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Der USA Bären-Thread


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stksat|228820.:

Anti Lemming : Und oben auf dem Hügel,

 
25.10.15 20:49
naja wir stehen ja schon an am kreuz, wie kommst du genau auf den Punkt?

Panda-Bonds würden den Yuan doch drücken, wäre doch super für die China Wirtschaft?...

Bitte um aufklären eines unwissenden

mfg
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bellmonte:

stksat228820.

 
25.10.15 21:09
naja, etwas deppat, ist erlaubt! aber AL kann nicht allen propleme lössen..
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stksat|228820.:

!

 
25.10.15 21:19
Dann hilf du mir doch bitte.
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Anti Lemming:

Panda-Bonds dürften größtenteils

2
25.10.15 21:36
von westlichen Investoren gekauft werden. Sie werden von westlichen Firmen (US-Firmen) emittiert, sind aber in Yuan denominiert. Die Käufer der Panda-Bonds müssten daher z. B. Dollars, Euros etc. gegen Yuan verkaufen. Dabei würde der Yuan normalerweise steigen.

Tut er aber nicht, weil der Yuan immer noch quasi fix an den US-Dollar gebunden ist. So viel Geld, dass Yuan UND Dollar im Tandem hochgezogen würden, fließt nicht nach China. Panda-Bonds würden China bei Fortdauer der Yuan/Dollar-Bindung daher keine Nachteile bringen: Der Yuan/Dollar-Kurs bliebe weitgehend unverändert.

Die Anbindung des Yuan an den US-Dollar erfolgte aus gutem Grund. Die Chinesen wollten nicht in die Fußstapfen der Japaner treten. In Japan war der Yen immer frei konvertierbar - auch in der Boom-Phase der 1980er Jahre. In der Zeit flossen extremen Mengen spekulatives Kapital aus dem Ausland nach Japan. Die Folge war eine extreme Immobilienblase, die 1990 schallend platzte. Von dem Knall hat sich Japan bis heute nicht erholt: Der Nikkei stand 1990 (ATH) bei 40.000, heute notiert er - trotz der "Erholung" infolge Abenomics - bei aktuell 18.800.

Um eine Wiederholung des Japan-Fiaskos in China zu vermeiden, hat China den Yuan (Renmimbi) quasi fix an den US-Dollar gebunden. Es sind nur minimale Schwankungen des Yuan/Dollar-Kurses erlaubt. Solange diese Anbindung fortbesteht, hätte die Emission von Panda-Bonds durch US-Firmen keinen merklichen Einfluss auf die Yuan/Dollar-Rate.

Die große Frage lautet jedoch, ob China die Anbindung des Yuan an den Dollar noch lange aufrecht erhalten kann. Immerhin soll der Yuan nun den Status einer der Weltreservewährungen erhalten (# 308, 315).

Die fixe Anbindung einer Währung an den US-Dollar ist im Prinzip nur etwas für kleine Schwellenländerstaaten (Argentinien, Thailand), die sich vor Währungsschwankungen schützen wollen. China ist inzwischen viel zu groß dafür. Denn Chinas BIP ist mit 18 Mrd. Dollar bereits höher als das der USA.

Wenn die Yuan/Dollar-Bindung infolge der IWF-Aktivitäten demnächst fallen sollte, dürften riesige Mengen ausländischen Kapitals nach China strömen. Das könnte anfangs eine Scheinblüte auslösen (und China von manchen Sorgen befreien). Allerdings würde mit der Zeit der Yuan stark zum Dollar (und anderen Währungen) steigen - jener Effekt, unter dem Japan Ende der 1980er Jahre litt. Der teure Yuan würde zugleich Chinas Exportwirtschaft lähmen, denn dann käme der - eh schon durch Billiglöhne in Vietnam und Afrika angeschlagene -  Lohnvorteil Chinas abhanden. China könnte dann nicht mehr als Werkbank des Westens fungieren. Ob gesteigerte Binnennachfrage das ausgleichen kann, steht in den Sternen.

