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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Weitere Stabilisierung - Unsicherheit bleibt hoch

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Dienstag letztlich an die Stabilisierung vom Vortag angeknüpft. Ein ähnlich wilder Ritt wie zu Wochenbeginn, als US-Präsident Donald Trump Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geschürt und damit für eine rasante Trendwende gesorgt hatte, blieb den Anlegern diesmal erspart.

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Nach einem freundlichen Start und zeitweisen Verlusten rettete der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ein Plus von 0,13 Prozent auf 5.581,29 Punkte ins Ziel. Der Schweizer SMI schloss auch dank der Kursgewinne defensiver Schwergewichte wie Nestle und Novartis 1,02 Prozent fester mit 12.515,94 Punkten. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,72 Prozent auf 9.965,16 Punkte hoch. Er profitierte von der Stärke mehrerer Schwergewichte aus der Öl- und Bergbaubranche.

Am Montag hatte Trump ein Ultimatum an den Iran verschoben und als Grund "produktive" Gesprächen genannt. Allerdings dementierte der Iran Verhandlungen zur Beendigung des Krieges umgehend. Die Kämpfe halten an. Damit hat die Unsicherheit an den Märkten Bestand, wie auch die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn zeigten.

Zur Vorsicht mahnen zudem die jüngsten Konjunkturdaten, in denen sich die Auswirkungen des Iran-Krieges widerspiegelten. So belegte der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex, dass sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März stärker als erwartet verschlechtert hat. Ähnlich sah es in Großbritannien aus. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit dem starken Anstieg der Energiepreise voll berücksichtigt werden.

Im marktbreiten Index Stoxx Europe 600 führten die Aktien von Öl- und Gaskonzernen am Dienstag die Gewinnerliste an. Gefragt waren zudem Telekommunikations- , Chemie- und Rohstofftitel . Die Aktien des Chemieriesen BASF (BASF Aktie) wurden zudem von einer neuen Kaufempfehlung von Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Research gestützt: Sie gewannen an der EuroStoxx-Spitze 4,2 Prozent. Dagegen ging es für SMI-Schlusslicht Givaudan um 1,1 Prozent bergab, nachdem die Deutsche-Bank-Experten ihr Kaufvotum gestrichen hatten.

Verluste verzeichneten in Europa ansonsten vor allem Banken- , Einzelhandels- und Industriewerte . Aus dem Einzelhandelsbereich stach Kingfisher mit einem Minus von 2,3 Prozent negativ heraus. Dass die Experten der US-Bank Jefferies der britischen Baumarktkette solide Quartalszahlen attestierten, half den Aktien nicht.

SAP (SAP Aktie) führte mit einem Minus von 4,1 Prozent die Verliererliste im EuroStoxx an. Analyst Toby Ogg von der US-Bank JPMorgan hatte die Anteile des Softwarekonzerns von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und sein Kursziel deutlich gesenkt.

Dagegen sprangen die Aktien des spanischen Kosmetikkonzerns Puig Brands um gut 13 Prozent hoch. US-Konkurrent Estee Lauder bestätigte Gespräche über einen Zusammenschluss beider Unternehmen. Die Aktien des französischen Branchenriesen L'Oreal gewannen ein Prozent./gl/jha/

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