die im Auftrag der Politiker - und im Interesse der oberen 1 % - weltweit von den Zentralbankern gestreut wird.
In Wahrheit gibt es keine Deflation, sondern eine leichte Inflation, zu erkennen u. a. an den stetig steigenden Lebensmittelpreisen. Die Reallöhne steigen nicht mit, so dass die leicht reale Inflation für die Masse der Verbraucher einen Kaufkraftverlust bringt. Sie müssen daher ihren Konsum einschränken, was der Wirtschaft nicht förderlich ist.
Echte Inflation entsteht, wenn die Wirtschaft brummt und eine große Nachfrage nach Arbeitskraft besteht. Eine solche Lage konnten Arbeitnehmer und Gewerkschaften Ende des letzten Jahrhunderts für vorteilhafte Lohnverhandlungen nutzen. Im Zeitalter der Globalisierung ist diese Lohnverhandlungsmacht allerdings abhanden gekommen. Deutsche Arbeitnehmer befinden sich in potenzieller Lohnkurrenz mit anderen in Osteuropa, Asien und Afrika. Das Kapital operiert weltweit und lässt dort fertigen, wo die Löhne am niedrigsten und die steuerlichen Bedingungen (z. B. in Irland) am günstigen sind.
Ohne gesteigerte Massennachfrage kann eine nachfrageorientierte Wirtschaft (wie etwa USA) kaum vernünftig wachsen - wie die Entwicklung seit 2008 zeigt. Die Amis versuchen es mit mehr Kredit (Student und Auto Loans), doch Kredite sind ein Klotz am Bein und können das Ausgeben von verdientem bzw. vorhandenen Geld nicht ersetzen. Eine stagnierende Wirtschaft kann keine Inflation durch Arbeitsnachfrage erzeugen.
Um die reichen 1 % zufrieden zu stellen, veranstalten die Notenbanker im Auftrag der Politiker (die wiederum von den 1 % hofiert, bestochen, lobbysiert werden) stattdessen eine Vermögenspreis-Inflation. Diese macht die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer = Umverteilung von unten nach oben.
Um diese Umverteilung vor den Bevölkerungen zu verbergen, müssen die Notenbanker behaupten, es gäbe eine Deflation - und die sinkenden Preise seien eine "große Gefahr für die Wirtschaft". (Dies ist freilich umstritten, denn nach einer Blase sind sinkende Preise, etwa im Hausmarkt, nur gesund und eine Rückkehr zur Normalität). Als vermeintliches Gegenmittel - also zur künstlichen Inflationierung - kaufen die Zentralbanker via QE Staats- und Unternehmensanleihen und in Japan (und anderswo) sogar Aktien auf. Das kommt den reichen 1 % unmittelbar zugute.
Die Zinsen sind am kurzen Ende seit 2008 auf Null. Durch QE sinken sie auch am langen Ende, in D. auf nahe Null. Sparer bekommen dadurch keine Zinsen mehr, und einige Staaten können sich fast gratis neu verschulden.
Hauptsächlich dienen die Notenbankaufkäufe den oberen 1 % sowie den Unternehmen. Letztere nutzen den forcierten Anlagenotstand der Sparer, um massenweise minderwertige Junkbonds rauszugeben. Mit dem vereinnahmten Geld kaufen sie eigene Aktien zurück, damit die CEOs sich via Mitarbeiteroptionen einen goldene Nase verdienen. Die Aktien steigen auf diese Weise TROTZ stagnierender Realwirtschaft. Durch die Rückkäufe sinkt auch die Zahl der umlaufenden Aktien, was die "earnings per share" künstlich hochtreibt.
Einige große US-Firmen entlassen sogar - ohne akute Notwendigkeit (wie z. B. Krise) - massenhaft Mitarbeiter, um mit dem dadurch eingesparten Gehälter ihre Aktienrückkäufe noch weiter zu steigern. Das ist wider die in D. grundgesetzlich verankerte soziale Verantwortung des Kapitals.
FAZIT: Die Deflations-Lüge ist ein Betrug an 99 % der Bevölkerung, die durch die wegen dieser Lüge vorgenommenen Maßnahmen (QE) um ihre Ersparnisse (teils sogar negative Zinsen) gebracht wird. Im Gegenzug werden die oberen 1 % gemästet. Die resultierende Vermögenspreis-Inflation führt u. a. im Immobilienmarkt zu stark steigenden Preisen, die sich in höheren Mieten niederschlagen und so die von Reallohn gebeutelten Verbraucher noch weiter um die Früchte ihre Arbeit prellen. In USA geben Normalverdiener teils schon über 50 % ihres Gehalts für die Miete aus.