäudeschäden, dann werden wir erleben, dass die Versicherungen wie Bush sagen, das war ein Krieg. Und bei Kriegsschäden haften sie nicht! Dann kommen die Prozesse und das kann Jahre dauern. Die Versicherungen können also ihre Auszahlungen über Jahre hinweg strecken! Und zwei Milliarden Euro, die etwa auf die Münchner Rück zukommen, zahlen die fast aus der Portolkasse!

Wie gesagt, nur ein Beispiel unter vielen, wie hirnlos deutsche Anleger reagieren. Ich selbst kaufe fast jeden Tag seit dem Anschlag Daimler-Aktien. Ich glaube kaum, dass in Zukunft alle Menschen daheimbleiben und nur noch Fahrrad fahren! Und so gibt es noch viele Beispiele aus dem DAX!
Gruss M
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satyr:

warum Waschlappen

 
23.09.01 16:16
Warum ist derjenige der wenn die Kurse fallen werden, aussteigt.Wer am 11.9
Schnell genug aus den Aktien raus ist und puts gekauft hat und einen Gewinn erzielt ist ein Waschlappen.Was sind Börsianer was will man an der Börse Gewinne erzielen oder aussitzen oder was.
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Marabut:

Genau

 
23.09.01 16:21
Falls ich Dein Pidgin-Deutsch richtig deute, hast Du mich wohl nicht verstanden:
Ganz einfach! Wer jetzt noch seine Aktien verkauft, macht Riesenverluste! Wer jetzt deutsche Standardwerte kauft, macht Riesengewinne!
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DarkKnight:

Waschlappen

 
23.09.01 16:31
War das wieder ein Tag! Endlich rein in die Badewanne...
Connie (25) ist völlig erledigt. Als Stewardeß hat man's nicht leicht. Sie muß zu den Passagieren freundlich sein, immer lächeln. Zu Hause aber kann sie finster gucken - da stört das keinen. Denn Connie lebt allein. Nur: Wo ist einer, der ihr den Rücken einseift? Und wenn's ein Waschlappen wäre...

Foto: FRANCO MAROCCO      unter www.bild.de bitte "Waschlappen" in Suchvunktion eingeben und "Connie" clicken
 
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DarkKnight:

Waschlappen

 
23.09.01 16:31
War das wieder ein Tag! Endlich rein in die Badewanne...
Connie (25) ist völlig erledigt. Als Stewardeß hat man's nicht leicht. Sie muß zu den Passagieren freundlich sein, immer lächeln. Zu Hause aber kann sie finster gucken - da stört das keinen. Denn Connie lebt allein. Nur: Wo ist einer, der ihr den Rücken einseift? Und wenn's ein Waschlappen wäre...

Foto: FRANCO MAROCCO      unter  www.bild.de  bitte "Waschlappen" in Suchvunktion eingeben und "Connie" clicken
 
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satyr:

Stimmt und auch nicht

 
23.09.01 16:34
Es stimmt was du sagst und wieder auch nicht
Stimmt wenn der Tiefpunkt erreicht ist
Stimmt nicht wenn der Dax noch weiter fällt du scheinst genau zu wissen wie weit es noch runtergeht.
Dax bei 3000 undenkbar? Bei 2800 undenkbar?
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Marabut:

Hellseher

 
23.09.01 16:40
Niemand ist Hellseher, und den Tiefstpunkt erwischst Du nie. Man muss aber sehen, dass wir insgesamt von 8000 kommen beim DAX. Gruss m
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Rheumax:

Es gibt Erklärungen, warum die Kurse bei uns

 
23.09.01 16:42
stärker eingebrochen sind als in anderen Ländern:
Wir stehen vor einem Krieg, dies ist wohl leider Fakt.
Auf diese Kriegsgefahr haben auch die anderen Börsen mit entsprechenden Abschlägen reagiert, nur nicht in so hohem Maße wie bei uns.
Warum ist die Reaktion bei uns stärker ausgefallen?