Es bleibt daher spannend, ob China - getrieben vom IWF - den Mut zu einer wirklichen Marktöffnung hat. Das Zockerkapital sitzt in USA und würde den fetten Braten sicherlich nicht verschmähen. Schon bald würde ein vollgefressener Lloyd Blankfein mit einem Pekingenten-Bein im Hals vor seiner Villa schlafen - wie hier:

akfoerster.de/Max-Moritz/Streich-2.de.html
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 867139
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pfeifenlümmel:

zu #328

 
25.10.15 21:41
Wie beim Lotto, da gibt es auch einen Chart und da macht man auch Kreuzchen.
Wenn das Kreuzchen richtig gesetzt wird, gewinnt man, andernfalls verliert man.
Ob das Kreuzchen hier richtig gesetzt ist, werden wir noch erfahren, vielleicht noch morgen.
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stksat|228820.:

Anti Lemming

 
25.10.15 21:48
danke, sehr schön erklärt.  
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Anti Lemming:

Das Kreuz auf dem Hügel

 
25.10.15 21:53
(Chart in # 310) hat der Markt gesetzt, und der Markt hat bekanntlich immer recht.

Der Markt ist allerdings so blöd, dass er dabei sogar seine eigene Dummheit verrät ;-)
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Anti Lemming:

Das US-BIP soll gemäß aktuellem Ausblick

 
25.10.15 22:03
sogar sinken, was die Fed bereits jetzt (Artikel unten) als Argument heranzieht, um die seit Monaten vorangekündigte Leitzinserhöhung abermals aufzuschieben. Vermutlich bis Anfang 1916, damit die Wallstreet-Akteure am Jahresende noch ihre fetten Boni absahnen können. Goldman hat ja bereits vor Wochen einen Schlussstand des SP-500 von 2150 für Sylvester angekündigt. Dann gibts Erdbeersekt mit echtem Bären-Blut.

Prost Neujahr.

www.marketwatch.com/story/...ata-expected-to-show-slowdown-2015-10-25
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stksat|228820.:

Wenn ich

 
25.10.15 22:04
das wüsste was du weißt, würde ich verstehen was der Markt sagt ;)

aber ich versuche mit meinem Wissen zu verstehen ;) danke
Antworten
Anti Lemming:

Wer nichts weiß

 
25.10.15 22:06
verdient zurzeit wenigstens Geld ;-)
Antworten
stksat|228820.:

da hast du nicht unrecht,

 
25.10.15 22:15
die einzige Frage für mich ist, ist das Kreuz für die Bären oder die Bullen? Es spricht viel für das Eine aber meistens kommt genau dann das Andere ;)
Antworten
Anti Lemming:

Das Kreuz

 
25.10.15 22:32

ist ein Kreuz für die Bullen, allerdings in diesem Sinne:

http://www.taz.de/picture/395909/624/dolorosa_f.jpg


Moderation
Zeitpunkt: 26.10.15 09:19
Aktion: Löschung des Anhangs
Kommentar: Urheberrecht: Bild ohne Einverständnis des Urhebers veröffentlicht

Link: Nutzungsbedingungen  

Antworten
stksat|228820.:

ja

 
25.10.15 22:40
er trägt eine schwere Last, ist aber schwer zu verstehen.
Antworten
wawidu:

zu # 310

 
25.10.15 22:41
Wie das Minikreuz von Freitag im NDX-Chart zustande gekommen ist, siehe 10-Minuten-Chart (NDX ETF QQQ wegen Volumenbalken, die es zum NDX-Chart nicht gibt)!
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 867153
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stksat|228820.:

Ist jetzt schwer zu

 
25.10.15 22:53
interpretieren für mich, der große Profi wie ihr bin ich ja nicht.Aber ich werde mich schlau machen. danke
Antworten
stksat|228820.:

etwas blöd ausgedrückt,

 
25.10.15 23:04
wieso das Volumen nur beim QQQ ? = blöder Fehler ;)?

