Ein angeschlagenes Microsoft-Logo vor einem fallenden Candlestick-Chart (Symbolbild).
Quelle: - Erstellt mithilfe von ChatGPT.
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Microsoft-Aktie nach den Zahlen angeschlagen: So geht es jetzt weiter!

Die Furcht vor aus dem Ruder laufenden KI-Investitionen haben die Microsoft-Aktie nach den Zahlen auf Talfahrt geschickt. Charttechnisch ist die Lage prekär.
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Software-Aktien im freien Fall: Zweistellige Kursverluste!

Für Software-Aktien ist der Donnerstag bislang ein rabenschwarzer Tag. Bereits am Mittwochabend gelang es ServiceNow nicht, Anlegerinnen und Anleger mit seinen Zahlen zu überzeugen. Die Anteile verlieren zweistellig an Wert.

Nicht anders ergeht es DAX-Schwergewicht SAP, das am Donnerstagmorgen die Erwartungen beim Auftragsbestand in der Cloud verfehlte, sowie Microsoft, das am Mittwochabend mit seinen Zahlen aufwartete und beim Azure-Wachstum patzte.

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Während SAP (SAP Aktie) in der Spitze um 17 Prozent gefallen ist und damit den schlechtesten Handelstag seit dem Corona-Crash erwischte, gab Microsoft (Microsoft Aktie) um 11 Prozent nach – der Optionsmarkt hatte vorab lediglich eine Kursreaktion von 5,3 Prozent eingepreist.

Auch für Microsoft war der Donnerstag der schwächste Tag seit Pandemieausbruch. Dadurch hat sich das zuletzt etwas verbesserte Chartbild umgehend wieder eingetrübt.

Chartbild trübt sich erheblich ein

Zwar befindet sich die Microsoft-Aktie in einem übergeordneten, langfristigen Aufwärtstrend, die vergangenen Monaten waren nach einem Doppeltop bei rund 550 US-Dollar allerdings von einer Konsolidierung geprägt, die aus technischer Perspektive aus den bearishen Divergenzen in den Indikatoren RSI und MACD hervorgegangen ist.

Diente die 50-Tage-Linie im Spätsommer noch als Unterstützung, wurde diese Anfang November aufgegeben. Nachdem am Support um 500 US-Dollar keine Gegenwehr der Bullen erfolgte, musste es die 200-Tage-Linie richten. Diese konnte dem zunehmenden Verkaufsdruck zum Jahresauftakt allerdings nicht standhalten.

Dadurch kam es gleich doppelt zu einem Verkaufssignal, da die gleitenden Durchschnitte gleichzeitig ein Death Cross gebildet haben. In den Tagen vor den Quartalszahlen startete zwar eine Gegenbewegung, diese endete jedoch an der 200-Tage-Linie, die spätestens nach dem Donnerstag als Widerstand bestätigt wurde.

Unterstützungen werden zur Mangelware

Damit richten sich die Augen nun zur Unterseite. Die zweistelligen Kursverluste haben die Aufgabe auch der Unterstützung bei 450 US-Dollar zur Folge. Der nächste Support liegt erst bei 400 US-Dollar. Das spricht für eine Korrektur über den Donnerstag hinaus.

Diese These wird gefestigt durch die Abwärtstrends der technischen Indikatoren, welche die Verkaufswelle der vergangenen Wochen und Monate begleitet und damit bestätigt hat. Der Trendstärkeindikator MACD fällt am Donnerstag außerdem wieder unter seine Signallinie zurück, was auf eine Abwärtstrendverschärfung hindeutet.

Korrektur könnte sich noch deutlich ausweiten

Anlegerinnen und Anleger sollten sich aufgrund der ausgeprägten technischen Schwäche daher darauf einstellen, dass eine Bodenbildung nicht bei 400 US-Dollar, sondern erst bei 350 US-Dollar gelingt. Das gilt umso mehr, als dass der RSI mit 31,3 Punkten auf Tageskursbasis zwar fortgeschritten, aber noch nicht überverkauft ist. Auch höhere Zeitebenen bieten noch weiteren Platz nach unten.

Aufhellen würde sich das Chartbild hingegen erst wieder oberhalb der gleitenden Durchschnitte sowie der Widerstandszone um 500 US-Dollar. Für eine schnelle Rückkehr in diesen Bereich liefert der Chart aber keine Indizien.

Fazit: Auch fundamental drängt sich kein Einstieg auf 

Mit Blick auf die Bewertung ist Microsoft auch nach dem zweistelligen Kurseinbruch noch als teuer einzuschätzen. Für 2026 wird bereits ein KGVe von 28,8 abgerufen. Das liegt zwar um rund 10 Prozent unter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 31,8, aber immer noch deutlich über dem Branchenmittel von 24,8.

Dass die KI-Investitionen außerdem schneller steigen als die Erlöse, ist kein gutes Zeichen und deutet auf schwächere Margen in der Zukunft hin. Wer im Bereich Software investieren will, sollte sich bei anderen, günstiger bewerteten Titeln umsehen. Hier sticht mit einem KGVe 2026 von 12,8 und einer fast zweistelligen Cashflow-Rendite vor allem Adobe hervor.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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