Meine Antwort:
Weil KRIEG für uns Deutsche eine andere Bedeutung hat. Wir haben im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege verloren. Viele der ältere Menschen haben den
letzten Krieg noch erlebt, mit der Zerstörung unserer Städte und dem Tod von
Millionen von Menschen, wobei kaum eine Familie von Opfern verschont wurde.
Diese schrecklichen Erfahrungen wurden an die nächste Generation weitergegeben.
Die Jugend lernt auch heute noch in der Schule, sei es im Geschichts- oder im Deutsch-Unterricht, was Krieg bedeutet. Brecht wird doch wohl immer noch gelesen?
Die Deutschen wissen immer noch, denke ich, dass Krieg Schrecken, Zerstörung, Leid, Hunger, Armut und Tod bedeutet.

Und was bedeutet Krieg für einen Amerikaner?
Das Feld von Ruhm und Ehre? Krieg hat sich immer außerhalb des Lande abgespielt, man war mit einer Ausnahme immer der Sieger und offenbar ist Vietnam nicht mehr so tief im Bewußtsein.
Wenn ihr minderbemittelter Anführer fast händereibend verkündet, dass man im Krieg sei, habe ich den Eindruck, dass der Kerl gar nicht weiß, von was er spricht. Oder von etwas ganz anderem spricht!
Ähnlich sieht es doch bei den Briten aus. Man kann einwenden, dass sie so etwas wie Luftkrieg im letzten Weltkrieg abbekommen haben. Ansonsten hat sich Krieg auch nur außerhalb des Landes abgespielt.
Wenn die Nation sich beleidigt sieht - Falkland lässt grüßen - stürzen Tausende kriegsgeil in die Rekrutierungsbüros, um in den Krieg ziehen zu dürfen.


Was ich damit sagen will?
Das es mich nicht wundert, wenn die Börse auf "Krieg" bei uns stärker reagiert als anderswo.

Rheumax-Grüße


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DarkKnight:

Andere Erklaerung: US-Institutionals ziehen

 
23.09.01 17:04
Kohle ab vuer den eigenen Markt ... ist doch klar
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satyr:

Niemand ist Hellseher ausser vielleicht......

 
23.09.01 17:08
Bernd Förtsch und der ist ein Falscher.
Was ich eigentlich damit sagen wollte ist,dass die grossen Verluste der Deutschen Aktionäre daher Kommen ,dass genau das Gegenteil der Fall ist.
Aussitzen ist Trumpf,wie ich neulich auf ntv hörte setzen nur 2-3 von 2000
Anlegern einen Stop.
Es wird aussgesessen bis der Arzt kommt,Wen ich für jeden Aktionär der Telekom
seit 100 Euro hält ne Mark hätte wär ich jetzt ganz woanders.
Fazit lieber mal ein Waschlappen als bei 90% Verlust.
Aber es stimmt ich rechne auch mit einem Rebound nächste Woche ,man sollte allerdings aufpassen wie weit es hochgeht,notfalls wieder raus und wieder rein
wenn die Tiefststände erneut getestet werden.
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Reinyboy:

Yo, und deshalb wird unter anderem der Euro

 
23.09.01 17:08
in 2002 unter 0.80 Euro fallen.

Hab mir schon Eur/ USD-Puts gekauft.





Mfg         Reinyboy
Antworten
Reinyboy:

.

 
23.09.01 17:12
unter 0.80 $ selbstverständlich.
Antworten
DarkKnight:

Dollar bei 2,80 wird kommen

 
23.09.01 17:15
eben etwas spaeter als ich urspr. meinte ... alleine der Oelpreis wird davuer sorgen
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Publizist:

Reinyboy welchen Put hast Du?