(Der Markt ist allerdings so blöd, dass er dabei sogar seine eigene Dummheit verrät ;-) )
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Anti Lemming:

Thomas Mayer warnt vor Helikopter-Geld

4
26.10.15 09:20
Mayer ist Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...ld-aus-dem-helikopter-13874080.html

Die Inflationsziele unserer Zentralbanken nehmen immer mehr den Charakter der früheren Planvorgaben im real existierenden Sozialismus an: Soll- und Ist-Werte klaffen trotz größter Anstrengungen der Planer hartnäckig auseinander. Darunter leidet die Glaubwürdigkeit der Planungsbüros, damals wie heute. Kaum jemand versteht noch, was die amerikanische Fed wirklich will....

...Womit muss man rechnen?...

....Da einer Rezession kein Aufschwung vorangegangen wäre, der den Namen verdient hätte, könnte ihr die Wirtschaftspolitik wenig entgegensetzen. Die exorbitant hohe Staatsverschuldung, die wir in der letzten Rezession aufgebaut haben, lastet noch immer auf unseren Schultern. Eine abermalige fiskalpolitische Expansion zum Kampf gegen die Rezession können wir uns nicht mehr leisten, da der Staatsbankrott droht. Aber auch die Geldpolitik ist am Ende der Rettungsfahnenstange angekommen. Viel tiefer können die Zinsen kaum noch fallen und viel stärker lassen sich die Zentralbankbilanzen durch Käufe von Vermögenswerten kaum mehr aufblähen, zumal diese Politik schon heute nur noch wenig Wirkung zeigt. Nichts tun ist aus politischen Gründen keine Option. Was also dann? Ich wage die Prognose: die neue Zauberformel wird „Helikoptergeld“ heißen. Schon nach dem Platzen der Technologieblase am Aktienmarkt Anfang der 2000er Jahre brachte Ben Bernanke, damals noch einfaches Mitglied des Zentralbankrates der Fed, diesen Trick ins Spiel. Seither trägt er den Spitznamen „Helikopter-Ben“....
Antworten
Stöffen:

Du musst halt nur fest dran glauben

 
26.10.15 09:54
dass unendliches bzw. unbegrenztes Wachstum auf Pump möglich ist.

Gepriesen sei der angelsächsische Aberglaube!
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Inflate or die!

4
26.10.15 09:57
Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen. Die EZB ist der Monopolist der Geldproduktion. Sie kann jede gewünschte Geldmenge schaffen und in Umlauf bringen. Wenn Inflation, auch höhere Inflation, politisch gewollt ist, kann und wird die Zentralbank dieses Verlangen durchdrücken.

Und dass man im Euroraum der Verlockung des Inflationierens bereits erlegen ist, das zeigt die EZB-Politik unter Hr. Draghi deutlich, denn diese Politik hat damit begonnen, die Euro-Staatsschulden zu monetarisieren. Die EZB kauft dementsprechend Anleihen und bezahlt die Käufe mit neu geschaffenen Euronen. Diese gelangen jetzt in die Hände von Banken, Hedge-Fonds und Investoren aus dem In- und Ausland, denen die EZB ihre Schuldpapiere abkauft. Von der Schaffung neuen Geldes profitieren somit diese Gruppen am meisten, weil sie als erste Zugriff auf das frische Geld haben.

Das frische Geld schafft eine steigende Nachfrage nach Vermögensgegenständen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Immobilien, Kunstobjekten, etc., und lässt folglich deren Preise steigen, Stichwort hier Vermögenspreisinflation. Es profitieren ergo die Halter dieser Vermögensbestände. Allerdings zum weiteren Nachteil der Geldhalter, denn die Kaufkraft des Geldes schwindet: Für einen Euro erhält man fortan weniger Aktien und Immobilien, etc.

