...Unsere Wertung: Die Prognosesenkung ist insbesondere vor dem Hintergrund der grassierenden Unsicherheit rund um eine eventuell noch durchzuführende Kapitalerhöhung ärgerlich. Denn die schlechten Nachrichten drücken den Kurs, wodurch eine eventuelle Kapitalerhöhung nur zu noch schlechteren Konditionen durchgeführt werden könnte, was die Verwässerungseffekte für Altaktionäre noch erhöhen würde. In diesem Zusammenhang ist es aber interessant zu wissen, dass die Ermächtigung für eine größere Kapitalerhöhung nur noch bis Juni reicht und Aufsichtsrat Androsch (17,55% Anteilsbesitz) im November 2023, als Gespräche mit der Staatsholding ÖBAG über einen Einstieg im Rahmen einer möglichen Kapitalerhöhung an die Öffentlichkeit leakten, woraufhin der Kurs von rund 28,50 Euro auf rund 23,50 Euro fiel, eventuelle Kapitalerhöhungspläne mit der Aussage „Nicht zu diesem Kurs!“ kommentierte. Aktuell liegt der Kurs noch darunter, so dass sich die Bereitschaft der beiden Kernaktionäre Dörflinger Privatstiftung (18,13%) und Androsch, sich zu den aktuellen Kursen stark verwässern zu lassen, begrenzt sein dürfte, zumal die jüngsten operativen Ausblicke der großen AT&S-Kunden (und deren Aktienkurse) doch eher optimistisch für die Zukunft stimmen. Es bleibt somit abzuwarten, ob und zu welchen Bedingungen die Kapitalerhöhung kommt. Die Analysten von Stifel haben nach der Umsatzwarnung ihr Kursziel von 37 auf 31 Euro zurückgenommen, Deutsche Bank von zuvor 38 Euro auf nun 32 Euro, beide sehen den Titel weiter als Kauf. Wir sehen den fairen Wert im Licht der neuesten Datenlage aktuell bei rund 45 Euro (zuvor: 50) und die Aktie bis zu Kursen von 31 Euro (bisher: unter 34) als Kauf.
www.boersenbrief.at/produkte/...ktien-spezialwerte-nr-022024/