 
23.09.01 18:51
DarkKnight welchen Call auf Öl?
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calexa:

Kaufen

 
23.09.01 22:05
Wie ich schon mal erwähnte, würde ich anfangen zu investieren (was ich im übrigen schon getan habe). Zwar kann es noch mal runtergehen, aber das sind Panikkurse. Der wahre Wert der Unternehmen, besonders im Dax, aber auch im Dow, werden nicht mehr dargestellt. Oder soll es etwa angemessen sein, daß United Technologies 28% an einem Tag verliert, weil die den Gewinn pro Aktie des Jahres 2001 von 4 $ auf 3,70 $ reduziert haben? Bestimmt nicht.

So long,
Calexa

PS: Am MOntag, als die US-Börse wieder aufmachte, war United Technologies für über 100 Punkte verlustet im Index "verantwortlich". Wenn das nicht gewesen wäre, wäre der Verlust nie so groß gewesen. Dies nur für alle, die ein bißchen den Hintergrund wissen wollen.
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Marabut:

Absolute Zustimmung

 
24.09.01 16:52
Viele DAX und Amiwerte haben Kaufkurse, auch wenn es nochmals sinken sollte, was sehr wahrscheinlich ist. Ich kaufe trotzdem DAX, weil ich in Euro bleiben will. Dollar wird sinken, weil viele Ausländer Geld aus USA abziehen!
Ansonsten aber:
Wer glaubt, dass niemand mehr fliegt, soll Fahrradaktien kaufen. Wer glaubt, dass keiner mehr Auto fährt, soll Schlittenhunde und Hundeschlitten kaufen! Wer glaubt, dass keiner mehr Arzneimittel nimmt, soll Brennesseln kaufen. Usw usf!

Krieg, Rheumax! Ist ja zum Lachen! Erstens gibt es keinen Krieg und zweitens: Die ältere Generation in Deutschland hat gar keine Aktien. Die Verkäufer sind die jungen Doof-Analysten und Fondsvernichter aus der Spassgeneration zwischen 20 und 30, die schon in die Hose pinkeln, wenn sie nachts von einer Spitzmaus träumen! Das sind die Verkaufer hierzulande.

Wie eingangs gesagt: dieselben Herren, die bei Telekom 100 zum Kauf geraten haben, trauen sich jetzt bei Telekom 15 NICHT mehr, irgendetwas zu sagen. Die gehören alle rausgeschmissen zum Strassenfegen! Die haben NULL Ahnung von Börse!

Ach ja und das Öl, was hier einer anführt. Erst heute wieder um 3 Dollar gefallen! Ist ja auch kein Wunder. Man kann nicht einerseits das Gespenst der Rezession an die Wand malen und andererseits steigende Ölpreise. BEIDES geht gleichzzeitig nicht! M.
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Rheumax:

Die ältere Generation in D hat gar keine Aktien?

 
24.09.01 18:22
Das Geld liegt also bei den 20-30jährigen?
Ist wirklich zum Lachen!
Antworten
Marabut:

Nein, Du bist zum Lachen!

 
25.09.01 14:53
habe ich gesagt, die Kriegsgeneration hat kein Geld? Lies doch erst richtig oder gehörst Du auch zu den IQ>10 hier? Jeder Hausmeister an der Rheinischen Sandbank weiss, dass Achtzigjährige ihr Geld nicht in Aktien stecken, Du Esel!
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Marabut:

Anleger ziehen Geld aus Aktienfonds

 
25.09.01 14:54
Verunsicherte Anleger meiden Aktienfonds

Dramatische Mittelabflüsse seit den Terroranschlägen. Manager können Schnäppchenpreise nur bedingt ausnutzen
 