Desweiteren hilft das ultrabillige Geld sprich Nullzins der Notenbanken das Eigenkapital renditesteigernd zu hebeln, Stichwort hier "Leverage".

Ein passables Rechenbeispiel dazu, gefunden in Daniel Stelters BTO-Blog:

Nehmen wir an, Sie könnten sich eine Aktie zu 100 Euro kaufen, die eine sichere Dividende von 10 Euro pro Jahr bezahlt. (Ja, in der heutigen Zeit undenkbar, aber dazu kommen wir gleich!). Setzen Sie für den Kauf nur Eigenkapital ein, erzielen Sie eine Rendite von 10 Prozent. Attraktiver wäre es, sich 100 Euro von der Bank zu leihen und gleich zwei Aktien zu kaufen. Gibt die Bank sich mit fünf Prozent Zinsen zufrieden, gehen 5 Euro an die Bank und 15 Euro bleiben bei Ihnen. Macht 15 Prozent Rendite. In der Praxis dürfte die Bank noch großzügiger sein und sich mit nur 20 Prozent Eigenkapital zufriedengeben. Sie können sich also zu Ihren 100 Euro noch 400 Euro von der Bank leihen und fünf Aktien kaufen. Von den 50 Euro Dividende gingen dann 20 Euro an die Bank (5 Prozent auf 400) und Ihnen blieben 30 Euro! Eine Rendite von dreißig Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital.

Nun merken auch andere, was für ein gutes Geschäft das ist und geben sich mit Renditen unter 30 Prozent zufrieden, zahlen also mehr für die Aktie. Steigt der Kurs auf 140 Euro, haben Sie nicht nur einen schönen Kursgewinn erzielt, sondern auch wieder erheblich mehr Eigenkapital. Ihre zur Beleihung zur Verfügung stehende „Margin“ erhöht sich dadurch auf 300 Euro (100 plus 200 Kursgewinne). Zwar ist die Dividendenrendite von 10 auf nur noch 7 Prozent gefallen. Doch liegt sie damit immer noch über dem Zinssatz der Bank. Sie leihen sich weitere 840 Euro und kaufen dazu. Dann haben Sie 11 Aktien im Wert von 1540 Euro und Schulden von 1240 Euro. Die Rendite auf Ihr Eigenkapital von 300 Euro sinkt zwar auf 16 Prozent, der Gesamtüberschuss (Dividende minus Zinsen) wächst allerdings von 30 auf 48 Euro. Es lohnt sich, solange mehr Schulden aufzunehmen, wie die Dividendenrendite über dem Zinssatz der Bank liegt. Man spricht vom Hebeleffekt (Leverage). Folge: die Nachfrage nach dem Vermögensgegenstand nimmt zu und der Preis steigt.

Das ist eines der schlichten Geheimnisse, welches sich hinter der Margin Debt und den steigenden Kurse verbirgt.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Fragwürdige Vergleiche mit 1998/1999

 
26.10.15 10:40
Analysten von Bank of America vergleichen die aktuelle Börsenlage mit der aus 1998/1999 (siehe Chart und Prognose), als Russland eine Staatspleite drohte und der verzockte Hedgefonds LTCM von der Fed ausgebailt werden musste.

Demnach soll nun ein spektakulärer "Blow off" (Kursfeuerwerk) mit neuen ATHs folgen (analog zur blauen Linie aus 1998/99).

Ich halte diesen Vergleich für fragwürdig und unzutreffend (siehe meine Begründungen unten).

www.zerohedge.com/news/2015-10-25/...lt-wall-street-here-bofas-answer

Bank of America:
.
It could simply be 1998/99 all over again. After all, a “speculative blow-off” in asset prices is one logical conclusion to a world dominated by central bank liquidity, technological disruption & wealth inequality.