Von Holger Zschäpitz

Berlin – Aktienfondsmanager sind nur bedingt einsatzbereit. Auch wenn sie nach den drastischen Kursverlusten wieder kräftig mitmischen wollten – Anleger haben sie an die kurze Leine genommen. Seit den Terroranschlägen zogen Investoren reihenweise ihre Gelder aus Aktienfonds ab. Einzig die regelmäßigen Zuflüsse aus vermögenswirksamen Leistungen oder Sparplänen verhinderten das große Desaster. Doch im Vergleich zu den hohen Zuflüssen des vergangenen Jahres stellt sich die Situation insgesamt dramatisch dar. Beobachter rechnen für den September mit einem Rückgang beim Mittelaufkommen von 90 Prozent.
Am düstersten ist die Situation beim Deutschen Investment Trust (DIT). Aus den Aktienfonds der Dresdner-Bank-Tochter flossen zwischen dem 11. und 19. September über 700 Mio. Euro ab. Im vergangenen Jahr hatten die Anleger im gleichen Zeitraum noch 206 Mio. Euro den Fondsmanagern zur Verfügung gestellt. Auch bei Union Investment müssen die Profis mit weniger Mitteln auskommen. Flossen im kompletten September 2000 noch über 1,1 Mrd. Euro in die Aktienfonds der Genossen, lösten seit dem Tag der Terrorattacke Anleger Anteile in Höhe von 45 Mio. Euro auf. „Wir haben zwar nach dem Kurseinbruch durch das Auflösen von Cash-Beständen einige Positionen an der Börse aufgebaut. Doch die Schnäppchenpreise können wir nicht vollständig ausnutzen, weil einfach kein frisches Geld mehr kommt“, sagt Olgerd Eichler, Fondsmanager bei Union Investment. „Das ist eine Situation, die wir noch nicht kannten.“

Selbst Fondsmanager, die wie Trudbert Merkel von der Deka noch über leichte Zuflüsse verfügen, mussten ihre Cash-Positionen abschmelzen, um Marktchancen wahrzunehmen. „Die historischen Bewertungstiefs bei einzelnen Aktien haben wir zu Zukäufen genutzt“, so Merkel. „Bei einer Daimler unter 30 Euro, einer Siemens unter 35 Euro oder BMW bei 22 Euro konnte man einfach nicht widerstehen.“

Doch für eine nachhaltige Rallye beim Dax müssen auch die Fondsanleger wieder mitspielen und den Managern frische Mittel zur Verfügung stellen. Denn die großen Versicherungen sitzen noch auf immensen Aktienbeständen, die sie zur Begleichung der Terrorschäden zu Geld machen müssen. „Da kann man nur schwer gegenhalten. Kurzfristig könnte noch einmal Verkaufsdruck aufkommen“, so Eichler. Dabei ist Liquidität für die Börsen eigentlich reichlich vorhanden. Die Anleger haben riesige Summen in Geldmarktfonds geparkt. Allein bei Union Investment flossen in diese Produkte seit den Terroranschlägen 118 Mio. Euro und damit mehr, als aus den Aktienfonds abgezogen wurde. Und auch beim DIT ist die Lage weniger dramatisch, wenn man die Zuflüsse in die Geldmarktfonds mit betrachtet. „Bei der Rückbesinnung der Anleger auf den Aktienmarkt spielen die Notenbanken eine große Rolle“, sagt Christoph Niesel, Fondsmanager beim DIT. „Je weiter die Leitzinsen sinken, desto unattraktiver wird der Geldmarkt.“ Ab einem bestimmten Zinsniveau würden die Anleger regelrecht in Aktien gedrängt.

Andere Fondsmanager können hier schon Fortschritte vermelden. So flossen nach einem Rückgang nach der Terrorattacke Aktienmanager Jörg Kloy von SEB Invest wieder mehr Mittel zu. Er hat sein Depot wieder stärker auf eine Trendwende ausgerichtet. „Wenn die Situation völlig eskaliert, dann wird man auch mit Cash nicht mehr glücklich. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass wir in einem Jahr sagen werden: Das war der Einstiegszeitpunkt.“

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Rheumax:

Unter dem Begriff "Marabut" , so hab ichs in

 
25.09.01 17:59
Erinnerung, versteht man:

a) einen frommen, weisen Mann, der als Heiliger verehrt wird.

Eine solche Verehrung verdient man sich wohl kaum durch arrogantes Auftreten und Beleidigungen.
Einem Mann von solcher Weisheit sollte ich natürlich glauben, dass bei uns die ältere Generation, worunter man die 80jährigen zu verstehen hat, keine
Aktien besitzt. Diese besitzen also die 20-30jährigen. Es darf mit meiner beschränkten Intelligenz entschuldigt werden, dass ich daran zu zweifeln wagte.

b) das Grabmal eines sochen Heiligen.

Von meinen Reisen durch nordafrikanische Länder weiß ich, dass diese Marabuts sehr unterschiedliches Aussehen haben können. Manchmal besteht ein solcher Marabut nur aus einem Haufen Steine.

Heut hab ich dazugelernt, dass so ein Haufen, der sich Marabut nennt, nicht unbedingt aus Steinen bestehen muss...

Antworten
Marabut:

Lies Karl May

 
26.09.01 18:00
Wenn Du was über mich wissen willst, lies
Karl May, Das Geheimnis des Marabut, Radebeul 1901
Antworten
Rheumax:

Es gibt auch falsche Marabuts:

 
26.09.01 18:40

Kleinere dieser oft unscheinbaren, aufgestapelten Haufen, die man vielerorts in den Steinwüsten findet, haben einen ganz anderen Ursprung.
Sie sind Hinterlassenschaft von Reisenden aus unseren Breiten, die mangels anderer Entsorgungsmöglichkeiten ihre Exkremente und vor allem das zur Körperreinigung verwendete Papier (im Unterschied zur einheimischen Bevölkerung, die solches mit der "unreinen" linken Hand erledigt) auf diese Weise beseitigt haben.

Was unter einem "Marabut" steckt, ist also nicht immer ein Heiliger...

Antworten
Marabut:

Jaja Verehrtester,

 
26.09.01 18:59
nicht jeder hat eine Rheumadecke dabei in Afrika, womit er seinen Allerwertesten abputzen kann.......
Schreib doch mal was zur Börsensituation!
Antworten
Depothalbierer:

An Marabut

 
27.09.01 01:34
Die Masse wird weiterhin verlieren!
Und diejenigen, die jetzt Dax-Aktien kaufen, nur weil die Analysten sagen:Kaufen!,werden erst noch eine Menge verlieren, bevor sie gewinnen.
Unterbewertete Microcaps am NM sind angesagt.
Denn nur die sind inzwischen so weit gefallen, daß es wirklich nicht mehr allzuweit nach unten gehen kann.
Antworten
Marabut:

Die Analysten schweigen!

 
27.09.01 09:49
Hallo,
die Analysten sagen gar nichts. Niemand sagt, kaufen, kaufen! Genau deshalb erscheint mir der DAX kaufenswert. Es glaubt doch hier keiner, dass etwa die Lufthansa eingeht wie Popnet oder Exodus! Die Lufthansa wird sich verdoppeln. Nicht in zwei Tagen, aber in zwei Jahren! Ist das eigentlich nichts mehr wert?

Der Neue Markt dagegen ist tot! Da kommt nicht mehr viel! Nenne mir doch mal 20 Werte unter den 300, die eventuell steigen! Ich kaufe am NM nichts! Standardwerte aber schon!
M
Antworten
Rheumax:

@Depothalbierer

 
27.09.01 10:31
Wieviel ist "nicht mehr allzuweit"? Hat man dies nicht bei einem Nemax-Stand von
2000 auch schon gedacht und gesagt? Und bei 1000 erst recht!
Wo ist das Ende? Bei einem durchschnittlichen KGV von 1 oder 2? Wenn die Unternehmen ihre sämtlichen Aktien aus der Portokasse zurückkaufen können?