Back then, as could be the case today, a bull market & a US-led economic recovery was rudely interrupted by a crisis in Emerging Markets. The crisis threatened to hurt Main Street via Wall Street (the Nasdaq fell 33% between July-Oct 1998, when LTCM went under). Policy makers panicked and monetary policy was eased (with hindsight unnecessarily). Fresh liquidity combined with apocalyptic investor sentiment very quickly morphed into a violent but narrow equity bull market/bubble in 1998/99, one which ultimately took valuations & interest rates sharply higher to levels that eventually caused a “pop”.


--------------------

Gegenargumente A.L.:

Der Einbruch in 1998 erfolgte im Wesentlichen wegen der drohenden Pleite eines milliardenschweren Hedgefonds (LTCM), in dessen Leitung bezeichnenderweise zwei Wirtschaftsnobelpreisträger saßen. Es war die erste (drohende) Pleite eines großen US-Hedgefonds. Hedgefonds waren damals noch relativ neu, es gab keinerlei Erfahrung mit möglichen Folgen bei Schieflage. Manch einer erwartete eine Marktpanik ähnlich der, wie sie später in 2008 "nach Lehman" kam.

Außerdem gab es finanzielle Schieflagen in Russland, die aber gegenüber der drohenden LTCM-Pleite zweitrangig waren.

Warum hinkt obiger Vergleich?

Die Gewinnlage der US-Firmen war Ende der 1990er Jahre infolge der Dot.com- und sonstigen IT-Blase recht solide. Die LCTM-Pleite war ein externer Event, der nicht aus genereller Wirtschaftsschwäche resultierte, sondern aus Fehleinschätzungen bei der Zinsentwicklung in Verbindung mit riesigen Hebeln.

Als die Verunsicherung nach dem Versprechen der Fed, LCTM aufzufangen und die Leitzinsen zu senken, gewichen war, besann sich die Börse wieder der prinzipiell guten wirtschaftlichen Gesamtlage, speziell in USA, das im IT-Rausch schwelgte. Folglich stiegen die Börsen nach der Panik weiter und erklommen 1,5 Jahre später (im März 2000) ein spektakuläres Allzeithoch, das in der Tat ein "Blow off" war: Der Nasdaq Comp. brauchte 15 Jahre, bis er im Sommer 2015 erneut die 5000-Marke überwand (zwischendurch fiel der Comp im Okt. 2002 auf ein Langzeittief von nur 1000 Punkten).

Aktuell ist die Gesamtwirtschaftslage weltweit angeschlagen: Trotz Nullzinspolitik seit Ende 2008, einem Mega-Stimulus und mehreren QE-Runden ist die US-Wirtschaft nur sehr mickrig gewachsen. Im laufenden Jahr ist der Gewinntrend bei den SP-500-Firmen sogar wieder rückläufig. Die Börsen haben das noch überhaupt nicht eingepreist (Nasdaq Comp. notiert aktuell erneut über 5000).

Es gab auch kein externer "big bad event" wie die LCTM-Krise, was die Börsen im August 2015 einbrechen ließ. Grund war vielmehr zum einen die Konjunkturschwäche (Gewinnwarnungen, rückläufige Gewinntrends) und zum anderen die Angst vor dem Ende der US-Nullzinspolitik. Letztere Ängste konnte die Fed zwar mit zig Aufschüben vorübergehend verdrängen. Das Damoklesschwert eines neuerlichen Zinserhöhungszyklus schwebt jedoch weiterhin über dem - zudem fundamental angeschlagenen - US-Markt. "Bad news ist good news" reicht in der Gemengelage nicht für eine fortgesetzte Hausse.

Fazit: Es gibt aktuell KEINEN big bad event, und die fundamentale Lage war und ist angeschlagen. Hinzu kommt die Drohung des neuen Zinserhöhungszyklus. All dies macht das von der BoA ausgemalte Szenario ziemlich unwahrscheinlich.