Ein Beispiel:
Als der Kurs von Ixos im Januar nach Veröffentlichung guter Zahlen plötzlich von rund 6 € auf 18 hochsprang, hab ich in Focus Money gelesen: "War ja klar, dass es so kommt, bei dem Kurs müsste das Unternehmen eigentlich kurz vor der Pleite stehen."
Die machen weiterhin Gewinn, trotzdem war das Papier letzte Woche für unter 4 € zu haben!

Hab übrigens nachgekauft und bin auch sonst überwiegend in NM-Firmen  investiert, die schwarze Zahlen schreiben, wie Singulus oder CE.
Denke, langfristig muss sich das auszahlen, auch wenn es zunächst noch ein hoffentlich "nicht allzuweites" Stück runter geht.

Dies zur "Börsensituation" :-)
Antworten
Depothalbierer:

An Rheumax

 
27.09.01 11:00
Was ich mit unterbewerteten Microcaps meine, kann man auf meiner Seite lesen.
Auf keinen Fall sind das Aktien wie Aixtron,Adva,Brokat,Medion,Singulus oder Thiel.
Das Problem bei diesen Aktien ist, daß alle sie kennen und schon vor einigen Monaten gekauft haben.
Wenn da eine kleine negative Meldung kommt, geht es noch einmal drastisch nach unten.
Antworten
Marabut:

Das wäre sicher ein guter Boden!

 
27.09.01 16:42
Vielleicht hat er recht der Pfeiffer, aber das geht noch lange hin. Erst kommt die Zwischenerholung:


Albrecht O. Pfeiffer

Kaufen, wenn die Kanonen donnern
Auch Marschall Grouchy hörte die Kanonen von Waterloo, als er mit seiner Armee von 30 000 Mann zwei Stunden entfernt und Blücher verfolgend im Gelände herummarschierte. Seine Generäle bestürmten ihn: "Au cannon, au cannon!". Aber Grouchy hielt sich an die Order seines Meisters Napoleon. Auf diese Weise rettete er sich und seine Armee und ermöglichte es Nathan Rothschild im fernen London, einige Millionen zu verdienen.

Wie in meinem letzten Artikel "Der falsche Prophet" bereits angemerkt, gab der September als schlechtester Börsenmonat Wallstreets seinen Ruf eine unvorhersehbare makabre Bedeutung. Angefangen hatte es bereits zum exakten Beginn des Millenniums, als die US-Notenbank den Zins um einen viertel Punkt reduzierte. Nach meiner Theorie der Börsen-Dezimalzahlen hätte dies ausreichen müssen, dass der Dow-Jones-Index die Marke von 12 000 überwinden konnte.

Das schaffte er nicht. Im Januar blieb er bei exakt 11722,98 hängen. Wird die Theorie nicht bestätigt, ist dies ein Zeichen von Marktschwäche. Seit dieser Zeit geht es programmgemäß stetig abwärts, Richtung Süden. Ich kenne noch eine zweite Theorie, die ich bereits 1967 entdeckt hatte, als meine ersten primitiven Börsencomputer zu laufen begannen: Alle spekulativen Märkte gehen genau auf den Punkt zurück, wo sie ihren Anfang genommen hatten. Ein guter Punkt ist das Jahr 1995, in dem so interessante Bücher publiziert wurden wie: "Bankruptcy 1995", "The Great Reckoning", "Getting Rich before and during the Next Depression", "Crisis Investing", "Blut auf den Strassen", "Wann kommt der Staatsbankrott", "Paper Money", "The Day the Bubble Burst" usw.

Zu dieser Zeit notierte der Dow bei 3600, der S&P bei 450, der Nasdaq 100 bei 600, NYSE bei 240, EURO Stoxx bei 1400, DAX bei 2000. Naive Leser und Experten glauben immer, "tiefer geht's nimmer!" Ich wünsche ihnen viel Glück.

Albrecht O. Pfeiffer

27.09.2001
Antworten
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