Außerdem hat der Nasdaq seit Juli 2015 nur um -17 % korrigiert (von 5200 auf 4300) - und nicht um -33 % wie 1998. Es gab also auch keinen vergleichbaren "Ausverkauf" im Vorfeld.

Bei der BoA-Analyse könnte es sich um die übliche Verdummungsnummer handeln, mit der Kleinanleger in einen grotesk überhitzten Markt gelockt werden sollen, um sie anschließend mit furiosen Kurseinbrüchen zu melken.

Ein passenderer Vergleich wäre mMn das Ende des Jahres 2000: Ab Oktober 2000 gab es statt einer Weihnachtsrallye ein heftigen Weihnachtsausverkauf .

Das Kursfeuerwerk der letzten Wochen basierte auf Zinsaufschub der Fed, neuem QE von Draghi, Chinas Zinssenkung und einigen positiven Ausreißer-Ergebnissen bei Google und Microsoft, die jedoch die vielen Enttäuschen zuvor nicht nachhaltig kompensieren können. Es war mit anderen Worten ein riesiger Shortsqueeze, der vor allem von verbalen Zentralbank-Interventionen ausging.

Statt sich, wie 1998, nach dem Kursdebakel wieder "der positiven Fundamentaldaten zu besinnen", könnten sich die Börsen nun, nach Ende des Shortsqueeze, erneut die negativen Fundamentaldaten ins Gedächtnis rufen, auch wenn das Christkind vor der Tür steht ;-)

(Verkleinert auf 73%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 867213
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Anti Lemming:

Einwand zu # 344

2
26.10.15 10:48
Stöffen: "Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen"

Gute Inflation, die in Boom-Zeiten aus der Lohn-Preis-Spirale erwächst, ist ein vom überhitzten (Arbeits-)Markt hervorgerufenes Phänomen. Die Notenbanken REAGIEREN darauf lediglich, nämlich indem sie die Zinsen erhöhen. Dies nimmt der Wirtschaft etwas Luft, so dass eine Korrektur erfolgt, bei der die Löhne/Inflation wieder sinken. Der übliche Konjukturzyklus.

Nur die "böse" Notenbank-Inflation ist ein monetäres Phänomen. Ich nenne sie böse, weil es eine von den oberen 1 % inszenierte Aktion zur Umverteilung von unten nach oben ist, bei der die unteren 99 % nach Strich und Faden beschissen werden. Details dazu in # 307: www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=4812#jump20490429
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Stöffen:

Aus dem Fenster geworfen

 
26.10.15 11:30
Einen gelungenen „Einstieg“ hatte Max Otte an die Spitze seines Vortrages gesetzt: Er zeigte auf der Leinwand einen Filmausschnitt über den derzeitigen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, wie er als dreijähriger Junge bündelweise Geldscheine aus dem Fenster wirft. „So macht er auch heute noch weiter.“
...
Der Euro als Unruhestifter - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/...fter-id35861812.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
wawidu:

zu # 341

 
26.10.15 12:08
Meine Charts beziehe ich kostenpflichtig von stockcharts.com. Dieser Chartanbieter liefert zwar für Tages-, Wochen- und Monatscharts des NDX Volumendaten, nicht jedoch für Stunden- und Minutencharts - im Gegensatz zu QQQ Charts.
Antworten
wawidu:

"Helikoptergeld"

 
26.10.15 13:33
Diese Aktion läuft schon seit 2008! Der Erfolg ist jedoch geradezu deprimierend, wie ich in einem Folgeposting zeigen werde.
(Verkleinert auf 69%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 867268
Antworten
wawidu:

zu # 348

2
26.10.15 13:51
Der Chart der Umlaufgeschwindigkeit von M1 lässt deutlich erkennen, dass das seit 2008 neu geschaffene Geld keinerlei Wirkung für die Realwirtschaft entfaltet. Kein anderer Chart zeigt so krass das Scheitern der Fed-Ambitionen auf.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 867270
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